Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer fordert das Ende der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos. Laut dem Direktor des Center Automotive Research (CAR) ist die Förderung nicht mehr notwendig, da Elektroautos bereits erfolgreich am Markt seien.
Im Juli machten rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) 29,3 Prozent aller Neuwagen-Zulassungen in Deutschland aus. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, stieg der Anteil auf 109.218 Fahrzeuge, was einem Anteil von 40,7 Prozent aller Neuwagen entspricht. Für beide Antriebsarten gibt es unter bestimmten Voraussetzungen mehrere Tausend Euro Subvention.
Dudenhöffer kritisiert im Gespräch mit der Bild die Verwendung von Steuergeldern für diese Förderung. Der Staat zahle bei Elektroautos bis zu 6000 Euro und bei Hybriden bis zu 4500 Euro dazu. Damit werden laut dem Direktor des Center Automotive Research (CAR) bis zu 41 Prozent der in Deutschland verkauften Neuwagen staatlich unterstützt. „Wo bei diesen Absatzzahlen noch der Sinn einer Förderung liegen soll, erschließt sich mir schlicht nicht mehr.“
Der Umstieg auf Elektroautos werde durch hohe Benzinpreise und Klimawandel-Befürchtungen vorangetrieben, meint Dudenhöffer. Er bemängelt, dass dieser Prozess zusätzlich durch das staatliche Budget von drei Milliarden Euro getrieben wird. Er fragt: „Wieso – um Himmelsbreite – fördert man mit einer staatlichen Prämie Elektroautos – also mit hart verdientem Steuergeld –, wenn die 41 Prozent des deutschen Automarkts ausmachen?“
Die erste Kaufprämie für Elektroautos wurde von der Ampel-Regierung im Dezember 2023 abrupt beendet. Die schwarz-rote Regierung hatte wieder eine Stromer-Förderung eingeführt. Anträge für den neuen Zuschuss sind ab dem 19. Mai möglich, rückwirkend für Käufe ab dem 1. Januar 2026. Wer subventioniert wird und in welcher Höhe, hängt vom Haushaltseinkommen und der Zahl der Kinder ab.

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