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Volkswagen präsentiert neuen Vollhybrid für Golf und T-Roc

24.04.2026 in Neues zu Modellen, Technik von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

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Bild: VW

Volkswagen hat einen neuen Vollhybridantrieb entwickelt. Er verbinde das temporär elektrische Fahren mit hoher Effizienz und großer Reichweite, erklären die Ingenieure. Der neue Antrieb soll ab dem vierten Quartal des Jahres im Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zum Einsatz kommen.

Auf Ladekabel und eine Ladeinfrastruktur sind die neuen Hybridmodelle nicht angewiesen: Die Energie für die elektrischen Antriebsphasen wird an Bord dieser Volkswagen per Rekuperation sowie Turbobenziner in Verbindung mit einem Generator gewonnen. Das neue Vollhybridsystem wird künftig in zwei Leistungsstufen angeboten und bietet gegenüber einem Mild-Hybridantrieb einen reduzierten Kraftstoffverbrauch.

Der Vollhybrid bietet laut den Wolfsburger zahlreiche Vorteile: Im Vergleich zu einem einfacheren Mild-Hybrid ermögliche er einen höheren elektrischen Fahranteil und damit niedrigere Emissions- und Verbrauchswerte sowie reduzierte Kraftstoffkosten. Gegenüber einem extern aufladbaren Plug-in-Hybridantrieb sei der Vollhybrid indes in der Anschaffung günstiger. Zudem benötige er keine Ladeinfrastruktur.

Beispiel Golf: Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung „Hybrid“ zu erkennen und schließt hier die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als „eTSI“ bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Letztere sind im Golf bestellbar unter dem Label „eHybrid“ oder als sportlicher GTE.

Der neue Hybridantrieb treibt die Vorderachse an. Er besteht im Wesentlichen aus dem Hybridmodul, dem Turbobenziner (TSI) und der Lithium-Ionen-Batterie. Das Hybridmodul beinhaltet unter anderem eine E-Maschine als Antriebsmotor, eine zweite E-Maschine als Generator, eine Leistungselektronik, ein Differenzial und 1-Gang-Getriebe sowie eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung samt eigener Steuereinheit, über die der TSI in den Antriebsstrang ein- und ausgekoppelt wird. Ebenfalls in den Vorderwagen integriert: ein elektrischer Klimakompressor und ein elektrischer Bremskraftverstärker (eBKV). Die auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie mit NMC-Zellen und einer in HEV-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) wird sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert.

Das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2), der zwei E-Maschinen und der Hochvoltbatterie – wurde von Volkswagen eigenen Angaben zufolge so konzipiert, dass eine gute Balance aus Effizienz, Dynamik und Komfort entsteht. Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetze oder unterstütze den Turbobenziner dabei in all jenen Phasen, in denen sie ein Plus an Effizienz biete. Zum Beispiel beim Anfahren, bei niedrigen Geschwindigkeiten und damit Stadtverkehr seien der Golf Hybrid und T-Roc Hybrid deshalb häufig rein elektrisch und infolgedessen sehr leise unterwegs.

Generell bietet der Antrieb drei Betriebsmodi, die vom Fahrzeug automatisch je nach Einsatzprofil aktiviert werden:

  • Antrieb per E-Maschine – Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten allein per
    E-Maschine, der TSI ist abgeschaltet.
  • Serieller Antrieb – E-Maschine plus Generator: Fahren per E-Maschine. Der TSI ist aktiv aber abgekoppelt, um in einem optimalen Betriebsfenster über einen Generator Energie für die E-Maschine zu erzeugen und damit die elektrische Reichweite zu verlängern.
  • Paralleler Antrieb – Benziner und E-Maschine – der TSI ist ab ca. 60 km/h auf Landstraßen und Autobahnen als primärer Antrieb aktiv; die E-Maschine unterstützt den Turbomotor, etwa als Booster beim Beschleunigen.

Man kann an Bord des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zwischen drei Fahrprofilen wählen: „Eco“, „Comfort“ und „Sport“. Im Fahrprofil „Eco“ wird die maximale Systemleistung auf 70 Prozent begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil „Comfort“ verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil „Sport“ wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht.

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Via: VW
Tags: VW Golf, VW T-RocUnternehmen: VW
Antrieb: Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Julian meint

    24.04.2026 um 13:26

    Wer braucht das noch?

    Antworten

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