Der chinesische Elektroautobauer Nio hat eine Umstrukturierung seiner Aktivitäten in Europa angekündigt. Zukünftig wird die Organisation nicht mehr nach einzelnen Ländern, sondern nach Geschäftsfunktionen koordiniert. Diese Entscheidung wurde in einem internen Memo vor dem chinesischen Neujahr 2026 bekannt gegeben und soll die Zusammenarbeit innerhalb Europas stärken sowie die operative Effizienz verbessern.
Ein Sprecher von Nio Deutschland bestätigte dies gegenüber dem Portal Electrive: „Nio hat kürzlich seine europäische Organisationsstruktur angepasst, um die Zusammenarbeit zu stärken und die operative Effizienz in der Region zu verbessern.“
Mit dieser Umstrukturierung könnte auch das Vertriebsmodell in einigen europäischen Märkten verändert werden. Bisher hatte Nio unter anderem in Deutschland auf Direktvertrieb gesetzt und war damit selbst für Verkaufsstandorte, Auslieferungszentren und Service-Betriebe verantwortlich. Berichten zufolge könnte in einzelnen europäischen Märkten künftig ein Händlermodell zum Einsatz kommen. Diese Information wurde jedoch von der Nio-Zentrale in München weder bestätigt noch dementiert.
Der Sprecher äußerte sich gegenüber Electrive allgemein: „Die strukturellen Änderungen betreffen interne Prozesse und Arbeitsabläufe und zielen darauf ab, die Koordination in ganz Europa weiter zu verbessern und unseren Nutzern noch besser zu dienen.“
Nio ist seit Oktober 2021 auf dem europäischen Markt aktiv, beginnend mit Norwegen. Später weitete das Unternehmen seine Aktivitäten auf Deutschland, die Niederlande und Schweden aus. Der Fokus lag anfangs auf dem Direktvertriebsmodell, das aufgrund seiner hohen Kapitalintensität zunehmend hinterfragt wird. Als Reaktion darauf öffnete sich Nio auch anderen Vertriebsmodellen, wie etwa einer Kooperation mit der Handelsgruppe AutoWallis in Ungarn.
Die Anpassung der Struktur soll Nio helfen, seine Ziele in Europa besser zu erreichen und die Markenwahrnehmung zu stärken. „Europa bleibt für Nio eine strategisch wichtige Region, und unser Engagement gegenüber Nutzern, Partnern und Teams in der gesamten Region bleibt unverändert“, betonte der Sprecher. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Änderungen den Marktauftritt und die Nutzererfahrung in Europa verändern werden.

Paule meint
Das mit dem Marktführer ist ein Rechentrick. Außer Tesla besitzt kein anderes nicht chinesisches Unternehmen eine Automobilfabrik in China.
Um solche Aussagen wie „Marktführer“ treffen zu können werden auch die Fahrzeuge bei VW eingerechnet, die in Fabriken produziert werden, an denen sie lediglich beteiligt sind.
Volkswagen produziert in China über Joint Ventures mit SAIC (SAIC Volkswagen) und FAW (FAW-Volkswagen) sowie dem eigenen Unternehmen Volkswagen Anhui.
Inzwischen ist es ja bekannt dass die Fahrzeuge überhaupt nichts mit VW zu tun haben. wenn man ein paar davon mal grau importiert bekommt man hier von der VW rechtsabteilung Probleme als wäre mein schwerster Straftäter. Begründet wird das mit Markenrechten. Alles klar.
Für mich sind die Autos aus den oben genannten Fabriken keine Produkte von Volkswagen. Es ist ein Investment, und das war’s aber auch.
SAIC Motor (Shanghai Automotive Industry Corporation) produziert in China Marken wie MG, Roewe, Maxus, Rising und IM Motors. Über Joint Ventures mit Volkswagen und General Motors fertigt SAIC zudem Modelle von VW, Audi, Buick, Chevrolet, Wuling und Baojun.
Die Statistik ist ein Witz.
