Neue technische Details zum Tesla Cybercab sind durch Zertifizierungsdokumente der zuständigen US-Behörde EPA an die Öffentlichkeit gelangt. Die Unterlagen enthalten ein Ende Mai ausgestelltes „Certificate of Conformity“ und bieten einen Einblick in die Antriebstechnik des Fahrzeugs. Das Modell wurde speziell für kostengünstige, vollautonome Ride-Hailing-Dienste mit hohem Volumen entwickelt. Nach aktuellem Stand wird es das Cybercab weder mit Lenkrad noch mit Pedalen für den manuellen Betrieb geben.
Das kompakte Elektroauto mit zwei Sitzen verfügt den EPA-Daten zufolge über einen Frontantrieb, der von einem einzelnen 163 kW/222 PS starken AC-Permanentmagnetmotor angetrieben wird. Bei der Konstruktion standen laut US-Medien Effizienz und Kosten im Vordergrund. Es liegen ein Leergewicht von etwa 1412 Kilogramm sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von 1692 Kilogramm an. Das selbstfahrende E-Auto nutzt eine elektrische Architektur mit 326 Volt und ist mit einem kompakten 48-kWh-Lithium-Ionen-Batteriepaket ausgestattet.
Laut EPA-Labortests erreicht das Cybercab eine kombinierte elektrische Reichweite von etwa 673 Kilometern und von 604 Kilometern auf Schnellstraßen. Branchenkenner erwarten laut dem Portal Teslarati einen endgültigen EPA-Wert im Bereich von 450 bis 482 Kilometern. Beim Verbrauch wurde früheren Meldungen zufolge ein Wert von 165 Wh/mi (Wattstunden pro Meile) ermittelt, wonach das Fahrzeug sehr effizient ist. Dazu tragen neben der Antriebstechnik insbesondere die aerodynamische Form und das vergleichsweise geringe Gewicht bei.
Die Energie für den Antrieb kommt von einem strukturellen Batteriepack als zentralem tragenden Element der Karosserie. Der kompakte Energiespeicher ermöglicht schnellere Ladezyklen und niedrigere Materialkosten. Dies unterstützt das Ziel von Tesla, das Cybercab für unter 30.000 US-Dollar (25.900 Euro) an Endkunden zu verkaufen. Die Pläne für die Einführung in Europa sind noch nicht konkret. Hierzulande wird die Genehmigung von Pilotprojekten für vollautonomes Fahren deutlich restriktiver gehandhabt.
Das Design des Zweisitzers ist auf den Einsatz als Robotaxi zugeschnitten. Zwar gibt es zu Testzwecken Vorserienexemplare, die von Personen an Bord bedient werden – die seit Frühjahr in Serie produzierte Version hat aber kein Lenkrad und auch keine Pedale. Ob Tesla später auch eine Variante zur manuellen Steuerung anbieten wird, wie es einige vermuten, bleibt abzuwarten.

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