Ionity baut seit 2017 an einem europäischen Schnellladenetz. Nach anfänglichem Fokus auf Stromtankstellen an Autobahnen kommen jetzt auch die Städte dran. In einem Interview mit Firmenauto.de spricht CEO Jeroen van Tilburg über seine aktuelle Sicht auf die Ladeinfrastruktur für Elektroautos.
„Das Bild von der schlechten Ladeinfrastruktur stimmt so nicht mehr, zumindest nicht überall“, sagt Van Tilburg. Gerade auf Autobahnen funktioniere Schnellladen heute sehr zuverlässig. Europaweit gebe es inzwischen über eine Million öffentliche Ladepunkte, davon knapp 130.000 Schnelllader mit mindestens 150 kW.
Fahrer von E-Autos finden laut dem Ionity-Chef entlang wichtiger europäischer Verkehrskorridore alle 120 bis 150 Kilometer eine Station des Unternehmens. Die Daten zeigten ein deutliches Ungleichgewicht: Etwa 70 Prozent der europäischen Schnellladeparks würden noch zu wenig genutzt, im Durchschnitt unter 2,5 Ladevorgängen pro Tag. Die Ladeinfrastruktur sei also in vielen Regionen besser als ihr Ruf und weiter als die heutige Zahl an E-Autos.
„Dennoch bestehen Unterschiede zwischen Autobahnen und Städten. Dort bauen wir aktuell gezielt aus, um E-Fahrer ohne eigene Wallbox besser zu erreichen, an Orten wie Supermärkten, Gastronomie und Pendlerstrecken“, so der Lade-Manager. „Unser Ziel ist, das schnelle Laden verlässlicher und komfortabler in den Alltag zu integrieren.“
Wartezeiten an Ladeparks seien selten und entstünden vor allem an wenigen Tagen in der Urlaubssaison – ähnlich wie Staus an Tank- oder Mautstellen. Meist fänden E-Auto-Fahrer heute also problemlos eine freie Ladesäule. Reservierungen hält Van Tilburg für eher schwierig, denn Reisesituationen seien unvorhersehbar: „Wenn jemand im Stau steht oder später losfährt, blockiert ein reservierter Ladepunkt eine Säule für eine Person, die noch gar nicht da ist – während jemand vor Ort sie nicht nutzen darf.“ Das sorge für Frust statt für Entlastung.
„Ankommen, einstecken, weiterfahren“
„Wir wollen, dass man gar nicht reservieren muss, weil die Ladeinfrastruktur gut genug ist. Wir bauen daher gezielt aus und arbeiten mit dedizierter, nicht geteilter Leistung pro Ladepunkt. Das heißt: Jede Säule liefert ihre volle Power, ohne dass sich Fahrzeuge die Leistung teilen müssen“, erläutert der Ionity-Chef. Dadurch verkürze sich die reale Ladezeit deutlich und die verfügbare Anzahl an Ladevorgängen pro Standort steige.
Für klar planbare Segmente wie Lkw-Verkehr mit festen Ruhezeiten könnte eine Reservierung sinnvoll sein. Aber für den Pkw-Bereich, wo Reisen spontan blieben, sei die beste Lösung: „ankommen, einstecken, weiterfahren“. Auch intelligentes Routing, das E-Fahrern frühzeitig freie Alternativen vorschlägt sowie dynamische Preismodelle könnten helfen, Lastspitzen besser zu verteilen.
Schnellladen unterwegs ist oft teuer. „Die 79 Cent, die man oft liest, beziehen sich auf den Preis für spontane Einzelnutzung. Viele E-Fahrer laden aber über Abos oder spezielle Tarife deutlich günstiger“, betont der Ionity-Boss. Wer regelmäßig unterwegs lade, spare damit spürbar. Man könne die Preise für das Laden zu Hause nicht mit den Preisen für das Schnellladen unterwegs vergleichen. An einer HPC-Säule (High Power Charging) bekomme man heute bis zu 500 kW Leistung. Diese Infrastruktur sei technisch anspruchsvoll und kostenintensiv im Aufbau und Betrieb, das spiegele sich auch in den Preisen wider.
„E-Mobilität lohnt sich“
Aber trotz der höheren Preise fürs Unterwegsladen lohne sich E-Mobilität, sagt Van Tilburg. Hochgerechnet über fünf Jahre seien drei von vier E-Autos in Europa günstiger im Besitz und Betrieb als Diesel oder Benziner. Und je mehr Menschen unterwegs laden, desto effizienter könne man die Infrastruktur nutzen. Jede zusätzliche Kilowattstunde helfe, die Fixkosten zu verteilen. Mit steigender E-Auto-Flotte könnten die Preise daher sinken.
Das Laden müsse noch einfacher werden, räumt der Ionity-Chef ein. Daran müsse man als Branche, von den Ladepunktbetreibern bis zu den Automobilherstellern und Netzbetreibern, sorgen. „Wir sind hier auf einer Reise. Die Reife, die man vom Tanken kennt, entsteht nicht über Nacht“, merkt der Manager an. Laden sei ein digitales Produkt, vieles könne langfristig einfacher werden – etwa durch Plug-and-Charge, intelligentes Routing zur nächsten freien oder günstigeren Säulen.
Mit modernen High-Power-Chargern würden viele Elektroautos in rund 15 Minuten Energie für 300 bis 400 Kilometer laden können – „im Prinzip eine kurze Kaffeepause“, so der Ionity-Chef. „Und mit unseren kommenden 600-kW-Systemen werden neue Fahrzeuggenerationen diese Reichweite sogar in unter acht Minuten erreichen. Wir bewegen uns also klar in Richtung ‚so schnell wie tanken’.“

ap500 meint
?? Stecker einstecken – Laden und währenddessen EINFACH mit EC-Karte oder vollautomatisch zahlen. PUNKT.
Dazu ein Display wie an der Tankstelle wo der Preis steht.
Alles andere dient nur der Verhinderung der Emobilität.
Elektromotoriker meint
Die fehlende Kostentranparenz hat System. Bei jeder Tankstelle steht ein Preis. Beim Laden weiß ich das oft erst nachher, ob es mich das Doppelte gekostet hat, undenkbar im traditionelken Tankgeschäft.
Wenn Ionity überall verfügbar wäre und die Preise nicht so teuer wäre die Auslastung auch besser. Jammern über die Verbraucher, die das „tolle“ Angebot einfach nicht wahrnehmen, das ist wohl eib Scherz!
Jörg2 meint
Das ist reine Ausnutzung von Marktmacht. Die Tarifgestaltung hält die Preise künstlich hoch.
Weiter unten hat jemand ausgerechnet, mit welchen Durchschnittspreisen ein Ladeanbieter aktuell leben kann. Wenn ich mich recht entsinne, dann geht er von 15.000km Jahresfahrleistung, einem Durchschnittsverbrauch und den Kosten einrs Lade-Abos aus und kommt auf einen kWh-Preis von 44Cent. DAS hat der Ladesäulenanbieter sicher, damit kann er offenbar leben.
