Mit dem Subaru Uncharted rollt im Frühjahr 2026 das erste vollelektrische Kompakt-SUV der japanischen Allradmarke auf deutsche Straßen. Der Uncharted ist Teil einer Offensive, mit der Subaru sein vollelektrisches Modellportfolio in den nächsten Monaten sukzessive ausbauen will. Drei Elektroautos sind geplant, neben dem Uncharted der ebenfalls ganz neue e-Outback sowie ein Update des vor drei Jahren eingeführten Solterra.
Der neue Uncharted verbinde bewährte Markenqualitäten mit einem leistungsstarken elektrischen Antrieb und einem emotionalen Auftritt, wirbt Subaru. „Klar gestaltete Oberflächen und ein spannendes Zusammenspiel aus Linien und Kanten unterstreichen das hochwertige Erscheinungsbild. Die Coupé-artige Dachlinie sorgt für Dynamik, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen.“ Hinter der stark geneigten Kofferraumklappe verbirgt sich ein Ladeabteil mit 404 Litern Volumen, der lange Radstand und der flache Boden im Innenraum sollen ein „ausgezeichnetes Platzangebot“ bieten.
Wie alle neuen Subaru-Elektroautos basiert der Uncharted auf der verbesserten e-Subaru Global Platform. Ein niedriger Schwerpunkt trifft dabei je nach Modellversion auf den markentypischen Allradantrieb (AWD) – „ein für das Zeitalter der Elektromobilität weiterentwickeltes System, das die von den Kunden seit jeher geschätzte permanent aktive Allrad-Performance bietet“, heißt es. Per Software-Steuerung wird das Drehmoment automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, um Stabilität, Haftung und Traktion – insbesondere auf Schnee und Eis – zu verbessern.
Auch auf anspruchsvollerem Terrain soll der neue Uncharted eine gute Figur machen. „Im Segment der elektrischen Kompakt-SUV erweist er sich als typischer Subaru“, verspricht das Unternehmen. „Die klassenführende Bodenfreiheit von 211 Millimetern, großzügige Böschungswinkel sowie das verbesserte X-Mode Allrad-Assistenzsystem und der Multi-Terrain-Monitor in der Allradversion sind Belege echter Offroad-Kompetenz.“
Das Allradsystem kommt in der Top-Version in Verbindung mit zwei Elektromotoren zum Einsatz. Diese entwickeln eine Gesamtleistung von 252 kW/343 PS und beschleunigen das Fahrzeug in 5,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die 77-kWh-Batterie soll Reichweiten von bis zu 525 Kilometern gemäß WLTP-Norm ermöglichen.
Daneben gibt es zwei Modellversionen mit Frontantrieb: ein reichweitenstarkes Modell mit einer Leistung von 165 kW/224 PS, der 77-kWh-Batterie und bis zu 600 Kilometer Kilometer pro Ladung und eine Einstiegsvariante mit 123 kW/167 PS und 57,7 kWh Batteriekapazität für bis zu 455 Kilometer. Per Schnellladefunktion soll sich die Batterie mit der integrierten Vorkonditionierung auch bei kalten Temperaturen in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Serienmäßig ist außerdem ein 22-kW-Bordladegerät für zügiges Laden an Wallboxen und Wechselstrom-Ladestationen.
Weitere Details zum neuen Uncharted und den weiteren neuen Subaru-Stromern wird das Unternehmen später bekannt gegeben.

Micha meint
Also das nächste technisch mittelmäßige und optisch beliebige SUV, welches sich vermutlich im Preisrahmen um 40k bewegen wird. Wird also vermutlich ein absolutes Nischenprodukt bleiben.
Halber Akku meint
Dürfte ein umgelabelter Toyota C-HR+ sein, der ebenfalls Anfang 2026 auf den Markt kommt.
Knut Kowalski meint
Dürfte nicht nur, sondern ist es auch.
Subaru entwickelt offensichtlich (außer sie arbeiten im stillen Kämmerlein an eigenen E-Autos) keine eigenen E-Autos, weil sie eventuell zu klein sind und sich zu lange auf die Verbrenner verlassen haben.
Der einzige sinnvolle Schritt ist, dass man ein Joint-Venture mit anderen herstellern eingeht und dann deren E-Autos mit einem Subaru Logo versieht und etwas am Design abändert.
Das hat Mazda ja mit ihrem Mazda 6e auch gemacht, als sie mit dem MX-30 komplett ins Klo gegriffen haben. Soweit ich weiß war der MX-30 eine Eigenkration, nur ich frage mich auch, wehsalb man nicht NICHT am Markt vorbei entwickelt und stattdessen die Fehler einsieht und nun halt eigene Limos und SUV nimmt und sie elektrisch macht.
Der 6e ist jedenfalls auch ein Joint-Venture und zwar mit dem Chinesen Changan.
eBikerin meint
Subaru ist ein kleiner Nischenhersteller der lange Zeit sehr erfolgreich war (für seine Größe) und das hatte einfache Gründe: Allrad + Zuverlässigkeit.
Habe Verwandte im Allgäu – da waren die Subarus früher extrem beliebt. Nur wer braucht heute noch Allrad? Und eAutos bekommt man fast alle mit Allrad. Denke Subaru wird wohl über kurz oder lang aus dem europäischen Markt verschwinden.
Halber Akku meint
Den Mazda 6e habe ich mir schon näher angesehen. Gegenwärtig eines der besten Angebote am Markt. Das haben sie mit chinesischer Hilfe zumindest schon mal hingekriegt. Es soll aber laut einiger Meldungen im Laufe des Jahres 2027 eine eigene Mazda Plattform entstehen. Es würde mich aber nicht wundern wenn auch hier viel chinesisches know how von Changan enthalten ist.