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Clever Tanken baut „Clever Laden“ zur Ladeplattform aus

27.08.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 44 Kommentare

Clever-Laden_App_Clever_Tanken_2026

Bild: infoRoad GmbH, Clever Tanken | Michael Reichel

Wer sein Elektroauto öffentlich lädt, muss häufig zwischen verschiedenen Lade-Apps, Ladekarten und Tarifen wechseln. Der Dienst „Clever Tanken“ setzt hier an und baut den App-Bereich „Clever Laden“ zur Ladeplattform aus. Durch die Kooperation mit dem Berliner Start-up Cariqa können Nutzer öffentlich zugängliche Ad-hoc-Ladesäulen suchen, Preise anbieterübergreifend vergleichen sowie Ladevorgänge direkt in der App starten und bezahlen.

Mit der API-basierten Zahlungslösung Cariqa Connect erhält Clever Laden Zugriff auf die direkten Preise angeschlossener Ladestationsbetreiber. Zuvor basierten die Preisinformationen auf verschiedenen verfügbaren Quellen und Meldungen von Nutzern. Eine flächendeckende Abbildung war kaum möglich, weil Ad-hoc-Preise nicht zentral erfasst werden und viele Betreiber ihre Tarife nicht systematisch bereitstellen. Nach der Auswahl einer Ladesäule mussten Nutzer den Ladevorgang zudem über das Bezahlsystem an der Station oder über eine andere App freischalten und abrechnen.

Durch Cariqa könnten Betreiber ihre Preise künftig direkt in Clever Laden bereitstellen, statt sie ausschließlich über klassische Roaming-Netzwerke anzubieten. Aufschläge durch Zwischenhändler entfielen, zugleich könnten die Betreiber ihre Preisgestaltung selbst steuern, wirbt Clever Tanken. „Darüber hinaus erlangen auch kleinere Anbieter eine größere Sichtbarkeit für ihre Ladeinfrastruktur.“ Die Verantwortlichen betonen, dass man die Preise der Betreiber unverändert weitergebe.

Ladepunktbetreiber können unter anderem Tag- und Nachttarife oder Smart Pricing einsetzen, bei dem Preise stundengenau anhand der erwarteten Nachfrage an einer Station festgelegt werden. In ruhigen Zeiten können Rabatte gelten, während in Stoßzeiten ein Aufschlag möglich ist. Die Preise werden unabhängig vom Modell bis zu eine Woche im Voraus festgelegt, sodass E-Auto-Fahrer sie in der App sehen und ihr Laden nach günstigeren Zeitfenstern planen können.

„Bei der Entwicklung von Cariqa hatten wir ein Ziel: Das Laden und Bezahlen von Elektrofahrzeugen muss deutlich einfacher, transparenter und fairer funktionieren“, sagt Mitgründerin Tamara Ciullo. „Statt nur eine weitere Lade-App zu entwickeln, wollten wir die grundlegende Infrastruktur des Marktes verändern und es Ladestationsbetreibern ermöglichen, ihre Energie direkt an Fahrerinnen und Fahrer zu verkaufen. Genau das ermöglichen wir nun auch durch die Partnerschaft mit Clever Tanken.“

„Wir sehen großes Potenzial darin, den Markt für das öffentliche Laden von E-Fahrzeugen transparenter und fairer zu gestalten“, erklärt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. „Mit der Integration von ‚Cariqa Connect‘ entwickelt sich ‚Clever Laden‘ von einer reinen Vergleichsplattform zu einer zentralen Anlaufstelle für die Suche, den Preisvergleich, den Start und die Bezahlung öffentlicher Ad-hoc-Ladevorgänge.“

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Via: Clever Tanken
Tags: App, Kooperation, Ladestationen, SchnellladenUnternehmen: Cariqa
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jörg2 meint

    28.08.2026 um 12:35

    Kurzes Gedankenspiel:

    Die Liberalisierung im Strommarkt wird abgeschafft. Es gibt keine Trennung von Netz und Stromanbieter. Der örtliche Grundversorger steuert, welch anderer Stromanbieter zum Häuschen des Endkunden durchgeleitet wird. Freie Wahl ist nicht. Der Grundversorger lässt sich diese Durchleitung bezahlen. Die Preisspreizung für den Endkunden liegt bei 100%.

    Wer findet das schön?

    Antworten
    • MichaelEV meint

      28.08.2026 um 14:57

      Immer die selbe Laier. Wie bekannt ist, steht einem Durchleitungsmodell nichts im Weg.
      Und Lichtblick hat bekannterweise immer dafür lobbyiert (Motiv ist klar, gibt ja was zu verdienen), aber was machen sie jetzt, wo sie selber eigene Ladesäulen betreiben – wird das Durchleitungsmodell für jedermann angeboten, zu welchen Konditionen?

      Zu deinem Gedankenspiel:
      Deine freie Anbieterwahl ist rein bilanziell. Der Stromanbieter kann z.B. den Verbrauch des Kunden in Berlin mit einer PV-Anlage im Schwarzwald speisen – eine echte Lieferbarkeit steht nicht zur Debatte.
      Was passiert, wenn die PV bei Sonne einspeist und in Berlin bei Regen gerade keine EE-Versorgung vorliegt? Es gibt Redispatch – die Einspeisung der PV muss abgeregelt, der Strom entsorgt und lokal beim Kunden ersetzt werden. Kurzfristig muss teure Regelenergie organisiert werden, bisher in der Regel durch fossile Kraftwerke – in dem Fall vermutlich durch Kraftwerke des lokalen Grundversorgers.
      Wer kommt für den Schaden auf? Weder der Kunde noch der Stromanbieter – die Kosten werden auf alle anderen Stromkunden in dem Netzsegment über das Netzentgelt umgelegt. Resultat sind immer weiter steigende Netzentgelte!

