Nissan, die Universität Oxford und der Batteriematerialhersteller Gelion haben das Forschungsprojekt „Cost-effective, Resilient Solid-state Li–S (CoRe-SoLiS)“ gestartet. Das Vorhaben wird von der britischen Regierung gefördert und hat ein Gesamtbudget von 3,4 Millionen Pfund, was etwa 3,9 Millionen Euro entspricht. Rund zwei Drittel der Kosten werden durch öffentliche Förderungen gedeckt.
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Feststoff-Lithium-Schwefel-Akkus mit hoher Energiedichte, großer Langlebigkeit und hoher Ladeleistung. Dabei soll die Integration von nano-verkapseltem Schwefel (NES) in eine Batteriezelle realisiert werden. Gelion Technologies forscht bisher an Materialien für Batterien mit flüssigem Elektrolyt, möchte die NES-Kathode jedoch in Nissans künftigen Festkörperbatterien für Elektroautos verbauen.
Gelion plant, die herkömmliche Kathode von Lithium-Ion-Batteriezellen durch den nano-verkapselten Schwefel zu ersetzen. Das Material gilt als kostengünstig, leicht beschaffbar und lässt sich in bestehende Produktionslinien integrieren. Das Projekt soll die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich beschleunigen, insbesondere bei der Integration der NES-Kathode in Festkörperbatteriesysteme.
Bisher sind Li-S-Batterien aufgrund von Polysulfiden als in Bezug auf Leistung und Zyklenlebensdauer eingeschränkt. Die Projektpartner streben an, diese Probleme mit der NES-Technologie zu lösen, die Leistungsniveaus ermöglichen soll, die für Schwefelkathoden bisher als unerreichbar galten.
„Das Projekt kombiniert Gelions bahnbrechendes NES-Kathodenmaterial auf Schwefelbasis mit Nissans weltweit führender Expertise in der Entwicklung von Festkörperbatterien“, so die Partner laut dem Portal Electrive. Ziel seien energiereiche und langlebige Lithium-Schwefel-Festkörperakkus zur ausdrücklichen Nutzung im Automobilbereich. „Die Ergebnisse von CoRe-SoLiS werden die zukünftige Skalierung, Fertigung und Vermarktung von Festkörperbatterien vorantreiben und das Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit im Automobil- und Energiespeichersektor eröffnen“, heißt es.
Die Partner beabsichtigen, durch die Integration der kostengünstigen Schwefelkathode die Haupthindernisse für die Massenmarkteinführung von Festkörperbatterien Langlebigkeit und Kosten zu beseitigen.

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