Citroën stellt das 2CV Concept vor und gibt damit einen konkreten Ausblick auf einen elektrischen Kleinstwagen. Die Neuinterpretation der in Deutschland als Ente bekannten Modellreihe soll spätestens 2028 als Serienmodell präsentiert werden. Citroën strebt einen Einstiegspreis von rund 15.000 Euro und eine Produktion in Europa an. Das Fahrzeug soll zwischen dem elektrischen Leichtfahrzeug Ami und dem Kleinwagen C3 positioniert werden.
Das 2CV Concept ist mit 3,76 Meter Länge noch kürzer als das Vorbild und übernimmt mehrere charakteristische Gestaltungselemente des historischen 2CV, dessen Produktion 1990 endete. Dazu gehören freistehende Rundscheinwerfer, ausgeprägte Kotflügel, eine gewölbte Dachlinie und ein Stoff-Faltdach. Gleichzeitig setzt Citroën auf LED-Leuchten, eine schwarze Heckklappe und 18 Zoll große Stahlräder. Die Karosserie wurde mit großflächigen Bauteilen und separat austauschbaren Stoßfängern auf eine möglichst einfache Herstellung und Reparatur ausgelegt.
Bei der technischen Konzeption verfolgt Citroën das Ziel, Fahrzeugmasse und Komplexität zu reduzieren. Für das 2CV Concept nennt der Hersteller ein angestrebtes Gewicht von rund einer Tonne, um unter anderem die erforderliche Batteriegröße und damit die Kosten zu begrenzen. Konkrete Angaben zu Batteriekapazität, Motorleistung, Reichweite oder Ladegeschwindigkeit liegen noch nicht vor.
Citroën verweist außerdem auf eine gemeinsam mit Michelin entwickelte digitale Reifenüberwachung, die den Reifenzustand erfassen und die Anpassung des Fahrzeugverhaltens an unterschiedliche Umgebungsbedingungen ermöglichen soll.
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Im Innenraum kombiniert die Studie eine reduzierte Instrumententafel mit digitalen Anzeigen und herausnehmbaren Ausstattungselementen. Ein quadratischer 8-Zoll-Touchscreen übernimmt zentrale Bedienfunktionen, während das sogenannte Smart Vision Display fahrrelevante Informationen im Sichtfeld des Fahrers darstellt.
Hinzu kommen eine herausnehmbare vordere Sitzbank, flexible Aufbewahrungskörbe und das portable Audiosystem „Radioën“. Mit diesen Lösungen orientiert sich Citroën an der funktionalen Grundidee des ursprünglichen 2CV, ohne dessen Innenraumgestaltung unverändert zu übernehmen.
„Den 2CV neu zu erfinden bedeutet nicht, ein Auto der Vergangenheit zu kopieren. Es bedeutet, die Eigenschaften neu zu interpretieren, die ihn einst einzigartig gemacht haben: seine Einfachheit, seine Zugänglichkeit und die Freiheit, die er seinen Nutzern schenkte“, so Citroën-Chef Xavier Chardon. „Mit dem 2CV Concept übertragen wir diesen Geist in die Gegenwart, um Elektromobilität einfacher, menschlicher und begehrenswerter zu machen. Die Welt hat sich verändert. Die Idee dahinter ist jedoch dieselbe geblieben: das Leben mit Citroën schöner zu machen.“
Für den europäischen Markt ist insbesondere die geplante Einordnung in die künftige E-Car-Fahrzeugkategorie relevant. Citroën kündigt an, das Serienmodell entsprechend den vorgesehenen europäischen Regelungen zu entwickeln. Da die künftigen regulatorischen Anforderungen noch nicht abschließend feststehen, sind konkrete Aussagen zur technischen Ausführung und Zulassung des Serienfahrzeugs derzeit nicht möglich.










F. K. Fast meint
Ich fand die Ente optisch nie ansprechend, aber sie war technisch genial – einfach, aber gut (bei Heise gab es da mal eine lesenswerte Serie). Dass man hier vor allem die Optik imitieren will, finde ich deshalb suboptimal, weil es dann nur yet-another-design-first-Car ist. Aber gerade in dieser unteren Preisklasse, denke ich, werden sich vor allem Kunden finden, denen Praktikabilität weit wichtiger ist als Design.
hu.ms meint
18% der haushalte haben zweitwagen.
Interessanter markt.
Diese autos brauchen keine grosse reichweite.
Da kommt man auch mit 30kwh-akku zur arbeit und zurück. Und über nacht an die ganz normale steckdose mit 10A.
Mit mehr BEV-sättigung werden für dieses segment noch einige modelle für unter 20k kommen. Der ID.Up aus Portugal soll in einem jahr auch für 20k zu haben sein. 15k sind für die „neue ente“ schon eine ansage !
Future meint
Die Key Cars kommen, Europa! Endlich wird nachhaltige Mobilität billig. Gleichzeitig wird manchen die Retrodesigninterpretation bestimmt gefallen, denn die »gute alte Zeit« wird ja immer so viel thematisiert heute. Die Ambientebeleuchtung mit der Lichterkette ist definitiv eine gute Idee für die finsteren Zeiten draußen, die nicht nur in Frankreich kommen könnten.
Karl von Rosen meint
Das ist kein Key Car, sondern ein vollwertiges Auto mit 3,76m Länge (16 cm länger als ein UP) und entsprechenden Proportionen, falls er in 2 Jahren so kommt wie als Concept vorgestellt.