      Wer findet das schön?
      Bilanziell war gut, solange man nicht an physikalische Grenzen gekommen ist. Seitdem die schon lange weit überschritten sind, ist das nur noch das pure Grauen! Langfristig führt nichts an einer nodalen Bepreisung vorbei, wenn man ein effizient funktionierendes System haben will.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        28.08.2026 um 15:38

        Du findest das also gut?

        Antworten
        • MichaelEV meint

          28.08.2026 um 16:35

          Erstmal die Frage, ob du „das“ gut findest:
          -es wird jede Menge erneuerbarer Strom entsorgt
          -dieser entsorgte Strom wird trotzdem aus der Steuer von allen bezahlt
          -statt erneuerbarem Strom ist das Substitut in der Regel fossiler Strom aus Gaskraftwerken
          -das Substitut ist teuer, aufgrund der kurzfristigen Beschaffung sogar besonders teuer. Und bezahlen müssen es nicht die Verursacher, sondern alle Stromkunden, weshalb Netzentgelte in den letzten Jahren nur eine Richtung kannten (teuer).

          Das ist der Status Quo! Findest du das gut?

          Danach die Frage, was du mit „das“ meinst? Es sollte, falls keine Leseschwäche besteht, klar geworden, dass ich ein Nodal Pricing gut finde. Die Bepreisung richtet sich nach den echten Nachfrage- und Angebotsverhältnissen und den realen Lieferkapazitäten:
          -scheint vor Ort gerade um 12 Uhr die Sonne, ist für die Bepreisung ggf. die PV-Anlage des Nachbarn zu wenigen Cent ausschlaggebend und als Netzentgelt wird nur das in Anspruch genommene Segment abgerechnet.
          -wenn es vor Ort gerade bewölkt ist, in den übergeordneten Netzsegmenten aber PV-Überschuss besteht (über Hochspannung oder HGÜ ggf. sogar vom anderen Ende Deutschlands kommend, wenn die Leitungskapazität es zulässt), sind diese preissetzend.
          Auch hier werden die in Anspruch genommenen Netzsegmente abgerechnet, wenn das Netzentgelt höher ist als der Aufpreis zu einem lokalen Erzeuger, setzt dieser den Preis.
          -und wenn irgendwo EE-Überschüsse bestehen, die aber nicht lieferbar sind, werden diese nicht Anspruch genommen und der günstigste lieferfähige Erzeuger (unter Berücksichtigung des Netzentgeltes) kommt zum Zuge.
          So wird nichts entsorgt, nichts muss teuer ersetzt werden, es gibt Anreize Erzeuger und Speicher dort hinzustellen, wo sie gebraucht werden und die Stromnetze werden optimal ausgelastet.
          Das ist die Vision für Strompreise, die locker regelmäßig einstellig sein können. Weiß nicht, ob du „das“ gut findest!?

        • Jörg2 meint

          28.08.2026 um 23:05

          Soviel Text um die einfache Frage, findest Du aus Nutzersicht den aktuellen Status Quo der Bezahlerei im Ladestromnetz nun gut oder nicht.
          Eine einfache ja/nein-Frage.

          Möchtest Du es nochmal versuchen?

        • Jörg2 meint

          29.08.2026 um 08:21

          Was hat das nun speziell mit den Abo/Roaming-Systemen im Ladenetz zu tun?

          Im Übrigen: Strom kann man nicht „entsorgen“. Man kann Anlagen abschalten.
          Frau kann auch dafür sorgen, dass dieser schlechte StatusQuo so bleibt, Gaskraftwerke besser in die Regularien passen als Batteriespeicher….

          Das hat aber alles nichts mit LadeAbo, LadeRoaming, der mangelhaften Trennung von Netz und Lieferant im deutschen Ladenetzt zu tun.

        • M. meint

          29.08.2026 um 13:18

          Immer wieder faszinierend, wie du auf Argumente „eingehst“.
          Als wäre Physik etwas, das man gut finden müsste, ansonsten findet es nicht statt.
          Aber Lösungen hast du auch nicht parat, nur Forderungen, die nicht erfüllt werden können.

        • Jörg2 meint

          31.08.2026 um 09:55

          M

          Lies bitte nocheinmal.

          MichaelEV argumentiert (so mein Verständnis), dass der aktuelle Status Quo bei der Ladesäulenbezahlerei (Abo, Roaming, ad-hoc, große Preisspreizung für ein und die selbe Leistung an der selben Säule zur selben Zeit…) nowendig wäre, da das allgemeine Stromnetz in D (mit zuwenig Speicher, mit kostentreiben Abschaltungen von EE etc.) dies so bedingen würde.
          Ich halte diese Argumentation für abwegig.
          Im „stationären“ Netz (Beispiel Hausstrom) gelten die gleichen guten/schlechten Bedingungen des deutschen Stromnetzes. Hier ist eine Liberalisierung, also die Trennung von Netz und Anbieter, die freie Wahl des Anbieters ohne an die „Ladesäule“ (den örtlichen Grundversorger) Ablass zahlen zu müssen… hier ist dies möglich.
          Ich sehe daher keine Begründung in der Schilderung der vorhandenen Netzproblematik, die eine Liberalisierung des Ladestrommarktes verhindern würde. Es muss für die Verhinderung wohl andere Gründe geben.

          Also: Bitte nochmal lesen.

