Die kürzlich veröffentlichte Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zu den Pkw-Neuzulassungen 2025 untermauert die positive Markteinschätzung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) für die E-Mobilität in diesem Jahr. Vollelektrische Fahrzeuge (BEV) erreichten im Dezember einen Marktanteil von 22,2 Prozent, damit lagen sie bereits im dritten Monat in Folge über der 20-Prozent-Marke.
Auch im Gesamtjahr setzte sich der Aufwärtstrend fort: 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen entfielen 2025 auf BEV – ein Plus von 5,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr mit einem Marktanteil bei den Neuzulassungen von 13,5 Prozent.
„Die Neuzulassungen des Jahres 2025 senden ein klares Signal in Richtung Aufschwung der Elektromobilität: Wenn dieser Trend sich auch im Jahr 2026 fortsetzt, kann der Hochlauf der Elektromobilität dieses Jahr wirklich Fuß fassen, wenn die Weichen richtiggestellt werden“, so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „Sie bestätigen unsere optimistische Marktprognose für das neue Jahr.“
Der ZDK erwartet, dass sich der BEV-Anteil am Zulassungsniveau im Pkw-Gesamtmarkt 2026 zwischen 20 und 25 Prozent bewegen wird. Für den Gesamtmarkt prognostiziert der ZDK für das Jahr 2026 einen spürbaren Anstieg um 3,5-4 Prozent auf 2,95 Millionen Neuzulassungen, davon eine Million „mit Stecker“ (BEV und Plug-in-Hybride/PHEV) durch private und gewerbliche Halter.
ZDK fordert „wirksam ausgestaltete Förderung“
Entscheidend für die weitere Marktdynamik im Bereich der E-Mobilität ist laut dem Kfz-Gewerbe-Verband die konkrete Ausgestaltung der angekündigten neuen E-Autoprämie durch die Bundesregierung. „Mit einer wirksam ausgestalteten Förderung kann sich der positive Trend in diesem Jahr deutlich beschleunigen“, sagt Peckruhn. „Breitere Modellangebote – insbesondere in preisgünstigeren Segmenten –, sinkende Preisabstände zwischen Verbrennern und E-Autos sowie der kontinuierliche Ausbau der Ladeinfrastruktur werden die Nachfrage nachhaltig stärken.“
Die Zahl der BEV-Neuzulassungen lag im Dezember 2025 bei 54.774 Einheiten und damit um 63,2 Prozent über dem Vorjahresmonat – der höchsten monatlichen Steigerung im abgelaufenen Jahr. Für das Jahr 2025 ergab sich insgesamt ein Plus von 43,2 Prozent. „Hält die positive Entwicklung an, steht die Elektromobilität vor einem robusten Hochlauf“, so Peckruhn.
Auch wenn die aktuellen Zahlen eine Stabilisierung zeigten, mache der Vergleich mit 2023 deutlich, dass der Hochlauf der Elektromobilität durch das Förderaus unter der Ampel-Regierung insgesamt ausgebremst wurde. „Im Zwei-Jahresvergleich zeigt sich diese Ernüchterung und die Notwendigkeit zielgerichteter Förderimpulse: Rechnet man die stark gestiegenen Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern bei den gewerblichen Zulassungen heraus, hat der E-Auto-Markt im Jahr 2025 lediglich wieder das Niveau von vor zwei Jahren erreicht. Im privaten Sektor hinken wir“, erklärt Peckruhn.
„Seit dem Förderstopp der alten Bundesregierung sind faktisch zwei Jahre verloren gegangen. Umso dringender braucht es jetzt eine klare Ankündigung der Bundesregierung, dass die E-Autoprämie für private Neuzulassungen ab sofort gilt, um einen echten und nachhaltigen Aufbruch der Elektromobilität in Deutschland sicherzustellen“, so Peckruhn abschließend.

R2D2 meint
Firmenwagen. Ich lach mich kaputt. Zu 97 Prozent sind das gewöhnliche Autos die als Zubrot gewährt werden, damit der AN und AG etwas davon haben. In 99,9 Prozent arbeitet niemand mit dem Auto, es wird nur bewegt. Und vondieser Bewegung ist das meiste privater Natur…
Mary Schmitt meint
Es gibt grob drei Typen von Firmenwagen: Weiße Flotten, User Chooser und Gehaltsumwandler/MA-Leasing. Erstere können z.B. bei Monteuren über spezielle Regeln eine eingeschränkte Privatnutzung haben. Haben aber oft keine Privatnutzung. Zweite sind völlig frei, auch wenn die Firma zahlt. Das kriegen die Menschen, „die es geschafft haben“. Bei Gehaltsumwandlern/MA-Leasing ist eine dienstliche Verwendung von Haus aus nicht vorgesehen.
Dank Deutschlands-Eroberungszug auf die EU Behörden stehen solche Regeln indessen in allen relevanten EU-Staaten. Dienstwagen zum privaten Gebrauch waren in vielen Staaten früher komplett verboten, jetzt absolut erlaubt. In UK gibts das auch.
