Alfa Romeo plant die Einführung eines neuen Kompaktwagens (C-Segment). Es handelt sich dabei um das erste Schrägheckmodell der Stellantis-Marke seit der Einstellung des Giulietta im Jahr 2020. Die Basis stellt die neue „STLA One“-Architektur des Mutterkonzerns, die auch beim nächsten Peugeot 308 sowie beim Opel Astra zum Einsatz kommen wird.
Die Architektur ist eine Multi-Energie-Plattform. Sie kann sowohl elektrische als auch Verbrennungsmotoren aufnehmen. Alfa Romeo will laut Autocar beide Antriebsarten anbieten, um die Marktreichweite seines neuen Kompaktmodells zu vergrößern.
Die Bestätigung des neuen Modells folgt auf den „Investor Day“ von Stellantis diesen Monat. Dort wurde ein Plan vorgestellt, bis zum Jahr 2030 weltweit 110 neue Modelle über alle Marken hinweg mit verschiedenen Antrieben einzuführen. Emanuele Cappellano, der europäische Chef von Stellantis, bestätigte Autocar zufolge bereits die Entwicklung eines neuen mittelgroßen SUV als Nachfolger des Tonale sowie eines exklusiven Sportwagens in Kooperation mit Maserati.
Der neue Kompaktwagen soll das Angebot ergänzen. Das Modell soll „auf Ikonen wie dem 147 und dem Giulietta aufbauen“, so Alfa Romeo. Es wird erwartet, dass der Nachfolger des Tonale und der neue Kompaktwagen eine ähnliche Grundstruktur sowie viel gemeinsame Technologie nutzen werden. Die rein elektrischen Varianten sollen mit einem 800-Volt-System für schnelles Laden ausgestattet sein. Die Verbrenner-Versionen sollen die Mild- und Plug-in-Hybrid-Systeme von Stellantis nutzen. Zudem ist eine Steer-by-Wire-Funktion möglich, bei der es keine mechanische Verbindung des Lenkrads zu den Rädern gibt.
Ein genauer Zeitplan für den nächsten Kompaktwagen von Alfa Romeo steht noch nicht fest, doch der Tonale soll nach Informationen von Autocar 2029 ersetzt werden. Die Produktion der aktuellen größeren Modelle Giulia (Limousine) und Stelvio (Stelvio) soll im nächsten Jahr enden. Ob man danach weiter in der Mittelklasse (D-Segment) mit einem Wagen antreten wird, prüfen die Italiener gerade.
„Alfa Romeo setzt die eigene Strategie mit Disziplin und Vision um und will das Produkt zukünftig noch mehr in den Mittelpunkt jeder Entscheidung stellen“, so das Unternehmen kürzlich. Das erklärte Ziel sei, „weiterhin authentische Alfa Romeos zu entwickeln und die einzigartige und ikonische Positionierung der Marke weiter zu stärken“.

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