Smart bringt demnächst mit dem #2 einen neuen elektrischen Zweisitzer. Er wird das künftig kleinste Elektroauto im Programm der inzwischen vor allem größere Segmente bedienenden Marke sein. Dabei soll die vierte neue Baureihe eine direkte Verbindung zur Historie des ursprünglichen Stadt-Coupés ForTwo bilden.
Der #2 wurde als moderne Interpretation konzipiert, die keinen Retro-Stil verfolgt, sondern sich in die aktuelle Smart-Modellfamilie einfügt. Ein zentrales Ziel war es, den ikonischen Charakter des Zweisitzers zu bewahren und gleichzeitig die Anforderungen an die heutige Crashsicherheit zu erfüllen. Das erklärte Designer Sylvain Wehnert im Interview mit dem Portal Autohaus.de.
Durch die Nutzung der neuen Electric Compact Architecture (ECA) konnten die Räder wieder weit außen positioniert werden. Diese Bauweise ermöglicht eine für Smart typische Silhouette sowie eine Maximierung des Innenraums auf kleiner Grundfläche. Ein wesentliches Sicherheitsmerkmal ist die weiterentwickelte Tridion-Sicherheitszelle, die den Insassen Schutz bieten soll. Gestalterisch wird dieses Element beim #2 durch ein zweifarbiges, optisch schwebendes „Halo Roof“ interpretiert, was eine moderne Anlehnung an die ursprüngliche Tridion-Idee darstellen soll.
Smart wird mittlerweile von Mercedes-Benz und seinem chinesischen Joint-Venture-Partner Geely mit Entwicklung und Produktion in der Volksrepublik vorangetrieben. Der Nachfolger des ForTwo soll künftig auch als Vorzeige-Produkt der seit dem Einstieg von Geely mehr in Richtung Premium gehenden Marke dienen. Bei der Entwicklung des #2 wurde laut Designer Wehnert aber auf teure oder übertriebene Merkmale verzichtet. Der Fokus habe auf Proportionen, Flächen und Materialität gelegen, was dem preislich sensiblen Segment Rechnung trage.
Der #2 basiert mit der ECA auf einer neuen, speziell für ultrakompakte Fahrzeuge entwickelten Elektroarchitektur. In Bezug auf die Abmessungen wird das Modell laut Daten und Bildern aus China mit einer Karosserielänge von etwa 2,75 Metern angeboten. Es weist zudem eine Breite von knapp 1,67 Metern, eine Höhe von 1,56 Metern sowie einen Radstand von 1,89 Metern auf.
Der Antrieb erfolgt den Daten aus China zufolge über einen 60-kW-Motor (82 PS). Als Energiespeicher dient eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP), deren Zellen vom chinesischen Batterie-Riesen CATL stammen. Der #2 besitzt ein Leergewicht von 1130 Kilogramm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Reichweite wird nach vorläufigen offiziellen Angaben rund 300 Kilometer durch eine 35,7-kWh-Batterie betragen. Ein Schnellladevorgang von 10 auf 80 Prozent wird in etwa 20 Minuten angestrebt.

Ben meint
„Erstens, der Fakt, dass fast jeder Stadtwagen feiert, aber fast keiner einen kauft.“
Also wird fast niemand den ID. UP kaufen…sag deinen Arbeitgeber VW rechtzeitig bescheid nicht das noch angefangen wird das Fahrzeug sinnlos in Spanien zu produzieren.
Vom Wirtschaftsfeind…also dem ohne VW keine Fahrzeuge bauen könnte…alles klar…und überhaubt wie redest du über den Hauptabsatzmarkt deines Arbeitgebers VW, du wirst quasi von den Chinesen bezahlt.
Heinz Perter meint
.. und das sagt Ben, VW-Werk Mosel? Oder schon ausgeschieden (worden) dort?
eBikerin meint
„Also wird fast niemand den ID. UP kaufen“
Man – vergleich doch mal die Maße der beiden Autos. Die von id.up sind ja ziemlich genau bekannt. Er wird wohl so ca. 1 Meter länger sein. Also nicht so wirklich vergleichbar.
Und da muss man ihm schon recht geben: vergleich doch mal die Verkäufe von alten Smart4two und die von UP. Welches der beiden Autos hat sich besser verkauft?
TT07 meint
Die Dame hat offensichtlich ähnliche Wissenslücken wie der Parkplatzwächter hier im Forum…erschreckend Große.
Der Smart4two wurde weltweit knapp doppelt so oft verkauft wie der VW-UP. Selbst wenn die Seat/Skoda Derivate zu den Up-Zahlen addiert werden, waren es weniger.
…aber Hauptsache einen rausgehauen.
eBikerin meint
Ohje – da hast du aber einen rausgehauen. Der Smart wurde 26 Jahre gebaut – der UP nur 12 – und so nun rechne nochmal.
eBikerin meint
Ach vergessen zu schreiben – der Smart wurde auch noch in mehr Ländern verkauft als der UP. Aber Hauptsache du hast einen rausgehauen,
David meint
Nostalgisch hin, nostalgisch her. Vier Dinge sprechen auf jeden Fall gegen das Auto, das für mich technisch und optisch durchaus gelungen ist. Erstens, der Fakt, dass fast jeder Stadtwagen feiert, aber fast keiner einen kauft. Zweitens, der Fakt, dass das ein Chinese ist. Ein Auto vom Wirtschaftsfeind. Drittens, die Service Erfahrungen bisheriger Smart Besitzer. Viertens, dass man keinen Kampfpreis erwarten kann, so dass die Moral nicht dem Geldbeutel unterliegt.
Future meint
Wieso sollte das »keiner« kaufen?
Der kleine eUp war damals doch ständig ausverkauft und VW war nicht lieferfähig.
Vom Smart Fortwo wurden von der Markteinführung im Jahr 1998 bis zum Produktionsende in 2024 weltweit 1,5 bis 1,7 Millionen Einheiten verkauft.
Im Moment gibt es kaum interessante elektrische »Stadtwagen«. Aber das ändert sich jetzt und es wurde auch Zeit. Sogar hier im Blog wurde eine kleiner Smart lange gefordert, weil das die eigentliche DNA der Marke sei. Jetzt kommt er endlich und es wird natürlich wieder rumgemosert in Deutschland.
David meint
Es geht ja um Stadtautos, nicht A-Segment generell. Der VW e-up ist so groß wie ein Golf 1 und der ID.up wie ein Golf 2.