Stellantis plant die Einführung neuer Elektro-Kleinwagen im Einstiegssegment, darunter eine Neuauflage des Citroën 2CV sowie Berichten zufolge auch einen elektrischen Fiat Koala. Diese Modelle sollen ab dem Jahr 2028 auf den Markt kommen und sich an einem Zielpreis von etwa 15.000 Euro orientieren. Als Produktionsstätte für diese Fahrzeuge ist das italienische Werk in Pomigliano d’Arco vorgesehen.
Im Rahmen einer Stellantis-Präsentation im Mai wurde ein „E-Car“-Projekt vorgestellt, bei dem eine Grafik drei Modelle zeigte, berichtet nun Auto Motor und Sport. Eines dieser Modelle wies laut dem Automagazin einen Heckabschluss auf, der an die Form des Opel Agila erinnert. Ein neues Modell mit diesem Namen könnte somit ebenfalls auf derselben technischen Basis entwickelt werden.
Die geplante Plattform von Stellantis ist für kleine und erschwingliche Elektroautos konzipiert und soll unter Einbeziehung ausgewählter Technologiepartner realisiert werden. Medienberichten zufolge wird dabei eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor erwogen, an dem Stellantis beteiligt ist und mit dem der Konzern bereits eng kooperiert.
Ein potenzieller neuer Opel Agila könnte eine Länge von deutlich unter vier Metern aufweisen und damit die Lücke zwischen dem Rocks-E und dem elektrischen Corsa schließen, heißt es. Die Studie von Konzernschwester Citroën misst 3,76 Meter, was für ein entsprechendes Opel-Modell eine plausible Größenordnung darstellt.
Der ursprüngliche Agila zeichnete sich als kleiner, hoch bauender Fünftürer mit effizienter Raumausnutzung aus. Eine Neuauflage könnte dieses Konzept mit dem Design aktueller Opel-Modelle verknüpfen. Über Details zur Batteriegröße, Reichweite, Ladeleistung oder Motorleistung liegen derzeit keine belastbaren Informationen vor. Für das angestrebte Preissegment sind eine kompakte Batterie sowie eine Ausstattung für den Stadt- und Pendelverkehr denkbar.
Hintergrund der E-Kleinstwagen-Offensive von Stellantis sind Pläne der EU für eine neue Fahrzeugklasse nach dem Vorbild der japanischen Kei-Cars, die den Bau kleiner, erschwinglicher Elektroautos durch vereinfachte regulatorische Vorgaben erleichtern soll.

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