Das sind knapp 20Cent oberhalb des Hausstrompreises. Das haut so halbwegs hin (Netz, Reinvest). Dazu muss man dann wohl auch betrachten, dass große Ladesäulenanbieter auch gleichzeitig die Netzanbieter und gleichzeit die Stromlieferanten sind. Also auf der gesamten Wertschöpfungskette sitzen.
Tinto meint
Früher schimpfte man über die hohen Spritpreise, heute über die hohen Ladestrompreise ….
Als ob sich deshalb was ändern würde.
Jörg2 meint
Heute kann sich jeder ansehen, was der Strom so an den unterschiedlichsten „Messpunkten“ so kostet (von Strombörse über Hausstromvertrag bis Ladesäule…). Da stellt man dann harsche Unterschiede fest die nicht alle sofort verständlich sind oder halt ausschließlich auf der Marktmacht des Anbieters im wettbewerbfernen Markt beruhen.
So ist ja z.B. im Hausstrom für 30Cent/kWh alles drin: von Einkauf über Netzentgelte/Abschreibung etc. Und da stellt sich dann die Frage, ob ein Ladesäulenanbieter, der (weiter unten rechnet das jemand vor) offenbar mit 44Cent/kWh klar kommt, nun überlebenswichtig-dringend einen Tarifwirrwarr bis zu 80Cent/kWh aufspannen muss bzw. welchen Zweck die Wirrwarr hat.
MichaelEV meint
„So ist ja z.B. im Hausstrom für 30Cent/kWh alles drin“
Tolles Märchen!
Noch nicht mal im Sinne des reinen Strombezugs ist alles drin. Damit man überhaupt Strom beziehen kann, zahlt man einen Grund-/Leistungspreis.
Im Sinne von Ladestrom fehlt alles andere (Kosten für die Fläche, Errichtung/Erschließung, Pflege/Wartung, Versicherung/Reparaturen, Backend/Payment und, das aller wichtigste, die Ladehardware).
Jörg2 meint
Michael
„„So ist ja z.B. im Hausstrom für 30Cent/kWh alles drin“
Tolles Märchen!“
Nein, dass ist kein Märchen.
Ich habe mir erlaubt die beiden Kostenpositionen zusammenzufassen und auf eine nicht unübliche Jahresbezugsgröße zu beziehen. Es kommt dann ca. solch Durchschnittswert raus, indem dann alles drin ist.
Ich habe mir diese „Methodik“ von Deiner Rechnerei eines Lade-Abo-Tarifs abgeguckt, in der Du auf einen kWh-Preis von 44(?)Cent/kWh dann gekommen bist.
Jörg2 meint
Michael
„Im Sinne von Ladestrom fehlt alles andere (Kosten für die Fläche, Errichtung/Erschließung, Pflege/Wartung, Versicherung/Reparaturen, Backend/Payment und, das aller wichtigste, die Ladehardware).“
Das ist in Deiner Rechnung, in der Du auf 44Cent/kWh beim Laden kommst, alles mit drin.
MichaelEV meint
Ganz offensichtlich lässt du bei „alles drin“ schon einfach den Grund-/Leistungspreis beim Strombezug weg. Natürlich ist das alles nur BS.
Fehlinterpretation!
Wenn z.B. VW einem Fahrzeugvermieter zur Auffüllung der Produktionskapazitäten bei hohem Volumen bei positivem Deckungsbeitrag 40% Rabatt gibt, sagst du dann auch, dieser Rabatt kann problemlos auf 100% der Kunden ausgeweitet werden und ist „auskömmlich“?
Jörg2 meint
Michael
Ich habe keine Ahnung, was Du privat für die kWh bezahlst.
In den von mir angegeben 30Cent/kWh ist alles drin. Wie sich das rechnet? So wie Deine 44Cent-Kalkulation weiter unten. Die Gesamtjahreskosten aus Grundpreis plus Arbeitspreis (natürlich mal Strommenge) im Verhältnis zur Jahresstrommenge. Ich komme da bei mir auf einen kWh-Preis von rund 29,27Cent/kWh.
Du scheinst wirklich keine Ahnung vom Strommarkt zu haben.
Lorenz Müller meint
Ohne Einblick in die Geschäfte ist so eine „Rechnung“ absolut wertlos. Die meisten Ladebetreiber schreiben aktuell rote Zahlen, das lässt sich schon mal aus den Geschäftsberichten herauslesen. Alles andere ist nicht mehr als ein Blick in die Glaskugel.
Jörg2 meint
„Die meisten Ladebetreiber schreiben aktuell rote Zahlen, das lässt sich schon mal aus den Geschäftsberichten herauslesen.“
Ja natürlich! Die befinden sich alle(?) in der Ausbau-/Wachstums-/Investitionsphase. Da wird mehr Geld investiert als im normalen Geschäftsbetrieb. Da kommen dann zwangsläufig rote Zahlen raus.
Und natürlich kann man sich der Frage „Was ist der auskömmliche Preis für einen Ladesäulenanbieter?“ von außen nur annähern. Meine Annäherung lautet: Der Preis, der am häufigsten vom Anbieter angestrebt wird (Abo), scheint auskömmlich zu sein. Jeder höhere, dann wohl nicht so häufig realiserte Preis (ad-hoc) ist Sahnehäubchen.
Weiter unten hat jemand den über ein Jahr gemittelten Abo-Preis von 44Cent/kWh errechnet.
eHannes meint
Ich habe nun in fünf Jahren mit unserem KIA-BEV noch nie bei Ionity geladen – war mir immer (ohne Abo) zu teuer. Mit EnBW kommt man gut durch Europa, hat aber oft die umständliche Bedienung mit App/Karte. In den letzten zwei Jahren schaue ich vor jeder Langstrecke, wo TESLA steht: Meistens ist der Preis gut bis sehr gut und die Bedienung via App ist kinderleicht und transparent. Und ein Platz zum Essen, WC usw. meist gleich daneben. Wenn Ionity das Laden einfacher machen will: Kopiert TESLA !
Willi meint
Wieso umständlich, enbw-Ladesäulen starten doch ohne irgendwelche Karten oder Apps?
Gerry meint
Plug and charge von enbw geht nur wenn es auch vom eAuto unterstützt wird. Das trifft leider nicht auf alle zu.
Aber die Bedienung mit enbw-Karte ist denkbar einfach, nur dranhalten fertig. Da weiß ich nicht wo das Problem ist.
eHannes meint
Bei Original-EnBW-Säulen geht es zumeist glatt. Schwierig war es häufig beim Roaming. Dieses Problem entfällt bei TESLA naturgemäß.
Mike meint
Ich fand die Bedienung mit RFID-Karte nie umständlich.
South meint
Es gibt keinen rationalen wirtschaftlichen Grund für Grundgebühren, und für die enormen Aufschlage für Adhoc Laden oder Zahlen mit Bankkarte oder Roaming. Jeder Anbieter mit eigener App oder Ladekarte. Reine künstliche Markthemmnisse, bremst die E Mobilität.