        • MichaelEV meint

          31.08.2026 um 13:13

          Man ist das grotesk. Du kommst mit deinem Gedankenspiel, aber die Antworten darauf schmerzen anscheinend so sehr, dass du in irgendwelchem Geschwurbel ausweichst.
          Es ist doch nicht schwer Realitäten anzuerkennen: Bilanzieller Stromhandel funktioniert nur, solange er halbwegs innerhalb physikalischer Grenzen bleibt. Das ist in Deutschland schon lange nicht mehr der Fall und deswegen muss mit immer mehr mit Redispatch teuer geheilt werden. Dieses Problem muss man lösen und nicht intensiveren!

          Und deine Durchleitungs-Ideologie ist eine Lösung von mehreren (keiner Lösung steht irgendwas im Weg) und unter diesen Lösungen die schlechteste und uninteressanteste.
          Für Nutzer mit hohem öffentlichen Ladebedarf sind Abos und Roaming die brauchbarste Lösung. Und ansonsten werden sich variable Adhoc-Preise mit der Zeit durchsetzen – mit allen Vor- UND NACHTEILEN
          Während viele Viellader für die Planbarkeit weiterhin auf Abos setzen werden, haben andere ihre Adhoc-Preise.
          Nur dass da „günstige“ Preise entstehen würden, ist eine pure Illusion. Die Preise bilden sich durch Angebot- und Nachfrage und zu den Hauptreisezeiten wird es teuer. Günstig wird es für die, die ihre Ladevorgänge passend verschieben können – insbesondere für die Alltagslader.

        • M. meint

          31.08.2026 um 16:55

          Jörg…
          Ich hatte jetzt hier einen längeren Text geschrieben, aber mir wird diese Diskussion zunehmend albern. Ich lasse das. Es muss reichen, auf unterschiedliche Ausgangssituationen zu Hause und am HPC woanders hinzuweisen – entweder weißt du dann, was ich meine, oder nicht.
          Ich kann Michaels Ausführungen eher folgen als deinen, und deiner Interpretation von dem, was er deiner Meinung nach geschrieben hat, folge ich nicht.
          Dein Eingangs-Szenario ist erfunden und nicht relevant.
          Wie schon gesagt:
          – Strom muss physisch zu einem Ladeort gelangen können, nicht nur bilanziell, solange der Netzausbau es nicht anders zulässt (siehe Redispatch). Der Strom kann dann unterschiedliche Kosten haben, die der zu tragen hat, der den Strom haben will.
          Die Netze werden gewinnorientiert betrieben – das ist großer Mist, aber nicht zu ändern (Habeck hat’s versucht).
          Und in der freien Marktwirtschaft hat jemand, der das unternehmerische Risiko trägt, auch das Recht, seine Preise zu bestimmen. Da kann man darüber reden, was an Durchleistungskosten für zukünftige Ladeparks akzeptabel wäre, aber entweder
          a) sind die dann hoch genug, dass sich an den Ladepreisen quasi nichts ändert
          b) sie sind zu niedrig, um schwächer frequentierte Ladeparks überhaupt noch zu bauen. Das wäre natürlich ein grooooßer Fortschritt.

          Was man meiner Meinung aber auflösen könnte – sofern das nicht in das Eigentumsrecht eingreift (bin kein Anwalt): Grundgebühren (Abo) und exklusive Nutzung für bestimmte Kunden (Marken), bzw. Sondergebühren für Fremdmarken, inkl. aller Apps.
          Das würde den Markt schon transparenter machen, und dann gäbe es auch mehr Preisdruck.

        • Jörg2 meint

          31.08.2026 um 19:21

          Der Strom, der physisch an der Ladesäule ankommt und geladen wird, ist faktisch vorhanden. Völlig egal, welche Datensätze zur Abrechnung wo hingeleitet werden.
          Das gilt für alle Bezahlarten.

          Wenn aus Netzgründen kein Strom anliegen sollte (mir ist kein Fall bekannt) betrifft dies auch alle Bezahlarten.

          So einfach ist das.

          Es gibt keine sinnvolle Herleitung dafür, dass ein Abosystem oder ein Roamingsystem netzdienlicher wäre als eine Bezahlung an jedweden Dritten.

        • Jörg2 meint

          01.09.2026 um 09:51

          „Netzausbau treibt nur die Kosten und Speicher lassen sich in diesem System sogar überhaupt gar nicht sinnvoll betreiben und werden deshalb regulatorisch benachteiligt.“

          M

          Kannst Du dieser Argumentation von MichaelEV noch folgen?

        • MichaelEV meint

          01.09.2026 um 23:12

          Es gibt aber bekanntlich eine extrem sinnvolle Herleitung gerade das auf dem schädlichen bilanziellen Handel basierende Durchleitungsmodell zu vermeiden.

          Wie der Netzausbau die Netzentgelte erhöht sollte mittlerweile verstanden sein.
          Und in einem Markt, der durch niedrige Strompreise in der heterogenen deutschen Gebotszone Anreize schafft Strom zu verbrauchen wenn er häufig gar nicht verfügbar ist, schafft diesen Anreiz auch für Akkuspeicher.
          Variable Verbraucher erzeugen in diesen Zeiträumen Redispatch und Akkuspeicher werden mittlerweile wohl zumindest abgeregelt (und dafür entschädigt, bezahlt vom Netzentgelt).

      • Jörg2 meint

        28.08.2026 um 16:03

        Wieso funktioniert bilanzielle Durchleitung im liberalisierten Strommarkt (mit Trennung von Netz und Anbieter)?
        Was ist im Ladestrommarkt anders, was den Erfolg eines solchen bilanziellen Durchleitungsmodells verhindert? Welche Rahmenbedingungen müssten im Bürgerinteresse wie angepasst werden?

        Eigentlich ja alles bekannt. Trennung von Netz und Anbieter. Netzentgeldfestlegung durch die Bundesnetzagentur. Eingespieltes, funktionierendes Verfahren. Alles da.

