Die EU-Neuzulassungen von Autos stiegen bis April 2026 im Jahresverlauf um 4,2 Prozent. Der Markt profitierte weiter von starker Nachfrage nach verschiedenen elektrifizierten Technologien.
Hybridfahrzeuge blieben mit 38,2 Prozent Marktanteil die bevorzugte Antriebsart in der EU. Rein batterieelektrische Autos erreichten 19,7 Prozent Marktanteil, nach 15,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Plug-in-Hybride kamen auf 9,6 Prozent.
In den ersten vier Monaten 2026 wurden 746.899 Elektroautos neu zugelassen, womit diese 19,7 Prozent Marktanteil erreichten. Drei der vier größten EU-Märkte, die zusammen 64 Prozent dieser Zulassungen ausmachten, wuchsen deutlich: Italien um 73,1 Prozent, Frankreich um 48,2 Prozent und Deutschland um 41,3 Prozent. Belgien legte um 1,1 Prozent zu.
Bei Hybridautos stiegen die EU-Neuzulassungen auf 1.447.864 Einheiten, was einem Marktanteil von 38,2 Prozent entspricht. Italien wuchs um 25,5 Prozent, Spanien um 19,7 Prozent, Deutschland um 6,6 Prozent und Frankreich um 2,3 Prozent.
Plug-in-Hybride erreichten 364.067 Einheiten. Dies ist vor allem auf steigende Absatzzahlen in Schlüsselmärkten wie Italien (+99,2 %), Spanien (+64,3 %) und Deutschland (+17,6 %) zurückzuführen. Teilzeitstromer mit Stecker machen nun 9,6 Prozent der Zulassungen in der EU aus, gegenüber 7,9 Prozent im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
Benziner und Diesel verloren Marktanteile. Der gemeinsame Anteil fiel von 38,1 auf 30,2 Prozent. Benziner sanken um 17,7 Prozent auf 854.843 Zulassungen und 22,5 Prozent Marktanteil. Diesel gingen um 16,1 Prozent zurück und machten 7,7 Prozent der Neuzulassungen aus.

David meint
Also kaufen auch dieses Jahr 80 % der Kunden Verbrenner. Nicht dass ich das gut finde, aber nur noch einmal als Eye-Opener gesagt. Wer sich für ein BEV entscheidet, ist immer noch ein Sonderling.
Mäx meint
Ich bin gespannt ob man die Einordnung jemals ändern wird.
Für die Einordnung wie bisher spricht Greenwashing, 38% Hybrid klingt ja schon ganz schön nachhaltig und ist damit eigentlich ganz nett für die Automobilbranche.
Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass es schwieriger ist dem Verkäufer ein Nischenfahrzeug zu verkaufen (7,7% nur noch Diesel Tendenz abnehmend).
Zum BEV Anteil: Das Wachstum (25-30% pro Jahr) mal bis 2030 gehalten und wir hätten 50% BEV Neuzulassungen in der EU!
25% PHEV (hälftig von den BEVs wie aktuell) und der Rest dann noch 20% Hybrid und 5% Benzin+Diesel+andere.
Das wäre schon ziemlich cool.
MK meint
@Mäx:
Ich wäre auch dafür, „Mildhybride“ ohne die Möglichkeit, Strom zu laden, auch als Verbrenner und nicht nur in der Hybrid-Kategorie auszuweisen.
Übrigens auch grade, weil es auch Hybride immer häufiger nur noch in Kombination mit Benzinern gibt (siehe z.B. Mercedes CLA). Dann könnte sich auch keiner mehr den Diesel-Anteil schön reden und es würden vielleicht mehr Menschen verstehen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis erste Innenstadt-Tankstellen, die nicht von LKW angefahren werden, Diesel komplett aus dem Portfolio werfen. Und dann noch einen Diesel verkaufen? Dürfte schwierig werden…