Seit 19. Mai 2026 kann in Deutschland eine neue staatliche Kaufprämie für Elektroautos beantragt werden. Privatpersonen können beim Kauf oder Leasing eines Neuwagens je nach Antriebsart, Einkommen und Familiengröße zwischen 1500 und 6000 Euro Förderung erhalten. Berücksichtigt werden Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurden. Verantwortlich für die Abwicklung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das BAFA hat nun eine erste Auswertung mit Stand 1. August 2026 veröffentlicht.
Förderfähig sind reine Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge sowie bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit sogenanntem Range Extender (Verbrennungsmotor als Stromgenerator). Die Basisförderung beträgt 3000 Euro für reine Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge sowie 1500 Euro für Plug-in-Hybride und Range-Extender-Stromer. Voraussetzung ist ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von höchstens 80.000 Euro, für bis zu zwei Kinder steigt die Grenze um jeweils 5000 Euro auf maximal 90.000 Euro. Zusätzlich gibt es je berücksichtigtem Kind 500 Euro sowie einkommensabhängige Zuschläge: 1000 Euro bei weniger als 60.000 Euro und insgesamt 2000 Euro bei weniger als 45.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen.
Bis zum Stichtag 1. August 2026 wurden 26.875 Bewilligungen erteilt und 117 Millionen Euro Fördermittel ausgezahlt, teilt das BAFA mit. Davon entfielen 24.794 Bewilligungen auf reine Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV) und 2081 auf Plug-in-Hybride (PHEV). Nach Erwerbsart verteilten sich die Bewilligungen auf 13.689 Käufe und 13.186 Leasingfälle.
In der Einkommensstufe von 0 bis 45.000 Euro wurden 13.064 Bewilligungen verzeichnet, zwischen 45.001 und 60.000 Euro waren es 6043 und zwischen 60.001 und 80.000 Euro 6840. Zwischen 80.001 und 85.000 Euro sowie über 90.000 Euro waren es 714 beziehungsweise 214 Bewilligungen. Nach Haushaltsstruktur entfielen 17.042 Bewilligungen auf Haushalte ohne förderrelevantes Kind. Für Haushalte mit einem förderrelevanten Kind wurden 3265 Bewilligungen ausgewiesen, für Haushalte mit mindestens zwei förderrelevanten Kindern 6568.
In der Konzernrangliste steht Volkswagen mit 6239 Bewilligungen auf Platz eins, gefolgt von Tesla mit 4590 und Stellantis mit 3838. Die Hyundai Motor Group folgt mit 2973 Bewilligungen auf Platz vier, die Renault Group mit 1659 auf Platz fünf. Die weiteren Plätze der Top 10 belegen das Europa-Joint-Venture von Stellantis und Leapmotor mit 1456, BYD mit 1338, BMW mit 1324, Ford mit 968 und Toyota mit 393 Bewilligungen.
Bei den Marken steht Tesla mit 4590 Bewilligungen auf Platz eins. Dahinter folgen Skoda mit 2636, Cupra mit 1617, Hyundai mit 1579 und VW mit 1473 Bewilligungen. Auf den Plätzen sechs bis zehn liegen Leapmotor mit 1456, Kia mit 1393, BYD mit 1338, Renault mit 1216 und BMW mit 1062 Bewilligungen.
Konzern- & Marken-Rangliste 1. August 2026
| Konzern | Anzahl | Marke | Anzahl | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Volkswagen | 6239 | Tesla | 4590 |
| 2 | Tesla | 4590 | Skoda | 2636 |
| 3 | Stellantis | 3838 | Cupra | 1617 |
| 4 | Hyundai | 2973 | Hyundai | 1579 |
| 5 | Renault | 1659 | VW | 1473 |
| 6 | Leapmotor | 1456 | Leapmotor | 1456 |
| 7 | BYD | 1338 | Kia | 1393 |
| 8 | BMW | 1324 | BYD | 1338 |
| 9 | Ford | 968 | Renault | 1216 |
| 10 | Toyota | 393 | BMW | 1062 |

Future meint
Lustig ist ja, was das Handelsblatt dazu noch veröffentlicht hat: Es wurden auch 36 Elektroporsches gefördert. Daran sieht man mal wieder, wie wertvoll ein guter Steuerberater ist, der seine Klienten geschickt armrechnet, damit sich auch der Staat am Kauf des neuen Porsche beteiligt.
