Kia plant, seine Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) in Europa in den nächsten zwei Jahren fast zu verdreifachen. Das erklärte Konzernchef Ho Sung Song laut Automotive News.
„Die durchschnittliche Jahresproduktion des kommenden EV2 wird voraussichtlich rund 100.000 Einheiten im Werk Zilina in der Slowakei im Jahr 2027 erreichen“, so Song. Darüber hinaus soll die Produktion des EV4 (Artikelbild) in dem Werk bis 2027 auf mehr als 80.000 Fahrzeuge pro Jahr hochgefahren werden. Mit zusätzlicher Produktion aus Korea soll die kombinierte weltweite Produktion des EV4 voraussichtlich etwa 100.000 Einheiten erreichen.
Song erklärte am Rande einer Medienveranstaltung für das Mittelklasse-SUV EV5 und den Elektro-Van PV5, dass Kia das Ziel habe, weltweit jährlich jeweils 100.000 Einheiten des Kleinwagens EV2 und des mittelgroßen, als Limousine und Schrägheck gebauen EV4 zu produzieren. Dies sei eine ausreichend hohe Stückzahl für die Zulieferer und mache die Modelle rentabel.
Diese Produktionsziele liegen deutlich über den Prognosen von Kia Europe aus dem August. Damals hatte CEO Marc Hedrich Automotive News zufolge erklärt, dass eine Produktion von 20.000 bis 30.000 EV4 im Jahr 2026 „sicherlich sinnvoll wäre“ und dass die kombinierte EV2- und EV4-Produktion 10 bis 20 Prozent der Gesamtfertigung des Werks ausmachen könnte.
Das slowakische Werk Zilina verfügt über eine Kapazität von 320.000 Einheiten, die durch Überstunden auf 350.000 erweitert werden könnte. Kia Europe teilte laut dem Bericht mit, dass die Produktionspläne nach dem Start des EV4 im August angepasst wurden, nachdem das Elektroauto positives Feedback von Kunden und Medien erhalten hatte.
Kia investiert 108 Millionen Euro, um den EV4 und EV2 in Zilina zu produzieren. Die Fertigung des EV4 als erstem in Europa gebauten Vollstromer der Südkoreaner begann am 20. August. Der EV2, Kias bislang günstigstes E-Auto für Europa, soll im nächsten Jahr folgen. In Südkorea wird die Schrägheck-Variante des EV4 produziert, die ebenfalls in Europa angeboten wird.
Trotz eines Rückgangs der Gesamtverkäufe in Europa um 3 Prozent auf 354.383 Fahrzeuge bis August stiegen die Elektroauto-Verkäufe von Kia um 56 Prozent auf 71.179 Einheiten. Treiber des Wachstums ist das kompakte SUV EV3, das nach acht Monaten 45.269 Einheiten zum Verkauf beigetragen hat und Kias zweitstärkster Bestseller in Europa nach dem Verbrenner-SUV Sportage ist.

hu.ms meint
EV3 mit 81kwh akku = 560km wltp für 35k strassenpreis ist ein super angebot. Die optik sagt allerdings eher nicht sovielen zu.
Halber Akku meint
Mit der Optik ist es immer so ne Sache. Fand den EV3 auf den Bildern auch nicht so prickelnd. Nun sehe ich immer mehr davon im Alltag und da sieht das Ding gar nicht mal so schlecht aus. Mit den aktuellen Straßenpreisen mit das günstigste, was nach WLTP rund 600 Kilometer schafft und dabei kaum Abstriche macht.
South meint
Yoa, da würde ich eher auf den KIA EV4 kucken. Der bietet im Vergleich zum ID3. Fünfsitzer mit AHK und innen ist er deutlich schöner. Aussen finde ich den EV4 auch gut. Mal erhlich, da ist der ID auch keine Augenweide. Aaaabbberr. Die DC Ladeleistung … das ist deutlich zu wenig… bei beiden…
Halber Akku meint
DC Ladeleistung ist immer das eine, die Ladekurve das andere. Die rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent, die beide Batterie Varianten des Kia EV3 und EV4 benötigen, sind jetzt keine Weltsensation, aber auch nicht wirklich schlecht. Habe einige Praxisvideos zum EV3 gesehen, die belegen das der EV3 selbst bei niedrigen Temperaturen die Ladekurve bis zu 70 Prozent nahezu konstant bei der angegebenen Maximalleistung hält. Mir wäre am wichtigsten, dass es bei beiden Fahrzeugen nicht wieder zu den von den 800 Volt Fahrzeugen bekannten ICCU Problemen kommt. Der EV3 wäre mit großer Batterie und den günstigeren 17 Zöllern für uns perfekt, wenn es irgendwann demnächst um die Ablöse des Firmenwagens (Golf 8 Variant) meiner Frau geht.
South meint
Na, wer lädt denn noch langsamer als 30 Minuten?
hu.ms meint
Warum heit der kia wohl EV3 ?
Weil er im C-segment angesiedelt ist wie der ID.3. Einfach mal die masse vergleichen.
EV4 ist im ID4 segment.
Also nicht äpfel mit birnen vergleichen.
M. meint
Zumindest via Smartphone kann ich die AHK nicht finden.
Ich wollte in der Konfig 19- statt 17 Zöller, das bedeutet quasi Vollausstattung und fast 54k€.
Ohne AHK…
Das ist mir für einen 150 kW Fronttriebler definitiv zu viel.
Werner meint
Hört sich nach einer guten Nachricht für die Kunden an.
Schließlich muss, um die höhere Stückzahl an EV4 und EV2 zu verkaufen, auch der Preis passen.
Was wohl in höheren Rabatten resultieren wird.
