Der deutsche Privatmarkt hat im Mai 2026 laut Dataforce erneut deutlich zugelegt und verzeichnete mit einem Plus von 8,4 Prozent bei den Zulassungen den vierten Wachstumsmonat in Folge. Damit konnten die Rückgänge in anderen Segmenten ausgeglichen werden, sodass auch der Gesamtmarkt leicht wuchs.
Insgesamt wurden 239.448 Neuzulassungen registriert, was einem Zuwachs von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Allerdings gilt es zu bedenken, dass dieses Jahr zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen, um Neufahrzeuge zuzulassen.
Während der Privatmarkt zulegte, entwickelten sich mehrere andere Marktsegmente rückläufig. Der relevante Flottenmarkt verlor 5,5 Prozent, der Fahrzeugbau 7,7 Prozent und der Fahrzeughandel 3,8 Prozent. Die Autovermieter bauten ihre Bestände dagegen aus und erreichten ein Plus von 0,9 Prozent.
Im Privatmarkt spielte die neue Elektroauto-Kaufprämie, die im Mai erstmals offiziell beantragt werden konnte, eine wichtige Rolle. Der Marktanteil reiner Stromer stieg auf 36,4 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert des Jahres. Zudem wurden im Privatmarkt knapp 16.000 mehr E-Autos zugelassen als im Mai des Vorjahres, während die Zahl der Diesel- und Benzinerzulassungen um rund 11.000 zurückging.
In den Flotten verloren Verbrenner fast 8000 Einheiten. Gleichzeitig kamen dort lediglich 3400 Elektroautos hinzu, wodurch der Rückgang nicht ausgeglichen werden konnte. Im Fahrzeughandel nahm insbesondere die Zahl der Plug-in-Hybride zu. Dabei wird von den Analysten auf Zulassungen von chinesischen Plug-in-Modellen auf Händler verwiesen.
Der Transportermarkt setzte seinen Rückgang fort und verzeichnete ein Minus von 6 Prozent. „Hier schlagen sich wirtschaftliche Unsicherheiten noch einmal stärker durch als bei den Pkw“, erklären die Analysten. Die Flotten gaben um 10 Prozent nach, die Autovermieter verloren 11 Prozent und der Fahrzeugbau 1 Prozent. Der Fahrzeughandel legte dagegen mit mehr als 800 zusätzlichen Fahrzeugen und einem Plus von 13 Prozent zu. Der Privatmarkt für Transporter sank um 11 Prozent.
„Unsere Prognose hat sich bewahrheitet: Im Mai sind die E-Zulassungen durch die Kombination hoher Spritpreise und der Kaufförderung noch einmal angestiegen. Insgesamt bleibt die Lage am Automarkt aber immer noch angespannt, da sich vor allem Flotten momentan lieber zurückhalten. Dennoch passiert einiges, vor allem in Richtung der Antriebswende“, so Dataforce.

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