Fiat arbeitet laut einem Bericht an einer sportlichen Abarth-Version des Grande Panda und könnte damit zugleich eine Rückkehr der Performance-Marke zu Verbrennungsmotoren einläuten.
Bislang umfasst das europäische Portfolio von Abarth nur zwei Modelle – leistungsstarke Varianten des Kleinstwagens 500 und des kleinen Fiat-SUV 600 – beide ausschließlich elektrisch. Der Abarth 500e und Abarth 600e haben jedoch Schwierigkeiten, am Markt Fuß zu fassen, während auch Fiat insgesamt mit einer schwächeren Nachfrage nach E-Autos konfrontiert ist.
Als Reaktion darauf haben die Italiener bereits die ursprünglich rein elektrische Plattform des neuen 500 so angepasst, dass sie auch einen Hybridantrieb aufnehmen kann. Der im vergangenen Jahr eingeführte Grande Panda basiert hingegen auf der kostengünstig ausgelegten Smart-Car-Architektur des Mutterkonzerns Stellantis und wird je nach Markt mit Benzin-, Elektro- oder Hybridantrieb angeboten.
Im Zuge einer geplanten Modelloffensive rund um die Panda-Baureihe sieht Fiat nun die Chance, Abarth in ein neues Segment zu führen. Nach Informationen von Autocar wird schon an einer sportlichen Variante des Grande Panda gearbeitet, auch wenn eine endgültige Produktionsfreigabe ausstehe.
Konkretes wird noch nicht verraten
Abarth- und Fiat-Europa-Chef Gaetano Thorel bestätigte die strategische Richtung mit den Worten: „Sicher werden wir das Abarth-Erbe auch auf etwas anderes übertragen. Mehr können wir im Moment nicht sagen.“ Konkrete technische Details zur möglichen Antriebslösung gibt es nicht. Allerdings deutet die Verwandtschaft der Smart-Car-Plattform zur STLA-Small-Architektur darauf hin, dass auch leistungsstärkere Antriebe integriert werden könnten.
Hinweise auf mögliche Konzepte liefert ein zuvor gezeigter Grande Panda 4×4, der laut Abarth-Verantwortlichen über eine „elektrifizierte innovative Hinterachse“ verfügen soll. Denkbar wäre dabei Autocar zufolge eine Kombination aus Verbrennungsmotor an der Vorderachse und zusätzlichem Elektromotor zur Leistungssteigerung.
Sowohl Thorel als auch Fiat- und Abarth-CEO Olivier François betonen, dass man eine Rückkehr zu Verbrennungsmotoren ernsthaft prüfe. „Wenn es um hohe Leistung geht, sind Elektroautos das Beste, was man anbieten kann“, so François. Gleichzeitig sei man sich bewusst, dass viele Abarth-Kunden Wert auf Klang und ein unmittelbares Fahrerlebnis legen.
Thorel unterstrich die emotionale Bindung der Kundschaft an die Marke und ihre Tradition als Tuning-Spezialist. Gerade bei Stromern fehle die Möglichkeit zur individuellen technischen Anpassung. Deshalb werde geprüft, ob ein neuer Abarth mit Verbrennungsmotor realisiert werden könne – vorausgesetzt, er entspreche den markentypischen Anforderungen und sei technisch umsetzbar.

Gerry meint
Wer mit halbwegs Sachverstand wünscht sich denn eine Verbrennerversion vom Grande Panda ? 🙄
TomTom meint
Gibt’s doch schon – den Hybrid.
Den werden sie ordentlich hichzüchten und nen Turbo ranschrauben.
Eventuell versuchen sie das auch beim neuen 500er Mildhybrid – aber da ist der Bauraum extrem begrenzt…
Eddie Sombrero meint
Die sollen erstmal einen gescheiten E Motor einbauen. 113 PS träge wie ein Saugmotor, das geht auch besser.