        Das Ladenetz könnte sogar Vorreiter im Bereich dynamischer Strompreise sein. Entgegen der sehr langsamen Umrüstung auf entsprechende Messstellen bei den stationären Abnehmern (Haushalte) verfügt die Ladeinfrastruktur über feinste Mess- und Datenverarbeitungstechnik.

        Antworten
        • MichaelEV meint

          28.08.2026 um 16:53

          Was raffst du daran nicht, die funktioniert nicht! Außer deine Definition von „funktionieren“ ist es besonders hohe Kosten zu erzeugen…

        • Jörg2 meint

          28.08.2026 um 23:02

          Der liberalisierte Strommarkt scheint seit Jahrzehnten zu funktionieren.
          Warum glaubst Du, argumentierst Du, es würde nicht funktionieren?

        • Jörg2 meint

          29.08.2026 um 08:06

          Funktioniert nicht?

          Was funktioniert bei Dir zuhause mit dem Stromanschluss nicht? Oder bei Deinem Nachbarn?
          Seit ihr Zwangskunden beim örtlichen Grundversorger? Dürft ihr euren Anbieter nicht frei wählen? Müsst ihr Ablass an den örtlichen Grundversorger zahlen obwohl ein anderer Versorger euer Lieferant ist?
          Was funktioniert bei euch nicht, was für alle anderen gelebte Realität ist?

          Bekommst Du das noch auseinander: Die zögerliche Anpassung der Stromnetze, der unzureichende Ausbau der Netze mit Speichertechnik, die politische Blindheit von z.B. Bayern bei der Verzögerung der Nord-Süd-Trasse, Frau Gas-Reiche…. als zu lösende Probleme.
          Und, davon völlig losgelöst, die Themen: unzureichende Trennung von Netz und Lieferant am Ladekabel, Marktmacht der Ladeinfrastruktur mit Abo/Roaming/Marktabschottung…

          Du nutzt argumentativ die Problemstellung im ersten Themenkreis um Unmöglichkeiten für den zweiten Themenkreis herzuleiten .

          Besser wäre, Du würdest Dich dafür interessieren, die Problemstellungen im Netz in den Fokus zu nehmen. Dort kommen die Kosten her. Allerdings müsstest Du dann damit leben, dass Dein Argumentationsgebäude zusammenbricht.

        • MichaelEV meint

          30.08.2026 um 22:29

          Deine Definition von „funktionieren“ sind die höchsten Strompreise aller G20-Staaten. Wenn du dir das auch fürs Laden wünschst, wünsche es dir für dich alleine (oder wer da sonst mit teilnehmen will) und lass alle anderen raus.

          Deine Argumentation ist so extrem schizophren – argumentierst mit dem liberalisierten Strommarkt und willst gleichzeitig im Lademarkt alle dir nicht passenden Lösungen verbieten.
          An sich ist ein freier Markt toll. Aber diese sind sonst immer dadurch geprägt, dass das verkaufte Produkt auch geliefert werden muss. Das ist der grauenhafteste Punkt an deinem glorifizierten System.

          „der unzureichende Ausbau“
          Komm mal mit der Realität klar: Die Regionen, in denen viel Netzausbau betrieben wurde, offerieren ihren Kunden die höchsten Strompreise. Der Netzausbau für Peaks treibt die Kosten immer weiter noch oben.

        • Jörg2 meint

          31.08.2026 um 10:02

          MichaelEV

          Wir hatten das nun schon so oft!

          Der Strom, der an der Ladesäule ankommt, ist mit den gleichen „Schwierigkeiten“ behaftet (z.B. kostentreibende Abschaltungen von EE), wie der Strom, der beim Hausstrom anliegt.
          Bei der Liberalisierung des Strommarktes wurden keine Vertragsmöglichkeiten verboten. Du kannst Dir nach wie vor z.B. Deinen örtlichen Grundversorger als Deinen Lieferanten wählen (zwangsweise, wenn Du keine anderen Verträge machst).
          Was zur üblichen Marktsituation hinzu gekommen ist, ist (neben der Trennung von Netz und Anbieter) die Pflicht zur Durchleitung.
          Also keine Verbote. Eine Erweiterung.

          Du kennst das aus dem sich im Aufbau befindlichen Lkw-Ladenetz (autobahnnahe unbewirtschaftete Rastplätze, Ausschreibung). Hier wird keiner Vertragsituation verboten. Es wird die Pflicht zur Durchleitung danebengesetzt. Alle sind nachwievor frei darin, ihre alten Geschäftsmodelle weiterzuführen.

        • Jörg2 meint

          31.08.2026 um 11:14

          MichaelEV

          Was hat Deine Kritik an der aktuellen Netzsituation mit den Bezahlsystemen an der Ladesäule zu tun?

          Das Netz kommt in größere Bedrängnis, wenn Abo-Systeme nicht mehr existieren? Die Netzprobleme kommen dorch eher durch die Situation im Ausbau (fehlende Leitungen, fehlende Speicher…) und regulatorischen Festlegungen, die den Einspeiseregionen die Netzentgelte aufdrücken und weniger den fernen Bezugsregionen.

          Mit „Abo“, „Roaming“ an der Ladesäule für den auch sonst dort vom BEV-Nutzer bezogenen Strom hat das nichts zu tun. Der BEV-Fahrer zieht 50kWh, unabhängig davon, wie er es bezhalne muss/will/darf.

        • MichaelEV meint

          31.08.2026 um 13:47

          Warum man eine Lösung, die dediziert und dauerhaft auf die „Schwierigkeiten“ setzt, meiden sollte, muss doch sofort einleuchten!

