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Analyse: Nächste Phase der Elektromobilität entscheidet sich an der Ladesäule

29.07.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 55 Kommentare

Tesla-Model-Y-laedt-an-Supercharger

Bild: Tesla (Symbolbild)

Die Elektromobilität erreicht weltweit einen neuen Meilenstein: Im Jahr 2025 war jedes vierte neu verkaufte Fahrzeug ein Elektroauto. Die Transformation des globalen Automobilmarktes schreitet damit schneller voran als je zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt die siebte Ausgabe des „EV Charging Index“ der Unternehmensberater von Roland Berger.

Im Jahr 2025 stiegen demnach die weltweiten Verkäufe von Elektrofahrzeugen um mehr als 20 Prozent. Besonders Europa verzeichnete nach einem schwachen Vorjahr eine deutliche Erholung: Die Verkäufe legten um rund ein Drittel auf 3,7 Millionen Fahrzeuge zu. Damit erreichte die Elektromobilität in Europa einen Anteil von nahezu 30 Prozent an allen Neuwagenverkäufen. In Nordamerika dagegen führten politische Unsicherheiten und eine schwächere Konsumentenstimmung zu einer rückläufigen Marktentwicklung.

„Die nächste Phase der Elektromobilität entscheidet sich nicht mehr allein durch Fahrzeuge, sondern an der Ladesäule. Europas und Deutschlands Aufgabe ist klar: Das rasante Wachstum der E-Mobilität muss mit einem Ladeangebot einhergehen, das den Bedürfnissen der E-Auto-Fahrer von morgen gerecht wird“, sagt Martin Weissbart von Roland Berger.

Weltweit 2025 rund 1,1 Millionen neue öffentliche Ladepunkte installiert

Weltweit wurden 2025 rund 1,1 Millionen neue öffentliche Ladepunkte installiert, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist den Analysten zufolge kein Zeichen nachlassender Investitionen, sondern Ausdruck eines reifenden Marktes: Der Fokus verschiebt sich vom reinen Netzausbau hin zur Leistungsfähigkeit der Infrastruktur sowie schnellem und ultraschnellem (150 kW+) Laden. Dafür sorgen die steigende Nachfrage nach kurzen Ladezeiten und die zunehmende wirtschaftliche Attraktivität der Schnellladesäulen.

China bleibt Taktgeber der Elektromobilität. Das Land hat nicht nur die Marke von 50 Prozent Elektrofahrzeuganteil bei den Neuzulassungen überschritten, sondern prägt die globale Branche zunehmend durch seine technologische Führungsrolle und Kostenvorteile. Dieser Vorsprung zeigt sich auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur: In der Volksrepublik ist bereits fast jeder zweite öffentliche Ladepunkt ein Schnell- oder Ultraschnelllader, in Europa dagegen nur gut jeder fünfte.

Gleichzeitig tritt die Ladeinfrastruktur in eine neue Entwicklungsphase ein. In den vergangenen Jahren haben Betreiber massiv in Schnellladenetze investiert und damit Engpässe beseitigt, die viele E-Autofahrer in der frühen Marktphase noch als Hindernis wahrgenommen haben. Mit dem weiteren Hochlauf der Elektromobilität wächst die Zahl der Elektrofahrzeuge inzwischen wieder schneller als die Schnellladeinfrastruktur.

„In Westeuropa kommen derzeit durchschnittlich rund 45 batterieelektrische Fahrzeuge auf einen Schnellladepunkt“, so Roland Berger. „Dieses vergleichsweise niedrige Verhältnis zeigt, dass die Ladeinfrastruktur bislang mit der steigenden Nachfrage Schritt hält. Gleichzeitig eröffnet es Potenzial für eine höhere Auslastung der bestehenden Netze und damit für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur in den kommenden Jahren.“

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Via: Roland Berger
Tags: Ladestationen, SchnellladenAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. hu.ms meint

    04.08.2026 um 08:42

    Ca. 80% der autos in D stehen nachts oder tagsüber viele stunden nicht auf öffentlichen strassen.
    Es liegt also an den grundstückseigentümern, dort günstige AC-lader zu installieren.
    Und ja, das ist in vielen fällen aufgrund der kapazität der stromzuleitung zu den grundstücken nicht einfach – aber lösbar.

