Das öffentliche Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Deutschland umfasst inzwischen 212.064 bei der Bundesnetzagentur gemeldete Ladepunkte. Zum Stichtag 1. August 2026 waren davon 156.399 Normalladepunkte mit einer Leistung von bis zu 22 kW und 55.665 schnellere Ladepunkte. Die gleichzeitig verfügbare installierte Ladeleistung summiert sich nach Angaben der Behörde auf 9,22 Gigawatt. Die Zahlen umfassen auch Meldungen aus noch nicht abgeschlossenen Anzeigeverfahren.
Erfasst werden öffentlich zugängliche Ladepunkte, deren Betreiber ihre Infrastruktur entsprechend der Ladesäulenverordnung bei der Bundesnetzagentur anzeigen müssen. Das Register bildet die gesamte deutsche Ladeinfrastruktur dennoch nicht vollständig ab: Die Behörde weist ausdrücklich darauf hin, dass die Ladesäulenverordnung keine lückenlose Erfassung ermöglicht und die tatsächliche Zahl öffentlich zugänglicher Ladeeinrichtungen deshalb höher liegt. Private Ladepunkte an Wohngebäuden oder auf nicht öffentlich zugänglichen Betriebsgeländen fallen ebenfalls nicht unter diese Statistik.
Neben der reinen Zahl der Anschlüsse gewinnt die verfügbare Ladeleistung für die Bewertung der Infrastruktur an Bedeutung. Die 55.665 registrierten Schnellladepunkte mit mehr als 22 kW Leistung ermöglichen kürzere Standzeiten als klassische Wechselstrom-Ladepunkte (AC), wobei die konkret erreichbare Ladeleistung jeweils vom Ladepunkt, dem E-Fahrzeug und weiteren technischen Bedingungen abhängt.
Bei den Normalladepunkten ist weiterhin die Leistungsklasse von mehr als 15 bis 22 kW dominant, hier zählt die Bundesnetzagentur 114.589 Ladepunkte. In der Klasse von mehr als 3,7 bis 15 kW sind es 38.899 Ladepunkte. Die Klasse bis 3,7 kW ist mit 2911 Ladepunkten vertreten. Ladepunkte mit mehr als 299 kW kommen auf 19.566 Einheiten, in der Klasse von mehr als 149 bis 299 kW liegt der Bestand bei 21.277 Ladepunkten. Zwischen mehr als 59 und 149 kW sind 4469 Ladepunkte erfasst. Die Klasse von mehr als 49 bis 59 kW kommt auf 8583 Ladepunkte, die Klasse von mehr als 22 bis 49 kW auf 1770.
Mit Blick auf die Bundesländer liegt weiterhin Nordrhein-Westfalen vorn, dort waren zum 1. August 41.646 öffentlich zugängliche Ladepunkte gemeldet. Dahinter folgen Bayern mit 40.421 und Baden-Württemberg mit 35.791 Ladepunkten.
Die Bundesnetzagentur zählt zum 1. August 12.914 Betreiber öffentlich zugänglicher Ladeeinrichtungen. Bei der Anzahl der Ladepunkte liegt EnBW mobility+ weiterhin deutlich an der Spitze: Zuletzt waren dem Unternehmen 12.464 Ladepunkte zugeordnet. Es folgen E.On Drive mit 4942, Tesla mit 3951, EWE Go mit 3595 und BP, wozu auch Aral gehört, mit 3149 Ladepunkten.

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