Stellantis Pro One hat seine Strategie bis 2030 vorgestellt und dabei eine umfassende Produktoffensive sowie den weiteren Ausbau seines Geschäftsmodells angekündigt. Die globale Nutzfahrzeugsparte des europäischen Autokonzerns Stellantis plant in diesem Rahmen zahlreiche neue Modelle. Gleichzeitig will man die Entwicklung zu einem umfassenden Ökosystemanbieter für gewerbliche Kunden vorantreiben.
Das Unternehmen verkaufte 2025 rund 1,65 Millionen Einheiten und zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Akteuren der Branche. In Europa und Südamerika ist Stellantis Pro One demnach Marktführer, im Nahen Osten und Afrika belegt die Sparte Platz zwei, in Nordamerika Platz drei. Die Strategie konzentriert sich auf Produktqualität sowie die Integration von Dienstleistungen und orientiert sich an den definierten Zielen für 2030: eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent, weltweite Marktführerschaft und eine Fahrzeug-Betriebsbereitschaft von 100 Prozent.
Im Mittelpunkt der Produktoffensive stehen elf neue Modelle bis 2030. Vorgesehen sind die Erneuerung bestehender Kernmodelle sowie neue Fahrzeuge in bislang nicht bedienten Segmenten. Darüber hinaus sollen zwei neue Multi-Energie-Plattformen für mittelgroße und große Transporter eingeführt werden, die auf der STLA-Brain-Architektur basieren.
„Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf Hybridantrieben“
Die neuen Plattformen werden Elektro-, Hybrid- und Verbrennerantriebe unterstützen. „Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf Hybridantrieben“, wird betont. Zudem kündigt Stellantis Pro One vier weitere Produktneuheiten an. Dazu gehören eine überarbeitete Kleintransporter-Baureihe mit Schwerpunkt Südamerika, eine umfassende Überarbeitung des Kompakt-Transporters sowie zwei neue Elektromotoren einschließlich neuer LFP- und NMC-Batterien zur Verbesserung von Reichweite und Erschwinglichkeit.
Auch das globale Pickup-Portfolio wird weiterentwickelt. In Südamerika erhalten die Modelle Fiat Strada und Fiat Toro Modellpflegen, während in Nordamerika die Markteinführung des Ram Rampage bevorsteht. Zusätzlich wird die Full-Size-Pickup-Palette in Nordamerika erneuert. Vorgesehen ist dabei auch der erste Elektro-Pickup mit Verbrennermotor als Stromgenerator („Range Extender“, REEV).
Im Segment der mittelgroßen Pickups verfolgt das Unternehmen einen zweigleisigen Ansatz. Einerseits entsteht im Rahmen einer bestehenden strategischen Partnerschaft ein neues Flaggschiffmodell, andererseits soll ein neuer mittelgroßer Pickup der Marke Ram für Nordamerika eingeführt werden. Dieses Modell soll die Wettbewerbsfähigkeit der Marke in diesem Marktsegment stärken.
„Vom Fahrzeuganbieter zum umfassenden Ökosystem“
Parallel dazu baut Stellantis Pro One sein Ökosystem aus. Fahrzeuge der nächsten Generation sollen Konnektivität, Dienstleistungen und künstliche Intelligenz integrieren und Teil eines vollständig vernetzten Systems werden. Das Ökosystem stützt sich auf fünf Säulen: Daten und Konnektivität, die Steuerzentrale Pro One Next, integrierte Dienstleistungen, das Programm Stellantis CustomFit sowie ein Netzwerk mit mehr als 21.000 professionellen Servicestellen.
Eine zentrale Rolle soll Pro One Next übernehmen, eine Lösung zur Sicherstellung der Fahrzeugbetriebsbereitschaft. Das System wird derzeit in Europa in speziellen Steuerzentralen getestet und ermöglicht Echtzeitüberwachung sowie proaktives Fallmanagement. Dazu Global Senior Vice President Stellantis Pro One Eric Laforge: „Mit Pro One Next machen wir einen entscheidenden Schritt in der Art und Weise, wie wir unsere Kunden in ihrer Geschäftstätigkeit unterstützen.“
Für die Zeit bis 2030 formuliert Stellantis Pro One ambitionierte Ziele. „Unser Ziel ist es, Stellantis Pro One als globale Referenz für Geschäftskunden und als weltweit führendes Unternehmen zu etablieren“, so Managerin Emanuele Cappellano. Unterstützt werden soll dies durch die Verbindung von Produktqualität, fortschrittlichen Technologien und einem integrierten Ökosystem sowie durch das Ziel einer Umsatzsteigerung von 30 Prozent und einer Fahrzeugbetriebszeit von 100 Prozent.

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