Die EU-Kommission will die von einigen als „Verbrenner-Aus“ bezeichneten CO2-Vorgaben für die Autoindustrie abschwächen. Die Hersteller müssen aber weiter strenge Klimaziele erfüllen. Eine Analyse der Umweltforschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) für das Handelsblatt zeigt, dass kaum ein Autobauer dafür im Plan ist. Vielen drohen daher Strafzahlungen.
BMW ist demnach der einzige deutsche Hersteller, der die Klimaziele der EU 2026 erreichen würde. Mercedes-Benz und der Volkswagen-Konzern verfehlen aktuell die Vorgaben. Diese sehen wegen der unterschiedlichen Fahrzeugtypen in den Flotten leicht unterschiedliche Grenzwerte für den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 je Hersteller vor.
Die bis Ende November in der EU neu zugelassenen Fahrzeuge von BMW und der zum Konzern gehörenden Marke Mini unterschreiten die Vorgaben dem Bericht zufolge: Sie stoßen im Schnitt 91 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Das EU-Ziel liegt bei 93 Gramm. Mercedes und Smart müssten einen Wert von 90 Gramm erreichen, sie liegen aber bei 108 Gramm – und stoßen damit sogar mehr CO2 aus als im Vorjahr. Der Volkswagen-Konzern kommt auf 103 Gramm, 92 sollten es jedoch sein.
Insgesamt muss die Autoindustrie in der EU 94 Gramm erreichen, aktuell stoßen die Pkw laut der ICCT-Analyse im Schnitt 99 Gramm aus. Die Angaben für das Gesamtjahr werden Mitte Februar erwartet.
Die Emissionsziele der EU sind relativ zum Referenzjahr 2021 errechnet. Im Vergleich dazu müssen Autohersteller in der Region ihren CO2-Ausstoß im Dreijahreszeitraum zwischen 2025 und 2027 um 15 Prozent senken. Bis 2035 muss das Minus nach den neuen, noch zu beschließenden Plänen der EU-Kommission bei 90 Prozent liegen – statt wie bislang vorgesehen 100 Prozent.
Strafzahlungen in Milliardenhöhe drohen
Erfüllen Autobauer die Ziele nicht, müssen sie Strafzahlungen in Milliardenhöhe leisten. Zum Ende des laufenden Jahres drohen sie allerdings noch nicht, hier ist Brüssel der Branche mit einem Beschluss im letzten Jahr bereits entgegengekommen. Die Automobilhersteller haben nun bis Ende 2027 Zeit, die ursprünglich für Ende 2025 gesetzten Ziele zu erreichen.
Die Autohersteller können Bußgelder auch vermeiden, indem sie sogenannte Pools mit besser abschneidenden Konkurrenten bilden. Hersteller mit schlechteren CO2-Werten müssen den Pool-Partnern Ausgleichszahlungen leisten. Für die Gruppe gilt dann ein gemeinsamer Grenzwert, auch das hilft aber laut der Analyse Mercedes und Volkswagen nicht.
Jan Dornoff, leitender Wissenschaftler beim ICCT, kritisiert im Gespräch mit dem Handelsblatt, dass die EU von ihren Plänen zum „Verbrenner-Aus“ abgewichen ist. Ursprünglich wollten die Politiker, dass ab 2035 kein Neufahrzeug mit fossil betriebenem Verbrennungsmotor mehr in der EU zugelassen werden darf. Der Politikwechsel erzeuge Unsicherheit für Verbraucher und Investoren, sagt Dornoff. „Neben dem Klima ist auch der Hochlauf der Elektromobilität gefährdet – und damit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie.“
Im Vergleich zum ursprünglichen Plan würden die Fahrzeuge in der EU nun ungefähr eine Gigatonne mehr CO2 ausstoßen, zeigen ICCT-Modellierungen. Das sei ungefähr die 1,4-fache Menge dessen, was Deutschland jedes Jahr an CO2 freisetzt. Zudem führe die Verschiebung der Fristen dazu, „dass Autohersteller erst im letzten Moment ihren CO2-Ausstoß reduzieren – und dann darüber klagen, wie schwer die Vorgaben doch zu erreichen sind.“
Auch auf Autokäufer hat die Streckung des 2025er-Ziels Auswirkungen: Bevor die Entscheidung dazu im Frühjahr fiel, gewährten Hersteller deutliche Rabatte für Elektroautos, um deren Absatz zu fördern und damit ihre Flottenemission zu senken. Die Preisnachlässe seien wieder zurückgegangen, berichtet Dornoff. „Wenn die EU das aktuelle Ziel nicht aufgeweicht hätte, wäre der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor mutmaßlich stärker gesunken.“

Frank von Thun meint
„ICCT-Analyse: Nur BMW dürfte EU-CO2-Ziele 2025 erreicht haben“
Grummel, welch ein Schwachsinn!?!?
