Während sich Mercedes-Benz vom Kompaktwagensegment verabschiedet, will Premium-Wettbewerber BMW laut einem Bericht an der Kategorie festhalten. Demnach soll es in wenigen Jahren auch erstmals einen 1er mit reinem Elektroantrieb geben.
Die nächste Generation der Baureihe wird demnach der Einstieg in die in diesem Jahr startende Elektroauto-Plattform Neue Klasse sein. Zunächst wird die Architektur in diesem Jahr mit einem SUV und einer Limousine der Mittelklasse eingeführt. Bis 2027 möchte BMW sechs Baureihen der Neuen Klasse einführen.
Der Konzern hat die Pläne für eine neue 1er-Reihe noch nicht offiziell bestätigt. Autocar hat aber bereits berichtet, dass es intern grünes Licht dafür gebe. Und jetzt habe BMW-Produktchef Bernd Körber gesagt, dass das Modell weiter eine entscheidende Rolle spielen werde. „Wir sind ein Global Player und decken das gesamte Portfolio ab; die Einstiegsmodelle spielen aus verschiedenen Gründen eine sehr wichtige Rolle“, so der Manager auf der Messe Auto Shanghai.
Der 1er sei vor allem für jüngere Kunden wichtig, erklärte der Manager. „Wenn Sie die Marke jung halten wollen, wenn Sie Kunden innerhalb Ihres Portfolios entwickeln wollen, ist die 1er-Serie sehr wichtig.“ Ein Auto in dem hart umkämpften, wenig margenstarken Segment sei auch wichtig für die Bemühungen, ein kosteneffizientes Unternehmen zu sein.
Autocar erwartet, dass der neue 1er um das Jahr 2028 herum auf den Markt kommt. Die nächste Generation soll mit einer Auswahl an Benzin- und Elektroantrieben angeboten werden. Da die Neue Klasse eine reine E-Auto-Plattform ist, werden die Versionen mit Verbrennungsmotor eine andere Basis nutzen. Beim Design werden sich laut BMW künftig auch die klassisch angetriebenen Fahrzeuge am Design der Neue-Klasse-Baureihen orientieren.
Die Neue Klasse soll insbesondere 30 Prozent mehr Reichweite, 30 Prozent schnelleres Laden und 25 Prozent mehr Effizienz bringen. Dazu setzt BMW erstmals auf runde statt prismatische Batteriezellen. Die Neue Klasse nutzt zudem 800-Volt-Technik, was eine Ladeleistung von bis zu 350 kW ermöglichen soll. Die BMW-Werke bleiben so aufgestellt, dass unterschiedliche Modellvarianten und unterschiedliche Antriebsarten auf einem Band entstehen können.


Earth is Burning meint
Wenn ich das schon lese, „für Jüngere“. Von Papi zum Achzehnten? Da wir uns doch alle gern jung bis in alle Ewigkeit zu sein wünschen, ist es doch ideal für ein „Volumenmodell“.
Ich finde jedenfalls, dass es sich sympathisch von den üblichen BMW-Monstranzen abhebt. Kaufempfehlung!
M. meint
Ab wann ist man denn bei den „Älteren“ und hier nicht mehr angesprochen? Geht das mit 19 los, oder erst mit 25?
Entspann‘ dich mal. Das ist ein Einser, kein 7er.
Aztasu meint
Komisch das mit Volkswagen, BMW schon zwei deutsche Hersteller E-Kompaktwagen bauen, Volkswagen wird in wenigen Monaten sogar E-Kleinwagen haben. Audi möchte wohl Ende 2026 einen Q2 e-tron oder A3 e-tron bringen. Dann wären es schon 3 Hersteller und 2 davon Premiumhersteller, theoretisch könnte man den Skoda und Cupra auch noch zum Angebot hinzuzählen, immerhin kommen die aus dem gleichen Volkswagen-Konzern und nutzen die selbe Plattform.
Einer der einzigen (!) die nichts im Bereich der Kompaktwagen und erst recht nicht im Bereich der Kleinwagen rausbringt ist Tesla. Und die Autos die Tesla im Angebot hat sind überwiegend SUVs und Trucks und alles völlig veraltet, billig gebaut und schlecht ausgestattet aber teuer verkauft. Ist die E-Mobilität für Tesla doch nicht so wichtig und es geht ausschließlich um das abgreifen von Subventionen und Profitmargen. Wer hätte das gedacht. Eigentlich müsste es einen riesen Shitstorm geben. Komisch oder?