    Antworten
  2. 42 meint

    29.07.2026 um 15:30

    ich versteh das Problem nicht Tesla hat es schon vor vielen Jahren gelöst und hierzulande wird immer noch darüber diskutiert

    Antworten
    • MichaelEV meint

      29.07.2026 um 18:25

      Das ist eine Konzeptfrage. Günstige eigene Ladehardware, viele stark leistungsgeteilte Ladepunkte, geringe Kosten und schnell ordentliche Auslastungen, hoch integriert und perfekt koordiniert. Andere machen mehr oder weniger das Gegenteil.
      Hier erzählt man das Märchen, SuCs wären veraltet und müssten ausgetauscht werden. Auch hier ganz das Gegenteil, von solcher Ladeinfrastruktur wird noch sehr viel mehr gebraucht, die Ladeinfrastruktur Ex-Tesla ist eher konzeptlos bzgl. dem was die nächsten Jahre in Masse kommen wird (viele Fahrzeuge im Volumensegment mit überschaubaren Ladeleistungen wie die berüchtigten VW Vierlinge).

      Antworten
    • brainDotExe meint

      30.07.2026 um 18:53

      Ach bei Tesla gibt’s inzwischen Ad-Hoc Laden mit EC-Karte an allen Ladestationen?

      Antworten
  3. Jörg2 meint

    29.07.2026 um 14:33

    „Die China Stories der Unternehmensberatungen „vergessen“, dass in China die private Wallbox praktisch keine Rolle spielt. Nicht einmal Arbeitgeber dort denken im Traum daran, Ladevorrichtungen anzubieten. Du musst dort also statt zum tanken zum laden fahren.“

    Solchen, faktenfernen Unsinn schreibt nur jemand, der die Situation in China nicht kennt und sich Meinung zu Fakten halluziniert.

    Antworten
    • Paule meint

      29.07.2026 um 16:28

      Muss gestehen, hatte null Ahnung davon. Also mal schnell gegoogelt:

      „In China gab es Ende 2025 insgesamt knapp 20 Millionen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, wovon etwa drei Viertel (rund 15 Millionen) auf private Anlagen entfielen. Der Gesamtbestand an elektrifizierten Fahrzeugen (New Energy Vehicles inklusive Plug-in-Hybriden) lag 2025 bei etwa 34 Millionen Einheiten, wobei reine Batterieelektrofahrzeuge (BEVs) traditionell rund 70 % des Gesamtbestands an elektrifizierten Autos ausmachen“

      „Solchen, faktenfernen Unsinn schreibt nur jemand, der die Situation in China nicht kennt und sich Meinung zu Fakten halluziniert.“

      100% Treffer.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        29.07.2026 um 17:52

        Ja, man muss schon sehr blöde sein, wenn man nicht mal mehr in der Lage ist, selbsterzeugte „Fakten“ mal selbst gegenzuprüfen und davon ausgeht, kein anderer macht diese Prüfung.

        Früher hatte jedes Dorf seinen Deppen. Heute hat offenbar jeder Depp Internet.

        Antworten
  4. David meint

    29.07.2026 um 12:24

    Die China Stories der Unternehmensberatungen „vergessen“, dass in China die private Wallbox praktisch keine Rolle spielt. Nicht einmal Arbeitgeber dort denken im Traum daran, Ladevorrichtungen anzubieten. Du musst dort also statt zum tanken zum laden fahren.

    Das ist bei uns zu einem Großteil anders und es wird weiter in die Richtung gehen. Denn es ist absehbar, dass in den nächsten zehn Jahren in vielen Wohnanlagen eine Ladelösung installiert wird. Und ebenso ist noch eine zweistellige Millionenzahl von Ein- und Zweifamilienhäuser ohne Wallbox. Man kann davon ausgehen, dass im Zielbild dreiviertel aller Haushalte einen eigenen Stromanschluss zur Versorgung des Elektroautos haben werden.

