Mercedes-Benz stellt die erste rein elektrische C-Klasse vor. Das Elektroauto soll die bekannten Kernwerte der Baureihe fortführen, darunter Eleganz, Komfort, Intelligenz und Sportlichkeit. Vorstandschef Ola Källenius spricht von einem Gesamtpaket aus „Performance, Komfort, Dynamik und intelligenter Technologie“ und nennt das Modell die „sportlichste C-Klasse, die wir je gebaut haben“.
Die neue, knapp 4,9 Meter lange Limousine wird mit einer Reichweite von bis zu 762 Kilometern nach WLTP-Norm beworben. Sie fährt wie die schon gestartete neue Batterie-Version des SUV GLC auf der E-Auto-Plattform MB.EA-M. Die 800-Volt-Technologie und eine Batterie mit 94 kWh nutzbarem Energieinhalt sollen ermöglichen, in zehn Minuten bis zu 325 Kilometer Reichweite nachzuladen. Zudem ist das Fahrzeug für bidirektionales Laden vorbereitet.
Mit Blick auf das Fahrverhalten betont Mercedes-Benz eine 4,5-Grad-Hinterachslenkung, die den Wendekreis auf 11,2 Meter reduziert, sowie die Luftfederung Airmatic mit vorausschauender Dämpfung auf Basis von Car-to-X- und Google-Maps-Daten. Das Stuttgarter beschreiben die elektrische C-Klasse als agile Limousine für Kurven und lange Strecken.
Beim Klimakomfort verweist Mercedes-Benz auf eine Multi-Source-Wärmepumpe. Bei einer 20-minütigen Fahrt bei minus 7 Grad Celsius heize sich der Innenraum doppelt so schnell auf wie in konventionell angetriebenen Modellen und benötige dabei etwa die Hälfte an Energie. Vorklimatisierung sei dafür nicht erforderlich.
Im Innenraum setzt man auf den 39,1 Zoll großen MBUX Hyperscreen mit Matrix-Backlight-Technologie und mehr als 1000 LEDs. Hinzu kommen der MBUX Virtual Assistant mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI), Navigation mit Electric Intelligence, MBUX-Surround-Navigation und ein Head-up-Display mit Augmented Reality. Über das Betriebssystem MB.OS sind regelmäßige Over-the-Air-Updates für die gesamte Fahrzeugsoftware möglich.
Das Interieur beschreibt der Hersteller als neue Komfortzone mit „Welcome home.“-Anspruch. Genannt werden fließende Formen, edle Materialien, ein zertifiziert veganes Interieur, „Twisted Diamond“-Nappaleder-Design, hoher Geräuschkomfort sowie Highend-Sitze mit Lordosenstütze, Massage, Sitzbelüftung und 4D-Sound. Im Sky-Control-Panoramadach sind 162 Sterne illuminiert, deren Farbe sich an die Ambientebeleuchtung anpasst.
Beim Exterieur hebt Mercedes-Benz eine coupéhafte Silhouette, ein athletisches GT-Heck und den Grill mit 1050 illuminierten Dots hervor. Das Modell folgt der neuen Designsprache der Marke. Die rein elektrische Antriebsarchitektur ermöglicht dabei ein neues Maßkonzept mit großzügigen Platzverhältnissen. Mit 2962 Millimetern ist der Radstand 97 Millimeter länger als bei der konventionell angetriebenen C‑Klasse-Limousine. Davon profitieren insbesondere die Frontpassagiere: Sie haben 12 Millimeter mehr Beinraum. Durch das serienmäßige Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorne um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus.
Für Alltag und Reisen führt Mercedes-Benz einen großzügigen Innenraum, einen variablen Kofferraum mit 470 Litern Fassungsvermögen und einen 101-Liter-Frunk (vorderer Stauraum) auf. Die Anhängelast wird mit bis zu 1,8 Tonnen angegeben. Zu den Sicherheits- und Assistenzsystemen zählen unter anderem Distronic, MB.Drive Assistenz, Pre-Safe-Kurvenfunktion und optional MB.Drive Assist Pro.
„Die sportlichste C‑Klasse, die wir je gebaut haben“
„Mit unserem KI‑gestützten MB.OS wird die neue elektrische C‑Klasse Intelligenz und Fahrdynamik auf ein neues Niveau heben. Sie ist die sportlichste C‑Klasse, die wir je gebaut haben – und zugleich ermöglicht sie dank Airmatic Luftfederung und Hinterachslenkung Fahrkomfort auf S‑Klasse-Niveau. Mit bis zu 762 Kilometern Reichweite und bis zu 325 Kilometern, die in nur zehn Minuten nachgeladen werden können, werden selbst lange Strecken mühelos und reibungslos“, so Mercedes-Entwicklungschef Jörg Burzer.