Mäx meint
Ich hab mich schon gefragt wo der Kommentar hingehen soll…
Was hat Mercedes denn im Kompaktsegment?
Aztasu meint
Lol lächerlicher Versuch. Mercedes ist absolutes Premium-Segment (kein Luxussegment). Mercedes hatte bis 1982 noch nicht mal was unter der E-Klasse, das wurde erst mit der C-Klasse in dem Jahr geändert. Die bis zu 4,45 würde man heute als große Kompaktklasse betrachten, damals war aber Mittelklasse, von der Größe wie auch dem Preis. 1997 gab es erst die erste A-Klasse. Warum muss ein Premium-Hersteller wie Mercedes jetzt einen E-Kompaktwagen bauen?
Das sieht bei Tesla doch ganz anders aus, bei Tesla hat Kostenoptimierung die höchste Priorität (aber nur für die eigenen Gewinnmargen…) und man redet vollmundig von E-Mobilität für alle, vom $25k Auto etc. Kommen tut da nichts und Tesla ist nachweislich einer der Hersteller die sich weigern bezahlbare E-Mobilität anzubieten. Tja, die pöse deutsche Autoindustrie zeigt wie man qualitativ hochwertige Kompaktwagen für die große Verbreitung der E-Mobilität baut.
Mäx meint
Ah verstehe, Mercedes ist echtes Premium Segment, daher kein Kompaktwagen. Audi und BMW sind nur Sub-Tier-Premium-Segment und dürfen daher Kompaktwagen bauen…verstehe…sag das doch gleich, dann muss ich nicht nachfragen…lol.
RainerLEV meint
Vielleicht ist die Vision, dass der Optimus eine Tesla-Rikscha (natürlich aus Edelstahl) zieht und bis zu 50 km/h schnell laufen kann??? Dann wäre der Kompaktwagen überflüssig ???
Aztasu meint
Klingt interessant
M3P_2024 meint
Kann das mal jemandem O.K. aus S. von MB stecken dass man die kompakten Modelle nicht komplett zu Grabe tragen soll, wenn man die jüngere Generation Kunden nicht komplett aufgeben will…?
CJuser meint
Die junge Kundschaft wollen die doch gar nicht haben. Sieht man alleine daran, dass der GLA und GLB trotzdem überleben. Wer derart auf Luxus setzen will, hätte eigentlich auch diese Fahrzeuge (+CLA) streichen müssen.
Elknipso meint
A und B Klasse wurden gestrichen und Smart, der Klotz am Bein, an die Chinesen weitergegeben.
BmW steht noch davor den Klotz Mini an GWM weiterzuleiten. Modelle des Mini werden eingestampft und die Produktion in England eingestellt..
M. meint
Ich wüsste da mehr passende Empfänger als O.K. aus S.
Einer behauptet sogar, dass Kleinwagen unnötig wären.
CJuser meint
Wirklich interessant wird ein elektrischer 1er nur mit Heckantrieb, sonst wird der nur einer von vielen Kompaktfahrzeugen sein.
Peter meint
Jeder Zuwachs im Segment „Kompakt“ (Golfklasse bis ca. 4,25m) ist willkommen, zumal BMW das Thema „Elektro“ in den anderen Segmenten bislang doch mit recht guten Modellen bedient.
CJuser meint
Also Erstens solltest du dir scheinbar mal die Abmessungen aktueller Kompaktmodelle anschauen. Und Zweitens kann man bei den aktuellen BEVs von BMW geteilter Meinung sein und auf die NKL hoffen. Sonst reicht es beim i1 auf Akkuseite nämlich nur für Mittelmaß, genau wie beim iX1.
BMW ist genau richtig gestartet und keine Experimente beim Design gemacht. Technisch sprechen die Fahrzeuge aber noch keine Langstreckenfahrer an.
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich hoffe in den kommenden Jahren auch auf eine breit Auswahl an kompakten BEVs. Aber auf Verbrennerseite hat der 1er jeden Reiz für mich verloren, seitdem der auf einer Frontmotor-Plattform steht.
prief meint
Gute Strategie. Wieso Mercedes dagegen die A Klasse aufgibt versteh ich nicht. Mag schon sein, dass man in diesem Segment nicht viel verdient, aber das kann sich ja auch indirekt rechnen, indem man jüngere Kundschaft an die Marke bindet, die später vielleicht aufsteigt.