    Damit will ich nicht sagen, dass es unzumutbar ist, nur im öffentlichen Raum zu laden. Aber es ist schon großer Komfort, eine eigene Tankstelle zu besitzen. Komfort, den die Chinesen nicht haben.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      29.07.2026 um 14:08

      Vollkommen richtig. Die Mehrheit der Deutschen hat prinzipiell irgendwie die Möglichkeit zu Hause zu laden, es muss nur umgesetzt werden.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        29.07.2026 um 14:56

        Laut Statistik leben in D mehr als 70% der Bevölkerung im städtischen Raum.
        Selbst, wenn da die Immo den eigenen Stellplatz hergibt, die Kabel liegen dann noch lange nicht in der Erde.

        Von „Mehrheit“ würde ich da nicht sprechen wollen.
        Aber ja, es gibt bei den jetzt bereits möglichen Szenarien (Eigenheimbestand, Wohnanlagen in den viel mögliche wäre sich aber Teile der Eigentümer sperren…) noch viel Luft nach oben.

        Antworten
        • Future meint

          29.07.2026 um 18:27

          In meinem Stadtteil, der sehr zentral liegt und eng bebaut ist, leben etwa 30.000 Menschen auf einer Fläche von 3 Quadratkilometern. Es gibt kaum private Stellplätze für die etwa 9.000 zugelassenen Fahrzeuge. Die Autos stehen fast alle an der Straße, manche in Sammelgaragen oder in Parkhäusern. Die Autofahrer sind also angewiesen auf öffentliche Ladeinfrastruktur – auch wohnortnah. Und das funktioniert auch: hier gibt es mehrere Ladehubs mit insgesamt über 30 AC-Ladepunkten, die mittlerweile alle gut genutzt werden.

        • M. meint

          30.07.2026 um 09:41

          „Städtischer Raum“ hat in der Definition mal überhaupt nichts damit zu tun, ob es einen eigenen Stellplatz gibt oder nicht.
          Das ist als Diskussionsgrundlage schlicht lächerlich.

        • Peter meint

          30.07.2026 um 11:49

          30% der Wohnungen (nicht der Bevölkerung, da sind es aufgrund Partnerschaften und Familien größere Anteile) liegen im Eigenheim, weitere große Anteile in kleineren Mehrparteienhäusern (Doppelhaushälfte, Reihenhaus, kleines 4-6-Parteienhaus), oft mir eigenen Stellplätzen.

          Natürlich stimmt das mit den Leitungen, aber üblicherweise werden Wohneinheiten mit 10-15kW Anschlussleistung kalkuliert. Da wäre sicherlich häufig aus Sicht der Last ein 7kW-Anschluss drin.

        • MichaelEV meint

          30.07.2026 um 16:59

          „aber üblicherweise werden Wohneinheiten mit 10-15kW Anschlussleistung kalkuliert“

          In der Spitze! Im Schnitt nach Berücksichtigung von Gleichzeitigkeit und Lastprofilen finde ich eher eine Größenordnung von 2kW pro Haushalt. Und viele große variable Verbraucher können bisherige Berechnungen schnell komplett sprengen.

          Hier wird Eigenheim = Stellplatz = private Wallbox pauschalisiert. Es gibt genug Fälle, die zwar einen eigenen Stellplatz haben, wo die eigene Wallbox aber eine komplette Illusion ist (z.B. separierte Garagen). Letztendlich zählen individuelle Kosten für die Installation und der wirklich entstehende Nutzen (Fahrleistung, Ersparnis zu Alternativen etc.).
          Und die vorteilhafte Situation privater Haushalte basiert auf einigem Schmuh, da stehen noch negative Überraschungen parat.

        • brainDotExe meint

          30.07.2026 um 18:56

          Laut Statistik haben in DE 75% der PKW in Privathaushalten einen privaten Stellplatz.
          Hier ist es also möglich Kabel zu verlegen.

        • hu.ms meint

          03.08.2026 um 18:15

          „wo die eigene Wallbox aber eine komplette Illusion ist (z.B. separierte Garagen). “
          Mini-Bagger leihen, kabel 60 cm tief verlegen, Keller/ Garagenwand durchbohren und wieder abdichten die beiden enden vom fachmann anklemmen lassen. Wo ist das problem ?