Future meint
Jetzt hat der VW-Vorstand ja die neuen Empfehlung der Berater von EY an die »Bild« weitergeleitet. Demnach sollte VW alle deutschen Werke schließen, bis auf Wolfsburg und Ingolstadt. Natürlich ist das auch wieder mal Politik, aber wir sehen, wohin die Reise in der Zukunft wohl gehen wird. Die Eigentümerfamilie fordert seit Jahren, dass Emden und/oder Zwickau geschlossen werden müsste/n.
Wenn VW den neuen ID.UNYX 08 auf Xpeng-Plattform nach Europa importieren würde, dann könnten sie sich den ID4 ins Museum stellen.
Andreas meint
Ein Fahrzeug mit VW Logo drauf ist kein VW, aha. Auch egal, am Ende geht es nur darum, dass Umsatz und Gewinn in die Kasse von VW fließt.
Future meint
Das ist der Punkt. Den Käufern ist das Markenzeichen wichtig. Alles andere ist egal. Für den Konzern ist der Gewinn wichtig. Alles andere ist egal.
Paule meint
Tatsächlich verdient VW kein Geld. Ja, die Bilanz weist Gewinn aus, diesen Trick ist bekannt. Jeder Unternehmer weiß, wenn er am Ende des Jahres mehr neuw Schulden hat als Gewinn, hat er versagt.
Der Konzern hat mehr Verbindlichkeiten als Kapital. Die sind höher als der Umsatz. 400Millarden Miese vs 6 Millarden Gewinn. Was für eine Blamage!
IDFan meint
Schön, dass du dich so sehr ärgerst. Dann war das ja genau die richtige Nachricht.
Future meint
Ein Vorstand ist ja auch kein Unternehmer, sondern Angestellter. Deshalb ist das mit den Schulden nicht so wichtig bei VW.
Paule meint
Bei VW mag das zutreffen.
MK meint
@Paule:
Ich würde Ihnen mal einen BWL-Kurs empfehlen (und ja, den kann man nicht in drei Zeilen abwickeln):
In einer „Gewinn- und Verlustrechnung“ werden nur Abschreibungen, nicht aber Investitionen berücksichtigt.
Heißt: Schulden und Gewinn zu vermischen macht keinen Sinn und Bargeld auf einem Konto macht für ein Unternehmen einfach keinen Sinn. Also: ein Unternehmen, dass tatsächlich „mehr Verbindlichkeiten als Kapital“ hat, ist insolvent. Aber Kapital ist eben nicht Geld auf dem Konto, sondern Anlagevermögen, also auch Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Patente und sonstige Besitztümer. Und Kapital ist damit auch was ganz anderes als Gewinn.
Da man meist weniger Zinsen bekommt als die Inflationsrate, ist Geld auf dem Konto zu haben, eher ein fatales Signal. Tatsächlich ist eine eigenkapitalquote von 30% bis 35% für Großkonzerne schon enorm hoch. Das heißt: 2-bis 3mal mehr Schulden als Vermögen (was eben nicht der Gewinn oder das Geld auf dem Konto ist) sind die Norm und oft ein gutes Signal, dass das Unternehmen in die Zukunft investiert.
Beim Anlagevermögen kommt die veränderte Abschreibungsgesetzgebung hinzu…und höhere Abschreibungen ändern rein praktisch gar nichts, auf dem Papier bedeuten sie aber einen enormen Verlust bzw. Gewinneinbruch.
Und warum sollte VW das tun? Weil sich Steuern wie die Gewerbesteuer einzig und alleine an dem ausgewiesenen Gewinn bemessen. Also: Ja, man kann als Konzern den Gewinn beeinflussen. Aber Ziel ist eigentlich immer, den Gewinn auf dem Papier möglichst weit zu drücken, um die Steuerlast zu drücken. Alles andere wäre aus unternehmerischer Sicht kontraproduktiv (wenn man nicht grade als Gesamtkonzern zum Verkauf steht und den Kaufpreis hochtreiben will).
