Die neue Elektroauto-Kaufprämie der Bundesregierung verzeichnet nach dem Start im Mai weiter einen hohen Zuspruch. Wie Umweltminister Carsten Schneider (SPD) mitteilte, gingen in den ersten drei Wochen nach Beginn des Förderprogramms mehr als 50.000 Anträge ein.
Konkret wurden seit dem 19. Mai insgesamt 51.128 Anträge registriert, wovon 46.157 auf vollelektrische Fahrzeuge oder Stromer mit Brennstoffzelle entfielen. Für Hybridfahrzeuge sowie Elektrofahrzeuge mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator zur Reichweitenverlängerung (Range Extender) wurden 4971 Anträge gestellt.
Schon zwei Wochen nach dem Start des Zuschusses waren fast 42.000 Anträge eingegangen, in der ersten Woche knapp 33.000. „Die neue Förderung für Elektroautos wirkt“, sagte Bundesumweltminister Schneider laut der Autogazette zu den aktuellsten Zahlen.
Die meisten Anträge wurden bisher für vollelektrische Autos gestellt. „Das ist kein Wunder: Es gibt immer bessere E-Autos, mehr Ladesäulen und endlich auch kleine und günstige Modelle“, so Schneider. Mit der staatlichen Subvention würden Stromer auch für Haushalte erschwinglich, die sie sich bisher nicht leisten konnten. Die bisherigen Zahlen zeigen laut dem SPD-Politiker, dass die soziale Staffelung des Förderprogramms wirkt.
Die Teilnahme an der E-Auto-Kaufprämie setzt voraus, dass das Fahrzeug seit 1. Januar 2026 zugelassen ist. Die Höhe des staatlichen Zuschusses wird durch Faktoren wie das Modell, das Einkommen und die Familiengröße bestimmt. Die Subvention erfolgt unabhängig vom Listenpreis und gilt somit auch für teure Fahrzeuge. Die Basisförderung beträgt 3000 Euro für Elektroautos, für bestimmte Plug-in-Hybride und Range Extender 1500 Euro. Bei teilelektrischen Modellen ist ein CO2-Ausstoß von weniger als 60 Gramm pro Kilometer oder eine E-Reichweite von mindestens 80 Kilometern erforderlich.

ID.alist meint
….wovon 46.157 auf vollelektrische Fahrzeuge oder Stromer mit Brennstoffzelle entfielen.
Ich denke mal das Ministerium wird dazu gezwungen jedes mal Autos mit Brennstoffzelle zu nennen, egal ob diese gekauft werden oder nicht.
embee meint
naja, ist bestimmt n hoher Prozentsatz :D
South meint
Das Ziel der neuen Förderung ist nicht auf möglichst hoch Stückzahlen ausgelegt, sondern fördert gezielt geringere Einkommen, was absolut richtig ist. Übrigens werden über die 0,25% Versteuerungen (mit der Deckelung bei 100T€) durchaus auch teure eAutos von entsprechend Besserverdienenden gefördert.
Der Kritikpunkt ist momentan eher, dass auch sehr große ineffiziente BEV (und auch PHEV) gefördert werden, also der Verbrauch quasi keine Rolle spielt. An der Stelle müsste langsam wirklich angesetzt werden. Es sollte keine steuerliche Anerkennung oder gar eine Förderung mit Steuergeldern von überdimensionierten Modellen erfolgen, wenn dies nicht tatsächlich nötig ist.
Überspitzt ausgedrückt, ein Anwalt braucht kein D-SUV. Wer sowas unbedingt haben will, der soll gefälligst dafür voll bezahlen. Das muss natürlich sinnvoll gestaffelt werden, muss ja nicht jeder Golf fahren, aber die Auswüchse sollten auf keinen Fall staatlich auch noch gefördert werden.
embee meint
wenn ein Model Y (SUV) weniger verbraucht als ein ID.3 – was machste dann?
und ich habe von beiden Autos Praxiserfahrung…
aber generell haste ne ganz schöne Klassendenke und bist gegen das vermeintliche Establishment habe ich den Eindruck
zum Thema für geringe Einkommen: es geht um das zu versteuernde Jahreseinkommen und kommt man mit einigen Tricks auf mit 2 hohen Einkommen hin ;)