Die durch den Iran-Konflikt steigenden Spritpreise führen bei Autovermietern bislang nicht zu einer spürbar höheren Nachfrage nach Elektroautos. Weder internationale noch mittelständische Mobilitätsanbieter verzeichnen nach eigenen Angaben ein gestiegenes Interesse an batterieelektrischen Fahrzeugen in der Kurzzeitmiete. Von einem Boom bei E-Auto-Anmietungen ist in diesem Segment nichts zu erkennen, berichtet die Automobilwoche.
Matthias Krohn, Präsident des Bundesverbands der Autovermieter Deutschlands und Geschäftsführer der Autovermietung Wucherpfennig, sagte dem Branchenportal: „Wir spüren derzeit keine signifikant verstärkte Nachfrage.“ Im Tagesgeschäft sei weiterhin eine deutliche Zurückhaltung zu beobachten. Wenn Interesse an Stromern bestehe, dann gehe es meist um Anmietungen über mehrere Monate.
Krohn verwies darauf, dass der aktuelle Konflikt möglicherweise Vorzieheffekte bei Menschen auslösen könne, die die Beschaffung eines E-Autos ohnehin geplant hatten, und zusätzlich einen Impuls geben könne. Nachhaltig wird diese Veränderung seiner Einschätzung nach jedoch nicht sein. Zuvor hatte der Autohandel von einem gestiegenen Interesse an Elektroautos in den vergangenen Wochen berichtet. Nach Angaben von Autoscout24 legte die Nachfrage nach E-Gebrauchten im vergangenen Monat um 39 Prozent zu.
Auch internationale Vermieter melden keine deutliche Veränderung. Sixt erklärte laut der Automobilwoche, weder in Europa noch in den USA eine signifikante Veränderung der Nachfrage nach E-Auto-Anmietungen festzustellen. Die Nachfrage nach rein batterieelektrischen Fahrzeugen bleibe weiterhin sehr gering, bei Langzeitmieten liege sie etwas höher.
Bei Europcar wird das E-Angebot nach Unternehmensangaben verstärkt von Geschäftskunden genutzt, während es bei Privatkunden noch nicht angekommen ist. Eine Sprecherin von Europcar Deutschland sagte der Automobilwoche , die Nachfrage nach nachhaltiger Mobilität steige aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen grundsätzlich. Zugleich sehen Vermieter praktische Hürden: Bei kurzen Anmietungen wollten sich Nutzer in der Regel nicht lange mit dem Laden und den Bedingungen dafür beschäftigen.
Hinzu kommt Kritik an den Rahmenbedingungen an Verkehrsknotenpunkten. Sixt-Finanzchef Franz Weinberger sieht Hubs wie Flughäfen und Bahnhöfe als Problem, weil dort in der Regel nicht nur Ladeinfrastruktur, sondern auch Elektrizität fehle. Als Beispiel führte er einen Flughafen mit einer Vermietflotte von insgesamt 14.000 Fahrzeugen an, der bis 2030 nur mit zwölf Schnellladesäulen ausgerüstet werden solle, und bezeichnet das als absurd.


M3P_2024 meint
Vielleicht kann man mal ein anderes Bildmaterial verwenden und nicht dauernd Werbung für einen Anbieter machen der über Elektromobilität in erster Linie jammert statt macht.
Ich hatte bei dem Anbieter zuletzt in 2024 „nur durch quängeln“ die Möglichkeit doch noch ein Tesla zu Testzwecken zu erhalten, mittlerweile dürften diese Fahrzeuge schon längst komplett ausgeflottet sein – und das elektrisch Angebot auch sonst eher dürftig bis sehr schwach, insbesondere im direkten Vergleich mit Europcar.