Paule meint
Nicht alles was du schreibst ist falsch. Geht aber komplett am Thema vorbei.
Warum gehst du nicht darauf ein, dass die Verbindlichkeiten bei Volkswagen wesentlich höher sind als die Summe von Cash, Anlagevermögen und allen anderen Werten? DAS ist deren Problem. Und genau an der Stelle bezweifle ich, dass du BWL wirklich verstanden hast.
Ein Verschuldungsgrad wie bei VW ist katastrophal.
David meint
Mk, du hast eine Engelsgeduld und schreibst einen langen Beitrag, der G&V, Bilanz und aktuelle Finanzstrategien zusammenbringt. Nur ist das vergebene Liebesmüh. Ihm ist ja nicht einmal aufgefallen, dass selbst aus dem Tesla Bereich alle anderen nicht wagen, diesen Argumentationspfad zu beschreiten, weil sie entweder wissen oder zumindest ahnen, dass das nicht haltbar ist.
MK meint
@Paule:
Damit sind wir dann wohl wieder beim Thema „Eigenkapitalquote“…wie gesagt sind Quoten um die 30% da vollkommen in Ordnung und die erreicht VW. Vergleichen Sie das doch mal mit anderen DAX-Konzernen aus anderen Branchen oder ausländischen Konzernen wie Toyota, Ford, GM, Hyundai oder ähnlichen. Da werden Sie feststellen, dass VW sehr gut dabei ist.
MK meint
@David:
Ich glaube, „Paule“ versteht durchaus einiges davon und will einfach nur ein bisschen schlechte Stimmung verbreiten. Aber grade deswegen finde ich, sollte so ein bewusst verbreitete Aussage nicht unwidersprochen stehen bleiben.
IDFan meint
Marktführer in Deutschland ist der VW Konzern. Wer ist aktuell Marktführer in China? Richtig, auch der VW Konzern.
Future meint
Da China die Subventionen und Rabatte für Elektroautos abgeschafft hat, wird VW jetzt wieder mit seinen Verbrennern den Markt übernehmen. 22 Prozent Marktanteil bei Verbrennern sind unschlagbar. Bei den Elektroautos hat VW auch schon einen Marktanteil im niedrigen einstelligen Bereich in China. Ich denke, dass VW nicht nur im Januar und Februar Marktführer in China bleiben wird. Vermutlich hat VW jetzt einfach verstanden, was China von VW gerne kaufen möchte. Nio lernt in Europa auch dazu. Jetzt ist doch wieder alles gut und entspannt. Die VW-Fans werden jetzt auch nicht mehr so säuerlich sprechen über den Klassenfeind in China. Das Geld wied wieder verlässlich aus China nach Wolfsburg überwiesen.
Böhser Neffer meint
Wer soll den Quatsch kaufen, mit Geely, SAIC und BYD gibt es genug Chinesen im europäischen Markt die man auch ohne größere Kopfschmerzen kaufen oder wenigstens leasen kann, aber ein windiges Startup wie Nio?
R2D2 meint
Die BEV Welt wird sich auch ohne Nio weiter drehen… jedesmal wenn ich an so einer lustigen Batterietauschstation bin, also als dummer HPC Kunde, ist der Rollladen unten… von dem Zukunftsmodell…
daher noch mal meine eindrückliche Frage: WARUM? sollte ich eine Batterie buchen? Diesen dann in MEINEN beisein tauschen lassen? DANACH, meine eh übliche Pause machen sollen? nach dem umparken natürlich…?
Jeff meint
Eklär mal wo du lädst wnen alles belegt ist?
Gibt immer eindrucksvolle Videos vom Chinesischen neujahr mit vollen Ladeparks und ich rede da nicht so spielzeug dingern wie 12 Ladeports wie bei uns sondern 50+. Da wird über 200 mal am Tag die Batterie getauscht weil sonst alles überfüllt ist.
2ter asprekt ist der Austausch der technik gegen neuere z.b. full lfp oder NC akkus oder was es sonst noch geben wird.