Future meint
Das passt schon. Mercedes und Porsche ist ja was für die Älteren. Die Jüngeren nehmen dagegen BMW.
Monica meint
Die Altersverteilung in den beschriebenen Marken sagt zwar etwas anderes, aber hey, jeden Tag ne dolle Geschichte erzählen ist ja auch was. Weisste welche Marke die älteste Zielgruppe hat? Smart.
Yupi meint
Nöö Mercedes laut Ams. Durchschnittliche Alter der Käufer 60 Plus also Rentner. Ebenso Audi. Nichts mit jung dynamischen Rapper. Sondern Opa Heinz mit ambilight Dackel.
M3P_2024 meint
Meine Worte! Aber da muss wohl zuerst ein neuer CEO her – leider!
Morgen gibts die Preise vom neuen CLA, da gibts zweifelsfrei ein massiver Sprung von der bisherigen A-Klasse zum neu „günstigsten“ Einstieg bei MB. Damit wird man auf kurz oder lang massiv Kunden und somit direkt Stückzahlen verlieren, aber begreifen tut’s da noch niemand. Dabei hätte man ab sofort die ideale Plattform, nur ein kürzeres Blech drauf, fertig.
Marc meint
Ein 1er auf Neue Klasse Basis mit 800 V Technik und extrem effizienten fremderregten Motoren, dürfte in seiner Klasse Ende dieses Jahrzehnts zusammen mit dem neuen eGolf Technologieführer sein. Gut so, deutsche Autoindustrie!
Jörg2 meint
„… dürfte in seiner Klasse Ende dieses Jahrzehnts …“
Die Glaskugel kann bis 2030 in die Zukunft sehen. 800V sind dann noch Spitzenlösungen…
M. meint
Die Lösung erlaubt Ladeleistungen von 400 kW, perspektivisch auch mehr. Mag sein, dass das irgendwo dann noch schneller geht, aber wichtiger als der Peak ist doch die Ladekurve. Wer 400 kW flat könnte (!), lädt die denkbaren 50 kWh (10-80%) theoretisch in 7,5 Minuten. Praktisch wird das immer min. 10 Minuten dauern, vermutlich auch mehr als 15 – aber schneller bin ich ja auch nicht, wenn ich nach 300 km mal eine Pause mache. DA ist es mir echt egal, wenn ein anderes Auto noch ne Minute schneller ist – der Fahrer ist es nicht.
Nutzloser Schw an zver gleich, das erkennen die Fans aber immer nur, wenn von eine bestimmten Marke die Rede ist, wo alles außer dem Kleinlaster auf absehbare Zeit 400V hat. Und da sind die 250 kW Peak etwas, das man leicht verpasst, so schnell wie das vorbei ist…
Aztasu meint
Grundsätzlich richtig. Aber mit 50kW bist du wenn überhaupt bei den Einstiegsakkus. E-Kompaktwagen insbesondere von Premiumherstellern werden wohl versuchen 450km WLTP zu bieten, dafür braucht man schon mindestens 55kWh. Nach oben hin wird man locker 80kWh netto sehen. Mit 400kW wären 5C dann noch möglich.
Aztasu meint
Grundsätzlich doch nicht richtig. 10-80% in 10-12 Minuten sind damit denkbar. Und das ist deutlich besser als 22 Minuten oder sogar 27 Minuten von 10-80%. So einen Unterschied merkt jeder
M. meint
Vielleicht noch mal lesen. Die 50 kWh beziehen sich auf die 10-80% – es ist also die Rede von einem Akku mit etwa 71,4 kWh. Das dürfte für reale 400 km locker reichen.
Ist eh nur ein Rechenbeispiel für Jörg gewesen, der 800V um 2030 in der Kompaktklasse für nicht mehr markttauglich hält.
Mäx meint
Ich schätze M. meinte eher ob das Auto 10/12 oder 15 Minuten von 10-80% lädt ist recht uninteressant.
Alles unter 15 Minuten ist eher für das Quartett, technisch eindrucksvoll aber oft in der Praxis nicht relevant.
Für mich wäre es auch 0% Einschränkung mehr, wenn ich 15 Minuten von 10-80% laden kann bei einer Akkugröße von 80-90kWh.
30 Minuten zu 15 Minuten ist natürlich ein großer Unterschied und nervt mich persönlich auch manchmal. Meistens aber nicht.