Tesla in Grünheide hat noch nie auch nur einen Verbrenner gebaut.
Und Tesla ist mit einer 100% Fertigung in Grünheide der deutscheste aller deutschen Hersteller . Wenn es nach den Eigentümern geht, dann gibt gar keinen deutschen Hersteller.
Hier kann ich auf „Horst Lüning“ verweisen, der hat mal bewiesen, dass es nicht möglich ist ein „deutsches“ Auto zu kaufen.
Mäx meint
Also Model S/X/3 werden alle in Deutschland hergestellt?
Sogar die für Amerika und China?
Wusste ich gar nicht.
Engagiert sich Elon deswegen so sehr für die Politik in Europa, weil er sich komplett aus Amerika verabschiedet hat?
ID.alist meint
Das ganze Artikel liest sich wie:“Wenn meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Fahrrad“.
Die aktuelle Regelung sieht keine Straffen für überschretungen des limits in 2025, von daher ist es nur ein typisches Handelsblatt Artikel, kein Inhalt aber viel Konflikt.
Jörg2 meint
Es zeigt den Erfolg der Lobbyarbeit der Verbrennerindustrie.
Äußerer Schein: Es kommt hinten saubere Luft raus.
Tatsache: Es werden Unmengen von Verbrennerfahrzeugen (Lebensdauer >10 Jahre?) mit entsprechendem Realausstoß in die Welt gebracht.
Was als Erfolgsmeldung daherkommt ist eigentlich ein Armutszeugnis.
Jörg2 meint
Gibt es eigentlich auch eine Übersicht, wo die CO2-Ergebnisse der Autohersteller landen, wenn „Pooling“ und die Superkredits (gibt es die noch?) und Sondereinstufungen schwerer Fahrzeuge (war da nicht was?) nicht berücksichtigt werden?
Mary Schmitt meint
Wenn es kein Pooling gäbe, müsste Musk noch mehr aus seiner Privatschatulle dazugeben. Denn das ist ihre beste Einnahmequelle. VW macht kein Pooling.
Mäx meint
Ja bei icct.
„European Market Monitor: Cars and Vans (October 2025)“
Table 2 sind dann Ziel, Real Eco Innovations für den Zeitraum und im Vorjahr aufgeführt für den entsprechenden Pool.
Jörg2 meint
Mäx
Danke!
Mäx meint
Mal bisschen OT:
Heute Mittag hat Donut Lab (falls das alles der Wahrheit entspricht) den Durchbruch für die Energiewende gelegt.
Solid-State Battery
400Wh/kg
5 Min 0-100% Charging
-30 bis 100°C Einsatzbereich (99% Energy retention und keine degredation)
Nicht entflammbar
<100$/kWh
Scalable Produktionsprozess und weltweit verfügbare Materialien (nicht spezifiziert leider)
Erstes Fahrzeug soll das Motorrad Verge TS Pro sein und schon in Q1 ausgeliefert werden.
Und weil das alle nicht schon gut genug wäre…100.000 cycle life ohne Einschränkung auf 80% Laden oder ähnliches.
Demnächst sollen weitere Infos folgen.
Wenn das stimmen sollte dann ist das Thema Energiewende einfach durch.
