Der Logistik-Riese DHL Group informiert über seine globale Dekarbonisierungsreise. Im Jahr 2025 hat der Konzern demnach zentrale Hebel seiner Nachhaltigkeitsstrategie weiter vorangetrieben – von der Skalierung nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) über die Elektrifizierung der letzten Meile bis hin zum Ausbau der solarbetriebenen Infrastruktur.
„Diese Maßnahmen markieren bedeutende Schritte auf dem Weg zum Unternehmensziel der Netto-Null-Treibhausgasemissionen (THG) bis 2050 und stärken die Rolle der DHL Group beim Aufbau eines nachhaltigeren, effizienteren und widerstandsfähigeren globalen Handels“, heißt es.
Wasserstoffbetriebene Lkw entwickelten sich zu einer vielversprechenden Lösung zur Dekarbonisierung des Fernverkehrs, da sie größere Reichweiten als batterieelektrische Fahrzeuge bieten. DHL teste Wasserstoff-Lkw bereits aktiv in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik und werde sie nun auch im Nahen Osten einführen.
Man verfolge das Ziel, bis 2030 rund 66 Prozent seiner letzten Meile – der letzte Schritt der Zustellung einer Sendung beim Endkunden – zu elektrifizieren, so DHL. Deutschland nehme dabei eine Vorreiterrolle ein. 2025 kündigte das Unternehmen seine bislang größte Einzelbestellung für elektrische Nutzfahrzeuge an: 2.400 neue Elektrotransporter von Ford für die Division Post & Paket Deutschland, von denen der größte Teil bereits ausgeliefert und in Betrieb ist. Damit profitieren laut dem Logistiker künftig rund ein Drittel der deutschen Postleitzahlgebiete von einer Zustellung ohne Treibhausgasemissionen. Die Zustellung erfolge über eine Flotte von mehr als 35.000 elektrischen Fahrzeugen, darunter E-Trikes, E-Vans und E-Bikes.
Weiter betont das Unternehmen den Bereich Luftfracht, der pro Tonnenkilometer weiterhin der CO2-intensivste Transportmodus sei. Hier setze man verstärkt auf nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel/SAF). Da der Großteil des weltweiten Warenverkehrs über den Seeweg erfolge, sei zudem nachhaltiger Schiffskraftstoff (SMF) entscheidend für die Emissionsreduzierung.
Über die Reduzierung operativer Emissionen hinaus investiert DHL zunehmend in Standorte, die ihre Energie direkt vor Ort erzeugen oder aus erneuerbaren Quellen beziehen – und damit Nachhaltigkeit mit Energieautonomie verbinden. So habe man im letzten Jahr in Thailand ein solarbetriebenes Lager eröffnet. Die Anlage werde voraussichtlich 100 Prozent ihres Energiebedarfs über eine 4,2-MWp-Solaranlage in Kombination mit einem Batteriespeicher erzeugen. Dadurch entstehe keine Abhängigkeit mehr vom fossilbasierten Stromnetz – „ein wegweisendes Modell für zukünftige Logistikinfrastrukturen weltweit“.

R2D2 meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
R2D2 meint
Was soll dieses editieren? Wenn im Artikel was von Wasserstoff steht, ist meine Frage zu Tankstellen korrekt und bedarf keine Einmischung! Wo will die Post Wasserstoff tanken? Und zu welchem Preis? Stand heute fährt man min. Faktor 4 gegenüber BEV.
LMdeB meint
Sehr gute Initiativen. Go DHL!
Daniel meint
Oh je, das wird hier wieder Kommentare geben. Da wagt es ein Unternehmen doch tatsächlich den ach so bösen Wasserstoff zu verwenden.
Futureman meint
Mit nur 2 Fahrzeugen könnten sie damit immerhin die Zulassungszahlen vom letzten Jahr verdoppeln. Und danach könnte man sagen, der Markt boomt :-)
Mark Müller meint
In Europa sind es ein paar Hundert pro Jahr, in Asien ein paar Tausend.
China wird in diesem Jahr über 10’000 FCEV-LKW einführen.
vector3d meint
Auch wenn in China der Aufbau massiv subventioniert wird, entscheidet am Ende H2-Preis. Die könnten natürlich H2 aus Erdgas produzieren, aber Erdgas LKW hat China auch (noch).
Übrigens, China hat(-te) auch FCEV Programm für PKW Markt, hat nix gebracht.
Warten wir mal ab, auch FCEV-LKW werden nach kurzem Boom, wie Erdgas-LKW nach und nach verschwinden.