        • hu.ms meint

          03.08.2026 um 18:20

          75% – interessant. Das ist ein riesen BEV-potential °!
          Dazu noch die firmen-parkplätze während der arbeitszeit.

      • South meint

        29.07.2026 um 21:52

        Naja, du wirst ja auch schon mal in einer Großstadt gewesen sein, die Mehrheit, da würde ich mal sagen, wenn überhaupt, dann nur ganz knapp, aber noch wichtiger, es muss eben auch der Rest, egal ob 40% oder 30% die Möglichkeit haben, komfortabel und einigermaßen kostengünstig zu laden….den klein ist der Anteil definitiv nicht…

        Antworten
        • brainDotExe meint

          30.07.2026 um 18:57

          Großstädte sind in Deutschland selten.

          Laut Statistik haben in DE 75% der PKW in Privathaushalten einen privaten Stellplatz.
          Hier ist es also möglich Kabel zu verlegen.

      • Till meint

        30.07.2026 um 09:35

        Das ist leider nicht so einfach. Es beginnt mit dem Mindset. Menschen Ü70 sind nur in einer Minderheit bereit, für den letzten Lebensabschnitt nochmal „umzulernen“. Dann sind viele Häuser – gerade auch obiger Leute – in älteren Baujahren, mit Zählerschränken, die heutigen Vorschriften nicht mehr genügen. Da kommt neben der Wallbox ein riesen Kostenfaktor hinzu. 7.000€ bis 12.000€ für entsprechende Neuanlagen sind Standart. Da überlegen selbst 50 Jährige, ob und wie sich das ammortisiert. Was – nebenbei – auch für PV Anlagen und Wärmepumpen gilt. Gerade gestern habe ich eine Statistik gelesen, daß überwiegend Familien zur PV, WP und zum E-Auto tendieren. Warum kann ich nur mutmaßen. Investitionen werden dann für Generationen getätigt.

        Das Problem liegt also im Vorschriftenwust der (hier) VDE. Es wäre ein Leichtes. einem 3fach Automaten nebst FI, auch in recht alten Schaltschränken unterzubringen, bzw. eine Unterverteilung daneben zu setzen, und eine Leitung zur, neu anzuschaffenden, Wallbox zu ziehen. Da fallen kosten bis ca. 2.000€ an. Aber das ist eben nicht mehr gestattet, wegen „Brandschutz“, etc. .

        Antworten
        • brainDotExe meint

          30.07.2026 um 18:58

          Das ist dann aber nur eine Frage des Geldes und nicht unmöglich.
          Nichts anderes habe ich behauptet.

        • hu.ms meint

          03.08.2026 um 18:18

          „Da überlegen selbst 50 Jährige, ob und wie sich das ammortisiert. Was – nebenbei – auch für PV Anlagen und Wärmepumpen gilt.“
          Ernsthaft ? Haben die leute keine kinder, für die sie das auch machen ?
          Ich habe PV, WP, WB und BEV primär für meine kinder gemacht.
          Es geht doch eigentlich um die emissionen und folglich deren lebensverhältnisse.

    • MichaelEV meint

      29.07.2026 um 15:17

      Da China den Fokus auf Großstädte legt, klingt es erstmal gar nicht so unplausibel. Bei genauer Betrachtung hat die Story, wie bei David üblich, nahezu keinen wahren Inhalt

      Antworten
      • Paule meint

        29.07.2026 um 16:29

        Kommt villeicht von einer K ohne I?

