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Rolls-Royce startet „Coachbuild Collection“ mit E-Auto-Project „Nightingale“

17.04.2026 in Neue Modelle von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

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Bilder: Rolls-Royce

Rolls-Royce stellt mit Project Nightingale ein neues, elektrisch angetriebenes Cabrio in limitierter Auflage vor. Der Zweisitzer ist das erste Modell einer neuen Coachbuild Collection der BMW-Tochter und soll nach Angaben des Unternehmens einen grundlegenden Wandel in der Gestaltung künftiger Fahrzeuge anstoßen.

Von dem Elektroauto entstehen nur 100 Exemplare. Der Preis beginnt bei rund 7 Millionen Pfund (ca. 8 Mio. Euro), dürfte durch die umfangreichen Individualisierungsmöglichkeiten jedoch deutlich steigen. Unter dem Namen Coachbuild Collection will Rolls-Royce künftig im Abstand von zwei bis drei Jahren weitere limitierte Fahrzeuge mit eigenständigem Design und hohem Personalisierungsgrad auflegen.

Die neue Reihe wird zwischen Einzelstücken aus der Serienproduktion und den besonders exklusiven vollständigen Coachbuild-Modellen positioniert. Alle 100 Fahrzeuge von Project Nightingale sind bereits vergeben, die Käufer wurden vom Unternehmen ausgewählt. „Wir sprechen hier nur mit unseren besten Kunden“, so Manager Phil Harnett gegenüber Autocar.

Die Erprobung des neuen Modells soll in diesem Sommer beginnen, die ersten Auslieferungen sind für 2028 vorgesehen. Obwohl das Fahrzeug noch als Konzept gilt, beziffert Rolls-Royce den Serienreifegrad bereits auf 99 Prozent. Das Elektro-Cabrio versteht sich als moderne Interpretation des 17EX Torpedo, eines stromlinienförmigen Touring-Testchassis auf Basis des Phantom I von 1928. Mit 5,76 Metern entspricht seine Länge der des Phantom, ein großer Teil davon entfällt auf das lang auslaufende Heck.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Rolls-Royce

Zugleich weist das Modell auf eine überarbeitete Formensprache der Marke unter Designchef Domagoj Dukec hin, der 2024 innerhalb der BMW Group zu Rolls-Royce wechselte. „Es wird alles prägen, was danach kommt“, erklärt Dukec. Project Nightingale nutzt zwar wie die übrigen Modelle der Marke die Plattform Art of Luxury, soll aber überwiegend aus eigenständigen Teilen bestehen und nur wenig mit dem „kleineren“ Serien-Elektroauto Spectre gemeinsam haben.

Die Coachbuild Collection richtet sich an Kunden, die ein individuelles Rolls-Royce-Modell wollten, aber nicht die Zeit für die intensive Einbindung in das vollständige Coachbuild-Programm hatten. Interessenten werden bereits in der Skizzenphase eingebunden, müssen aber nicht den Umfang der Mitarbeit leisten, der bei einem vollständig exklusiven Coachbuild-Fahrzeug verlangt wird.

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Das Projekt eröffnet den Designern zudem Spielraum für experimentelle und extravagante Elemente, die später in Modelle mit höherem Volumen einfließen sollen. Zugleich soll die Reihe ein wichtiger Umsatztreiber werden. Rolls-Royce verkaufte im vergangenen Jahr 5664 Fahrzeuge. Die starke Personalisierung soll bei den neuen Modellen höhere Margen ermöglichen.

Dass das erste Fahrzeug der neuen Reihe ein Cabrio ist, hängt laut Rolls-Royce mit dem Ziel zusammen, Autos zu schaffen, die nicht nur in Garagen stehen. „Das ist kein Showcar. Das ist ein Auto zum Fahren“, sagt Harnett. Die Serienversion wurde an Kunden in den USA, Europa und Asien in Links- und Rechtslenker-Ausführung verkauft. Die künftigen Auflagen der Coachbuild Collection können unterschiedlich groß ausfallen, sollen aber exklusiv bleiben.

Mehrere technische Daten sind noch offen. Fest steht nach Harnetts Angaben, dass das kommende Coachbuild-Collection-Modell eine größere Batterie als der Spectre mit seinem 107-kWh-Lithium-Ionen-Akkupack erhalten und dabei eine Reichweite bieten soll, die „nahe“ an dessen 530 Kilometern liegt.

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Via: Rolls-Royce
Tags: Rolls-Royce NightingaleUnternehmen: Rolls-Royce
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    17.04.2026 um 12:51

    Puh! Das finde ich mehr als mutig. Dabei glaube ich keinesfalls, dass das Luxusauto im Elektroautozeitalter keine Zukunft hat. Aber ab 8 Millionen für einen Neuwagen ist ein Wort. Zumal es ein elektrifiziertes Corniche Cabrio für £400.000 gibt, das vielleicht sogar mehr Stil hat. Aber man muss zugeben, die Leute in der Kundenbetreuung bei Rolls-Royce kennen ihre Kunden sehr gut. Das ist also nicht vergleichbar damit, mit zackigen Strichen ein Kinderauto zu zeichnen und es dann mit untauglicher Technik zu bauen ohne vorher zu prüfen, wer das eigentlich kaufen würde.

    Antworten
  2. eBikerin meint

    17.04.2026 um 11:59

    Gefällt mir super – leider nicht so ganz meine Preisklasse.

    Antworten

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