Stellt euch mal vor, ihr würde beim Verbrenner Tanken und der Inhaber sagt euch, keine Kundenkarte, adhoc Kunde, kostet ein Drittel mehr. Oder ohne Karte oder App könnt ihr gar nicht Tanken. Da wär der Aufschrei groß. Zahlen mit Bankkarte kostet den Anbieter nicht 20ct pro KW mehr… das ist Schikane…
Ein kleiner Rabatt für treue Kunden kann ja jeder machen und laden muss auch nicht überall gleich viel Kosten, aber die aktuelle großen Preisspannen sind eindeutig Marktmissbrauch, ein eingreifen des Gesetzgebers überfällig…
Jörg2 meint
Ich kann Preisunterschiede zwischen völlig unterschiedlichen Standorten mit völlig unterschiedlichen Erstinvestitionsbedarf nachvollziehen.
An der selben Säule, der selbe Strom, zur gleichen Zeit… da sind solche Preisunterschiede nur auf Grund der Zahlmethode für mich nicht nachvollziehbar.
Ganz unten macht jemand eine Rechnung auf, dass Abo doch garnicht so übel sei, da man bei einer Gesamtabnahmemenge von 3.000kWh ja wohl auf einen kWh-Preis von 44Cent kommen würde. Alles schön und gut. Diese 3.000kWh kann der Anbieter also für 44Cent abgeben. Warum dann nicht an jeden?
Der Wettbewerb müsste weg von der Ebene der wenigen CPO´s, hin zur Ebene der vielen Stromanbieter. Eine Trennung von Netz und Leistung bei auskömmlicher Bezahlung der Netzbetreiber. So, wie es im Strommarkt in D üblich ist.
MichaelEV meint
Natürlich gibt es dafür rationale Gründe, wie an so viele anderen Stellen, wo Abos/Verträge mit Grundgebühr/Mengenrabatte zum Einsatz kommen, auch.
Jörg2 meint
Welche?
South meint
Ne, da braucht man Macht, den AdHoc Kunden mit hohen Tarifen abstrafen zu können, denn nichts anderes ist das. Und es ganz klar eben kein Mengenrabatt, denn der Strom kostet den Anbieter ja nicht ein Drittel weniger, weil der Kunde ein paar tausend KWh mehr lädt. Es ist ein Malus für den AdHoc Lader… in einem normalen Markt könnte ein Anbieter sowas nicht dursetzen…
MichaelEV meint
In einem „normalen Markt“ gibt es das natürlich reichlich. Schon mal z.B. was von einer Bahncard gehört? Da kann man gegen unterschiedliche Jahresgebühren 25, 50 oder 100% Rabatt bekommen. Unglaublich oder?
Wenn ich dann einmal z.B. um Weihnachten mit dem Zug fahre, muss ich dann gleich rumpalavern, dass das verboten gehört?
Und gerade bei regulierten Produkten (weil natürliches Monopol; Strom, Gas, Festnetz): Wie funktioniert dort das Adhoc-Geschäft? Und inwiefern können diese Netze genutzt werden, ohne einen Vertrag MIT GRUNDGEBÜHR abzuschließen?
McGybrush meint
Ein Grund warum ich seit 30 Jahren in keiner Bahn mehr war. Viel zu teuer für wenig Fahrer.
Jörg2 meint
Michael
Mit „Bahn“ hast Du da das passende Monopolbeispiel benannt: Es gibt (außer auf wenigen Strecken zu wenigen Zeiten) kein Wettbewerb im Bahn-Personentransport. Daher kann die Bahn machen, was sie will (z.B. Abo-Modelle).
Der Staat als Eigentümer hegt sie etwas ein.
Die Trennung zwischen Netz und Leistung ist hier bereits erfolgt. So wie im Strommarkt. Diese Trennung sollte im Ladebereich auch erfolgen (mMn).
South meint
Diese Äpfel Birne Vergleiche sind Unsinn. Ein Ladeanbieter und Bahn, dass sind wirklich grundverschiedene Strukturen. Am sinnvollsten ist doch der Vergleich mit den Tankstellen…
MichaelEV meint
Das Bahnnetz ist ein Monopol, die Bahn selber nicht. Andere können mitspielen (siehe FlixTrain), aber das ist höchsten auf viel befahrenen Strecken und stark genutzten Zeiten lukrativ.
Auch steht die Bahn voll im scharfen Wettbewerb. Viele haben ein Auto und spiegeln die Preise immer dagegen (zusätzlich Fernbusse, Flugzeug, Mietautos, etc.).
Ist anscheinend auch hier zu hoch, dass die Bahncard das Mittel ist, damit das Angebot der Bahn für viele überhaupt attraktiv wird und ohne Bahncard für andere nichts besser werden würde (nur viel schlechter).
Tanken und Laden ist der Apfel mit Birnen-Vergleich (der Fixkostenanteil beim Tanken ist gering, der beim Laden sehr hoch).
Ich hatte auch das Stromnetz genannt. Wie kann man an einem beliebigen Ort Adhoc Strom beziehen? Wo gibt es Verträge ohne Grundgebühr?
Hier ist Fixkostenanteil sehr hoch und der regulierte Preis sieht vor, dass man für die reine Bereitstellung (Leistungspreis) bezahlt, auch wenn man nichts abnimmt.
Jörg2 meint
Michael
Das ist sicherlich lieb gemeint, was Du da schreibst es stimmt aber halt nicht.
Die Bahn, als Anbieter von Personentransporten ist quasi ein Monopol. Oder welchen Mitbewerber findest Du auf den Strecken? O.K. Flixtrain. Das ist aber dermaßen gering.
Dein Einwurf, die Bahn stehe im Wettbwerb mit der Strasse, dem Radfahrer, dem Fußgänger hilft hier irgendwie weiter? Wer Bahn fahren muss/will, muss zu 99% die Deutsche Bahn nehmen. Wer Laden will/muss, muss (auf Fernstrecke) die vorhandene Ladeinfrastruktur der wenigen Anbieter und der noch wenigeren Anbieter am Ladeort nehmen.
Aber: Du wolltest eigentlich rationale Gründe aufführen, warum zur gleichen Zeit, an der gleichen Säule (zwei Kabel), die gleiche Strommenge unterschiedlich bepreist ist (ad-hoc an dem einen Kabel, irgendein Vertrag an dem anderen Kabel). Kommt da noch etwas oder gibt es außer „Marktmacht und wir können das so machen“ keine Begründung?
MichaelEV meint
So ist es mit deiner Definition von „Monopol“. Die Bahn betreibt eine Vollversorgung, hat damit einen sehr hohen Marktanteil auf Kosten von 760 Millionen € Verlust im Halbjahr.
Natürlich geht sonst niemand in ein Geschäft, bei dem nur Verluste zu erwarten sind. Wettbewerber picken sich die Rosinen raus, haben kleine Marktanteile, machen damit aber Gewinne.
Es gibt keine Markteintrittsbarrieren, aber ebenso keinen wirtschaftlichen Anreiz für einen Markteintritt, Deine Logik von Monopol ist letztendlich ein „Quasi‑Monopol durch Unprofitabilität“.