        Antworten
  5. South meint

    29.07.2026 um 10:37

    Das trifft genau den Punkt. Ultraschnelles Laden muss einfach in den Alltag der Kunden integrierbar sein, denn es hat nicht jeder die Möglichkeit daheim oder in der Arbeit zu Laden. Am Supermarkt, Drogeriemarkt, Baumarkt, am Fitnesscenter, Baumarkt, Naherholungsgebiet, Restaurant, Bahnhof… wo man eben mit dem Auto hinfährt und etwas Zeit verbringt. Dafür muss aber die Infrastruktur geschaffen werden und auch sehr schnellladefähige eAutos breit auf den Markt kommen. Ein Erstauto muss sowas können, Stichwort 800V Laden, oder es kommt für einen bedeutenden Kundekreis nicht infrage, was sich superklar perspektivisch auf den Restwert auswirkt. Es gibt heute schon einige Modelle, welche das können, aber in wenigen Jahren ist das der Standard…

    Antworten
    • MichaelEV meint

      29.07.2026 um 13:40

      Lass die Leute doch selber entscheiden, was sie brauchen. 5 Min Vollladen haben irgendwie keinen Reiz mehr bei einem 15 bis 30 minütigen Einkauf im Supermarkt (und die anderen Beispiele haben noch eine viel längere Verweildauer).
      Was Kunden wirklich in der Breite brauchen sind passende Kaufpreise (und da entsteht ein fetter Zielkonflikt zu dem was du sagst).

      Antworten
      • South meint

        29.07.2026 um 21:56

        …mja, selbst mit 800V ist man ja schon bei 15 Minuten Plus… das ist ja genau der Punkt… und mit zunehmender Verbreitung der 800V Technik wird diese auch günstiger. Wie gesagt, wenn wir das nicht machen, dann machen das die Chinesen.
        Ich für meinen Teil kaufe kein Auto mehr mit 400V und ich würde das auch keinem mehr empfehlen…

        Antworten
        • MichaelEV meint

          30.07.2026 um 16:35

          15 Min plus würde bei vielen Akkugrößen im Volumensegment auch mit 400V gehen. Verkraften halt die Akkus bisher nicht. Zeigt den BS der 800V.
          Irgendwann läuft es natürlich auf 800V hinaus. Jetzt ist aber nicht irgendwann.
          Für viele potentielle Kunden ist der Preis der springende Punkt. Mit niedrigeren Preisen sind viel mehr Kunden zu holen als mit hörerer Ladeleistung.

    • Haubentaucher meint

      29.07.2026 um 14:38

      Das ist Unsinn. Im Massenmarkt wird es erstmal bei 400V bleiben. Diese „800V“ werden völlig überbewertet und sind für 95%-zuHause-Lader überhaupt kein Argument. Da muss man dann das Auto von der Ladesäüle holen obwohl man den Kaffee noch halb voll hat und Sanifair nocht nicht eingelöst hat.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        29.07.2026 um 16:46

        Bisher war es immer so, dass das, was heute „Spitzenleistung“ ist, nicht jeder hat, nicht jeder braucht, nicht jeder extra bezahlen will… in einem fernen oder weniger fernen „morgen“ in der breite ankommt, von der nächsten „Spitzenleistung“ abgelöst wird.
        Ich gehe daher davon aus, dass sich auch zukünftig die Ladeleistung (wie auch immer umgesetzt) erhöhen wird. Die aktuelle Phase „so schnell kann ich nicht pinkeln“ wird (mMn) davon abgelöst werden „es läd dermaßen schnell, da kann ich auch gleich am Auto bleiben“.

        Antworten
        • Roman meint

          29.07.2026 um 18:39

          Die Ladeleistung wird steigen, doch das hat eher weniger mit 800V zu tun, als viele vom Marketing geblendete glauben.
          Denn die Zelle ist zu 99% die eigentliche Limitierung!
          600A*400V=240kW, wenn das von 10 bis 80% anliegt, ist ein 80kWh Akku in 15 Minuten so weit befüllt.
          Phönix Contact hat sogar einen CCS mit 1000A im Boost im Portfolio – da ist also noch deutlich Luft nach oben und es gibt technisch und ökonomische keinen zwingenden Grund, warum es 800V sein soll/muss.

        • M. meint

          30.07.2026 um 10:52

          Rein technisch betrachtet kannst du die Ladeleistung eben nicht beliebig weiter erhöhen. Dazu bräuchtest du höhere Spannungen in den „Speichern“ im Fahrzeug, und dafür bräuchtest du entweder völlig andere Zellchemien mit höherer Zellspannung, oder mehr, aber kleinere Zellen, oder eine Art Transformator… andere Verkabelung/Isolierung an den Ladesäulen, usw…

          Oder du erhöhst die Stromstärke. Dazu brauchst du dickere Kabel, bessere Kühlung (um mehr Abwärme abführen zu können -> höhere Ladeverluste).

