Shandong Bontu New Energy Vehicle Industry (Bontu) stellt seine Modellpalette für Europa vor. Der chinesische E-Fahrzeug-Hersteller bietet eine Reihe elektrisch angetriebener Vierradfahrzeuge an. Dazu gehören gehören zwei Minicar-Modelle sowie ein Kleinst-Nutzfahrzeug, das als Pick-up, Truck oder Cargo-Version erhältlich ist. Die Fahrzeuge sind unter anderem für Lieferungen auf der letzten Meile in städtischen Gebieten vorgesehen. Preise werden noch nicht genannt.
Das Unternehmen mit Sitz in Xintai in der Provinz Shandong wurde 2020 gegründet. Man sei auf Forschung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von E-Fahrzeugen spezialisiert und verfüge über Produktionsgenehmigungen für Motorräder und Spezialfahrzeuge, heißt es. Auf mehreren Produktionslinien für Mini-Nutzfahrzeuge würden Modelle von Kühlfahrzeugen über medizinische Varianten bis hin zu Fahrzeugen für Kurierdienste gebaut, um unterschiedliche Anforderungen der sogenannten letzten Meile abzudecken.
Die Modelle von Bontu verfügen über eine europäische Zertifizierung und werden weltweit verkauft. Das Angebot umfasst elektrische Vierradfahrzeuge mit unterschiedlichen Eigenschaften sowie Mini-Nutzfahrzeuge für verschiedene Kundengruppen. Die Fahrzeuge der Baureihen L6e und L7e können je nach Ausführung ab einem Alter von 14 beziehungsweise 16 Jahren gefahren werden.
Der Kleinstwagen Bontu BTE05 ist für den Stadtverkehr ausgelegt und als Zwei- oder Viersitzer erhältlich. Er ist 3000 Millimeter lang und erreicht mit je nach Version 13 bis 20 kW (18-27 PS) Leistung (20-30 kW/27-41 PS Peak) eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Je nach Batteriegröße von 13,9 oder 18,1 kWh beträgt die Reichweite 170 beziehungsweise 222 Kilometer. Zur Ausstattung zählen unter anderem ABS, Klimaanlage, Fahrerairbag, Rückfahrkamera, Parksensoren sowie ein 12-Zoll-Touchscreen.
Mit dem Minicar Bontu BTE09 richtet sich der Hersteller an eine jüngere Zielgruppe. Das 2750 Millimeter kurze Modell wird als zweisitzige L6e-Version und als viersitzige L7e-Version angeboten. Die L6e-Ausführung ist elektronisch auf 45 km/h begrenzt, die L7e-Version erreicht bis zu 75 km/h. Die Reichweite liegt je nach Batterieausführung mit 7,68 oder 10 kWh bei 130 beziehungsweise 150 Kilometern. Die Ladezeit beträgt drei Stunden. Zur Ausstattung gehören unter anderem ABS, EBD, EPS, HAC sowie ein 10-Zoll-Multimedia-Touchscreen.

Im Bereich der Mini-Nutzfahrzeuge bietet Bontu den Kastenwagen BTE03 in verschiedenen Konfigurationen an. Das Fahrzeug wurde nach Unternehmensangaben während der Entwicklung mehr als eine Million Kilometer unter extremen Temperaturbedingungen getestet. In der Standardausführung misst das Modell 3564 Millimeter in der Länge und verfügt über eine Nutzlast von 340 Kilogramm. Die Leistung beträgt 7,5 kW (10 PS), die Höchstgeschwindigkeit 81 km/h. Die Batterie mit 8,35 kWh ermöglicht eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern. Eine Vollladung ist in drei Stunden möglich.
Bontu hebt die Vorteile elektrischer Nutzfahrzeuge im Stadtverkehr hervor. Genannt werden geringere Betriebskosten, keine lokalen Emissionen, niedrige Geräuschentwicklung und Möglichkeiten zur intelligenten Flottenverwaltung. Nach Unternehmensangaben liegen die Energiekosten bei einem Drittel vergleichbarer Dieselfahrzeuge, während die Wartungskosten um 40 Prozent sinken. Die gesamte Fahrzeugpalette ist in der EU als L6e- oder L7e-Fahrzeug homologiert und kann in den Mitgliedstaaten für den Straßenverkehr zugelassen werden. Die Garantie beträgt drei Jahre oder 50.000 Kilometer.






















