Steffen Bilger (CDU) hat im Juli das Amt des Bundesverkehrsministers übernommen. In dieser Position sieht er nach dem Auslaufen der aktuellen Prämie für Elektroautos keine Notwendigkeit für weitere staatliche Kaufanreize.
Bei einem Unternehmensbesuch in Neumünster erklärte der CDU-Politiker laut der Zeit, dass die Förderung intensiv genutzt werde. Dann sagte er: „Für die Zukunft halte ich eine weitere Förderung von Elektro-Pkw nicht für erforderlich.“ Da sich E-Autos gut entwickelt hätten und mittlerweile kostengünstig seien, müssten sie sich am Markt behaupten können.
Der Minister sieht für Elektroautos gerade angesichts hoher Kraftstoffpreise gute Chancen. Und man tue „alles dafür, dass die Strompreise in Deutschland günstiger werden“. Aktuell spreche bereits jetzt vieles für die Nutzung von E-Autos.
In Deutschland kann seit Mai wieder eine staatliche Subvention für Elektroautos sowie bestimmte Plug-in-Hybride und sogenannte Range-Extender-Elektrofahrzeuge beantragt werden. Voraussetzung des sozial gestaffelten Förderprogramms der schwarz-roten Koalition ist eine Neuzulassung seit dem 1. Januar 2026. Die Zuschüsse können je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße bis zu 6000 Euro betragen. Bis zum Jahr 2029 stehen drei Milliarden Euro bereit, das soll für insgesamt 800.000 Fahrzeuge reichen.
Ein Fokus der ministeriellen Bemühungen soll zudem auf dem Einsatz von E-Lastwagen und alternativen Antrieben für Transporter liegen. Bilger sieht hier ein „Riesenpotenzial“ für den Klimaschutz, insbesondere im Hinblick auf die Verwundbarkeit der weltweiten Kraftstoffversorgung und mögliche dramatische Preisschwankungen.

hu.ms meint
In der überschrift fehlt:
„nach auslaufen der aktuellen“
Stephan Peter meint
Fossile Förderungen haben kein Ablaufdatum. Im Gegensatz zu elektrischen Alternativen.
Kant49 meint
Ladeinfrastruktur für Mieter würde noch einmal einen Schub bringen.
eBikerin meint
Gibts doch schon ein Förderprogramm,
Jensen meint
Eine Abwrackprämie (Verbrenner raus – BEV rein) hätte eine echte Lenkungswirkung in Bezug auf das Kernziel: Runter mit den Emissionen ! Ideal wäre es natürlich, wenn man einen Weg finden würde, der es der Industrie bzw. dem Handel unmöglich macht, die Subventionen in irgendeiner Form abzugreifen oder einzupreisen. Die jetzige Ausgestaltung der Prämie landet vermutlich zum allergrößten Teil bei Industrie und Handel. Letztlich also Wirtschaftsförderung aus allgemeinen Steuergeldern. Zudem sollten Hersteller, Anbieter, Verkäufer und Käufer von Fahrzeugen, die allgemeinschädlich mit giftigen und hochentzündlichen Flüssigkeiten die Auswüchse der „Technologieoffenheit“ manifestieren, ausführlich zur Kasse gebeten werden. Diese sicher schnell schwindenden Einnahmen könnten dann unmittelbar für die Subvention von wirklich sauberen Technologien genutzt werden.
THeRacer meint
IDEE:
… die ersten geladenen – z.B. bis 20 KWh – sollten je Ladevorgang und vielleicht 1-2 mal pro Woche gratis sein, um Hybrid-Fahrer zum elektrisch Fahren zu motivieren, kleine eFahrzeuge zu fördern und die durchschnittlichen Pendlerfahrer zu entlasten (2x5x20km = 200km/Woche x4 = 800km . Bei 15 KWh/100 km x8 = 120 KWh/Monat entsprechend 6×20 KWh/Monat gratis. Gegenwert ca. 0,40 €/KWh x 120 KWh/Monat
= 48,-€/Monat. …
brainDotExe meint
Prinzipiell eine gute Idee.