Jörg2 meint
Michael
Danke für die Bestätigung, dass die Bahn im Personenverkehr ein Monopol darstellt und Du damit (s. weiter oben) meine Position stärkst und Du mit Deiner Gleichsetzung nun auch bestätigst, dass im Ladesäulenmarkt Quasimonopole existieren. Nun kommst Du also endlich auch bei den Positionen an, die der Bund hier vertritt.
ICH definiere keine Begrifflichkeiten in der BWL/VWL.
McGybrush meint
Mengenrabatt?
Meinst Du den Mengenrabatt den ich ich bekomme wenn man an AC Läd und ab der 4 Stunde wo mein Auto dann bei 70% ist nochmal 12Eur drauf geschlagen wird weil ich ab der 4h nochmal 30kWh abkaufe?
Meinst Du den Mengenrabatt den man mit einem PSA Model der im Winter auf 100% in 1h braucht zahlt wenn die Blockiergebühr sogar bei DC schon greift obwohl das Auto noch läd? Meinst den den Mengen Rabatt?
Mein Verständnis wäre:
Ich Lade die ersten 10kW für 50Cent. Die nächsten 10kW für 45Cent. Die nächsten 10kW für 40Cent.
Und gerne auch so das ich die 30kW nicht an einem Stück laden muss sondern tatsächlich innerhalb 1 Monats in mehreren Schritten. Das wäre für mich in meinem Verständnis Mengenrabatt.
R2D2 meint
man lädt kWh in kW. Bekommt das endlich mal ins Gehirn rein. Unfassbar. oder bestellst du in der Kneipe auch 500 Gramm Bier vom Faß?
MichaelEV meint
Mit Mengenrabatt meine ich nicht, dass jemand 2x im Jahr ein Brot kauft und dabei statt einem 1/2 ein Ganzes kauft, sondern regelmäßig planbar ein Vielfaches davon.
Wenn z.B. ein Unternehmen 10.000 Stück p.a. planbar, ggf. mit definierter Mindestabnahmemenge abnimmt, sind ganz andere Preise Alltag als wenn du mal zufällig ein Stück kaufst (auch locker mehr als 30% Rabatt, je nachdem wie fixe und variable Kosten verteilt sind).
Wenn ein Kunde ggf. 1x im Jahr als Ladekunde auftaucht, bekommt er andere Preise als jemand, der 4x im Monat lädt (und quasi auch eine Mindestabnahmemenge in Form der GG hinterlegt hat).
Jörg2 meint
Michael
Du beschreibst sehr schön, dass die Preisgestaltung im Abo-Tarif (Du rechnest weiter unten einen Durchschnittspreis von 44Cent/kWh aus) offenbar auskömmlich für den Ladesäulenbetreiber ist. Dieser „Mengenrabatt“ über die Abo-Gestaltung wird wohl eher keinen Preis ergeben, der nicht auskömmlich für den Anbieter ist.
Damit wird ein Preis von bis zu 80Cent/kWh zur „Abzocke“, die nur dadurch möglich ist, weil es keinen ausreichenden Wettbwerb gibt.
Merkst Du eigentlich, wie sich Deine Argumentationen verschieben? Vor kurzer Zeit waren in Deinen Argumentationen die ad-hoc-Preise noch wirtschaftlich nötigst, da die Tarifpreise nicht deckend wären.
MichaelEV meint
Bei Ionity „auskömmlich“ im Sinne von hohe Verluste schreiben? Oder auskömmlich im Sinne von Investitionsanreiz für weitere Ladeinfrastruktur an richtungsgebundenen AB-Raststätten (die kaum mehr weiter ausgebaut wird)?
Wenn es auskömmlich wäre, wäre es auch nur auskömmlich, wenn damit passend die durchschnittliche Auslastung erhöht und Überlastungen vermieden werden. Nur dann, sonst nicht.
Jörg2 meint
Michael
Du hast mit Deiner 44Cent-Rechnung dargelegt, wo Ladesäulenbetreiber ihren Durchschnittspreis sehen. Dieser ist dann wohl auskömmlich.
Wie schon mehrfach dargelegt und von Dir offenbar nicht verinnerlicht, hat das wenig mit den Verlustausweisungen der Unternehmen in der Wachstumsphase zu tun. Wäre dies so, dann hätte die erste je abgegebene kWh die bis dahin in Gesamtheit aufgelaufenen Investitionskosten kosten müssen. Dem war bekanntlich nicht so.
Peter meint
Natürlich gibt es einen rationalen wirtschaftlichen Grund für Grundgebühren. Wenn man einmal zahlt, wedelt der Schwanz mit dem Hund und der Fahrer wird seine Reisepläne nach den Stationen seines Anbieters ausrichten. Würden alle den Ad-Hoc-Preis zahlen, müsste man sich über den Preis durchsetzen und das geht auf die Marge…
Für die Anbieter ist das vollkommen rational. Für den Kunden ist das halt blöd, aber noch ist man nicht gezwungen, elektrisch zu fahren. An der Tankstelle bekomme ich den gleichen Preis wie jeder andere.Sogar im Ausland! Und bis in x Jahren hat sich hoffentlich auch mal das Kartellamt bewegt…
South meint
Naja, den Grund den du beschreibst ist schlicht Markmacht. Nur günstige Preise wenn du immer bei mir lädst. Aber Kostentechnisch gibt es keinen rationalen wirtschaftlichen Grund…
RNB meint
Genau Richtig !!! Schluss mit der Abzocke!
South meint
Naja, so dumpfe ist es nu nicht. Es geht nicht um die Höhe des Preises, den Preis soll der Markt regeln. Es geht um die Unterbindung der Marktmacht, die offen den Wettbewerb behindert…
Zuerst waren die Netze quasi exklusiv. Die Folge, so gut wie kein Wettbewerb. Dann mussten sie die Netze für die Konkurrenz öffnen, dann Bankkartenzahlung, aber mit den weiterhin gezielt ungleichen Konditionen sperren sie die Netze quasi wieder.
Roaming, Grundgebühr etc. sind nur auf den ersten Blick ein „Service“. In Wahrheit zwingt die Marktmacht die Kunden den Service anzunehmen, weil es sonst superteuer wird, wenn man sich nicht an einen Wettbewerber bindet….
Heiner 647 meint
Solange es unterschiedliche Ladepreise an einer Ladesäule gibt, sollten die Betreiber verpflichtet werden eine gedruckte Preisliste aller akzeptierten Karten und Apps einmal sortiert nach Preis und alphabetisch an den Säulen anzubringen, die mindestens alle 4 Wochen zu aktualisieren ist.
MichaelEV meint
Perfekte Idee. Dinge fordern, die den Anbietern die Kosten erhöhen, aber nichts positives bewirken. Und dann ist das Geheule groß, wenn die Kosten beim Kunden landen.
Jörg2 meint
Dazu gibt es (bei den meisten Säulen) ein Display. So schwer kann das nicht sein.
Aber zumindest wird es in Zukunft wohl eine Transparenzstelle für die ad-hoc-Preise geben. Von dieser können sich dann z.B. App-Betreiber die aktuellen Preise in ihre Suchmasken, Navigationslösungen etc. holen. Ich erhoffe mir davon, dass diese ad-hoc-Spitzenwerte etwas gedämpft werden.