Damit wird der EV2 auch zum ernsthaften Konkurrenten des ID. Polo
hu.ms meint
Und wieviele stinker in dem segment verkaufen die beiden anbieter – obwohl VWs um die 10% teurer sind ?
Nennt man image-faktor.
Andre meint
@M.
Zu 1):
Es gibt keine Kia-ICCU von deutschen Zulieferern.
Sowas gab es bei Stellantis (von Mahle zugeliefert). Und ja, weltweit waren ca. 99% der Kia-Autos nicht betroffen. Aber der 1% hat für viele und berechtigte Schlagzeilen gesorgt.
Zu 2): Hardware und Software entscheiden in Kombination über die Defektanfälligkeiten.
M. meint
1) ok, mein Fehler. Stellantis habe ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Da ist es ja auch ein OBC.
2) Klar. Aber wer hat Zugriff auf die SW, wenn nicht der OEM?
Das hätte natürlich niemals so lange dauern dürfen. Und Ersatz müsste kurzfristig lieferbar sein. Selbstverständlich zu 100% auf Garantie.
Harry meint
Ich teile KIAs Optimismus nicht. Finde den EV3 und vor allem EV4 auch interessant, aber sobald man im Konfigurator nur die Felgen wählt hat man über Paketabhängigkeiten quasi Vollaustattung und 15.000 Euro Mehrpreis. Dann ist ein EV4 plötzlich teurer als das Topmodell eines Cupra Born VZ in Vollaustattung.
Also ich bin da raus. Und den EV3 sehe ich bislang eher in den Medien als wirklich auf der Straße.
Andre meint
Kia hat eine ganz normale Händlerorganisation, wo die Händler auch Rabatte geben. Wenn man 20-25% Rabatt bekommt, sieht die Sache ganz anders aus, insbesondere gegenüber VW…
Leon meint
Vielleicht sollte man zunächst mal das ICCU-Problem lösen, dann werden sich vielleicht auch die Käufer für diese Mengen finden.
M. meint
Ich verstehe den Frust durchaus, aber es erscheint mir abwegig, dass man bei Hyundai/Kia noch immer – und vor allem wissentlich – defekte ICCUs verbaut, und plant, das auch weiterhin zu tun.
Leon meint
Doch genau das tut man seit Jahren. Natürlich sind die beim Einbau nicht defekt, sondern haben nur eine hohe Wahrscheinlichkeit, irgendwann auszufallen. Scheint für Hyundai/Kia wohl günstiger als eine Neuentwicklung zu sein. Schau gerne mal im goiningelectric-Forum vorbei, da gibt es unzählige Beiträge zu dem Thema.
Kann sein, dass man das Problem durch Updates aktuell etwas abgemildert hat, aber man baut wohl noch immer die gleiche Hardware ein.
Die hier genannte 1% Ausfallquote scheint mir auch viel zu gering zu sein. Der Ioniq 5 hat ja allein in der ADAC-Pannenstatistik schon eine katastrophale Pannenquote von über 2%. Dazu kommen dann die ganzen Ausfälle, die ohne ADAC direkt über Hyundai/Kia abgewickelt wurden.
Couch Kartoffel meint
Beim Ioniq 5 gibts inzwischen in Deutschland, Kanada und den USA wegen der Ladeeinheiten ICCU Probleme Zwangsrückrufe!
Envision meint
Als potentieller Kunde (eines EV3) an KIA erfahrene: wie hat sich der Konzern dort bei Behebung und auch sonst so geschlagen ? KIA hat ja eine recht lange Garantie mit 7 Jahren und erscheint auch dadurch attraktiv.
Andre meint
Vom zufriedenen EV6-Fahrer:
– Im Januar 2025 hat es ein entscheidendes Softwareupdate mit verbesserter Kühlung für die ICCU gegeben
– Seitdem hört man so gut wie nichts mehr von neuen ICCU-Ausfällen
– Auch davor waren „nur“ ca. 1% der Autos tatsächlich betroffen (aber viel Geschrei in den Foren)
– Es gab vor ca. 1 Jahr einen Engpass bei den ICCU. Aber jetzt ist die ICCU ein normal schnell verfügbares Ersatzteil.
– 7 Jahre Garantie ist sowieso ganz gut 👍
M. meint
Soll das heißen, dass
1) 99% der ICCUs des unfähigen deutschen Lieferanten überhaupt kein Problem hatten?
2) dass das Problem gar nicht an der Hardware, sondern nur an der Software lag, die die Kühlung steuert?
Ok, dann kann ich mir jetzt ja mal wieder EV6 anschauen. Die sind zwar nicht hübsch und ziemlich groß, aber sonst scheinen die ja ganz ok zu sein.
eBikerin meint
„1) 99% der ICCUs des unfähigen deutschen Lieferanten überhaupt kein Problem hatten?“
hab mal die KI gefragt wer den die ICCUs eigentlich herstellt:
„Die integrierte Ladekontrolleinheit (ICCU) ist eine eigene Entwicklung von Hyundai für ihre E-Fahrzeuge und ist Teil der Hyundai Motor Group. Sie ist nicht von einem externen Hersteller, sondern wird von der Hyundai Motor Group selbst hergestellt und ist Teil der E-GMP-Plattform, die sowohl für Hyundai- als auch für Kia-Modelle verwendet wird. “
hast du da andere Informationen?
M. meint
Ne.
Wie oben schon gesagt, hatte ich das scheinbar mit Stellantis verwechselt.
THeRacer meint
…
Ne = „Nicht wahr?!“
Nee = „Nein!“
🧐😉
Couch Kartoffel meint
Die ICCU fällt nicht unter die Garantie von 7 Jahren, da Verschleißteil.