Nur ist der Verbrauch mit 15 kWh/100 km ziemlich niedrig angesetzt, im Schnitt sind es eher 20 kWh zuzüglich Ladeverluste.
Auch sehe ich das problematisch bei der Abrechnung für Leute die ausschließlich zu Hause laden.
F. K. Fast meint
Ich finde 15kWh/100km schon als hoch, fahre aber auch keine rollende Schrankwand.
Jeff Healey meint
Weiß nicht, unser „Klötzchen“ (Opel Frontera Electric) ist ne kleine fahrende Schrankwand. Wir kommen derzeit trotzdem nicht über 15kWh/100Km…
MK meint
@brainDotExe:
Ich fahre einen Elroq, also einen per Karosserieform grade auf der Autobahn nicht grade effizienten SUV, und fahre hauptsächlich Autobahn. 20 kWh/100 km (auf Basis der Abrechnungen an den öffentlichen Ladestationen, nicht auf Basis der Autoanzeige), habe ich grade mal im Winter bei Minusgraden erreicht. Bei 20 Grad Außentemperatur war ich eher bei 16 kWh, bei Hitze wie heute mit mehr Klimaanlage sind es rund 17 kWh. Im Stadtverkehr sind es eher 13 bis 14 kWh/100 km auch beim SUV.
Also: Ja, für meinen SUV auf der Autobahn sind 15 zu wenig…20 aber auch definitiv zu viel. Ich denke, mit einem nicht so klobigen Fahrzeug und/oder einem höheren Anteil an Stadtfahrten sind die 15 kWh/100 km im Jahresschnitt locker erreichbar.
Mike meint
Warum nicht z.B. 100kWh kostenfreies Ladeguthaben für jeden BEV-Neukunden pro Monat (nicht in Nachfolgemonat übernehmbar)? Dann werden sparsame Autos interessant und der Staat hätte ein Interesse an niedrigen öffentlichen Strompreisen. Vielleicht ausschleichend, jedes Jahr 10% weniger.
eBikerin meint
Um Pendler zu entlasten gibts die Pendlerpauschale aka. Kilometergeld.
Aber gut wieder eine Idee die nur Geld kostet und die Bürokratie und damit die Kosten noch mehr aufbläht.
Calimator meint
Gratis ist nichts, es zahlt immer der Steuerzahler. Die einzige sinnvolle Maßnahme wäre meiner Meinung nach eine Senkung der Stromsteuer. Es wäre unbürokratisch lädt nicht zum Missbrauch ein und es würde die Preisdiffenez zu den Kraftstoffpreisen erhöhen. Das funktioniert nachweislich auch besser wie jede Subvention wie man seit dem Irankrieg weis. Außerdem würden auch die profitieren die komplett auf einen PKW verzichten, d.h. die soziale Akzeptanz wäre größer.
F. K. Fast meint
Die Ladekosten im privaten Bereich sind schon heute sehr niedrig. Nur die öffentlichen Ladekosten (ohne Abo) bewegen sich auf ähnlich hohem Niveau wie Verbrennertanken.
Justin Case meint
Der wesentliche Punkt sind die Preise und Kontingente für CO2-Emissionen. Hier läuft die CDU in die ganz falsche Richtung. Der Markt kann keine steuernde Wirkung entfalten, wenn Emissionsrechte weiterhin verschenkt werden und der Schaden ausgeblendet wird. Großte Teile von Politik und Gesellschaft sind weiterhin praktische Klimawandelleugner, die allenfalls pflichtschuldig Lippenbekenntnisse hierzu von sich geben.
tacjazo meint
Dann mach mal deinen Job und beende das Preischaos an den Ladestationen, lieber Herr Bilger!
Entweder das, oder wir führen bei Tankstellen das gleiche Chaos ein, wie an Ladestationen. Sie dürfen es sich aussuchen, aber der Status quo darf nicht bleiben!