Eine öffentlich zugängliche Transparenzstelle für die gesamten Ladepreise ist leider vom Tisch (mit wenig nachvollziehbarer Begründung).
MichaelEV meint
Die Rede war von „gedruckt“. Mit dem Display (entsprechender Größe) würde man etwas erzwingen, worauf sonst häufig verzichtet werden kann.
Man sollte mal begreifen, alles geforderte, was die Kosten erhöht, landet schließlich wieder beim Kunden. Und es ist auch nicht illegitim die Kosten genau da zu veranschlagen, wo sie verursacht werden.
Und der CPO soll wissen, was alle EMPs für Preise verlangen? Hier wäre die Meldepflicht wohl eher beim EMP, wenn man dies regulatorisch für sinnvoll halten würde (anscheinend nicht).
Was sinnvoll ist (und perspektivisch immer wichtiger wird) ist die Meldepflicht für Adhoc-Preise (wie beim Tanken).
hu.ms meint
Die schnellader an den AB brauchen nur die langstreckenfahrer.
Schon die bordstein-nachtparker kommen bei aldi und co. während des wocheneinkaufs günstiger weg. 100 km für 8 €. Treibstoff kostet an die 12 €/100km.
Und wer nachts auf einem privatgrundstück steht, lädt ohnehin akkuschonender mit 16A AC – wenn ihn der eigentümer lässt.
Peter meint
Ich weiß ja nicht, wie du dein Auto nutzt…aber ich käme trotz Heimladung noch auf rund 20% Fremdladung. Sommerurlaub, Weihnachtsurlaub, die ganzen kürzeren Urlaube und dazu vielleicht auch mal noch ein Wochenende irgendwo…da rattern die Kilometer durch. Und dann haben wir noch gar nicht darüber geredet, dass viele Elektroautos schon im Bereich einer Tagestour auf Fremdladung angewiesen sind. 2x150km zum Skifahren sind hier im Süden vollkommen üblich, aber mit dem 60er Akku wird das eher nix mit einer Ladung. Deshalb braucht es auch an Schnellladern akzeptable Preise.
hu.ms meint
Komisch: ich fahre 300km mit meinem ID.3 Pro ohne zu laden.
Du solltest nicht immer so agressiv aufs strompedal steigen…. :-))
hu.ms meint
…und zum skifahren habe ich 110km, die sond auch im winter bei 130kmh auf der AB locker möglich.
Gehe aber meist auf dem heimweg abends noch zum pizzaessen – der 50kw-lader von aldi für 44ct ist nur 150m vom italiener. :-))
South meint
Ne, ich kenne keine einzigen Laternenparker… wirklich keinen. Das mit dem Bordsteinladen sind reine Märchen. Nur mal vor Augen führen. Wenn du keinen festen Stellplatz hast, dann musst du dir einmal ein Parkmöglichkeit mit AC Lader und an Tagen wo die nicht lädst einen anderen Parkplatz suchen. Beides in Wohnungsnähe. Das kann nie und nimmer funktionieren… und dann stell dir mal so ein System mit Millionen von Autos in einem Ballungszentrum vor. Das flächendeckende AC Laden ala Laternenparker kam aus den Anfangszeiten der E Mobilität, wo Autos kleine Accus hatten und eh nur langsam laden konnten, da war man überzeugt, dass das nur mit täglichem Laden funktioniert oder Wechselaccus. Die Technik hat sich aber rasant weiterentwickelt….
Mann kann mittlerweile in zwanzig Minuten laden und da reicht einmal in der Woche ein Supermarkt, Fitnessstudio… ja, wo man eben mit dem Auto mal hinfährt. Sehr unwahrscheinlich, dass die Lösung Millionen von AC Ladern sein werden, bei dem jeder sein eigenes Ladekabel mitbringt. Da würde ich jeden verstehen, der kein E Auto möchte…
Ulrich Wachter meint
Ich bin so ein „Laternenlader“ und habe noch zwei weitere im Freundeskreis. Zwei mit Tiefgarage ohne Ladeinfrastruktur, der andere mit Stellplatz neben der Mietwohnung ohne Wallbox. In Bayern gibt es zum Glück den V-Markt, da kann man super für 29ct/kWh AC laden. Ansonsten können zwei von uns zusätzlich beim Arbeitgeber laden, sodass hier kein großes Problem ohne eigene Infrastruktur besteht.
Meine Empfehlung ist ganz klar, weg mit dem E-Auto Kaufbonus, hin zur Förderung des Ladens beim Arbeitgeber. Dort steht das Auto auch über einen längeren Zeitraum. Mein Arbeitgeber ist glücklicherweise so vorausschauend und hat knapp 270 Ladepunkte in der Tiefgarage.
R2D2 meint
Bin auch Laternenparker, das AC Kabel liegt noch originalverpackt im Kofferraum des Enyaqs…
und jetzt? Wer hat recht? Vermutlich wir beide. Jeder macht es eben wie er möchte. Mich nerven diese depperten AC Kabel eh ohne Ende. Niemand hat einen Schlauch und Pistole im Kofferraum, wenn er an der Tankstelle Diesel/Sprit tanken muss.
hu.ms meint
South, habe ich was von bordsteinladen geschrieben – oder spielt wieder mal dein hirn verrückt ?
aha meint
Ionity haben doch ein gutes Netzwerk und sind preislich gut. Sollen wir nicht so meckern ;)
Für die Langstrecke ausreichend ausgebaut und vom preis her völlig okay. Ein Abo zu bezahlen ist auch kein hexenwerk. Tun wir ja alle freiwillig so gerne bei anderen Gelegenheiten. Über Renault mobilize dann sogar mit einer eigenen Karte den Tarif nutzen ist noch einfacher.
Bar oder EC-Forderungen kann ich nicht nachvollziehen. Apps sind für die Anbieter super einfach und Kreditkarten sind international anerkannt und auch für Urlauber bei uns attraktiv.
Ja, kann alles optimiert und günstiger werden aber dafür müssen zuerst mehr e-Autos da sein und andere Anbieter als ionity und enbw müssen fuß fassen können. Wird schon. Wir müssen nur hoffen dass die Behörden ihr Job machen und kartelle und Monopole verhindern.
Gute Fahrt!
Thorsten 0711 meint
Bei Mobilize kann man mit einem Account sogar 2 Ladekarten nutzen. Auch mit unterschiedlichen Kreditkarten. Die Ladekarten sind zudem gratis. Das bietet kein anderer Anbieter.
McGybrush meint
Wenn Du es schaffst dieses Konstrukt meinen Eltern zu erklären gebe ich Dir 50Eur.
Und meine Eltern stehen Sinnbildlich für locker 10Mio Ältere und Leute die nicht so Nerdig sind und Foren lesen und Kommentieren. Menschen die sich genau deswegen kein Elektroauto kaufen.
Wirbelte sind NERDS. Wir sind ein ganz winziges Licht die sich mit dem Gewusel auskennen oder überhaupt davon wissen. Und auch noch bock haben so ein Schwachsinn zu machen.
