Audi betont, dass sein neuer Plug-in-Hybrid-Supersportwagen Nuvolari innerhalb von 405 Tagen von der ersten Skizze bis zum fahrbaren Prototypen entstanden ist. Das Projekt durchlief Entwicklung, Erprobung und Härtetests, bevor das Fahrzeug im Juni in Südfrankreich seine Weltpremiere feierte.
„Das Nuvolari-Projekt belegt eindrucksvoll, wie schnell wir bei Audi eine Idee zum Leben erwecken können – das ist Vorsprung durch Technik“, sagt CEO Gernot Döllner. Das teilelektrische Modell wird als technologischer Nordstern für künftige Entwicklungen bei Audi beschrieben und soll Impulse für das Technikportfolio der Premiummarke liefern. Rouven Mohr, Vorstand für Technische Entwicklung, bezeichnet den Nuvolari als stärkstes und schnellstes Straßenauto, das Audi je gebracht habe. Zugleich ist er das erste Serienfahrzeug in der neuen Designsprache.
Für das Projekt arbeiten Experten aus Design, Fahrzeugtechnik, Aerodynamik und Antrieb von Beginn an in einem autarken, fokussierten Team zusammen. Kurze Wege, schnelle Entscheidungen und die enge Verzahnung der Disziplinen ermöglichten das hohe Entwicklungstempo, heißt es. Chief Creative Officer Massimo Frascella erklärt, der Nuvolari zeige, dass mit dem richtigen Mindset und enger Teamarbeit eine schnelle Entwicklung ohne Kompromisse möglich sei.
Die Entwicklung führte von ersten Entwürfen in Ingolstadt über Kalterprobungen mit Versuchsträgern in Lappland und Leichtbauarbeiten in Neckarsulm bis zu Windkanaltests in Ingolstadt. Hinzu kamen Fahrwerksabstimmungen in Südspanien und Hochgeschwindigkeitstests im italienischen Nardò. 405 Tage nach der ersten Idee präsentierte das Projektteam den fahrbaren Prototypen.
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Gabriel Bortoleto vom Audi Revolut F1 Team testete den Nuvolari auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Nardò Technical Center. Nach den Fahrten sagte er: „Das Auto ist extrem schnell, der Sound ist unglaublich. Ich brauche mehr Runden – ich will mehr von diesem Gefühl.“ Rennfahrer Nico Hülkenberg erprobte den Plug-in-Hybrid-Sportler im Grenzbereich auf dem Prüfgelände in Neustadt an der Donau. „Die Beschleunigung und die volle Systemleistung von mehr als 1.000 PS – das ist eine echte Ansage“, sagte er.
Der Nuvolari nutzt einen „High-Performance-Hybridantrieb“. Mit einer Systemleistung von 736 kW/1001 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h ist der Plug-in-Hybrid das leistungsstärkste und schnellste Serienfahrzeug in der Geschichte der Ingolstädter Automarke. Die Auslieferung des auf 499 Exemplare limitierten, um die 600.000 Euro teuren Supersportlers ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
Für den Antrieb kombiniert Audi einen 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 588 kW/800 PS und drei Axialfluss-Elektromotoren mit jeweils 110 kW/150 PS Leistung. Zusammen ergibt sich eine maximale Systemleistung von 736 kW /1001 PS. Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Bruttokapazität von 7,3 kWh. Der Verbrennungsmotor liefert bis zu 730 Nm Drehmoment und erreicht Drehzahlen von bis zu 10.000 Umdrehungen pro Minute. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll damit in 2,6 Sekunden gelingen, 200 km/h in 6,8 Sekunden erreicht sein.

Jörg2 meint
„Vom Entwurf zum Prototyp in 405 Tagen“
Zum Produkt ???