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Deutsche Post meldet 40.000 Elektrofahrzeuge in Deutschland

17.09.2026 in Transport, Umwelt von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

DHL-Elektro-Transporter

Bild: DHL Group | Rudolf Wichert

Zum Internationalen „Green Postal Day“ machen die teilnehmenden Postunternehmen der International Post Corporation (IPC) auf ihre Fortschritte bei der Einsparung von CO2-Emissionen aufmerksam. Sie haben demnach ihre jährlichen Gesamtemissionen gegenüber dem Referenzjahr 2008 um 41 Prozent gesenkt. Ihr gemeinsames Klimaziel für 2030 liegt bei einer Reduktion um 50 Prozent. Als wesentliche Treiber werden die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien in postalischen Einrichtungen und die schrittweise Umstellung der Zustellflotten auf alternative Antriebe genannt.

Die Deutsche Post AG verfügt demnach inzwischen über 40.000 Elektrofahrzeuge allein in Deutschland und hat damit einen weiteren Meilenstein bei der Elektrifizierung ihrer Zustellung erreicht. Mit den Marken Deutsche Post und DHL betreibe man die weltweit größte Elektro-Zustellflotte eines Postunternehmens in einem einzelnen Markt, heißt es. Die Fahrzeuge würden an 44.400 Ladesäulen mit 95 Prozent Ökostrom geladen. Neben den Zustellflotten rückt auch die Dekarbonisierung des Fernverkehrs stärker in den Fokus der Postbranche. Die Deutsche Post setzt im Paket- und Brieftransport heute 50 E-Lkw und 570 Bio-CNG-LKW ein.

„Der Klimawandel ist ein physikalisches Problem, kein politisches, und wir müssen es lösen. Der ‚Green Postal Day‘ zeigt, dass die Postunternehmen weltweit beim Klimaschutz messbare Fortschritte erzielen“, sagt DHL-Group-CEO Tobias Meyer. „Die erfolgreiche Elektrifizierung der Zustellung, insbesondere bei uns in Deutschland, verdeutlicht, was heute bereits möglich ist. Nun müssen wir die Dekarbonisierung im Fernverkehr und in der Luftfracht konsequent vorantreiben, um unsere Klimaziele entlang der gesamten Transportkette zu erreichen.“

„Mit inzwischen 40.000 Elektrofahrzeugen in der Zustellung unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle in der E-Mobilität“, unterstreicht Nikola Hagleitner, CEO Post & Paket Deutschland. „Die Elektrifizierung unserer Flotte ist ein klares Bekenntnis zu einer emissionsärmeren Zustellung und Teil unserer langfristigen Strategie. Dass unsere Kundinnen und Kunden nachhaltige Logistiklösungen zunehmend nachfragen, bestärkt uns auf diesem Weg.“

Eine IPC-Befragung unter 2500 E-Retailern in 19 Ländern ermittelte eine Zufriedenheit von 70 Prozent mit der Nachhaltigkeitsperformance der Postunternehmen. Befragt wurden Händler aus China, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Saudi-Arabien, Spanien, Schweden, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA. Die Fortschritte der Postunternehmen bei nachhaltigerer Logistik stoßen damit bei den befragten Onlinehändlern auf positive Resonanz.

Zur Erhöhung der Transparenz über die Emissionen von Onlinebestellungen haben 13 Postunternehmen innerhalb der IPC den „Carbon Footprint Calculator“ eingeführt. Das Instrument erfasst Emissionen einzelner Sendungen entlang der Transportkette. Für 95 Millionen Paketsendungen seien bereits entsprechende Daten erhoben worden, erklärt das Unternehmen. Durch die Einbindung weiterer Postunternehmen solle sich der Rechner künftig als führender Standard für die CO2-Bilanzierung grenzüberschreitender Sendungen etablieren.

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Via: DHL Group
Tags: Elektro-Transporter, NachhaltigkeitUnternehmen: DHL Group (früher Deutsche Post)
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Gunnar meint

    17.09.2026 um 13:28

    Es fehlt leider wie so immer auf dieser Seite die Einordnung der Meldung.
    Wie viel Prozent sind diese 40.000 Elektroautos von der Gesamtflotte? Das wäre das wirklich wichtige. Die absolute Zahl allein betrachtet sagt gar nichts aus.
    Aber ich kann helfen: 40.000 von knapp 70.000 Zustellfahrzeugen sind bei der Post vollelektrisch.
    Gern geschehen.

    Antworten
    • Mäx meint

      17.09.2026 um 14:26

      Danke für die Relation. An sich nicht so schlecht.
      Das sind dann die echten Zustellfahrzeuge, also die vom Zustellstützpunkt zum Endkunden oder?

      Antworten
    • Andreas meint

      17.09.2026 um 14:30

      Muss ich dich enttäuschen, die 67.000 beziehen sich auf den Fahrzeugbestand der Deutsche Post Fleet GmbH und nicht der deutschen Post AG. Das sind nicht alles Zustellfahrzeuge, sondern eben auch die großen LKWs, Dienstfahrzeuge usw.

      Antworten
      • Gunnar meint

        18.09.2026 um 08:51

        Dann ist doch bei den Zustellfahrzeugen der BEV-Anteil noch größer, denn die 40.000 BEVs sind Zustellfahrzeuge.

        Antworten
      • MK meint

        18.09.2026 um 10:06

        @Andreas:
        Was es ja eigentlich noch besser macht. Das unter den LKW der Großteil noch Dieselfahrzeuge sind, ist ja bekannt und wenn die da schon eingerechnet wird, spricht das für einen noch höheren prozentualen BEV-Anteil in der Zustellflotte für die letzte Meile.

        Antworten
    • Andreas meint

      17.09.2026 um 14:33

      Auf der Versteigerungswebseite kann man so sehen, was die Deutsche Post Fleet GmbH so aus ihrem Bestand versteigert, da sind z.B. Audi Q4 e-trons dabei, der wurde so nicht für Zustellungen verwendet, ist aber immerhin elektrisch, zählt so aber auch nicht zu den 40.000.

      Antworten
      • Mäx meint

        18.09.2026 um 09:23

        Ah guck an, das war genau meine Frage.
        Das heißt 40.000 Zustellfahrzeuge sind elektrisch und darüber hinaus gibt es noch Elektroautos als Dienstwagen oder ähnliches und den ein oder anderen LKW.
        Und das alles sind dann 67.000 ja?
        Aber das hieße ja grundsätzlich der BEV Anteil wäre noch höher als nur die 40.000.

        Antworten
    • MK meint

      17.09.2026 um 16:43

      @Gunnar:
      Vielen Dank. Wie Sie sagen: Entscheidend ist das Verhältnis zur Gesamtflotte. Wenn man schon bei deutlich über 50% BEV-Anteil ist, ist das aber doch eine ziemlich gute Nachricht.

      Antworten

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