          Dass das schlechte Ergebnis von schlechter (bzw. nicht mehr in die Zeit passender) Regulation geprägt wird, ist eindeutig: Würde die Regulation nicht mehr zulassen, dass etwas gehandelt werden darf was nicht geliefert werden kann, wäre das Problem sofort weg (und deine Idee auch).
          Ist ja auch egal, wem oder was du die Schuld in die Schuhe schieben willst, alles genannte sind nur kleine Reparaturmaßnahmen an einem System, dass so nicht mehr funktionieren wird. HGÜs sind überfällig, aber auch die Kapazitäten werden nach ein paar Jahren wieder erschöpft sein. Netzausbau treibt nur die Kosten und Speicher lassen sich in diesem System sogar überhaupt gar nicht sinnvoll betreiben und werden deshalb regulatorisch benachteiligt.

        • Jörg2 meint

          01.09.2026 um 07:42

          MichaelEV

          Das das Netz physisch und regulatorisch verbrssert werden muss (Leitungen, Speicher…) ist eine Binse (ok Frau Reiche tut so, als wisse sie das nicht).
          Mit den Bezahlsystemen an der Ladesäule hat dies nichts zu tun.

        • Jörg2 meint

          01.09.2026 um 09:55

          MichaelEV

          „Netzausbau treibt nur die Kosten und Speicher lassen sich in diesem System sogar überhaupt gar nicht sinnvoll betreiben und werden deshalb regulatorisch benachteiligt.“

          Speicher gibt es, großtechnisch und kleinteilig-privat, seitdem mit Energie „rumhantiert“ wird. Warum nun plötzlich Speicher nicht mehr sinnvoll sind, müsstest Du vielleicht näher ausführen.
          Das es wirtschaftliche Interessen gegen Speicherlösungen gibt, ist bekannt.

        • MichaelEV meint

          01.09.2026 um 23:16

          Die Regulation muss nur Handel zulassen, der auch lieferbar ist. Ein einfacher, vollkommen logischer Schritt, den man sonst nirgendwo auch nur ansatzweise hinterfragen würde.
          Dann kommen Speicher von alleine, an den richtigen Orten/Netzsegmenten und effizient positiv genutzt.
          Und wenn nicht, dann nicht.

  2. RudiFaehrtTesla meint

    28.08.2026 um 10:35

    Natürlich wird es Zeit die Abos und das unsägliche Roaming abzuschaffen. Adhock-Preise die absolut an Wucher grenzen sollten endlich sanktioniert werden.
    Leider gibt es hier im Kommentarbereich lobbygetriebene Kommentarschreiber, welche so tun als sei das alles richtig. Nein das ist es nicht! Das läuft in anderen Länder schon deutlich besser. Zum Glück betrifft es mich nicht. Aber wenn man sich aufmerksam um hört, dann ist genau das der Grund für die Zurückhaltung beim Kauf eines BEVs.

    Antworten
    • Stefan meint

      28.08.2026 um 15:53

      Es ist vielleicht Punkt 5 auf der Liste der Gründe gegen die Wahl des Elektroautos.
      Zuerst geht es um die Reichweite, Preis des Autos und das Vorhandensein von Lademöglichkeiten.

      Antworten
      • MichaelEV meint

        28.08.2026 um 17:00

        Und „das Vorhandensein von Lademöglichkeiten“ ist ja unmittelbar von einem funktionierenden Geschäftsmodell für die Ladeanbieter abhängig, damit diese weiter den in großem Umfang notwendigen Ausbau vorantreiben.

        Antworten
  3. Jörg2 meint

    28.08.2026 um 07:59

    „Bei der Entwicklung von Cariqa hatten wir ein Ziel: Das Laden und Bezahlen von Elektrofahrzeugen muss deutlich einfacher, transparenter und fairer funktionieren“, sagt Mitgründerin Tamara Ciullo“

    Dazu wäre es schön, wenn diese Transparenz und Fairness an der „Basis“, beim Säulenanbieter erfolgen würde und nicht eine weitere Plattformlösung notwendig ist, um die wohl gewollte Verbraucherirritierung etwas abzumildern.

    Es braucht hier, mMn, deutlich mehr staatlichen Eingriff im Sinne der Verbraucher.

    Antworten
    • MichaelEV meint

      28.08.2026 um 18:05

      Ist ja bisher auch immer so gewesen, dass jemand der tanken muss niemals einen Dienst wie clever-tanken nutzen würde, stattdessen muss man jede Tankstelle im Umkreis von 5km persönlich gesichtet haben.

      Ein Argument wäre die Sichtbarkeit des Preises bei der Vorbeifahrt, aber…
      … wird der Zwang zu einer weit sichtbaren Anzeige wie bei Tankstellen helfen die Ladepreise günstiger zu bekommen? Nein, höhere Kosten führen nur zum Gegenteil
      … wird der Zwang dazu führen, dass sich die so unterdrückten kleinen Anbieter mit meist wenig Ladesäulen besser behaupten können? Nein, weniger Ladesäulen bedeuten relativ gesehen höhere Mehrkosten.
      … jedes BEV fährt in der Regel ein ausreichend großes Display spazieren, das sowas problemlos ohne Mehrkosten anzeigen kann

      Das einzige, was man dem Staat an der Stelle vorwerfen kann, ist die lange überfällige Markttransparenzstelle, dass hätte den Stein vielleicht früher ins Rollen gebracht (und das wäre immer noch sinnvoll, am besten europäisch).

      Antworten
    • Stefan meint

      28.08.2026 um 18:46

      Absolut. Es braucht keine weiteren Apps, es braucht eigentlich keine App außer einer, die faire ad-hoc Preise anzeigt.