South meint
So einseitig darf man das nicht sehen. Mit steigender Hierarchie geht man in der Regel häufiger auf Dienstreisen und/oder muss zu repräsentativen Zwecken in Termine. Jetzt müsste man jede dieser Fahrten genau dokumentieren und das Finanzamt das auch noch überprüfen. Das ist aufwendig und superteuer, aber könnte man witzigerweise heute auch noch machen. Man hat sich aber pragmatischerweise auf die pauschale Prozentregelung festgelegt.
Trotzdem, ja, das Instrument wird übernutzt, in der BRD wird das quasi um die Ecke zur indirekten Förderung der Autoindustrie verwendet.
Die 97% sind übrigens Quatsch, aber das hat mal tatsächlich Mary sauber beschrieben…
Volker Zell meint
Jedem nicht in der eBlase Verfangenen war schon seit Jahren klar, dass nach dem Technologieanlauf und Zufriedenstellen von Early Adoptern und Artverwandten die Wachstumskurve der eMobilität abnehmen und sich verflachen würde und müsste. Das ist mittlerweile geschehen, ehrlich gesagt, früher und ärger als etwa ich es erwartet hatte. Es wird sehr schwer, da neuen Wachstumsschub und Impulse reinzubringen.
South meint
Nö, das ist ja offensichtlich nicht geschehen oder hast du die 2025 Zahlen und die Prognose für 2026 nicht gelesen? Und das ist ein weltweiter Trend…
Volker Zell meint
In dem Artikel geht‘s um den deutschen Markt.
South meint
Uff, da gehts schon wieder los. Einfach dagegen sein und keine fünf Zeilen lesen können.
„„E-Mobilität: Absatztrends in Deutschland 2025 und Prognose 2026″
Kleiner Tipp, das vierte Wort von Links gehtt mit „Deutsch…“ los und hört mit „land“ auf….
Mary Schmitt meint
Du verstehst davon ü-b-e-r-h-a-u-p-t nichts, Volker. Die Early Majority kauft gerade. Das BEV hat sich schon lange durchgesetzt. Dieses Jahr laufen wir auf 25% BEV-Anteil. Auch du wirst noch elektrisch fahren. Als Boomer zumindest im elektrischen Rollstuhl.
South meint
Das ist wirklich hanebüchener Unsinn was du da schreibst… da gibts ja nun wirklich offizielle Zahlen. Ein Artikel von heute zum Beispiel…
„E-Mobilität: Absatztrends in Deutschland 2025 und Prognose 2026″… hier bei Ec om ento…
eBikerin meint
„Es wird sehr schwer, da neuen Wachstumsschub und Impulse reinzubringen.“
Sorry aber das ist Unsinn. Viele Firmen lassen nur noch eAutos als Firmenwagen zu. Und Firmenwagen machen 2/3 aller Neuzulassungen aus. Dazu kommen immer interessantere eAutos auf den Markt. CLA ist gerade erst gestartet – der IX3 ist wohl fürs ganze Jahr ausverkauft – obwohl der erst ab März (?) ausgeliefert wird.
Mercedes GLC und Porsche Cayenne kommen auch dieses Jahr – werden keine Massen sein, aber eben auch ein wenig das Verbrenner-Pendant ersetzen. Dacia „verramscht“ gerade den ganz kleinen Spring, da werden einige zweitwagen Besitzer zuschlagen usw usw usw.
R2D2 meint
Formenwagen sollten eigentlich so was sein wie Ford Ranger, Tranist Sprinter und Co.
Irgendwelche Eieruhren auf denen max. 8x im Jahr jemand am Beifahrersitz hockt… sicher nicht.
South meint
Mja, das wird gern vermischt und der Unterschied resultiert aus der Steuer. Firmenwagen für betriebliche Zwecke, Dienstwagen auch für private Zwecke (die % Regelungen). Da denken immer alle gleich an Firmen, aber es sind auch Selbständige oder eben Firmen überlassen PKW dem Arbeitnehmer auch für private Zwecke. Aber eben Steuersicht.
Im Grunde ist das aber egal, von der Klasse aus betrachtet ist alles <3,5T, egal ob PKW, Transporter, Pritschenwagen… . Deshalb, ein Firmenwagen sollte eigentlich sein, sinnbefreit. Es hängt halt am Zweck.
In der Regel tendieren Firmen zu normalen PKW, weil diese schlicht viel einfacher wieder verkauft werden können. Dann kommt noch hinzu, dass sehr viele dieser Fahrzeuge eine hohe jährliche KM Laufleistung abspulen.
Und jetzt wirds interessant. Bei hoher KM Laufleistung sind die BEV deutlich im Kostenvorteil. Das BEV ist also ein echter Di es el ki l ler….
Im Grunde auch sehr gut. Die BEV, die aktuell verkauft werden, werden auf vielen Kilometern eingesetzt, entlasten also überproportional…
South meint
Nö, die Meinung eines so einseitigen Verbandes ist keinen Pfifferling Wert. Die direkte Förderung von E Autos ist reine Geldverschwendung. Zwar hat sich die Regierung mal wieder breit sch la gen lassen, aber dies wenigstens mit dem Einkommen verknüpft… die dauernde neue Kalibrierung der Subvention hat bisher nur den Markt unnötig umhergewirbelt, für die Leasingfirmen eher ein Bärendienst.