Futureman meint
Vor allem kommen die Nachrichten auch von vielen anderen Herstellern und bereits Stand heute sind in vielen Ecken der Welt PV/Akkuanlagen die günstigste Form der Energieerzeugung, und das 24/7. Der Markt ist (auch wenn einige es wollen) nicht mehr aufzuhalten. Hier reden einige von Verbrennerverbot und neuen Gas- oder Atomkraftwerken. In anderen Ländern (z.B. Australien) wird geplant, Strom demnächst zu verschenken, weil er so günstig ist. Wer will dann noch für 2€/Liter tanken?
M. meint
Klingt erstmal toll,
aber ich lese nichts (brauchbares) zu Skalierung und Kosten. Da steht <100 € / kWh, aber ist das Zelle oder Batterie, ist das jetzt oder wann?
Für die paar kWh, die in ein (wahrscheinlich teures) Motorrad kommen, ist das eine Sache, aber eine andere bei 80+ kWh in einem Mittelklasse-PKW.
Warten wir mal ab, was da "demnächst" noch kommt.
Mäx meint
Hast du dir das Video angeguckt?
Da wird gesagt Produktion skalierbar im GWh Bereich, Materialen weltweit verfügbar.
Ich vermute den niedrigeren Preis wird mindestens auf pack level sein weil weniger Kühlung und Heizung (-30 bis +100 Grad C)
Evtl sogar auf cell Level weil ja kein aufwändiges trocknen der slurry (Stichwort dry Coating) was viel Energie schluckt.
Q1/26 soll das Motorrad geliefert werden.
Am Ende ist das kein Großserien Hersteller von Motorrädern sondern eine kleine Bude.
Verwundert nicht dass die Dinger teuer sind vor allem weil sie aktuell Technik haben die kein anderer bieten kann.
33kWh in einem Mottorad!
Nicht in einem 4m Kleinwagen…Motorrad.
Lass das mal skalieren dann sind vielleicht 80kwh in einem Polo für 30k drin.
Am Ende könnte man sogar über Umrüstungen von Verbrenner nachdenken, weil der Bauraum für die Batterie so klein ist.
M. meint
Ne, hab kein Video gefunden – aber auch nicht Tagelang danach gesucht…
Mit „ich vermute“ kann ich aber auch wieder nichts anfangen, sorry.
Aber 33 kWh in einem Motorrad wäre schon heftig. Aber auch 82,5 kg schwer. Das ist nun auch nix für eine schlanke Sportmaschine.
Ich bin da im Grunde übrigens ganz bei dir, Mäx. Wenn es stimmt, ist das sehr, sehr stark. Aber sehen will ich das schon woanders als in einer Pressemeldung des Herstellers. Davon hatten wir einfach zu viele.
Und der Preis muss auch passen, sonst wird’s nix mit den 80 kWh im Polo.
Umrüstung von Verbrennern finde ich interessant. Wirklich. Ich habe eigentlich das Auto, das ich brauche. Nur der Tank sollte mal raus, und der E-Motor direkt in die Hinterachse. Da hab ich auch noch nix gesehen.
Ich suche jetzt mal das Video.
M. meint
So. Hab jetzt den Fehler gemacht, 15 Minuten in das Video von „Scooterhelden“ zu investieren, da es jünger ist und das Video von Donut aufgreift.
Aber nix als Marketing-Blabla, auch die Einspielungen aus dem Originalvideo. Dazu faktisch stellenweise auch noch falsch, wo man Unterschiede zw. LI-Ion einerseits und Feststoff andererseits ausmacht – als könne man da was vergleichen.
Sorry, aber… wie gesagt: das ist nix.
Wenn du einen Link mit Zeitindex im Originalvideo hast, wo es mal tatsächlich um Fakten geht… danke.
Mäx meint
Stimme zu, aktuell viel Marketing, das muss verifiziert werden.
Aber das Motorrad steht auf einer Messe und soll bald ausgeliefert werden.
Wenn ich nur money grab betreiben will, lege ich den möglichen Verifizierungszeitraum nicht auf wenige Wochen.
Wir sind also bald schlauer.