Kunden können zum Marktstart das leistungsstärkste Modell bestellen: den C 400 4Matic elektrisch mit 360 kW/490 PS. Das Spitzenmodell sprintet mit Allradantrieb in 4,0 Sekunden von null auf 100 km/h und hat eine Reichweite von bis zu 762 Kilometern. Durch die 800‑Volt-Technologie lassen sich in zehn Minuten bis zu 325 Kilometer nachladen. Die neue Lithium-Ionen-Batterie hat einen nutzbaren Energieinhalt von 94 kWh. Schnelles Gleichstrom-Laden (DC) ist an 800‑Volt-Säulen mit einer Leistung von bis zu 330 kW möglich. Mit dem optionalen DC-Konverter kann die Limousine auch 400‑Volt-Schnellladesäulen nutzen. Wechselstrom (AC) kann serienmäßig mit 11 kW geladen werden, gegen Aufpreis mit 22 kW.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
„Unter 70.000 Euro“ soll die elektrische C-Klasse dem Hersteller zufolge zum Marktstart als C 400 4Matic kosten. Ab Mai öffnen die Bestellbücher, beim Händler steht das Modell ab Sommer. Im nächsten Jahr sollen weitere Versionen mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten folgen. Darunter ist ein Heckantriebler mit einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 800 Kilometern – „das ist Benchmark im Segment der elektrischen Mittelklasse-Limousinen“, betonen die Schwaben. Das spätere Einstiegsmodell dürfte Berichten zufolge rund 60.000 Euro kosten.











EVrules meint
Wenn du denkst es geht nicht mehr – kommt von irgendwo ein schlimmeres Design her.
Mit dem abgewandelten Sprichwort muss ich sagen, dass weder BMW (schlimmes Interieur beim i3 und iX3), als auch bei Mercedes CLA und C-Klasse EQ, zwar fahrtechnisch sehr gut scheinen aber im Design absolut überzogen und geradewohl billig wirken.
Es gibt kein Aspekt, der mir Wertigkeit, „Premium“ und Prestige ausdrückt.
Was wir sehen ist eine animalische, derbe Designlinie – ohne Klasse und Charme.
Analog zu gewisser Klientel, welche sich durch viel zu enge Jeans und Hemden, oftmals an Fitnessstudios anzutreffen, stillos zur Schau stellt.
BEV meint
Ok, ist jetzt nicht so wegweisend … ein Auto das seit 2017 gebaut, gibts auch in einer Variante mit 750 km WLTP, abgesehen davon, dass die Zahl ansich nicht für jeden so entscheidend ist, hätte ich da jetzt wirklich mehr erwartet von einer C-Klasse im Jahr 2026
David meint
Jetzt könnte man sagen, die BMW schaffen 100 km mehr. Was ja auch stimmt. Aber im Grunde genommen, ist bereits 700 km WLTP ein Wert, der in der Praxis fast jedem reichen dürfte. Und wenn nicht, hat Mercedes Angebote bis 926 km WLTP. Trotzdem wird man sich bei Mercedes ärgern, dass BMW die 109 kWh Akkus anbietet. Für mich ist vor allen Dingen die Abgrenzung zum CLA nicht ausreichend vorhanden. Klar, man arbeitet über Länge und Extras. Aber am Ende ist auch in der C-Klasse nicht viel Platz und wer hinten praktisch einladen möchte, wird nur den CLA nehmen können.
Anonymous meint
Leider geil, gefällt mir besser als der i3, innen und außen, bin nur nicht die Zielgruppe.
Ich wünsche Mercedes wirklich, dass man mit dieser neuen Designlinie an alte Erfolge anknüpfen kann. Mit dem Innenraum werden sich bestimmt nicht alle anfreunden, aber zumindest von außen sieht es wieder aus wie ein richtiger Benz. So hätte das von Anfang an sein müssen und daran scheitert vor allem auch der EQS. Die Leute wollen Protz in der Klasse.
MrBlueEyes meint
Von vorne ein flacher GLC, da gab es keine Überraschungen…
Von hinten: wirkt irgendwie wie ein VW Arteon (/Shooting Brake) oder auch VW CC… bin mir unsicher, ob das nach Mercedes aussieht…
Der kleine Kofferraumdeckel macht natürlich wenig Spaß… da wird ein T-Modell schmerzlich fehlen…
Reichweite etwas enttäuschend mit 760 Km WLTP als C 400 4Matic (und das auch nur mit mini 18 Zöllern wahrscheinlich)… wie gesagt, der i3 50 xDrive wurde mit (ca.) 900 Km WLTP angekündigt… der hat minimal 19 Zoll meines Wissens…
Das Gewicht ist mit 2460 KG auch heftig… das sind 100 Kg mehr als ein iX3 als SUV
Cw-Wert natürlich super…
jm2c
cbzac meint
Das mit dem Gewicht stimmt, vor allem wenn man berücksichtigt, dass der iX3 20kWh mehr Batteriekapazität eingepackt hat!