          Da stößt man an physikalische Grenzen. In einer Minute 400 km Reichweite nachladen, das wird nichts werden mit Technologien, die man sich heute vorstellen kann, und mit Infrastruktur auch nicht. Darauf sollte man lieber nicht warten.

        • Jörg2 meint

          30.07.2026 um 11:01

          Roman

          Auch das Ladekabel und die Steckverbindung gehört zum Ladesystem. Um das handhabbar zu halten, könnten hohe V hilfreich sein.

        • MichaelEV meint

          30.07.2026 um 17:12

          Haubentaucher sagte „Im Massenmarkt wird es erstmal bei 400V bleiben“ (also Gegenwart und die nächsten Jahre) und daraufhin wird mit „irgendwann“ am Thema vorbei argumentiert.
          Es ist vollkommen richtig, der Massenmarkt wird noch Jahre bei 400V bleiben. Und IRGENDWANN wird es vorwiegend 800V sein. IRGENDWANN..

      • South meint

        29.07.2026 um 21:34

        Ne, Schnellladen ala 800V wird eine große Rolle spielen, denn es sind ja eben ganz viele Kunden keine 95% zuhause Lader, oder? Das ist ja genau das Problem.
        Und ich kann zuhause Laden, habe sogar in der Arbeit einen persönlichen Parkplatz mit eigenem Lader und habe mir trotzdem ein 800V Modell gekauft, weil ein Pause nicht 30 Minuten dauern muss und das sehen in Umfragen viele Kunden so… es will doch keiner irgendwo länger rumstehen, wenn das technisch überhaupt nicht sein muss.
        Fast jeder Lader kann 800V laden, aber mein Auto solls nicht können? Mittelklasse aufwärts sind schon viele Modelle 800V und auch darunter sind schon einige Modelle in der Pipeline. Wenn das die heimischen Hersteller nicht machen, die Chinesen werdens machen…

        Antworten
  6. Jörg2 meint

    29.07.2026 um 10:14

    Mir fehlt in dieser Betrachtung der Punkt „Ladekarten, Roaming, Preisspreizung zw. Abo und ad-hoc“.
    Ladesäulen gibt es langsam genug. Die Bezahlerei sollte sich zügig in Richtung „wie an der Sprittanke“ entwickeln. DAMIT würden Hemmnisse bei „DieselDieter“ auch zügig abgebaut.

    Antworten
    • eBikerin meint

      29.07.2026 um 12:45

      DieselDieter hat gar keine Ahnung von der Bezahlerei. Der redet immer von dauert viel zu lange zu laden, oder er könne ja gar nicht laden oder die Reichweite ist zu gering.
      Habs schon mal geschrieben: Dieses „kartenchaos“ kenne ich nur aus diversen Foren, wo sich angebliche eAuto Fahrer oder solche die es werden wollen darüber aufregen.
      Wenn ich mit echten „Will-kein-E-Auto“ Menschen spreche höre ich dieses „Argument“ nie,

      Antworten
      • MichaelEV meint

        29.07.2026 um 16:53

        Das „Kartenchaos“ ist momentan eher gerade der Ausweg.
        Würde man Dieseldieter (vor allem die Vielfahrer-Variante) auf die Frage nach Ladepreisen entgegnen, Preise sieht man vor Ort, die sind je nach Ort und Zeitpunkt höchst unterschiedlich und nicht planbar, wären alle Dieseldieter sofort raus.
        Planbare Ladetarife sind genau das, was es für Dieseldieter braucht.

        Antworten
        • Matthias meint

          02.08.2026 um 18:12

          Plant der Dieseldieter im Voraus welchen Dieselpreis die Tankstellen wann verlangen?