Hättest du Donut Lab direkt gesucht, hättest du dir einfach das Originalvideo anschauen können.
Da gibt es immerhin Einblendungen aus dem Labor usw.
Klar muss der Preis passen. Bisher gibt es eben nur „less than lithium“ bzw. „<100$/kWh".
Das deutet zumindest auf ein gutes Level hin.
Für 80kWh im Polo für 30k müsste man vermutlich eher bei 60$/kWh…ob das möglich ist mal schauen.
Aber 80kWh für 40k in einem Elroq mit dem Schnellladeprofil nehme ich auch ;)
Peter meint
@ M.
„Aber 33 kWh in einem Motorrad wäre schon heftig. Aber auch 82,5 kg schwer. Das ist nun auch nix für eine schlanke Sportmaschine.“
Ein aktueller BMW-1000ccm-Motor aus der S1000-RR wird von BMW mit 60kg als „einer der leichtesten Motoren im Wettbewerb“ angegeben. Es wären dann also keine gigantischen Unterschiede. Man kann ja vielleicht E-Motor/Zellpackage und Auspuffanlage mit KAT in etwa gegenrechnen.
Der Motor einer 1100GS wird in einem Forum mit 58kg angegeben.
M. meint
@Peter:
Naja, sind noch immer +30%.
Dann kommt es natürlich drauf an, für welchen Level (Zelle, Pack, Batterie mit Crash-Struktur) dieses Gewicht steht.
Die Motoren (oder der Motor) kommen dann noch drauf, so wie auch OBC und ein paar andere Dinge, die ein BEV nun mal braucht.
@Mäx: in dem Video wird das Originalvideo ja verwendet. Da redet der Donut-CEO z.B. von >100 OEM, die ihren Motor verwenden würden (zumindest in der Planung), aber nennen konnte er davon quasi nichts. Und das Thema ist dort ein Jahr als. Was können wir also für 2027 bei der Batterie erwarten?
Schätze mal selbst ab.
Aber ich lass mich überraschen. Ist ja nicht so, dass es blöd wäre, hätte man alle Probleme der Batterietechnik in Europa gelöst.
brainDotExe meint
Wie immer muss das auch erst mal in der Serienproduktion ankommen. Ich erinnere an den Natrium Hype von vor ein paar Jahren. Da gibt’s bisher noch kaum was zu konkurrenzfähigen Preisen zu kaufen.
Abseits davon sind 400Wh/kg nicht gerade überragend. CATL hat mit der Semi-Solid State Batterie doch 500Wh/kg reklamiert.
Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, aber die Entwicklung geht in die Richtung. Akkus mit 80+ kWh unter 200 kg kommen näher, ich freue mich.
Lanzu meint
Natrium wurde einfach nach unten bei den Prioritäten geschoben, weil der Lithiumpreis deutlich nach unten gegangen ist.
Damit ist der noch nicht vom Tisch aber muss eben weiter entwickelt sein, im mit günstigem LFP mitzuhalten. Aber der Hype ist letztes Jahr wieder gestartet, weil CATL Nactra angekündigt hat. Die Lithoumpreise steigen gerade wieder.
hu.ms meint
Und dauerhafte ladeleistung 200kw !
Bedeutet die nächsten 100 AB-km in 6 min. nachladen. Bei einem 80ger akku also 300km in 18min. = toilette + mails checken.
Warum zuerst in ein e-bike ?
Der werbeeffekt wäre in einem kompakter-PKW wesentlich grösser.
Peter meint
Kleine Mopped-Hersteller sind vielleicht deutlich flexibler und haben auch andere Vertragskonstrukte als relativ große Hersteller von Kompaktwagen.
300km in (ca.) 18 Minuten kann man heute auch schon bekommen (z.B. XPeng / CLA / neue Klasse), und das wird in den nächsten Jahren durch bessere Akkus auch nach und nach in die unteren Klassen „reinsickern“.
Aber natürlich ist es gut, wenn die Akkus immer besser werden.