Aber am ende lade ich auch zu 99% an der AC säule also auch egal.
Ben meint
Wie lang stehst du an einer Tauschstation mit 12 Akkus wenn der Tausch 5min dauert und du der 12. in der Reihe bist…richtig 3x so lang wie ein normales BEV am HPC.
M. meint
Du hadt die durchschnittlich 1-stündige Anfahrt vergessen.
(Ja – manche kommen direkt dort vorbei, mit leerer Batterie oder 70% SoC.
Andere nie, und fahren dorthin 2 Stunden)
Böhser Neffe meint
Das ist ein Argument gegen reine BEVs, nicht für Wechsel-Akkus. EREVs wären der Königsweg, da bräuchte es nichtmal eine flächendeckende öffentliche Ladestruktur.
Tinto meint
Schließen die Wechselstationen immer noch Abends um 20.00h?
Keine Panik, Morgens öffnen sie schon um 8
Paule meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Future meint
Tauschstationen braucht es in Europa (aktuell) nicht, da es genügend Ladeinfratsruktur gibt. Allerdings finde ich es interessant, dass sich der Akku beim Nio in ein paar Minuten ausbauen lässt. Das dauert bei anderen Herstellern einen ganzen Tag oder geht gar nicht mehr, weil alles verklebt ist. Wenn also ein Modul oder der ganze Akku kaputt geht, dann ist das beim Nio kein Problem und ist fix erledigt.
MainTower meint
Am besten überhaupt keinen Vertrieb mehr, spart sich Nio Frust und Geld das sie ohnehin nicht haben, da helfen auch keine schicken Hochglanzprospekte. Deren Autos will hier niemand, je früher Nio das erkennt, unso besser. Oder wieviele Vertriebschefs wollen sie noch kündigen?
David meint
Sie haben dieses Jahr bereits sechs Autos bei uns zugelassen. Wenn sie ihre Mannschaft in der Zentrale austauschen, könnten auf diese Art weitere 20,30 Autos dazukommen.
MainTower meint
Ob das eine gute Idee ist? Die Mannschaft wird ja bald nicht mehr benötigt.
Paule meint
Der D.av.id ist rausgeflogen, soso.
Klar, wenn man den ganzen Tag hier daddelt, hat man keine Zeit zum Autos verkaufen.
Jeff meint
Die Autos sind sehr gut, der Vertrieb und das Marketing sind es halt nicht.
Technisch ist der EL6 dem Enyaq RS sowohl in Preis als auch ausstattung überlegen. Wird halt nicht vermarktet.
M. meint
Kann man unter FUD einsortieren.
Der EL6 kostet mit 100 kWh Batterie für 529 km nach WLTP schlappe 75.000 Euro.
Die Batterie verkaufen die allerdings nicht gerne, sondern vermieten sie lieber für 289,- pro Monat. Dann sieht der Kaufpreis auch freundlicher aus.
Aber das nutzt ja nichts.
Jeff meint
45k kostet der EL6
75kwh akku(vergleichbar mit enyaq) kostet 12k oder 169€
100kwh kostet 21k oder 289€
M. meint
Das ist ja Unsinn. Der Kaufpreis stimmt nicht (sagt die Nio-Seite), und wer kauft denn ein Auto ohne Batterie?
Achso – die kann ich dazu mieten.
Umsonst? Nein, dafür wollen die nochmal Geld sehen.
169 bzw. 289 Euro pro Monat!
Hast du vergessen, hm?
Und nein, die 75er ist nicht vergleichbar, weil man Akkus ja nicht braucht, um Strom spazieren zu fahren, sondern um gewisse Strecken damit zurücklegen zu können.
Wollen wir da mal vergleichen?
Fein:
Skoda Enyaq RS: 522 – 556 km WLTP, mit Batterie ab 58.600 € (LP)
Nio EL6 75 kWh: 406 km WLTP, 53.500 + 12.000 = ab 65.500 €
Nio EL6 100 kWh: 529 km WLTP, 53.500 + 21.000 = ab 74.500 €
Jetzt kann man natürlich sagen, der Skoda ist zu langsam*, usw. … aber der Vergleich war ja nicht meine Idee.