MK meint
@tacjazo:
Das „Chaos“ ist doch an Tankstellen viel schlimmer.
ich fahre jetzt seit ca. 10 Monaten BEV und habe seit dem noch keinen einzigen Preiswechsel erlebt. Ich weiß jetzt schon, was mich der Strom bei der Weihnachtsreise zur Familie kosten wird. Bei Diesel oder Benzin weiß ich nicht mal, was es in einer Stunde kosten wird.
Auch kostet es bei den großen Anbietern wie EnBW oder EWE nicht nur zu jeder Tageszeit das gleiche, sondern auch deutschlandweit gleich: Egal, ob Hamburg, München, Leipzig oder Essen: Der Strom kostet immer das gleiche.
Ich nutze daheim immer die heimischen Stadtwerke (36 ct/kWh), unterwegs EWE (52 ct/kWh). Andere Preise habe ich auf mehr als 35.000 km noch nie bezahlt.
Und sollte es dazu doch mal nicht die Möglichkeit geben (wie gesagt: noch nie passiert), kann ich die billigste Ladestation bequem vier Wochen vorher am heimischen Rechner raussuchen. Bei einer Tankstelle weiß ich nicht, ob der Preis, der in einer App angegeben wird, in 30 Minuten überhaupt noch aktuell ist…
Ben meint
Welches Chaos ??? Bei den meisten großen Anbietern zahlste als normaler Mensch im Schnitt 0,40€/kWh für alle andern Spaßvögel gibts die Ad-hoc Map App und der Rest sind Michael Schmitts Schlafschafe.
Kona64 meint
Verstehe den Punkt nicht. Bei Ladesäulen ist doch weniger Chaos. An jeder Tankstelle habe ich andere Preise, selbst der gleichen Marke und innerhalb der gleichen Stadt. Die Preise ändern sich zudem mehrmals täglich. Mit Kunden/Flotten/Club-Karte bezahlt zudem einen anderen Preis. Mehr Chaos geht kaum. Wogegen man beim Ladekartenanbieter quasi europaweit weiß, was der Strom an welcher Säule kostet.
Paule meint
100% Zustimmung.
Die meiste Förderung geht an Tesla-Kunden. Und Tesla macht schon Abwehrangebote, weil die mit dem Ausliefern der explodierenden Bestellzahlen kaum noch hinterher kommen.
Beste Verkaufsförderung kam von Elon: Klappe halten…
WDSE meint
Die Zahlen sagen was anderes. Ist wahrscheinlich eher ein Gefühl bei Ihnen.
Paule meint
Werd doch mal konkret. Mit Gefühl kommt man bei Fakten nicht weit.
Aber bitte keine Zahlen aus der Regionalliga.
MK meint
@Paule:
Warum muss WDSE Ihrer Meinung nach Fakten liefern? Sie haben doch Ihre Ausgangsbehauptung auch mit keinerlei Fakten untermauert. Warum dürfen Sie behaupten, was immer Sie wollen ohne Fakten und alle anderen sollen sich dann an diesen haltlosen Behauptungen mit Recherche aufhalten?
PS: Wenn ich in den Tesla-Konfigurator gehe, bekomme ich als erstes den Hinweis auf 2.000 € „Tesla-Bonus“…nachdem Tesla lange Jahre keine Rabatte gewährt hat, sieht es für mich nicht grade nach „Abwehrangebot“ aus, wenn man es plötzlich doch tut.
MichaelEV meint
Welche Zahlen (oder doch eher ein Gefühl)?
Aztasu meint
Ist ja eigentlich immer so bei Tesla-Fanboys, die realen Fakten, im Zusammenhang mit Tesla sind dje Fakten nur Mittelmäßigkeiten und auch etlich Negatives, positive news gab es in den letzten 2 Jahren selten, gehen stark von der eigenen Empfindung auseinander. Nur durch diesen Zwiespalt kann Tesla Ohnehin noch Autos in höheren Stückzahlen verkaufen, die Autos an sich sind nämlich nicht der Rede wert und gehen im Konkurrenzkampf nach technischen Daten, Ausstattung, Komfort und letztendlich auch Preis-Leistung im Niemandsland unter
M. meint
Alternative Fakten sind hier keine Seltenheit. ;-)
David meint
Die Auslieferungen sind in der Tat explodiert. Das kann man glaube ich so sagen. So wie ein Luftballon oder der Traum von Murks vom Revival der Verkaufszahlen explodiert.
brainDotExe meint
Stimmt der Tesla Elroq auf Platz 1, wait…
Ben meint
Und im gleichen Atemzug werden dann auch die 8Mr./Jahr Dieselsubvention abgeschafft ?
eBikerin meint
Welche Dieselsubvension? Diesel ist ein ein anderer Treibstoff als Benzin, Gas oder Elektro. Und siehe da – alle diese 4 Treibstoffe haben andere Steuern.