Thomas meint
Lieber Mäx, die Energiewende ist bereits jetzt „durch“ und setzt sich weltweit immer schneller durch. Aber nicht wegen einer Solid-State-Batterie, sondern wegen der viel billigeren Lithium- und zukünftig Natrium-Batterien. Die Solid-States sind eine nette Ergänzung für einige wenige Anwendungen. Aber der eigentliche Gamechanger sind komplette Batteriespeicherparks inkl. Netzanschluss für weniger als 60 EUR/kWh (in China bei Ausschreibungen erreicht), sowie LiFePos für den Verkehrsbereich für unter 50 EUR pro kWh.
brainDotExe meint
Sehe ich auch so. Mit bestehender Technik hat sich die letzten 5 Jahre abgezeichnet, dass das durch ist.
Meine persönliche Brillanz für 2025:
– 74% Autarkie
– 27.700 kWh Erzeugung
– 10.900 kWh gesamter Verbrauch
– 2.800 kWh Netzbezug (davon 1.400 kWh rechnerisch CO2 neutral)
– Beim BEV 2000 kWh geladen (davon 90% PV Überschuss)
– Wärmepumpe seit Oktober im Betrieb (1.400 kWh seitdem, wie viel davon PV kann ich noch nicht sagen, das muss ich in der Auswertung noch einbauen)
Man sieht, selbst mit „aktueller“ (ein paar Jahre alter) Technik klappt die Energiewende.
Ziel für 2026 ist es über 80% Autarkie zu kommen. Neue Akkuspeicher stehen schon bereit, PV Erweiterung kommt auch.
hu.ms meint
Bei mir etwas bescheidener:
11.404 kwh produziert, davon 5.887 eingespeist für 10.8ct.
1.340 kwh bezogen für 32.4 ct.
6.623 kwh bezogen für WP und BEV für 22.7ct.
Mäx meint
Ja, stationär ist aufgrund des Preises vielleicht Natrium ein Favorit.
Aber mit 100.000 Zyklen läuft so eine Batterie einfach 100 Jahre mit 2 Zyklen am Tag (nachts voll morgens leer mittags voll abends leer).
Da kann man ganz anders planen als mit 10 Jahren Laufzeit.
Dazu kommt eben dass die Anwendungsgebiete sich erweitern durch die gestiegene Dichte.
Wenn dann wirklich noch skalierbar verfügbar und nicht teurer als Lithium.
Dann ist es nicht nur eine Möglichkeit dass sich das entsprechend entwickeln könnte sondern es ist 100% so.
Und das auch noch zügig.
Wenn man die Zellen dann noch weiterentwickeln kann werden Flugzeuge batterieelektrisch usw.
Ich meinte mit Energiewende nicht den Strom Sektor sondern gesamtgesellschaftlich, jeder Bereich fast ohne übrig gebliebene Nische.
brainDotExe meint
Alles unter Vorbehalt dass die Angaben stimmen.
Ich bleibe dabei, das muss sich erst mal alles bewahrheiten und dann auch in Großserie kommen.
Selbst dann wird es locker noch über 2030 hinweg dauern, bis das in Serienfahrzeugen unserer hiesigen Hersteller verbaut ist.
Mäx meint
Natürlich unter Vorbehalt.
Aber das Motorrad stand auf der Eicma und jetzt auf der CES.
Es soll noch dieses Quartal mit der Batterie geliefert werden zu einem Preis der realistisch erscheint (im Sinne von für einen Massenmarkt tauglich, nicht wie die Batterie von NIO).
Es ist also keine Ankündigung im Sinne von in 2 Jahren vielleicht irgendwann usw.
Es wird sehr bald Klarheit über die Technologie geben.
Und wenn sich das Bewahrheitet z.B. mit der Temperaturbeständigkeit und der Zyklenfestigkeit, kannst du Speicher wie gesagt 100 Jahre betreiben; da kanns dann auch etwas teurer sein.
Matthias meint
Zu den Kosten: das Verge TS Motorrad kostete bisher mit 20,2 kWh NMC so im Bereich 35 bis 50 Tausend Euro. Mit der SSB bleibt der Preis und die 20.2 kWh, aber es gibt auch 33,3 kWh für 3000 € (oder $?) Aufpreis. Also 231 pro zusätzliche kWh im Luxus-Mopped.
