Eine aktuelle, von Statista für E.On durchgeführte Umfrage unter Menschen, die im eigenen Haus leben, zeigt eine hohe Offenheit für neue Stromtarife. 60 Prozent der Hausbesitzer mit Elektroauto, Wärmepumpe oder Solaranlage können sich demnach einen Wechsel auf einen dynamischen Tarif oder einen Festpreistarif mit flexiblem Zusatzservice vorstellen.
Unter den sogenannten Energiewende-Haushalten bevorzugen viele die finanzielle Sicherheit eines festen Strompreises. 33 Prozent der Hauseigentümer mit Elektroauto, Wärmepumpe oder Solaranlage können sich einen Festpreistarif mit flexiblem Zusatzservice vorstellen, während 26 Prozent einen dynamischen Tarif in Betracht ziehen. Martin Endress, der Kundengeschäft in der Geschäftsführung von E.ON Deutschland verantwortet, erklärt dazu: „Die Menschen bevorzugen sichere Tarife, das sehen wir auch in unserem Stromgeschäft.“
Sowohl dynamische Tarife als auch Festpreistarife mit flexiblem Zusatzservice können E-Autos, Wärmepumpen und Batteriespeicher bevorzugt in Zeiten geringer Energienachfrage und niedriger Strompreise laden. Voraussetzung dafür sind eine intelligente Steuerung der Geräte sowie ein „Smart Meter“ im Haushalt. Die Tarife unterscheiden sich dabei vor allem in der Preisgestaltung.
Bei dynamischen Tarifen orientiert sich der Strompreis an den schwankenden Börsenstrompreisen und kann sich alle 15 Minuten ändern. Festpreistarife mit flexiblem Zusatzservice bieten dagegen einen festen Preis pro Kilowattstunde (kWh). Zusätzlich erhalten Kunden einen Bonus, der die Stromrechnung reduziert. Das Risiko schwankender Börsenstrompreise tragen bei diesen Tarifen die Energieversorger.
E-Auto-Besitzer mit größter Wechselbereitschaft
Die höchste Wechselbereitschaft zeigt sich der Umfrage zufolge bei Hauseigentümern mit Elektroauto. In dieser Gruppe sind 66 Prozent offen für innovative Tarife, darunter 34 Prozent für einen Festpreistarif mit flexiblem Zusatzservice und 32 Prozent für einen dynamischen Tarif. Bei Befragten mit Wärmepumpe liegt die Offenheit bei 60 Prozent, bei Besitzern einer Solaranlage bei 55 Prozent.
Auch Haushalte, die entsprechende Energielösungen noch nicht besitzen, deren Anschaffung aber planen, zeigen eine mehrheitliche Offenheit für innovative Tarife. Bei Personen mit Kaufabsicht für ein Elektroauto liegt dieser Anteil bei 65 Prozent. Wer die Anschaffung einer Wärmepumpe plant, erreicht 63 Prozent, während bei geplanten Solaranlagen 60 Prozent offen für entsprechende Tarifmodelle sind.
Bei den geplanten Anschaffungen bevorzugen Interessierte ebenfalls häufiger Festpreistarife mit flexiblem Zusatzservice als dynamische Tarife. Unter den Befragten mit Kaufabsicht für ein Elektroauto entfallen 42 Prozent auf Festpreistarife mit flexiblem Zusatzservice und 23 Prozent auf dynamische Tarife. Bei geplanten Wärmepumpen liegen die Werte bei 39 beziehungsweise 24 Prozent, bei geplanten Solaranlagen bei 40 beziehungsweise 20 Prozent.
37 Prozent der Befragten verfügen bereits über eine Solaranlage, nach 34 Prozent im Vorjahr. Ein Elektroauto besitzen 22 Prozent der Befragten, nach 17 Prozent im Vorjahr, während 25 Prozent eine Wärmepumpe nutzen, verglichen mit 18 Prozent im Vorjahr. In eine eigene Photovoltaikanlage investieren wollen 40 Prozent der Hauseigentümer, beim Elektrofahrzeug sind es 20 Prozent und bei der Wärmepumpe 15 Prozent.


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