      Antworten
  4. MichaelEV meint

    27.08.2026 um 14:54

    Da hat der Markt anscheinend die Alternative zur ausbleibenden Markttransparenzstelle geschaffen… Vielleicht hört damit ja mal endlich diese Verbotsideologie für Abos und Roaming auf (wahrscheinlich nicht).
    Und selbstverständlich ist von Anfang an eine Dynamisierung des Ladepreises eingeplant. Logisch. Aber da gibt es welche, die sich über fehlenden Wettbewerb beschweren und dann an eine langfristige Lösung glauben, bei der es keinen effizienten Wettbewerb geben würde.

    Fair ist es. Transparent nur max. in der sehr kurzfristigen Perspektive. Wer Planbarkeit vor dem BEV-Kauf braucht, hat damit nicht die notwendige längerfristige Transparenz bzw. Planbarkeit. Aber wenn es alle Lösungen gibt, kann einfach jeder die beste für den eigenen Bedarf aussuchen.

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    • South meint

      27.08.2026 um 17:04

      Ey wie kann man nur so verbohrt sein. Es steht doch im dem Artikel sogar genauso drin wie ich das geschrieben habe. Das derzeitige App/Anbieterkarten/Abbosystem benachteiligt systematisch kleinere Anbieter und die großen Anbieter nutzen hier unverholen Marktmacht aus. Das behindert offen den Wettbewerb der Ladesäulen und macht das Laden bei der eMobilität zu einer Doktorarbeit. In Summe, es ein echtes Hemmnis für die Verbreitung von eMobilität und das stand jetzt ja in dieser Woche in mehreren Artikeln, von Umfragen, bis zu diesem Artikel hier….
      Der einzige Grund für das derzeitige Ladechaos sind wenige Wettbewerber, welche ihre Marktmacht gegenüber kleineren Anbietern und Kunden zementieren und da besteht dringender Handlungsbedarf.
      Mir wurscht, ob du das verstehen kannst, aber jeder der schon mal weite Strecken gefahren ist, kennt doch den Müll zu genüge und den Status kann man doch nicht mit gesundem Menschenverstand gut finden…

      Antworten
      • David meint

        27.08.2026 um 17:42

        Ich finde es auch total lächerlich, sich am status quo hochzuziehen. Es hieß ja vorher, deshalb kaufen so wenig Leute Elektroautos. Wie du siehst, kaufen sie jetzt plötzlich alle Elektroautos, dabei hat sich an dem Thema überhaupt nichts getan. Dann kann’s ja so schlimm nicht sein.

        Ist es auch nicht. Es ist wie mit allem im Leben: was man zahlt und was man bekommt, ist extrem unterschiedlich, je nachdem wie lebenstauglich man ist. Das gilt übrigens auch für die Einnahmeseite: was du bekommst, hängt nur davon ab, wie teuer du deine Arbeitskraft verkaufen kannst.

        Man bekommt in einer Leistungsgesellschaft nicht, was man verdient, sondern was man verhandelt oder herausfindet. Es ist nicht die Aufgabe der Politik, die Wirtschaft für Unfähige in Watte zu packen.

        Antworten
      • MichaelEV meint

        27.08.2026 um 19:43

        Red du doch nicht von Verbohrtheit. Du unterscheidest beschränkt binär in gut und schlecht, dabei haben beide Lösungen Vor- und Nachteile. Bisher überwiegten die Vorteile von Abos und Roaming.
        Die Koexistenz aller Lösungen führt zum besten Ergebnis. Und deine Vision zum absoluten Gegenteil. 100%ig wird sich der Adhoc-Preis dynamisieren und ohne Abos für viele wichtige Kundenkreise das BEV zum No-Go.
        Diese Diskriminierung kleiner Anbieter ist doch auch ein Witz. Ich hätte mir immer eine Markttransparenzstelle gewünscht, um das ggf. zu beschleunigen. Wie an diesem Ergebnis aber zu sehen ist, stand einer Lösung nie etwas im Weg. Nur um etwas schlechterem zum Durchbruch zu verhelfen die besseren funktionierenden Alternativen zu verbieten ist ein schlimmes Gedankengut.
        Und eine Alternative mit der Adhoc Map besteht schon länger, das Ergebnis schmeckt euch aber wohl nicht. Das Ergebnis ist halt das, was man zu dem Preis bekommt, wenig Ladepunkte, weniger attraktive Standorte und kein dichtes Netz. Wem die eigene Zeit etwas wert ist, tut sich das nicht an. Und auch Clever Laden wird davon abhängig sein, wie gut das Angebot sein wird, dass dort sichtbar werden will. Wenn z.B. kleine Anbieter hohe Adhoc-Preise setzen oder sonst kein attraktives Angebot v.a. hinsichtlich der Lokation anbieten können/wollen, braucht man nichts von Diskriminierung zu labern. Ironischerweise hat ja gerade der aktuelle Status mit hohen Adhoc-Preisen bei großen Anbieter viel mehr Raum für kleine Konkurrenten gelassen, während diese insbesondere bei Intensivierung des Wettbewerbs zerrieben werden.

        Antworten
        • Justin Case meint

          28.08.2026 um 10:58

          „Bisher überwiegten die Vorteile von Abos und Roaming.“
          Wer genau hat hier einen Vorteil?
          Verbraucher durch die Intransparenz und die hohen Preise?
          Die Anbieter, die hiermit den Markthochlauf bremsen, Komplexität und Kosten treiben und so selbst ihren Absatz mindern?
          Oder wer genau?
          Imho: alles daran ist schlecht.