*5s statt 4,5s auf 100
M. meint
Das ist falsch, Betrag hängt seit gestern.
Paule meint
Überleg mal warum. Vielleicht weil nicht zugelassen werden kann, dass die ganzen frei erfundenen Geschichten von dir veröffentlicht werden?
M. meint
Naja, da er inzwischen veröffentlicht wurde und die Zahlen nachprüfbar stimmen (sie stammen von den jeweiligen Herstellerseiten), gibt es hier nur noch eine frei erfundene Story.
;-)
MK meint
Ein Auto, dass deutlich mehr kostet, ist also preislich überlegen?
Unabhängig davon: Wie drückt sich diese „Überlegenheit“ Ihrer Ansicht nach denn sonst aus? In einem um rund 25% höheren Verbrauch? Oder doch eher in der langsameren Ladeleistung?
MainTower meint
Die hier mittlerweile übliche China Propaganda
Future meint
Man sollte sich nicht immer so überheblich verhalten gegenüber der chinesischen Technologie. Deutsche Elektroautos haben in China ja keine Chance, wie wir wissen. Aber es werden immer noch sehr viele deutsche Verbrenner in China verkauft. Deshalb sollte sich Deutschland freundlicher gegenüber China verhalten und dankbar sein für das Vertrauen und für das viele Geld, das immer noch in China verdient wird. Gerade in unsicheren Zeiten wie jetzt ist das doch eine gute Option.
M. meint
Das liegt aber nicht an der Technologie,,sondern am einfachen Fakt,,dass auch Chinesen lieber bei Landsleuten kaufen. Es hat hat 40 Jahre Schule gebraucht, bis das realistisch war.
Dass das so ist, wrkennt man übrigens daran, dass europäische Autos sich auch dann nicht mehr wie chinesische Autos verkaufen, wenn man sie mit Chinesen entwickelt und von Chinesen designen lässt. Dann kann es ja an 2 Dingen nicht mehr scheitern:
– für China übliche Technik
– für China übliches Design
Was anderes ist das, was Chinesen hierzulande anbieten. Die Nio sind hübsch (ET5 touring für mich, rein optisch), aber wenn sich ein deutscher Hersteller trauen würde, mit 100 kWh (siehe EL6) gute 500 km WLTP-Reichweite zu liefern – sorry, das ist Audi Q8 e-Tron Niveau. Da kann man schon mal fragen, wo der technische Vorsprung steckt.
Ein Vergleich: ein etwa gleich großer BMW iX3 hat 8% mehr Akku, aber >50% mehr Reichweite. Und kostet quasi das gleiche.
(EL6 Bestandsfahrzeuge gehen bis über 82k€)
Für 50% mehr Reichweite!
Und dann versucht man, die Kunden für dumm zu verkaufen:
Batterie 21.000 €, oder 289,- / Monat
Heißt: in 6 Jahren hat man die bei Nio abbezahlt, aber man zahlt ja weiter…
So wird das nichts werden. Und hier kann man ja tatsächlich mal sagen, dass es genauso vorhergesagt wurde.
Quasi: „time has told“.
Future meint
Die älteren Chinesen kaufen sehr gerne deutsche Verbrenner. In 2025 hat VW beispielsweise immer noch über 2 Mio. Verbrenner in China verkauft. Die Chinesen haben nur bei den Elektroautos kein Vertrauen mehr in die deutsche Technologie. Man kann also nicht behaupten, dass die Chinesen grundsätzlich lieber bei »Landsleuten« kaufen.
Das Verbrennergeschäft ist auch immer noch das Hauptgeschäft der deutschen Hersteller – 80 bis 90 Prozent der Peoduktion sind doch Verbrenner. Elektroautos spielen also noch keine große Rolle bei den deutschen Herstellern.