        • MichaelEV meint

          03.08.2026 um 15:02

          Dieseldieter waren die geringen Schwankung schon zu groß, so dass es die 12 Regel brauchte. Dieseldieter bekommt Schnappatmung, wenn die Preise wegen einem Krieg 50% höher sind.
          Die Preise im Lademarkt würden ein Vielfaches stärker fluktuieren. Ich vermute, man würde locker Preise zwischen 20 Cent/kWh (geringe Auslastung, günstige Strombeschaffung) und 1€/kWh bei hoher Auslastung sehen. Natürlich hätten sehr viele ein Problem damit (nicht nur Dieseldieter)!

    • South meint

      29.07.2026 um 13:10

      Kann man nur beipflichten… mittlerweile überfällig …

      Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      29.07.2026 um 13:20

      Das sehe ich auch als hauptsächliches Hindernis an.
      Bequemer geht zwar immer, aber mit ein wenig „Umparken im Kopf“ ist ein BEV auch ohne eigene Wallbox realisierbar – manchmal braucht Umwelt- oder Resourcenschutz eben auch ein minimales Engagement oder Eigeninitiative.
      Die kommenden Generationen werden es den Akteuren danken, oder eben die „Nicht-Akteure aus Bequemlichkeit“ zur Rechenschaft ziehen – wenn auch manchmal nur emotional.
      Im Sinne von:
      „Opa – Du hättest es doch besser wissen müssen“

      Antworten
    • MichaelEV meint

      29.07.2026 um 13:42

      Installiere dir doch endlich Adhoc-Map und werde glücklich.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        29.07.2026 um 15:01

        Du machst mir Angst. Du glaubst meinen App-Bestand zu kennen (und, was mich glücklich macht).

        Ich hätte gern die Situation, dass die Suche nach der nächstgelegenen Ladesäule reicht. So, wie in der Verbrennerwelt.
        Ich möchte nicht noch filtern müssen nach Ladeleistung (in der Verbrennerwelt geht man davon aus, dass alle Spritsorten angeboten werden).
        Schon garnicht möchte ich mich mit einer Vor-Ort-Preisspreizung von fast 40..50Cent pro kWh kümmern müssen.

        Antworten
        • MichaelEV meint

          29.07.2026 um 16:16

          Dein „Ich hätte gerne“ ist total irrelevant.
          Die Anbieter, die dein Profil erfüllen wollen, findest du bei Adhoc-Map. Das geht mit Nachteilen einher; spärliche Abdeckung, wenig Ladepunkte (geringe Zuverlässigkeit) und schlechte Lagen für die Fernstrecke. Nehme dieses Angebot wie es ist und hör auf zu meckern.
          Die nächstgelegene Lademöglichkeit macht ihr Angebot wie sie es gerne hätte. Dichtes Netz, gute Lage entlang der Fernstrecken und auch bei hoher Nachfrage genug Ladesäulen gibt es nicht zu deinen Konditionen (da gibt es mehrere starke Zielkonflike). Entweder dynamische Adhoc-Preise, die jetzige Preise auch Mal leicht locker reißen können. Oder Abos, was für viele Kunden aktuell wesentlich attraktiver sein wird. Mehr steht nicht zur Auswahl.

    • Rene meint

      29.07.2026 um 14:00

      Danke für diesen Beitrag – exakt das ist einer der größten Hemmschuhe – als Anti-Tesla-Fan muss ich die Tesla-Ladestruktur als das beste Lademodell anerkennen.

      Antworten
      • eBikerin meint

        29.07.2026 um 14:21

        „als Anti-Tesla-Fan muss ich die Tesla-Ladestruktur als das beste Lademodell anerkennen.“
        jaja der Anti-Tesla-Fan. Kannst du bei Tesla Ad-Hoc laden? Nein. Kannst du bei Tesla mit einer Debit oder Kreditkarte zahlen? Nein. Kannst du hier bei Aldi oder Lidl am SuC Laden? Nein. Tesla Netzwerk ist auch nicht anders als andere. Wenn du viel in Europa unterwegs bist – praktisch – dafür kannst du aber auch Pech haben. Hier in der 300K Stadt steht der Tesla SuC am bekannten AdW. Die Supermarkte, McD, Baumärkte usw teilen sich die anderen Anbieter

        Antworten
        • Powerwall Thorsten meint

          29.07.2026 um 15:00

          Tja, das kannst du alles umgehen, wenn du beider Fahrzeugauswahl die für deine Bedürfnisse richtige Entscheidung triffst und nicht den FUD der Bürogemeinschaft für bare Münze nimmst.