        • South meint

          28.08.2026 um 11:08

          Es gibt keine Vorteile von Abbo und Roaming und funktionieren tut da gar nix. Beides benachteiligt nur systematisch kleine Anbieter und Kunden. Beides wäre überhaupt nicht notwendig, wenn ein einigermaßen fairer Adhoc Preis mit Bankkarte üblich wäre… hat ja auch keiner ein Abbo oder Roaming beim Tanken. Völlige Grütze…
          Auch die Gleichsetzung von Anstieg der eMobilität = funktioniert doch, völliger Unsinn. Das schreibe ich jetzt aber nicht nochmal alles, da empfehle ich den Artikel über die Umfragen, war ja diese Woche….
          Jeder der mal mit einem eAuto Langstrecke gefahren ist, kennt den Schmarrn ja zugenüge… mir schleierhaft wie man da auch nur einen einzigen Vorteil sehen kann, genannt hast du jedenfalls keinen… aber hey, ist ja nun zu Genüge durchgekaut… darf sich ja jeder seinen Teil denken…

        • MichaelEV meint

          28.08.2026 um 15:38

          Natürlich haben Abos und Roaming Vorteile (eure Verbohrtheit ist ja schon fast bemitleidenswert). Sie bieten Planbarkeit, über Jahre hinweg. Je häufiger Kunden öffentlich laden müssen, desto entscheidender ist diese Planbarkeit.

          Wer als Vielfahrer häufig konstant über das Jahr verteilt Langstrecke unterwegs ist, kann z.B. bei Ionity mit 120€ und 39 Cent/kWh rechnen, seit Jahren weitgehend unverändert.
          Ohne solche Abos ist die Planbarkeit weg. Ihr halluziniert von konstant günstigen Adhoc-Preisen, die harte Realität wird aber ein stark fluktuierender Preis, der am oberen Ende aktuelle verteufelte Adhoc-Preise auch locker knacken kann.
          Niemand wird für den eigenen Use Case vorab (vor allem ohne Erfahrungswerte) ableiten können, welche Kosten auf einen zukommen.
          Für die mit wenig öffentlichen Ladebedarf scheint dieses Experiment einen Versuch wert zu sein, man argumentiert ja aus der Perspektive des eigenen Nutzens heraus und vielleicht gibt es doch ein paar € im Jahr zu sparen. Aber das passiert auf Kosten derjenigen, die einen hohen öffentlichen Ladebedarf haben, für die das Thema BEV damit ad acta gelegt ist (u.a. Flottenkunden, Laternenparker).

          Die Diskriminierung kleiner ist BS. Spätestens mit dieser Lösung ist die Sichtbarkeit für jeden, der positiv sichtbar werden will, gegeben (das hätte mit der Markttransparenzstelle früher passieren können). Und während kleine gegen hohe Adhoc-Preise der großen bisher relativ leicht konkurrieren konnten, bedeutet genau diese entstehende Sichtbarkeit langfristig viel mehr Konkurrenzdruck durch große, die kostenseitig die meisten Trümpfe in ihrer Hand halten. Das Leben wird für kleine Anbieter nur schwieriger, nicht einfacher.

      • Jörg2 meint

        28.08.2026 um 08:06

        MichaelEV taucht immer zu Ladesäulenthemen auf und singt das hohe Lied „so, wie es jetzt ist, ist es ideal“.
        Das ist rein unternehmensinteressengetrieben.
        Verbraucherinteressen spielen bei ihm keine Rolle.
        Er hat einen fertigen Argumentationskasten und versucht jedesmal (egal worum es konkret geht) per Rundumschlag jedwede Kritik an Preisgestaltung, Abo, Roaming… am Status Quo zu erschlagen.

        Antworten
        • Peter meint

          28.08.2026 um 13:03

          Das finde ich aber legitim. Denn alle anderen sehen nur die Kundenseite. Wenn dann einer mal die Unternehmensseite darstellt, finde ich das nicht verkehrt.

        • Jörg2 meint

          28.08.2026 um 15:03

          Peter

          Klar!
          Mich interessieren eher die gesellschaftlichen Auswirkungen und nicht die Profitinteressen weniger.
          Und ich fände es schön, wenn der Staat (als Erfüllungsgehilfe der Bürger) mehr bürgerinteressegeleitet in Wirtschaftsprozesse eingreigen würde.
          Z.B. ist mir unverständlich, dass von Seiten des KBA noch keine Rückrufe zu der Problematik „schlecht erreichbare Notöffnungsmechanik“ bei diversen Fahrzeugmodellen erfolgt sind oder keine Vorgaben, dass Autos (auch im Bestand) bei Unfällen automatisch die Fenster zu öffnen haben.

        • MichaelEV meint

          28.08.2026 um 16:06

          Und warum interessiert dich dann doch nicht, was „die gesellschaftlichen Auswirkungen“ konkret sein würden? Mit eurer Verbotsvision würde es sehr stark schwankende Adhoc-Preise geben. Da du so gerne Gedankenspiele machst:
          Durch einen Markteingriff werden ab morgen die Preise an Tankstellen zwischen 1€ und 3€ schwanken. Keiner kann ab diesem Tag seine Kosten einschätzen und planen, nur zwei Sachen sind sicher:
          In den Zeiten, wo besonders viele Leute tanken müssen (z.B. in den Ferien), bewegt sich der Preis am oberen Ende und zu den Zeitpunkten, wo regulär wenig getankt wird, ist der Preis eher niedrig, um einen Anreiz zu schaffen.
          Wie wären wohl die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Änderung?

          Und eines ist ganz klar, der Staat führt an der Stelle keine Experimente durch, weil den Verantwortlichen vollkommen bewusst ist, welchen großen Schaden sie mit solchen Änderungen bewirken würden!