Wir beide spiegeln aber nicht 80Mio Deutsche wieder. Bei WEITEM nicht.
MichaelEV meint
Meine Eltern öffnen die Tesla-App, bei weiteren Strecken wird einmal auf Mitgliedschaft geklickt. War nie ein Problem!
McGybrush meint
Wie man läd bekomme ich denen schon beigebracht.
Ich rede von dem ganzen durchschauen der Preise.
Fahr selber Tesla. Da ist es auch schon nervig immer Tagesaktuelle Preise an Tagesaktuellen Standorten zu gucken.
Aber in einem nicht Tesla wäre ich wieder bei meinen Eltern. Die machen das nicht… Mit diesem Internet. Die haben da keine Auffassungsgabe in der Komplexität. Ich rede nicht von 3 Ladekarten für 3 Anbieter.
Ich Rede von Dynamischen Preisen mit 3 Karten die im Roaming dann 9 Konstellationen ergeben wie man die Karten jeweils Preislich freischalten kann. Mit Grundgebühr ergibt das dann weitere andere 9 Konstellationen.
Ich persönlich habe in 5 Jahren schon 20 Ladekarten/Apps. Die kommen und gehen. Sind mal die besten und später die teuersten. Das ist ein ewiger Recherche Aufwand.
Ausser. Man Aktzeptiert JEDEN Preis an der Ladesäule. Dann reichen 1-2 Karten.
Mit App kannst mich jagen. Bei Sonne, Schnee, Regen und Ausland jedes mal eine Vollkatastrophe.
Peter meint
Weg mit den Verträgen und Grundgebühren. An der Tankstelle zahle ich als Laufkundschaft auch nicht das doppelte…
Aber bisher profitieren die großen Anbieter natürlich davon. Das hält einem schön die Konkurrenz vom Hals, denn wer schon jeden Monat 12€ zahlt geht nicht mehr woanders hin.
Werner Mauss meint
Wolfi, wenn du 10 Autos kaufst auf einen Schlag und sofort bezahlst, kostet das einzelne Auto mehr, als wenn du nur eins kaufst. Natürlich verstehst du was von Marktwirtschaft, bist damit sogar sicher ein erfolgreicher Unternehmer, nehme ich an
Heiner 647 meint
Schwachsinn. Wenn man 10 mal bei Aral tankt wird der Sprit auch nicht billiger.Wenn man ein Abo für den Urlaub bucht und dieser geht über den Monatswechsel und man kündigt dann zu spät, dann zahlt man für 3 Monate. Diese Kartengebühren dienen doch nur der Gewinnmaximierung.Nennt man auch leistungsloses Grundeinkommen.
Whaleshark meint
Ionity muss aber bei dem Ausbau der einzelnen Lokationen mehr Gas geben. Ich fahre seit 6 Jahren elektrisch und wir nutzen den Ionity Flottentarif. Aber in den letzten 6 Monaten musste ich öfters an Ionity Ladeparks warten und dies nicht nur zu Ferienzeiten. Ganz besonders entlang der A7, z.B. Aalbek, Lüneburger Heide West, Staufenberg-Lutterberg, Ellwangen, Lonetal, Illertissen, Dietmannsried.
Teilweise sind dies neue Lokationen, wie Ellwangen oder Dietmannsried, die aber schon von Beginn an unterdimensioniert sind.
Da macht die EnBW einen deutlich besseren Job, haben aber leider kein Europaweites Angebot.
Aus diesem Grund nutzen wir seit ein paar Monaten auch den Flotten Tarif von EnbW, was aber zusätzliche Kosten sind, welche eigentlich nicht notwendig wären ,wenn Ionity seinen Job richtig machen würde. Kommt der Verkauf von BEV in 2026 deutlich in Schwung, gerade im gewerblichen Bereich wird die Überlastung der Ionity Standorte noch zunehmen.
ID.alist meint
Kliingt alles mach BAB-Standorte. Wenn Du ein Problem mit dem Ausbau von Standorte an der Autobahn hast, frag mal bei Fastned, wie deren Klage läuft.
MichaelEV meint
Ach was, eine Stimme aus der Realität.
Ionity ist mit seinem ursprünglichen Angebot (aktuell geht Ausbau ja eher in Ballungsräume) besonders kostenintensiv. Und dedizierte Ladeinfrastruktur für die Peak-Zeiten ist ganz besonders teuer.
Aktuell erhöht man die durchschnittliche Auslastung auf Kosten von Überlastungen in den Peak-Zeiten. Das kann kein tragbarer Zustand für Ionity sein. Wenn jetzige Preise für mehr Ausbau nicht reichen, muss man anderweitig steuern.
Aber sei glücklich mit dem Status Quo, manche hier wollen Preise erratisch deckeln, mit diesem Gedankengut würde Ionity sicher keinen Cent mehr in derartige Ladeinfrastruktur stecken.
Christian meint
Fährst Du in Ellwangen runter von der Autobahn, bei McD sind 10 neue Ladepunkte, ganz frisch! 2 noch nicht in Betrieb, da könnte sogar ein Gespann ohne Abkupplen laden.
Whaleshark meint
Genau den Standort meine ich. Da bin ich am vergangenen Sonntag so gegen 13.30 Uhr etwa 20 Minuten gestanden und hinter mir warteten noch drei weitere Fahrzeuge. Schräg gegenüber baut gerade die EnbW.
MichaelEV meint
Und das ist ein Ladestandort mit neuer abweichender Strategie (keine Raststätte mit all den Nachteilen, leistungsgeteilte Ladeinfrastruktur).
Und das zeigt die Nachteile von den Ionity-Abos:
Wenn Ionity überlastet ist und Kunden zu EnBW ausweichen, bekommt EnBW die 56 Cent/kWh zahlenden Kunden (oder mehr) während bei Ionity viele die 39 Cent/kWh o.ä. zahlen.
Evtl. Mehreinnahmen, die in den Ausbau gesteckt werden könnten, fehlen Ionity (und sind bei EnBW). Mehrmals erlebt kehren Kunden Ionity den Rücken und switchen ganz zu EnBW (wenn die Dichte auf den jeweiligen Routen passt).
McGybrush meint
Das einfachste ist Bargeld. Geht in dem Fall nicht.
Also EC Karte.
Blöde ist. Die einfachste option ist rein „zufällig“ oft die teuerste.
Für mich Marketing Bla Bla.
Steffen Petz meint
Der Strom muss nicht so billig sein wie zuhause. Aber so stark unterschiedliche Preise bei Roaming, Ad-hoc und Laden mit Karte ist nervig.
Werner Mauss meint
Doch, er muss billiger sein, ich nehme eine größere Menge ab in kürzerer Zeit. Zahlst du für einen 50kg Sack pro Kilo mehr, als wenn du 1kg Pack kaufst?
MichaelEV meint
Wird Ladestrom mittlerweile in Säcken verkauft? Wie bekommst du den Sack dann in den Akku gestopft?
Werner Mauss meint
Die Frage ist doch, warum liegt da Stroh.
