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Hyundai setzt in Europa auf Produktoffensive und Händlerbindung

02.04.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Hyundai

Bild: Hyundai (Symbolbild)

2025 stagnierte Hyundai in Europa bei den Pkw-Neuzulassungen. Zähle man den türkischen Markt und die osteuropäischen Länder dazu, habe man mit 603.000 Einheiten etwas über dem Vorjahresergebnis gelegen, erklärt der Chef der südkoreanischen Marke Xavier Martinet im Gespräch mit der Automobilwoche. Er verweist auf das Ergebnis im Privatkundengeschäft, wo der Marktanteil 4,7 Prozent betragen habe. Im Flottenabsatz sieht er noch Potenzial.

„Es reicht nicht, nur auf die Stückzahlen zu schauen“, betont Martinet, der auf eine breitere Basis setzt, die auch den starken Absatz von Elektrofahrzeugen und die Erreichung der CO₂-Ziele umfasst. Für das Jahr 2026 ist er optimistisch. Hyundai plant eine Produktoffensive und wird in den nächsten 18 Monaten fünf neue Modelle vorstellen, die sich auf die volumenstarken Segmente B und C (Klein- und Kompaktwagen) konzentrieren. Diese neuen Fahrzeuge werden den Absatz zwar noch nicht in diesem Jahr signifikant steigern, aber die positiven Auswirkungen sollen ab 2027 spürbar sein.

In Deutschland, wo Hyundai im vergangenen Jahr einen Rückgang von drei Prozent auf etwa 94.000 Fahrzeuge hinnehmen musste, erwartet Martinet eine ähnliche Entwicklung wie in Europa: ein stabiles Jahr 2026, gefolgt von Wachstum ab 2027. Ein Grund für den Rückgang hierzulande war der hohe Anteil an Eigenzulassungen in den Vorjahren, den Hyundai 2025 erfolgreich zurückfahren konnte. Aktuell liegt dieser Anteil noch bei etwa 30 Prozent und sinkt weiter. Trotz dieser Herausforderung sieht Martinet das Unternehmen gut positioniert: „Wir waren in Deutschland die stärkste asiatische Marke mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent.“ Besonders hervorhebt er den überdurchschnittlichen Marktanteil bei den vollelektrischen Fahrzeugen.

Die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Marken wie SAIC und BYD sieht Martinet nicht als unmittelbare Bedrohung. „Der Wettbewerb war noch nie so stark wie heute“, räumt er ein, doch Hyundai habe es geschafft, den Marktanteil zu verteidigen. Der Manager ist überzeugt: „Wir sind in Europa stark aufgestellt: Mit unseren Produkten, unserem Design, unserem Service und unseren Antrieben verfolgen wir die richtige Strategie. Das ist entscheidend.“

Die Rolle der Händler sieht Martinet als entscheidend. Sie seien das „Gesicht zum Kunden“ und ein wichtiger Bestandteil der Markenstrategie. Die Südkoreaner legen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Händlern, die in der Lage sein müssen, ihre Kunden durch guten Aftersales-Service zu binden. Auf die Frage, ob Hyundai in Deutschland zu viele Händler habe, antwortet Martinet, dass er mit der aktuellen Situation zufrieden sei. Der Mix aus großen Autohausgruppen in Städten und kleinen Händlern auf dem Land sei für die Marke optimal.

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig)
Tags: EuropaUnternehmen: Hyundai
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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