Merlin meint
Naja, das ist ja nun keine Kunst…Leasing geht doch auch und die 36 Leute hatten mal den Traum, einmal im Leben einen Porsche zu fahren…dafür brauche ich aber keinen Steuerberater…
RR meint
Du würdest auch 1000 Kinder verhungern lassen weil eines kein freies Essen verdient hat.
Future meint
Also, ich bin mir da ganz sicher, dass sich die 36 stolzen Porschefahrer wie kleine Kinder gefreut haben werden über die schöne staatliche Kaufprämie für ihr Luxuspielzeug. Es geht ja meistens nicht ums Geld im Land, sondern ums Prinzip.
Aber wir wissen auch um das schlechte Gewissen und das moralische Verantwortungsgefühl der Besitzer und ich denke, einige werden das gesparte Geld deshalb nicht im Pony in Kampen ausgegeben haben, sondern einen Teil an die Tierhilfe auf Mallorca gespendet haben, damit keiner der Vierbeiner verhungern muss vor dem Anwesen am Düsseldorfer Hügel. So geht doch Gutmenschentum, gell RR?
Jörg2 meint
RR
Dein Post ist völlig daneben.
Gunnar meint
Also gerade mal 0,13%. Wegen dem geringen Anteil sollte man kein Fass aufmachen. Immer Aufwand und Nutzen im Hinterkopf behalten.
Steffen meint
@ecomento Irgendwas stimmt mit der Tabelle nicht, oder mir ist entgangen, dass Tesla eine Marke von Volkswagen ist. ;-) Da scheint die ganze Spalte verrutscht zu sein…
Redaktion meint
Die Tabelle zeigt die Konzern- neben der Marken-Rangliste.
VG | ecomento.de
Steffen meint
Dann hätte man da mal besser zwei Tabellen draus gemacht. Dass die Zeile nur links nummeriert ist impliziert schon irgendwie, dass es ein zusammenhängender Eintrag ist. Ich finde das ziemlich verwirrend.
hu.ms meint
Die liste oben zeigt wieder mal ganz klar, das tesla bei den firmenflotten nicht reinkommt.
Firmen – rd.40% der neuzulassungen – bekommen ja diese förderung nicht.
Paule meint
Oder die Tesla-Fahrer haben alle sehr geringes Einkommen. Oder die VW-Fahrer können den Antrag nicht richtig ausfüllen. Oder die VW-Fahrer haben weniger Kinder als die Tesla-Fahrer. Oder VW gelingt es nur noch, an Flotten zu verkaufen, Endverbraucher meidet diese Fahrzeuge. Oder oder oder….alles zusammen.
Was Du so alles in die Zahlen rein interpretierst, naja.
Future meint
Firmen ist Preis/Leistung ja auch egal.
Bei Privatpersonen ist das anders und deshalb greifen sie wieder zu Tesla. Außerdem wird das Y in Deutschland gebaut, denn Made in Germany gefällt ja auch manchen immer noch gut.
MichaelEV meint
Beim Flottengeschäft gibt es hohe Rabatte, teuren Service, häufig mit Laufzeit fixiert durch Rahmenverträge.
Ja, Tesla „kommt da nicht rein“. Oder anders ausgedrückt, sie wollen und müssen da bisher nicht rein! Und verkaufen trotzdem viel mehr BEVs…
hu.ms meint
„Viel mehr“ in D ?
Schlechter witz.