Aber vergleichen wir mal Diesel mit Strom. Auf Diesel sind 47,04 cent Energiesteuer und darauf dann 19 MwSt macht 55,98 cent pro Liter.
Auf Strom sind 2,05 cent Steuern auf die man dann auch wieder 19% MwSt zahlt, also zusammen also so 2,4 cent pro kWh. Wenn wir für den Liter Diesel 10 kWh Energiegehalt nehmen, dann sehen wir dass auf Diesel mehr als Doppelt so viele Steuern sind wie auf Strom. Aber ja man kann die sog. “ Dieselsubvension“ einfach abschaffen – man senkt einfach die Energiesteuer von Benzin auf das Niveau von Diesel ab und zeitgleich senkt man auch die KfZ Steuer von Diesel auf das Niveau von Benzinern – und schon sind alle glücklich, oder?
Christian meint
Das ist falsch gerechnet, die Mehrwertsteuer wird auf den Strompreis insgesamt aufgeschlagen. Bei 30 Cent/kWh ergibt sich 4,79 Cent MwSt. plus 2,05 Stromsteuer also 6,84 Cent / kWh. Bei standardisiert 8,9 kWh Energieinhalt pro Liter Benzin ergeben sich also 6,84*8,9 = 60,88 Cent/Liter äquivalent. Also der Staat verschenkt nix.
Und natürlich ist Diesel subventioniert im Vergleich mit Benzin. Vielleicht sollte man mal die KFZ Steuer auf niederländisches Niveau anheben. Mind. 620 € für einen Golf Benziner und mind. 1300€ für einen Diesel: https://www.belastingdienst.nl/wps/wcm/connect/nl/auto-en-vervoer/content/hulpmiddel-motorrijtuigenbelasting-berekenen
Wenn man nur die Inländer abkassieren will braucht es dann auch keine Maut mehr.
Powerwall Thorsten meint
Eine sinnvolle E-Auto Förderung – damit sie für die Umwelt und in der Masse auch etwas bewirkt, sollte jetzt vor allem wirklich nur bei Kleinwagen ansetzen.
Autos, die viel innerstädtisch unterwegs sind z.B Sozialstation, Pizzadienst, Post etc
Vor allem im ländlichen Gebiet braucht es für Kleinwagen keine 400 km Reichweite, aber die Anwohner brauchen bessere Luft.
Die Industrie macht das ja gerade mit Transportern (und leider nur) kleinen Akkus vor.
Großer Akku – keine Förderung für Privatpersonen
Die Förderung sollte meiner Meinung nach eigentlich unabhängig vom Einkommen stattfinden – aber ähnlich wie bei einem Brillengestell nur 1x alle paar Jahre und einmal pro Familie mit entsprechender Haltepflicht oder gleichzeitiger Abgabe eines Verbrenners- im Sinne der Verschrottung-Prämie damals.
Wenn in der LKW Branche gefördert wird, läuft es genauso, wie mit den Förderungen bei den PKWs:
Da greifen dann einfach die Hersteller die Förderung über den Preis ab und das kann nicht Sinn und Zweck einer Förderung sein.
brainDotExe meint
Die Masse will aber keine Kleinwagen.
Das gefragteste Segment ist in Deutschland die Kompaktklasse, gefolgt von der Mittelklasse (jeweils mit den entsprechenden SUV Derivaten).
Erst danach kommen die Kleinwagen.
Daniel S meint
E LkW fördern ist gut. Aber die Förderung muss höher sein und einfacher zu bekommen.