          Für dich spielt die Unternehmensseite keine Rolle, aber diese Perspektive ist maßgeblich dafür, wie der weitere Ausbau an Ladeinfrastruktur bei zunehmendem Hochlauf der Elektromobilität fortschreiten wird. Manche würden mehrere 1000€ für mehr Ladeleistung ausgeben und sind gleichzeitig bereit für ein paar Euro Ersparnis beim Laden in einen Mangel an Ladeinfrastruktur zu laufen.

      • Ben meint

        28.08.2026 um 11:10

        Die Großen nutzen ihrem Marktmacht an der Autobahn das ist also böse aber die Stadtwerkesäulen in den Städten sind gut weil das sind ja die kleinen ???

        Und dieses sogenannte Ladechaos ist das gerade mit dir im gleichen Raum oder ist es wie bei 99% der BEV für die es schlicht nicht existiert.
        99% der BEV Fahrer nutzten Tesla, EnBW, EWEgo oder ganz…mutige sogar Ionity, kostet mit Abo abo was man in 10sec abschießen und kündigen kann in der App, im Schnitt 0,39€kWh, ich hab auch nach diesen Sommerurlaub absolut kein Plan warum da rumgeheult wird.
        Wer Wegen App oder Abos heult der erlebt gerade seinen eigenen persönlichen Nokia Moment, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
        Und bitte das nächste mal dran denken wenn über Apps geheult wird, sofort alle apps vom Smartphone löschen und es nur noch zum telefonieren nutzten, für alles andere braucht man keine Apps.
        Und bitte auch das nächste mal bei heulen über Abos, sofort alle Streamingdienste kündigen, also Sky Bundesliega etc, Spotify, Netflix etc., Prime kündigen.
        Oh und ganz wichtig ruf deine Grundversoger an du möchtes ab nächstes Jahr Wasser/Abwasser, Strom, Gas bitte nur noch Ad-Hoc bezahlen am besten mit Bargeld.

        Antworten
        • South meint

          28.08.2026 um 14:33

          Du tust hier so, als wenn man eine App bräuchte, ein Knopfdruck, fertig, wer das nicht kann wäre nicht technikaffin. Und das stimmt schlicht nicht, zumindest nicht, wenn man nicht über den Tisch gezogen werden will.
          Zuerst. Man muss genau rechnen. Lohnt denn bei der Strecke oder in dem Monat ein Abbo überhaupt? Und es gibt ja nicht ein Abbo, sondern mehrere und die gibts bei EnBW, EWEgo, Ionity, Shell, Aral… . Falls man sich für ein Abbe entschließt, schließt du damit fast alle anderen Anbieter automatisch auf der Strecke aus, auch wenn sie vielleicht sogar manchmal billiger wären, du musst also sinnvollerweise genau dann diese Abbo Lader anfahren, aber… natürlich nicht Roaming, weil da würdest du mehr bezahlen. Und wie du schon schreibst, kündigen nicht vergessen.
          Fallst du kein Abbo hast und es sich nicht lohnt, wirds noch lustiger. Da musst du aufpassen, wer welchen Lader betreibt, sonst fährst du vielleicht mal nen teuren Lader an und wenn selbst wenn du dann da bist, dass du mit der richtigen App bzw. Karte zahlst. Denn sonst wirds richtig teuer.
          Und noch ein wichtiger Punkt. Aktuell sind nur ca. 8% überhaupt BEV Fahrer und die sind eher technikaffin, was übrigens nicht bedeutet, dass ich den umständlichen Schmarrn machen will… aber es werden ja mal zigmalsoviele eAuto fahren und die wollen oder können sowas nicht mitmachen.
          Das derzeitige System ist ein echtes Markthemmnis für kleine Anbieter und hält Kunden vom eAuto ab…

        • MichaelEV meint

          28.08.2026 um 17:32

          Du redest nur über die eine Seite der Medaille:
          Man sucht sich vorher unter mehreren Anbietern ein Abo aus. Einen mit der passenden Netzabdeckung für die persönlich gefahrenen Strecken, da gibt es dann nur noch wenige, die Abdeckung bis in sonst schwach erschlossene Gebiete und Verlässlichkeit gewährleisten (was für den Anbieter teuer ist). Man greift am ehesten zu den Anbietern, um die man sich bzgl. der Abdeckung am wenigsten den Kopf zerbrechen muss. Das unter Einfluss des Preises führt zur Entscheidung für ein Abo.
          Bei der Fahrt kann man idealerweise nach dem Anbieter filtern und lässt das Fahrzeug die Ladeplanung machen.

          So weit, so unproblematisch. Wie sieht die andere Seite der Medaille aus:
          Die Ladeanbieter haben variable Preise, die sich nach Zeitpunkt und Ort stark unterscheiden. Hier hat man das Glück die Preise eine Woche vorher fix zu haben.
          Man sichtet entlang der Reiseroute alle Ladesäulen und filtert die günstigsten mit halbwegs ausreichender Verfügbarkeit heraus. Vor der Fahrt muss die Route manuell mit den ausgewählten Ladestandorten vorgegeben werden.
          Ändert sich die Route z.B. anhand von Staus und Sperrungen, ist das Chaos perfekt.
          Am Ende kommt man mit viel Aufwand und hohem Komfortverlust mit Glück zum halbwegs gleichen Ergebnis. Ohne Glück geht die Planung in die Hose oder man bezahlt doch effektiv sehr viel mehr. Letzteres wird mehr Regel als Ausnahme, weil die Hauptreisezeiten natürlich die teuersten Zeiträume sein werden.

          Wenn sich ein potentieller BEV-Kunde vor dem Kauf fragt, welche Kosten ihn beim Laden ohne Abos erwarten: ??????????????????? (ist nicht vorhersehbar)

          Also wenn der Plan ist die Elektromobilität zu sabotieren und Kunden vom Kauf abzuhalten: Mit deiner Vision geht der Plan ganz sicher auf.

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