McGybrush meint
Sehe ich genau so. Theoretisch müssten der Strom an HPC Lader sogar billiger sein als AC Lader. Nach meinem Verständnis von Verkaufter Menge vs. investiertem Kapital
Werner Mauss meint
Verstehen viele nicht. Beispiel Butter, Überproduktion 150%, Preis steigt. Das Problem liegt an der Leistungslosen Waren Weitergabe gegen Gebühr. Dieses überproportional Mit verdienen gab es schon mal, ging für die entsprechende Gruppe schlecht aus. Ein sogenannter Handel ist eigentlich heute obsolet.
Lanzu meint
Ich sehe nur wenig hinterfragen der eigenen Möglichkeiten in dem Interview. Die stark gespreizten Preise, die es kompliziert machen werden gerechtfertigt. Als einzige Lösung, um den Ablauf effizienter zu machen, fällt Plug-and-Charge ein, wo die freie Wahl des Tarifes nicht ausgereift ist, was durch die große Spreizung der Preise verschärft wird.
Die Branche hat also keine Idee, wie sie das Laden einfacher machen soll.
MichaelEV meint
„Wir bauen daher gezielt aus und arbeiten mit dedizierter, nicht geteilter Leistung pro Ladepunkt“
Ich dachte, Ionity wäre über diesen Punkt hinaus und hätte dazu gelernt. Wohl doch nicht (oder nur in der Kommunikation nicht, denn häufig wurden jetzt doch Alpitronics benutzt).
R2D2 meint
Wo liegt der Unterschied ob ich spontan mein Auto lade, oder spontan bei Rewe einkaufe? Jeder Kunde zahlt den selben Preis. Wegen mir kann man nach kWh Abnahme die Preise anpassen, alles andere inkl. der adhoc Preise sind einfach unsozial.
MrBlueEyes meint
„Ionity-Chef: „Wir als Branche müssen das Laden einfacher machen““
Ich korrigiere… „Wir als Branche müssen das Laden BILLIGER machen“
Ben meint
Also findest du 0,39€/kWh zu teuer ???
Effendie meint
Nein. Kann ich für den Preis mit einer EC Karte bezahlen ?
TomTom meint
Genau.
Abogebühr weg und 39 Cent für alle.
Dann wäre es mir auch schnurz das man ne separate Karte mitführen muss statt EC-Karte.
Die 30 Sekunden hat man um die entsprechende Karte aus dem Haufen zu ziehen.
Die Problematik dreht sich doch eh nur um die Handvoll Anbieter die sich vermehrt an den Autobahnen tummeln…
MichaelEV meint
Statt mit solchen verrückten Ideen das Angebot von Ionity zu zerschlagen, kann man das Angebot von Ionity einfach denen überlassen, die es, so wie es vorliegt, annehmen wollen (und das machen wohl einige) und selber andere Anbieter aufsuchen.
Jörg2 meint
Michael
Was ist an der Idee verrückt?
(„Verrückt“ -> krankhaft wirr im Denken)
MichaelEV meint
Mit diesem Preis stellt Ionity jegliche Investition in solche Angebote ein. Statt dem Wahn dieses Angebot für alle zerstören zu wollen, kann man es doch einfach denen überlassen, die es nutzen und bezahlen wollen.
Jörg2 meint
Jetzt sind wir von „krankhaft im Denken“ eine Stufe weiter in der Publikumsbeschimpfung. Nun wird „Wahn“ unterstellt.
Bin gespannt, was als nächstes kommt auf der Leiter der Verunglimpfung anderer Meinungen.
MichaelEV meint
Wenn man aus Neid und Missgunst die Angebote beseitigen will, die für andere funktionieren und wichtig sind, fällt mir nichts positiveres dazu ein.
Jörg2 meint
Michael
Wo liest Du „Neid und Missgunst“?
Das scheint nur Deine Fantasie zu entspringen.
Sollte es mal so sein, spielst Du mit Deinen Formulierungen und Unterstellungen genau auf solch niederer Ebene, die Du kritisierst.
Hier ist weder jemand wirr noch schreibt hier jemand im Wahn. Es mag nicht Deiner „EnBW“-Vorstellung zu entsprechen. Das hast Du überdeutlich gemacht. Faktenbasierte Argumente, außer dem Nachweis, dass die CPO marktmächtig sind, bringst Du leider nicht.
MichaelEV meint
Überall! Andere profitieren, man selber nicht. Und das Angebot, von dem andere profitieren, muss weg, auch wenn dadurch für einen selber gar nichts besser wird.
Jörg2 meint
Michael
„Andere profitieren,“
Du hast da eine sehr individuelle Sicht auf diese Dinge.
Bisher profitieren nur die Ladesäulenanbieter. Also die Besitzer der „letzten Meile“. Dies oft mehrfach, da ihnen/einigen nicht nur die letzte Meile gehört, sondern auch das versorgende Netz und die Stromerzeugungsinfrastrutur. Diese Anbieter kann man an zwei Händen abzählen.
Die Nutzer profitieren nicht. Deren Anzahl geht in D wohl auf aktuell 1,5 Mio zu.
Also ca. 10 vs. 1.500.000
Ein „Lastenausgleich“ wäre durch offenen Wettbewerb möglich. Es würden sich wohl andere Marktpreise einpegeln. Dazu müsste der Wettbewerb weg von der Säule, und z.B. hin zum Stromanbieter. So, wie das beim stationären Strommarkt seit Jahren erfolgreich praktiziert wird.
Werner Mauss meint
@Ben, ja 39 Cent sind zu teuer. Ich kaufe eine Großmenge an Strom in kurzer Zeit. Nach den Gesetzen der Marktwirtschaft ist die Größmenge immer billiger als die Kleinmenge. Ist es nicht so, handelt es sich um Betrug und ist ein Fall für die Strafverfolgung.
Wolfgang Geisendörfer meint
„Nach den Gesetzen der Marktwirtschaft ist die Größmenge immer billiger als die Kleinmenge. Ist es nicht so, handelt es sich um Betrug und ist ein Fall für die Strafverfolgung.“
@mausi ist wieder da
Also … keine Ahnung von Marktwirtschaft aber ne gefestigte Meinung über sie.
Werner Mauss meint
Wolfi, wenn du 10 Autos kaufst auf einen Schlag und sofort bezahlst, kostet das einzelne Auto mehr, als wenn du nur eins kaufst. Natürlich verstehst du was von Marktwirtschaft, bist damit sogar sicher ein erfolgreicher Unternehmer, nehme ich an
McGybrush meint
Es gibt keine 39Cent bei Ionity.
Wenn man due Grundgebühr auf 299,- macht und für 1Cent den Strom verkauft kann kostet es auch keine 1 Cent.
Und solange ich nicht neben einer Ionity Wohne bringt mir das ABO auch nix. Ich bräuchte 3 ABO‘s wenn man Auto auch nur 50km Reichweite hätte. So komme ich mit einem ABO aus was aber nur an diesen einen Ort wo ich wohne funktioniert.