MK meint
@Future:
Mir ging es nicht um „chinesische Technologie“ oder „deutsche Verbrenner“, sondern einzig und alleine komplett solitär betrachtet den direkten Vergleich zwischen Nio EL6 und Skoda Enyaq RS…dass dieser Vergleich auch deshalb zu Gunsten des Skodas ausfällt liegt natürlich auch daran, dass der Skoda 2025 ein umfangreiches Facelift bekommen hat und der Nio schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, aber es ändert halt nichts am Ergebnis: In diesem ganz speziellen Fall (und nur um den geht es) schneidet der Skoda in wichtigen technischen Parametern besser ab als der Nio.
M. meint
„Die Chinesen haben nur bei den Elektroautos kein Vertrauen mehr in die deutsche Technologie. Man kann also nicht behaupten, dass die Chinesen grundsätzlich lieber bei »Landsleuten« kaufen.“
So kurzes Gedächtnis? Ich kopiere mal:
„Dass das so ist, erkennt man übrigens daran, dass europäische Autos sich auch dann nicht mehr wie chinesische Autos verkaufen, wenn man sie mit Chinesen entwickelt und von Chinesen designen lässt. Dann kann es ja an 2 Dingen nicht mehr scheitern:
– für China übliche Technik
– für China übliches Design“
Verbrenner werden die einfach selbst nix haben. Oder die Alten sind es nicht gewohnt, bei Chinesen zu kaufen. Trauen denen nicht, zu nah am Staat, was auch immer. Aber die verschwinden ja auf natürliche Weise (falls diese „Statistik“ stimmt).
Dann endet auch dieses Geschäft, an dem alleine der Hersteller schuld ist, und nicht etwa der Kunde, obwohl der vielleicht ja… wenn er wollte… China hat sicher HPCs bis in die letzte Provinz flächendeckend ausgebaut.
PHEV und Rex sind übrigens auch Verbrenner. Aus keinem anderen Grund ist der Benzinmotor an Bord.
Tinto meint
Die Chinesen, in diesem Fall Nio, verhalten sich überheblich gegenüber uns, wenn sie glauben uns ihre minderwertige Technik zu überhöhten Preisen andrehen zu können. Die sollten Dankbar sein hier überhaupt ein paar Stück davon absetzen zu können. Wenn Future dafür den Bückling gegenüber seinen Chinesischen Freunden macht, dann darf er das gerne tun, aber ich bevorzuge die Beziehung auf Augenhöhe, und die ist hier schlicht nicht gegeben. Hier dominieren die einheimischen Hersteller, da müssen sich die Chinesen doppelt anstrengen um Akzeptanz zu finden. Deshalb Nio, bringt gute Autos die werden dann auch gekauft. Gar von Marktführerschaft zu träumen wie Future das gerne hätte, dafür reicht das Gebotene im harten deutschen Markt bei weitem nicht aus.
Jeff meint
Du findest 190kw langsam?
interessant…was hat der enyaq RS noch gleich?
Jeff meint
@alle anderen…
erstmal probefahren und dann Stammtisch. VW oder mercedes sind längst abgehängt auch wenn das manche noch nicht einsehen wollen.
MK meint
@Jeff:
Der Enyaq RS hat 250 kW, also fast 1/3 mehr…
Und: Sind Sie denn selber den 2025 neu erschienenen Enyaq RS mal probe gefahren, bevor Sie den als „abgehängt“ bezeichnen?
M. meint
Jeff meint
13.03.2026 um 20:02
@alle anderen…
erstmal probefahren und dann Stammtisch. VW oder mercedes sind längst abgehängt auch wenn das manche noch nicht einsehen wollen.
Der fährt bestimmt gut, kein Zweifel.
Die wesentlichen Kritikpunkte haben damit aber nichts zu tun.
Der Verbrauch ist zu hoch, die Wechselstationen sind von der Verbreitung einfach lächerlich, die Ladeleistung ist allenfalls mittelmäßig – und dafür ist die Kiste einfach zu teuer. Wenn bei 53k wenigstens die kleine Batterie drin wäre – wäre immer noch zu teuer, aber nicht mehr so obszön überteuert.