        • Powerwall Thorsten meint

          29.07.2026 um 15:05

          Nachtrag:
          Ja, Ad-hoc-Laden (ohne Tesla-Konto/App-Registrierung bzw. ohne dauerhafte Geschäftsbeziehung) ist an Tesla-Superchargern in Deutschland möglich.
          Es funktioniert vor allem über zwei Wege (gemäß EU-AFIR-Vorgaben, die seit April 2024 für neue Schnelllader ≥ 50 kW Direktzahlungspflicht vorsehen):
          • Direkt an der Säule per Kredit-/Debitkarte (EC-Karte) oder Mobile Payment – das ist an V4-Superchargern möglich. Diese Generation hat Displays und Kartenlesegeräte (teilweise zentral am Standort). Erste V4-Säulen gingen Ende 2023 in Deutschland in Betrieb (z. B. Peine); inzwischen gibt es sie an mehreren Standorten (Tesla-App-Filter „V4-Site“). Der Ad-hoc-Tarif wird dort angezeigt und ist oft etwas höher als der App-Tarif.
          Quelle Ecomento 07.11.2023
          Soviel zum FUD der Bürogemeinschaft

        • eBikerin meint

          29.07.2026 um 15:39

          Tja und wenn ich die richtige Fahrzeugwahl treffe, dann lade ich nicht bequem während des Einlaufens – sondern muss an die Tankstelle im Industriegebiet wo der SuC steht. Das mein lieber ist kein FUD sondern Realität. Und wenn ich dann mit meinem Tesla doch lieber da lade wo ich eh bin – dann brauche ich auch wieder das ganze drum und dran, gelle?
          Das ist nämlich auch kein FUD und hat auch nix mit irgend einer Bürogemeinschaft zu tun, sondern die Realität wenn ich schaue wo in meiner Stadt die HPCs so stehen. Kann man einfach so nachschauen

        • MichaelEV meint

          29.07.2026 um 16:43

          Sorry eBikerin, falsche Pauschalisierung. Auf viele SuC Standorte trifft das nicht zu, die entstehen an Geschäften und Einkaufszentren.

        • Referendar meint

          29.07.2026 um 17:09

          Ich habe mit meinem ID.3 auch mal am Supercharger geladen. Ja, es hat gut funktioniert, nur möchte ich keine 26 km einfache Strecke fahren, bis vor 2 Jahren waren es sogar noch über 50 km zum nächsten SuC.
          Ich lade fast nur bei Aldi, die sind bei mir mit mehreren Märkten quasi ums Eck und die Preisstruktur ist einfach und transparent. Mir persönlich bietet das SuC Netzwerk keinen Mehrwert, oder gar eine Kaufentscheidung. Im Gegenteil, kostet Zeit und Aufwand.

        • Paule meint

          29.07.2026 um 18:50

          Das ist das erste Mal dass ich erlebe, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung für eine spezielle persönliche Situation nicht passt. Bin schockiert. Elon ratlos, und Michael Snyder weiß nicht, was er jetzt machen soll. Alles hinwerfen

        • Powerwall Thorsten meint

          29.07.2026 um 23:04

          @ EBikerin
          Du schreibst – uninformiert – um 14:21
          „Kannst du bei Tesla Ad-Hoc laden? Nein. Kannst du bei Tesla mit einer Debit oder Kreditkarte zahlen? Nein“

          Das ist faktisch falsch – PUNKT
          Spar dir also dein rumgeeiere und sag „sorry ich lag falsch“ ist das so schwer?

        • Referendar meint

          30.07.2026 um 14:44

          Nein Paule, Elon ist absolut nicht ratlos. Er kennt inzwischen meine persönliche Situation und hat versprochen auch in meiner Nähe im Gewerbegebiet einen SuC Ladepark zu installieren.
          Hoffe er hält diesmal sein Versprechen ..

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