Das Highlight ist Laden: in unter 10 Minuten auf 100%, mit bis zu 200kW in ein Zweirad rein, dabei sei es egal wie kalt oder heiß die Zelle sei, Thermomanagement gibt es keines. Akku wird dann eben so heiß wie ein Motorradmotor.
Mäx meint
Und vor allem 33kWh in einem Motorrad.
Mal zum Vergleich: 33kWh hatte auch ein eUp, 27kWh hat ein Dacia usw.
Also volumetrische Dichte ist auch gut.
Die 10 Minuten sind sogar nicht mal das Maximum; laut Hersteller hat man die Ladezeit verlängert, damit die Ladezeit nicht zu kurz ist.
Die Zelle soll ja 5 Minuten können.
Entweder stimmt die Geschichte oder man wollte sich mehr Reserven schaffen bei der Temperatur der Zellen wenn man wirklich nur kurz pausiert und danach schnell dynamisch weiter fährt.
South meint
Die Hersteller haben es mit Preis- und Modellpolitik superklar in der Hand, dass sie das Ziel erreichen, warum man das auf deutsche/europäische Hersteller einschränkt ist doch schräg?
Smart, Mini… schlicht China und auch Leapmotor bei Stellantis … fließt aber ein. Tesla produziert in der BRD, fließt aber nicht ein…
Natürlich muss man die Hersteller nicht überfordern, aber momentan verzögern sich viele Projekte der Hersteller. Die Accuproduktion in Europa wurde vernachlässigt, mit SSP wäre VW vermutlich deutlich besser aufgestellt, viele E Automodelle haben exorbitante Lieferzeiten, bei Audi wie auch bei BMW. Das liegen also viele Stellhebel bei den Herstellern.
Es wurde gestreckt, die Hersteller haben bereits Luft bekommen und wie man bei BMW und Tesla sehen kann, es würde sogar heute gehen. Ich würde sogar steil behaupten, dass auch VW eher die Chance vertan hat, das Ziel hätte erreichen können.
Wer auf Dauer auf das falsche Pferd setzt, der wird, ja muss wettbewerbstechnisch federn lassen oder sogar ganz ausscheiden…
Dirk meint
Wir müssen mehr Verbrenner bauen und verkaufen! Weil…moment…weil…Merz. Genau.
Und wir müssen die Autoindustrie vor dem Klimawandel retten, weil…sich sonst wieder die linken Spinner mit den Traktoren Mist auf die Autobahn…ach nee, warte…
TomTom meint
Wie kann denn Smart als seit 2019 Elektroautomarke das Ziel nicht erreichen?
Oder müssen die Mercedes noch mittragen?
brainDotExe meint
Smart betreibt Pooling mit Mercedes, Volvo und Polestar.
Dirk meint
Mercedes macht Pooling mit Volvo/Polestar und ist trotzdem meilenweit vom Zielwert weg?
brainDotExe meint
Smart und Polestar verkaufen zwar ausschließlich BEVs sind aber im Vergleich zu Mercedes und Volvo, die überwiegend (große) Verbrenner verkaufen, relativ klein.
M3P_2024 meint
Genau, aber geht halt nicht auf wenn man die neuen Smartlis nur im Showroom sieht.
Jeff Healey meint
Jo, die neuen Smarties für volkstümliche 50.000,-€…, kann sich jeder Krankenpfleger locker leisten…
Smart?
Kann weg.
Ein Paradebeispiel erfolgreicher Produktpositionierung und „erfolgreichen“ Managements.
Mäx meint
Ich verstehe den Artikel nicht ganz.
Im Dezember hat ICCT die Flottenverbräuche der jeweiligen Pools bis Oktober dargestellt mit den zu erreichenden Zielen von 2025-2027.
Demnach hat der Nissan (15g weniger) und der BMW Pool (2g weniger) das Ziel übererfüllt.