Besser-BEV-Wisser meint
Irgendwie werde ich nicht warm mit dem aktuellen Mercedes Style. Die Proportionen stimmen, das wirkt markant und mächtig und Mercedesartig, viel besser als noch bei EQE und co. Aber der Rest?
– die massige Bildschirmwand ohne echte Usability
– breiter Mitteltunnel der dich einklemmt
– überall bling-bling Sterne und Ambientebeleuchtung damit es aussieht wie im Etablisment
– One-Bow Design, also ob man keinen Mut zur Limo mehr hat
– An den Lüftungsturbinen hat man sich auch sattgesehen
Immerhin stimmt die Technik, dann wird es schon seine Käufer finden. Es gibt ja noch andere Geschmäcker als den Meinen…
Mäx meint
Ob der Schritt sich nicht deutlicher vom one-bow Design zu verabschieden für Mercedes aufgeht?
Ich hätte eine deutlich klassischere Limousinenform am Heck erwartet.
Beim CLA ging das ja auch, dieser sieht ja auch konservativer an der C-Säule aus, bzw. hat einen längeren Überhang hinten.
Koalxo meint
Irgendwie sieht diese hochgebaute C-Klasse ziemlich geil aus. Mal abgesehen vom absolut übertriebenen Screen im Interieur. Hammermäßig, was BMW und Mercedes da gerade auf die Beine stellen. Sehr gut!
Justin Case meint
Wo sind die 4 Ringe am Single-Frame-Grill?
brainDotExe meint
Sieht doch insgesamt stimmig aus, wie bei Audi auch. Der Single Frame Grill hat halt etwas.
South meint
Die C Klasse bietet die Leistungsdaten, welche die Kunden wollen, 750 WLTP+ in Kombination mit 800V Technik für’s nachladen.Beim Rest kann immer mal hin- und herreden, also mir wäre der Bildschirm zu groß und nen Pixelfehler willst du da nicht haben und der Preis ab 60T finde ich sehr sportlich bepreist, mein Audi A6etron hat ne Klasse höher fertig 70T gekostet. Aber hey, mittlerweile gibts langsam Auswahl und ich finde die C Klasse von Aussen wirklich gelungen.
Einzig VW krebst noch länger mit alter 400V Technik und nem Harz 4 Interieur rum und nennt das auch noch „True Volkswagen“, aber bei 800V Technik, das war mir den Aufschlag zum Premium Wert, da ist der ID keine Alternative mehr…
cbzac meint
Das mit der Klasse höher beim A6 e-tron ist so eine Sache – der ist nämlich nur 1 cm länger als die neue C-Klasse und hat dabei einen kürzeren Radstand. Als Sportback hat er zwar einen etwas größeren Kofferraum, aber wenn man die jeweiligen Frunks mitrechnet, führt hier auch wieder die C-Klasse.
Die erste S-Klasse war kaum länger als die neue C-Klasse. Mir gefällt der Trend zum ständigen Upsizing nicht, aber das hat ja auch VW mit dem ID7 (4,96m) und BMW mit dem i5 (5,08m) vorgemacht.
South meint
Es geht bei der Klasse nicht nur um Länge, denn die E Klasse ist auch knapp 5m lang und da würde bei Mercedes ja auch keiner auf die Idee kommen, die E Klasse mit der C Klasse preislich gleichzusetzen…
Calimator meint
…und trotzdem führen VW, Skoda und Tesla die Zulassungszahlen in Deutschland an. Wer nicht regelmäßig Strecken über 400 km am Tag fährt und und meist zu Hause an der Wallbox lädt für den reichen auch 500 WLTP-km km und 400V.
Calimator meint
Bei aller Kritik an EQE und EQS aber wen will man mit dieser Nasenbär-Front abholen? Es wirkt wie eine billige Kopie des Audi-Single-Frame-Grill mit extra viel bling-bling. Finde ich persönlich seht schade, weil von der Seite und von hintern wirkt der Wagen echt gelungen und die technischen Daten lesen sich auch viel versprechend. Ob es den riesigen Bildschirm braucht ist auch eine Frage. Die meisten Beifarer schauen sowieso viel lieber ins eigene Smartphone oder sie schlafen.
ID.alist meint
Leider kein T-Modell. Und nein, der CLA ist kein Ersatz für die C-Klasse als T-Modell.