Und falls man irgendwann bei 5 Minuten ist hat man wieder die Thematik, dass du erst Laden musst und dann auf Toilette gehst/essen holst/etc. also effektiv sogar länger brauchst.
Meine persönliche Einschätzung: Die Industrie sollte sich darauf konzentrieren, möglichst sparsame Autos zu entwickeln (siehe Model 3, CLA, etc.) damit 80-90kWh Akkupakete reichen und diese in 10-15 Minuten von 10-80% ladbar sind. Und dann muss das 80-90kWh Paket noch möglichst günstig sein, also LFP oder SIB.
M. meint
Mäx hat das recht gut zusammengefasst, danke.
Aztasu meint
Richtig
Sashinger meint
Rund 8 Jahre zu spät, aber immerhin…
M. meint
Welcher überzeugende Kompaktwagen kam denn vor 8 Jahren raus?
Envision meint
NK 2er active Tourer soll zum Glück auch noch vorher kommen, der aktuelle u06 ein tolles praktisches Fahrzeug das wir im Familie Fuhrpark haben, man braucht keinen SUV und kommt mit vierköpfiger Familie da super mit aus.
VW hätte einen größeren ID3, etwa wie Golf Sportsvan auch mal besser in Vorbereitung.
Fred Feuerstein meint
Liegt doch auf der Hand. Dann wird daraus ein frontgetriebener Mini, ist ja jetzt auch nicht anders. Dabei war der 1er mal ein echtes Charakterauto in der Kompaktklasse neben Golf und Co. Heckantrieb und schmaler, sportlicher Shilouette. Davon ist heute nichts mehr übrig und wird wohl bei einer Auflage als Elektroauto nicht anders…
Mäx meint
Jo, seit UKL ist es auch nur ein weiterer Hatch mit 3/4 Zylinder und Front- oder Allrad wie bei VW/Hyundai/etc. nur mit höherem Preis.
Gerade der letzte F20/21 mit 6 Zylinder (140i) war einmalig.
Beim Elektro wird es aber auch Neue Klasse Plattform basieren und nicht auf der GWM (Mini) Plattform.
Eventuell wäre also auch wieder rein Heckantrieb denkbar, denn einen Allrad wird es auf jeden Fall geben. Muss man mal abwarten wenn der iX3 raus ist, wie die Plattform so aussieht.
Fred Feuerstein meint
Absolut, mein Highlight war der 130i E81…Falls der neue 1er auf der neuen Klasse Plattform und damit Heckantrieb bekommt, wäre das in der Kompaktklasse ein interessantes Fahrzeug. Aber es ist schon eine verrückte Welt, Volkswagen wurde mit dem id.3 und anderen MEB Fahrzeugen zur heckangetriebenen Marke, BMW wurde ohne Not bei einigen Modellen frontangetrieben…
McGybrush meint
Google mal nach dem Vollelektrischen E82 ActiveE. Da kommen mir die Tränen. Mein Traumauto. Alle 200 Exemplare verschrottet und nie in Serie gegangen.
Waren Erprobungsfahrzeuge für den späteren BMW i3.
Nu fahr ich Tesla. Weil BMW da nie was angeboten hat.
Dagobert meint
Das passiert wenn man sich nur noch auf Marktforschung und Zielgruppenanalyse verlässt. Den Durchschnitts-Otto stört der Kardantunnel eben mehr als Frontantrieb, und er erschrickt ganz schrecklich, wenn unter Last das Heck kommt. Aber Otto kann eben auch einen Golf kaufen…
Fred Feuerstein meint
BMW ist ein klassisches Unternehmen bei dem das Controlling einen immer stärkeren Einfluss bekam und heute hat…Der 1er ist nur ein Beispiel.
Till meint
…und wie manche Minis in China gebaut. Dann wird es vielleicht wieder ein Charakterauto. Die chinesische Automesse zeigt, wie es geht. Hier hingegen wird weiter für die Tipico Klientel und die Boomergeneration entwickelt und geplant.
Ich bezweifle, dass der Zipse den Schuss gehört hat. der Blume von VW – wie man hier in dem anderen Beitrag sieht – offensichtlich nicht.
David meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Andreas meint
Dann empfehle ich den Artikel vom 28.2.25 von Ecomento mit dem Titel „Mini: Elektroautos der nächsten Generation könnten Heck- statt Frontantrieb bieten“