David meint
Das ist kein Wuling. Viel mehr war es so, dass in China ja jeder von jedem kopiert und so auch der Wuling von anderen Firmen schnell kopiert wurde. Das Original verkauft Ari Motors hier in Deutschland als Bruni. Dieses Fahrzeug dagegen heißt in China BAW Yuanbao. Das muss nicht unbedingt schlechter sein, offenbar ist hier die Fahrgastzelle aus Stahl und der Motor scheint mir von der Bauart her effizienter zu sein. Sie kosten dort übrigens in der Basisversion, die nicht der Basisversion hier entspricht, etwa 4000 €.
Einfach dorthin ziehen, dann kann man den für 4000 kaufen. Und wenn dann in Kommentarbereichen die üblichen despektierlichen Reden gegen das Heimatland geführt werden, das Heimatland dann aber China ist, erfährt so ein Mitmensch einen eigentlich auch jetzt schon dringend notwendigen Umerziehungsprozess.
Schließlich meint
Gibts den auch mit Anhängerzugvorrichtubg und Dachgepäckträger? Sonst ist der in Deutschland nicht verkäuflich. In China aös Wuling Mini EV kostet er ab 2700 Euro.
eBikerin meint
Der Mini EV ist von Saic/Wuling – sieht dem aber ziemlich ähnlich. Ist halt ne Chinesische Kopie eines chinesichen Autos ;-) Den Mini EV kannst du übrigens hier auch kaufen – kostet dann nach Förderung (keine Ahnung was das für eine sein soll – steht aber auf der Webseite) 11.990 Euro. Naja Schnäppchen geht anders.
volsor meint
Der Kleinstwagen Bontu BTE05 ist das richtige Fahrzeug für Pflegedienste.
Futureman meint
Preislich sollten sie eher im vierstelligen Bereich liegen und als Alternative zu einem E-Bike gesehen werden.
Future meint
Der Nutzwert ist allerdings deutlich höher als beim E-Bike: natürlich mehr Reichweite, mehr Platz für Beifahrer, Hund oder Gartenabfall. Und bei Regen und Sturm ist das sowieso besser als ein Bike.
Europa braucht viel mehr Microcars, damit Mobilität wieder billiger wird und weniger Raum und Ressourcen verbraucht. In Deutschland haben Microcars leider dieses »Renterimage«, obwohl doch gerade auch E-Bikes ein Rentnerimage haben müssen.
F. K. Fast meint
Microcars sehe ich bei uns nur von 16-Jährigen gefahren. Sie sollen allerdings eine Rundumleuchte auf dem Dach haben, damit man das Verkehrshindernis frühzeitig sieht. Ähnlich schnelle Traktoren sind wenigstens gross.
Referendar meint
Individual Mobilität darf nicht billiger werden, das ist der falsche Ansatz. Was billiger werden muss ist der ÖPNV.
eBikerin meint
Der ÖPNV ist doch für Leute die ihn regelmässig nutzen wollen super günstig.
Noch billiger kostet nur Geld und bringt rein gar nichts wie man am 9 Euro Ticket gesehen hat. Wenn man Leute zum ÖPNV bringen will, dann muss der zuverlässiger und vor allem besser ausgebaut sein. Beispiel: ich wohne recht zentral in der Stadt – mein Büro ist am Stadtrand (300K Einwohner) – Auto 15 Minuten – ÖPNV knapp 12 Stunde. Wenn ich noch jeden Tag ins Büro müsste – welches Verkehrsmittel würde ich wohl wählen? Spoiler: es wäre das deutlich teuere!
Future meint
Natürlich muss ÖPNV billiger werden. Aber Microcars und die geplante Kei Car Klasse in Europa sind endlich eine wichtige Strategie, um etwas gegen die viel zu großen und schweren Fahrzeuge in den Metropolen zu unternehmen. Hinzukommt, dass billige Autos eine gute Möglchkeit sind, weitere Zielgruppen in Europa für die Elektromobilität zu gewinnen.
Referendar meint
Die Innenstädte werden sowieso Autofrei, oder sind es teils schon. Ausserhalb der Städte sind diese Microcars nicht zu gebrauchen, und der spezifische Verbrauch gemessen am Nutzwert ist eher hoch mit 8kW/h
Das 9€ Ticket war ein voller Erfolg, selbst ich als überzeugter Autofahrer habe mir seit bald 50 Jahren wieder ein Monatsticket gekauft.
Referendar meint
Muss natürlich 8kWh/100 km heissen.