MichaelEV meint
Du musst dich entscheiden, willst du „billig“ oder die Ausstattungsmerkmale von Ionity (teure Lokationen an AB-Raststätten, häufig richtungsgebunden, hohe Leistung ggf. weiterhin häufig mit dem Irrweg exklusiver Leistung)?
Das angebotene Produkt von Ionity hat die höchsten Kosten im Lademarkt. Entweder werden dafür höhere Preise bezahlt oder derartige Angebote sortieren sich aus.
P.S.: Das ist sehr absurd – hohe Mehrkosten werden bei deinem Lieblingsthema iX3 bei Seite geschoben und beim Laden zählt dann plötzlich jeder €
MrBlueEyes meint
Ich habe eine Tankkarte und werde danach eine „Stromkarte“ haben… der Preis juckt mich somit persönlich gar nicht…
Aber für alle anderen ohne diesen Luxus wünsche ich mir einfach günstige Ladepreise… findest du das verwerflich? …oder wie soll ich deinen Kommentar interpretieren?
MichaelEV meint
Günstige Ladepreise wird es bei kosteneffizienteren Anbietern geben, explizit nicht bei Ionity. Es ist doch vorher keiner auf die Idee gekommen für günstige Preise an der Raststätte zu tanken…
Und Ionity wird auch etwas unternehmen müssen, um die Überlastung in den Peaks zu beseitigen (=> höhere Preise oder Beschränkung der Kunden). Was hat man sonst von Porsche, iX3 und Co. wenn man bei der Fahrt in den Urlaub doch warten muss (auf schlimmere Art und Weise).
MrBlueEyes meint
Ich rede allgemein(!) von den Ladepreisen… da steht nämlich auch „Branche“ und nicht explizit nur Ionity… ;-)
MichaelEV meint
Allgemein kannst du das Rechnen ja den jeweiligen Personen überlassen.
Wer EnBW-HPCs in der Nähe hat und da regelmäßig laden kann, kommt mit EnBW L bei 15.000km p.a. mit 20 kWh/100km Verbrauch = 3000 kWh auf 44 Cent/kWh
Und wer halt wirklich Wert auf günstige Preise + viele Ladepunkte/hohe Verfügbarkeit + Plug&Charge + länderübergreifendes Netz + genaue Ladeplanung + niedriger Verbrauch legt (bzw. nur einem Teil der Punkte), findet schon lange weltweit das passende Produkt.
Was manchen hier an Preisdifferenz so schwer auf den Magen schlägt ist ja manchmal weniger als das Delta der Verbräuche zwischen verschiedenen Fahrzeugen, da ist das seltsam nicht so das Thema.
Jörg2 meint
„Allgemein kannst du das Rechnen ja den jeweiligen Personen überlassen.“
Ich vermute mal, dass es EnBW völlig egal ist, ob die 50(?) Ladevorgänge, um auf eine Strommenge von 3.000kWh zu kommen, von einem wiederkehrenden Kunden oder von 10 oder 50 Kunden angestoßen werden. Es ist jedesmal das Gleiche: Strom abgeben laut Spezifikation der Säule, Identifizierung des Kunden durchführen, Bezahlerei anstoßen….
Insofern ist es ausschließlich der Marktmacht des örtlichen Quasimonopols geschuldet, dass solch Abo-Tarifgedöns möglich ist.
EnBW könnte hier auch dem einen, den 10 oder gar den 50 den gleichen 44Cent-Preis berechnen und hätte den identischen Umsatz.
MichaelEV meint
EnBW ist es aktuell nicht egal, deswegen gibt es Abos!
Jörg2 meint
Michael
Warum ist es EnBW nicht egal, wie sich die von Dir als Beispiel vorgerechneten 3.000kWh zu 44Cent auf eine x-beliebige Anzahl von Ladekunden aufteilen?
MichaelEV meint
Weil es sich nicht auf wundersamerweise auch nur annähernd gleichwertig verteilt. Die Kunden mit Abo sind in der Tendenz breit verstreut mit geringer Gleichzeitigkeit verteilt, die ohne Abo über weniger Zeiträume mit hoher Korrelation.
Der Ladeanbieter will die durchschnittliche Auslastung erhöhen und Überlastung vermeiden. Die Kunden mit Abo helfen dabei, die ohne nicht.
Es ist ein grobes Werkzeug zur Steuerung, aber aktuell wohl (noch) das Beste.
Jörg2 meint
Michael
Die Auto fahren dann, wenn die Fahrt ansteht, nicht, wenn die „Tanke“ offen hat. Das betrifft sowohl den ad-hoc-Lader als auch den Abo-Lader.
Die Ladesystemauslastung liegt bei 15%(?). Es bedarf keines (nicht funktionierenden) zeitlichen Steuerelements.
Lass Dir etwas neues einfallen.
Jörg2 meint
Kleiner Nachtrag:
Ein Abo-Modell steuert nicht WANN jemand laden kommt. Wenn es etwas steuert, dann WER laden kommt.
Im Kern hält es im aktuellen Ladesystem den Durchschnittspreis oben, da der gezwungene ad-hoc-Lader sehr viel zu bezahlen hat.
Wenn Peak-Steuerung, dann geht das nur über einen dynamischen Preis (Tag, Woche, Feiertage…), so, wie an der Verbrennertanke.
Du weisst das eigentlich.
MichaelEV meint
Mit dem WER ergibt sich grob das WANN. Du tust so, als wäre das WANN für die Ladeanbieter ein Geheimnis (es lässt sich ja aber schon rein logisch grob ableiten). Aber für die Ladeanbieter ist es das selbstverständlich überhaupt nicht, die können aus ihren Daten extrahieren, wie unterschiedlich die Kundengruppen sich verteilen.
Und natürlich sind diese Abos hier relativ grob und bei weitem nicht zielgenau, das wäre ein dynamischer Adhoc-Preis. Wenn bei einem dynamischen Preis eine Spreizung von z.B. zwischen 20 und 80 Cent/kWh vorliegt, wäre das für Kunden aktuell in irgendeiner Form besser?
In der Tendenz wäre das Ergebnis ähnlich; wer aktuell von Abos profitiert wird auch von den dynamischen Preisen profitieren. Und der Rest wird ggf. noch wesentlich schärfer zur Kasse gebeten. Und jede Form von Planbarkeit (bezogen auf den Preis), die es jetzt mit Abos gibt, wäre für die Kunden weg.
Jörg2 meint
Michael
Das die Ladesäulenbesitzer wissen, wann wie ihre Säulen aushelastet sind, das ist eine Binse.
Es ging um Deine Behauptung, Abo-Tarife wären ein Steuerelement für die Auslastung. Das ist wohl eher Quatsch. Das Auto ist leer, wann das Auto leer ist. Das hat etwas damit zu tun, wann eine Fahrt wohin durchgeführt wird. Und DANN entscheidet sich der Abo-Besitzer für eine Säule. Das ist keine Auslastungssteuerung. Eine solche Steuerung müsste an der Tourenplanung ansetzen. Das tut ein Abo-Tarif nicht.
Die Tarifgestaltung fusst auf reiner Marktmacht der Anbieter.