Kleine Batterie 50, große 55k. Das wäre ein Preis.
Wie gesagt: ein iX3 zum gleichen Preis (mit Ausstattung) hat ~780 km Reichweite, nicht 520. Lädt doppelt so schnell. Da kommt mit der Zeit richtig was an Zeitersparnis zusammen. Und an gesparten Ladekosten.
Oder ein Volvo EX60, meinetwegen! Gleiches Thema.
Wer das Auto nicht nur zum gucken, sondern auch zum fahren kauft, muss da doch gar nicht lange überlegen.
Und… wenn VW und Mercedes abgehängt sind – vielleicht sind die das, aber nicht von Nio.
Future meint
Wenn im Autodeutschland so säuerlich auf einen kleinen chinesischen Autohersteller reagiert wird, dann ist das doch ein Indiz dafür, dass es in der Branche wohl große Unsicherheiten geben könnte. Sogar Matthias Müller hat sich jetzt in einem aktuellen Interview dazu geäußert und etwas von DDR 2.0 geraunt. Ich dachte ja, der wäre schon in Rente und wohnt längst bei den anderen in Andalusien.
M. meint
Ja, „Future“, die 6 Autos bisher in 2026 haben die komplette Industrie verunsichert.
Vielleicht sind’s inzwischen sogar 10. Langsam wird’s echt brenzlig.
Future meint
Nio ist noch am Anfang. Auch Vermarktung müssen sie lernen. Aber sie probieren es aus und justieren nach. Es ist doch so, das auch die deutschen Hersteller erst lernen mussten, was in China nachgefragt wird und warum das so ist. Kulturelle Unterschiede sind eben da – aber man lernt, auch voneinander. Man muss Nio also etwas Zeit lassen. Deutsche Hersteller haben auch viele Jahr gebraucht, um in fremden Kulturen zum Marktführer zu werden.
M. meint
Das mussten die deutschen Hersteller eigentlich nicht lernen.
Da stand eine chinesische Delegation mit dem Vizewirtschaftsminister unangemeldet in WOB am Werkstor, und wollte den Santana.
(Und dann Fabriken, und dann JointVentures,…)
Jaja, leicht verkürzt, aber im Grunde war es so.
IDFan meint
M., im Kern stimmts. Aber sie waren nicht nur bei VW. GM machte das beste Angebot. VW hatte da aber schon lange die Herzen der Chinesen erobert. VW hatte in den 70ern einen chinesischen Ingenieur, den man spontan fragte, ob er helfen könne, die plötzlich vor der Tür stehende Delegation in ihrer Muttersprache zu begleiten und so erführen die Chinesen ungefiltert von ihrem Landsmann, wie komplex das Feld Automobil ist und wie gründlich man hier arbeitet. Es gab auch später nichts zu bereuen. Nie vorher und nachher gab es eine Chauffeurslimousine, die so günstig zu bauen war wie der Santana.
Powerwall Thorsten meint
Da hätte man den Postmann wohl besser zweimal klingeln lassen und auch beim zweiten mal besser nicht aufgemacht
M. meint
Ja, da war man zu freundlich.
Und zu gierig natürlich auch.
Future meint
Es geht aber auch um die Zukunft des größten Automarkts der Welt. Und ich finde, dass sich VW bemüht, zu verstehen, warum die Chinesen keine IDs gekauft haben. Jetzt wird nachjustiert mit neuen Modellen, um den Geschmack der Kunden besser zu treffen.
Der »Santana« des Elektrozeitalters von heute kommt eben von SAIC, XPeng oder Geely, vielleicht auch von BYD. Das hat VW jetzt verstanden. Kulturelle Unterschiede sind was ganz normales. Das verstehen so langsam auch die chinesischen Hersteller, wenn sie in neue Märkte kommen. Für uns Kunden ist eine große Auswahl natürlich auch was sehr schönes.