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MAN zeigt vollelektrischen eTGS für die Feuerwehr

22.05.2026 in Transport von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

MAN-eTGS-28.449-6×2-4-BL-CH-EB

Bild: MAN

Im Vorfeld der Interschutz 2026, einer Messe für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, zeigt MAN Truck & Bus als Weltpremiere den batterieelektrisch angetriebenen eTGS 28.449 6×2-4 BL CH EB für den Einsatz bei der Feuerwehr.

Der dreiachsige 28-Tonner ist als flexibel einsetzbarer Wechsellader (WLF) konzipiert und mit einem Abrollkippersystem von Meiller ausgestattet. Den Antrieb dafür übernimmt der optional für den eTGS verfügbare elektromechanische Nebenantrieb (emPTO). Dieser bietet bis zu 90 kW/121 PS Spitzenleistung und 620 Nm Drehmoment.

Die zentral im Rahmen positionierte CCD-Antriebseinheit des eTGS leistet umgerechnet 330 kW (449 PS) und sein maximales Drehmoment von 1150 Nm steht von 0 bis 2740 U/min zur Verfügung. Die Kraftübertragung erfolgt über MANs integriertes automatisiertes TipMatic 4-Gang-Getriebe auf eine vom Diesel bewährte Antriebsachse.

Das speziell auf Einsatzfahrten ausgelegte Fahrprogramm Emergency bietet den Angaben zufolge kürzeste Schaltzeiten bei minimiertem Zugkraftverlust und eine auf optimale Beschleunigung ausgelegte Rückschaltlogik. Das Fahrgestell mit einem Radstand von 4850 Millimetern verfügt in der gezeigten Konfiguration über fünf NMC-Hochvoltbatterien (Nickel-Mangan-Cobalt) mit einer nutzbaren Gesamtkapazität von 400 kWh.

Das 2240 Millimeter breite und 2280 Millimeter lange Fahrerhaus bietet einer dreiköpfigen Besatzung komfortablen Platz mit drei luftgefederten Komfortsitzen mit integrierten höhenverstellbaren Dreipunktgurten für sichere Einsatzfahrten. Das optionale digitale Spiegelersatzsystem MAN OptiView soll tote Winkel weitgehend eliminieren. Die DIN-gerechte feuerwehrtechnische Ausstattung des Fahrzeugs realisiert das MAN Modification Center in Wittlich.

„Mit dem vollelektrischen MAN eTGS zeigen wir, dass Elektromobilität auch im Feuerwehreinsatz eine sinnvolle, lokal emissionsfreie und von fossilen Energieträgern unabhängige Alternative zum herkömmlichen Verbrennerantrieb darstellt. Dabei steht er hinsichtlich Aufbaubarkeit und Einsatzverlässlichkeit vergleichbaren Diesel-Fahrzeugen in nichts nach“, sagt Christian Höhns, Leiter Kommunalfahrzeuge MAN Truck & Bus Deutschland.

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Via: MAN
Tags: E-EinsatzfahrzeugeUnternehmen: MAN
Antrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MK meint

    22.05.2026 um 11:15

    Ein Durchschnitts-Wechsellader-Fahrzeug in rot mit Blaulicht? Ich bin beeindruckt…

    Aber mal im ernst: MAN (und auch Daimler Truck) sollte sich schnellstens mal mit den Aufbauherstellern austauschen, wie man Elektromobilität in die Feuerwehren bekommt. Der größte in Europa (Rosenbauer), der Dieselfahrzeuge meist auf MAN oder Mercedes aufbaut, hat vor lauter Verzweiflung schon längst ein eigenes Elektro-Fahrgestell entwickelt, womit Mercedes und MAN da plötzlich raus sind…einfach nur, weil man so lange geschlafen hat. Ob Rosenbauer das, wo man das jetzt einmal hat, wieder einstellt? Wahrscheinlich nicht. Jetzt sollte man also schauen, dass andere nicht auf ähnliche Gedanken kommen und den Zieglers, Magirus usw. dieses Landes vielleicht mal schnell Kooperationen dahin gehend anbieten?

    Das gilt übrigens für alle Spezialanwendungen: Faun als einer der größten Müllfahrzeughersteller (und da machen Elektroantriebe mit planbaren Routen, Einsatzzeiten und ständigen Stopps ja noch viel mehr Sinn) wirbt auf seiner Homepage natürlich mit vollelektrischen Müllfahrzeugen: Sind die Diesel meist auf Mercedes Econic aufgebaut, setzt man beim Elektroantrieb auf Designwerk…wobei da Faun einfach das günstigste einkaufen wird und der Weg „zurück“ zu MAN/Mercedes deutlich offensichtlicher ist als bei Rosenbauer, die Fertigung und Entwicklungsabteilung jetzt halt einmal aufgebaut haben…und das Fahrgestell natürlich auch anderen Firmen anbieten könnten.

    Antworten
  2. Anti-Brumm meint

    22.05.2026 um 10:50

    Bei E-Antrieb in derartigen Nutzfahrzeugen würde mich interessieren, wie oft so ein Fahrzeug im Einsatz ist, und wann sich ein E-Antrieb dort rentiert. Bei einem Feuerwehrfahrzeug wahrscheinlich eh täglich.
    Gab mal einen Podcast über (potentielle) E-Mähdrescher, wo man relativ schnell zum Schluss gekommen ist, dass das dort vollkommen illusorisch ist. 10 Monate Garage und dann ein paar Wochen Volleinsatz bei hoher Dauerleistung. Das wäre eine enorme Ressourcenverschwendung.

    Antworten

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