Mercedes-Volvo-Polestar-Smart +1g
Kia +4g
Hyundai +4g
Tesla +5g
Renault +5g
SAIC +6g
VW +11g
Sind hier nun einfach nur die Hersteller/Konzerne ohne jegliches Pooling betrachtet worden?
Bei VW macht das keinen Unterschied, bei Mercedes-Geely aber schon.
So oder so ist BMW auf einem guten Weg, und es kommen noch gute Fahrzeuge dieses und nächstes Jahr, welche Volumen bringen.
Bei VW bleibt es aber wohl spannend.
ID.alist meint
Keine Ahnung onb mer iX3/i3 als Polo/Raval & Co verkauft werden, aber in 2026 werden einige neue Modelle auf dem Markt kommen.
Gilt auch für Mercedes. Mit der neue Regelung, sehe ich keinen Problem für die 3 Deutsche Konzerne.
Mäx meint
Es ist doch auch egal mehr iX3 als Raval verkauft werden sondern auf das Gesamtverhältnis von BEV zu ICE
> Flottenverbrauch
Und ob der VW Konzern das entsprechend so steigern kann um Ende 2027 auf 0 zu sein, bleibt spannend.
Bei BMW wird es eher langweilig weil man jetzt schon da ist und es nur noch besser werden kann.
Dazu muss VW dann für 2030 skalieren wo der nächste Sprung kommt.
South meint
Äh, Tesla sollte es auch einhalten können … ;-)
Mäx meint
Der Tesla Pool liegt aktuell über dem Grenzwert ;)
Steffen meint
Im Text steht deutsche Autobauer…das ist Tesla ja eher nicht.
South meint
Yoa, das war provokant, hat aber einen ernsten Kern. Ein Smart aus China wird einbezogen, ein Tesla produziert in der BRD nicht?
Natürlich zählt der Absatz des jew. Herstellers, den er in Europa macht, aber eben alle Hersteller müssen sich an diese Vorgabe halten, egal in welchem Kontinent ihr Stammsitz ist. Da könnte man die Statistik schon deutlich ausweiten, was auch die aussagekraft erhöhen würde…
brainDotExe meint
Wenn der Tesla Pool die Grenzwerte eingehalten hätte, wäre er auch genannt worden.
South meint
Ok, und weil er nicht genannt worden ist, bedeutet das… ?
brainDotExe meint
Dass der Tesla Pool die Grenzwerte nicht einhalten konnte.
South meint
… nun, das hatten wir schon… aber das bedeutet doch nur, dass Telsa seine Quote gut verkaufen konnte, oder?
brainDotExe meint
Dass bedeutet dass Tesla zu wenige BEVs verkauft hat um die Verbrenner von Stellantis und Toyota zu kompensieren.
South meint
Ok, aber der Artikel sprach ja von Flotten und nicht von der Quoteneinhaltung mit Pooling? Und Tesla kann halt Emissionen verkaufen, könnte BMW (theoretisch) auch…dachte es gäbe da was Wissenswertes…
Deshalb direkt nachgefragt, worauf willst du hinaus?
brainDotExe meint
Das ICCT erfasst aber nicht auf Hersteller Level, sondern auf Pool Level.
Wenn der Pool nur aus einem Hersteller besteht, ist es natürlich Hersteller Level.
„worauf willst du hinaus?“
Eigentlich auf nichts, auf was willst du hinaus?
South meint
Alter. Du bist auch nur für Bullshit Bingo gut und das sogar mit Alz hei mer Effekt….
„Wenn der Tesla Pool die Grenzwerte eingehalten hätte, wäre er auch genannt worden.“ Hast du doch geschrieben, oder schreibt ein anderer für dich ?
Und wenn einer was schreibt, dann will er ja was damit Aussagen. Und ich glaube übrigens nicht, dass es um das Ergebnis des Poolings geht. Im Text steht zumindest.
„in der EU neu zugelassenen Fahrzeuge“ und erst weiter unten wird auf die Pools eingegangen „Bußgelder auch vermeiden, indem sie sogenannte Pools“.
Deshalb macht dein Kommentar zu Tesla ja überhaupt keinen Sinn…