Die Zeit der Anschubssubventionen sind vorbei. Der Staat soll die Infrastruktur fördern, der Rest ist pure Geldverschwendung auf Kosten der Allgemeinheit…
Georg Wulch meint
In der Familie gibt’s seit etwa halbem Jahr nun einen BEV, nämlich Škoda Elroq. Als Firmenwagen (inkl. Privatnutzung) über ein großes deutsches IT-Unternehmen mit drei Buchstaben und einer fünfstelligen Zahl von Firmenwägen („ä“ weil in Süddeutschland beheimatet). Mit Ladekarte, also jegliches Laden (per Karte) geht auf Kosten der Firma.
Ergebnis: Viel Frust. Wegen jener Ladekarte, will man „natürlich“ auch nur über sie laden und nicht sonst wie außerhalb. Etwa an heimischer Wallbox bei Familienmitgliedern? Nein, denn man hat ja schließlich die Ladekarte. Am Hotel mit direkter Abrechnung mit dem Hotelier? Nein, denn man hat…. An „irgendeiner“ sonstigen Ladesäule? Nein, denn…. Statt dessen dann Sonderhalt an Autobahn zum Laden, dies für Entfernungen, die man vorher jahrzehntelang ohne Zwischenstopp durchgefahren ist und durchfahren konnte.
Futureman meint
Aus dem Text lese ich heraus, dass das einzige „Problem“ beim E-Auto der Geiz ist. Denn es wäre ja ein leichtes für private Fahrten eine andere Ladekarte zu besorgen und sich für ein wenig Aufpreis für die ansonsten kostenlose Fortbewegungsmöglichkeit zu freuen. Da sollte das Unternehmen mal eine Software entwickeln, um ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen.
Georg Wulch meint
Man mache sich mal nix vor: Bei den Firmenwagen jener Firma dominieren die privaten Fahrten. Etwa im Entwicklungsbereich macht man ohnehin keine Fahrten etwa zu Kunden und die Strecken-km morgens und abends sind seit work from home auch stark zurückgegangen. D. h. die Firmenwägen;) sind primär ganz stark ein Goodie der Firma für private Mobilität mit schnell mal 30.000, 40.000 km pro Jahr u. ä.
South meint
Ok. Von der Größenordnung ist mein Betrieb nicht weit weg und da gibt es naturgemäß viele Firmenwagen, die im Grunde überhaupt nicht privat genutzt werden und Home Office ist da auch die Regel. Du bist wirklich der erste, der sich da beschwert.
Du solltest doch in der Firma laden können? Und ist es nicht möglich sich eine Ladekarte z.B. von EnBW zu besorgen und die Abrechnung über die Firma laufen zu lassen?
South meint
Hab mal kurz in den Richtlinen bei uns nachgeschaut. Gut, kenne jetzt SAP nicht, aber bei uns kann man auch ausserhalb der Vertragspartner mit der Firma abrechnen… also wenn du in dem Hotel lädst, kann man das bei uns trotzdem in der Firma einreichen…
eBikerin meint
“ also wenn du in dem Hotel lädst, kann man das bei uns trotzdem in der Firma einreichen…“
Geht natürlich auch bei ihm – ich denke er mein private Hotelaufenthalte. Da geht das natürlich nicht. Also laut KI kann man bei SAP wohl eine Ladekarte wählen. Wenn er zB EnbW nimmt kann dann er ja quasi an an jeder „irgendeiner“ Ladesäule laden. Die Roaminggebühren interessieren dann ja nicht.
Halber Akku meint
Ich nutze einen Firmenwagen überwiegend nur für private Fahrten, habe die einzige Dorne in der Rose in Form der 1%igen Versteuerung des Listenpreises pro Monat dank E-Auto auf ein Viertel reduziert und rege mich dann auf, wenn ich aus Bequemlichkeit daheim oder andernorts ohne die Ladekarte der Firma mal auf eigene Kosten laden müsste? Nix für ungut, aber Mitarbeiter, die solche „Probleme“ haben, werden sich in den Jahren die auf uns zukommen am wärmsten anziehen müssen.
South meint
Ah sorry, hab mich verschrieben… „im Grunde überhaupt nicht für die Firma genutzt werden“. Also ein Auto was auf die Firma läuft und quasi nur privat genutzt wird, ist ja schon fast die Norm, es ist ja ein Teil der Vergütung.
Mja, jetzt kommts drauf an, wie genau das deine Firma auslegt, aber bei uns kann man auch Rechnungen von Nicht-Vertragspartnern für das Auto einreichen.
Früher hatte ich einen Firmenwagen, der war Verbrenner, da konnte ich auch bei einem Tankstellenpartner mit einer Karte Tanken, aber ich konnte auch ohne Probleme ein Rechnung von anderen Tankstellen einreichen.
Kann jetzt aber ehrlicherweise nicht zu 100% sagen, ob das das dann mit einer Hotelrechnung geht… also ich würde dir mal den Tipp geben, nachzufragen… würde mich wundern wenn das alles nur einer Karte hängen würde…