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BMW X5 kommt als Elektroauto mit großer 141-kWh-Batterie

15.06.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

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Bilder: BMW

Der neue BMW X5 befindet sich in der finalen Phase seiner Entwicklung. Die fünfte Generation des großen SUV absolviert derzeit letzte Abstimmungsfahrten rund um das BMW-Werk Spartanburg in den USA. Als erstes Serienmodell der Bayern wird der nächste X5 mit fünf verschiedenen Antriebstechnologien angeboten.

Den Auftakt macht der erste vollelektrische iX5, der die antriebsflexible CLAR-Plattform kombiniert mit der sechsten Generation der BMW-eDrive-Technologie nutzt. Sie umfasst ein neues Hochvoltbatteriekonzept mit Rundzellen und 800-Volt-Technologie. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von 144 kWh in den USA beziehungsweise 141 kWh in Europa verfügt der iX5 60 xDrive über die bislang größte Hochvoltbatterie eines Elektro-BMWs. Reichweitenangaben werden noch nicht gemacht. Für den Antrieb sorgen jeweils eine E-Maschine an Vorder- und Hinterachse sowie der elektrische xDrive-Allradantrieb.

2028 soll der iX5 Hydrogen als erstes BMW-Serienfahrzeug mit Wasserstoffantrieb folgen. Sein Antriebssystem kombiniert ein Brennstoffzellensystem, einen neuen Wasserstoff-Flachspeicher und eine Hochvoltbatterie. Das Speichersystem besteht aus sieben miteinander verbundenen Hochdrucktanks aus kohlenstofffaserverstärktem Verbundmaterial, die in einen Metallrahmen integriert sind. BMW nennt als Vorteil, dass Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektro-Technologie auf derselben Produktionslinie wie Fahrzeuge mit anderen Antriebsarten gefertigt werden können.

„Heart of Joy“ soll für Fahrfreude sorgen

Neben Elektro- und Wasserstoffantrieb wird der neue X5 auch mit Otto- und Dieselmotoren inklusive 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie sowie als Plug-in-Hybrid erhältlich sein. Für das Fahrerlebnis setzt BMW auf das „Heart of Joy“ mit der intern entwickelten Steuerung BMW Dynamic Performance Control. Diese Einheit regelt Antrieb, Bremsen, Teile der Lenkung sowie Laden und Rekuperation im Millisekunden-Bereich und arbeitet den Angaben zufolge zehnmal schneller als bisherige Systeme.

Bei den elektrifizierten Modellen soll die Technologie unter anderem einen besonders sanften Anhaltevorgang ermöglichen und die Energierückgewinnung beim Verzögern steigern. In den Varianten mit Verbrennungs- oder Plug-in-Hybridantrieb kommen digitale und vernetzte Fahrdynamiksysteme zum Einsatz. Dazu zählen das serienmäßige Querdynamik-Management der zehnten Generation und die Aktornahe Radschlupfbegrenzung.

Zur Serienausstattung gehören ein adaptives Fahrwerk mit elektronisch und radindividuell geregelten Stoßdämpfern sowie eine Achslastverteilung von nahezu 50:50. Die Räder wachsen auf bis zu 23 Zoll, serienmäßige Mischbereifung sollen einen Beitrag zu Komfort, Stabilität und Dynamik leisten. Optional steht für den vollelektrischen iX5 und die Plug-in-Hybridmodelle die Adaptive Chassis Control Professional mit 2-Achs-Luftfederung, Integral-Aktivlenkung und aktiver Wankstabilisierung zur Verfügung.

Fahrerassistenzsysteme der nächsten Generation

Der neue X5 erhält Fahrerassistenzsysteme der nächsten Generation auf SAE-Level 2. Als Beispiel nennt BMW den optionalen Autobahn- und City-Assistenten mit „Entry-2-Exit“-Unterstützung auf Autobahnen sowie „Address-2-Address“-Unterstützung im Stadtverkehr. Die Systeme sind darauf ausgelegt, dass Fahrer bei aktivierter Assistenz weiterhin beschleunigen, lenken und bremsen können, ohne dass das Assistenzsystem sofort deaktiviert wird.

Zu den aktiven Sicherheitsfunktionen gehört ein Spurhalteassistent, der die Fahrerintention anhand von Lenkverhalten und Blickrichtung erfasst. Warnungen und Lenkeingriffe erfolgen nur bei unbeabsichtigtem Verlassen der Spur oder bei erkannter Kollisionsgefahr. Weitere Funktionen sind automatisches Ausweichen in der eigenen Fahrspur, Spurwechselwarnung, Seitenkollisionswarnung mit Lenkeingriff, Querverkehrswarnung sowie automatische Bremsungen beim Abbiegen und Ausparken.

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Via: BMW
Tags: BMW iX5 Hydrogen, BMW X5Unternehmen: BMW
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge, Wasserstofffahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. brainDotExe meint

    15.06.2026 um 17:02

    Ausreichend großer Akku, effizienter Antriebsstrang, hohe Ladeleistung und gefällige Optik.
    Das dürfte für die Amerikaner ein sehr attraktives Auto sein.

    Antworten
  2. M. meint

    15.06.2026 um 16:09

    930 km nach WLTP für den AWD.
    Meine Schätzung für das EU-Modell. Wirklich beeindruckend für einen relativ großen SUV.
    Allerdings glaube ich, dass der iX3 für die meisten Europäer groß genug (wenn nicht schon zu groß) ist.
    Ausgehend von den bis zu 434 mls nach EPA für den iX3 könnten hier bis zu 500 mls / 800 km drin sein. Dort passt das Auto größenmäßig auch besser.

    Antworten
  3. RainerLEV meint

    15.06.2026 um 16:03

    141 bzw. 144 kWh netto = Wow!
    Die in Minga haben die Konkurrenz aber schon schön an der Nase herumgeführt. Ich kann mich noch erinnern, als der Vorstand noch vor 2 Jahren gesagt hat, sie würden sich nicht an dem Reichweitenrennen beteiligen bzw. auf Teufel komm raus Energie reinpressen. Jetzt sind sie ganz weit vorne.

    Antworten
  4. Calimator meint

    15.06.2026 um 15:35

    Wenn man einfach einen sehr großen Akku einbaut und und das mit einer sehr hohen Ladeleistung kombiniert, muss man sich um das Thema Effizienz (Aerodynamik, Gewicht, Rollwiderstand, usw.) nicht weiter kümmern. Strom kostet ja nix und ist auf dem Papier CO2-neutral.

    Antworten
  5. simon meint

    15.06.2026 um 15:17

    BMW macht vieles richtig. Das Design ist schlicht und gefällig, schreit aber nicht nach Elektroauto und wird fast 1:1 beim Verbrenner übernommen. Dazu kommt eine klare Nomenklatur: keine ID.3 oder EQA oder ungerade Zahlen für Verbrenner und gerade Zahlen für Elektroautos. Es gibt fast alle Modelle mit Verbrennungsmotor auch als Elektroauto. Dem Standardkunden ist es egal, ob es sich um einen Verbrenner oder eine reine Elektroplattform handelt.
    Jetzt bringt man auch deutlich größere Batterien in dieser Klasse als die Konkurrenz und obendrein eine reine Elektroplattform mit toller Software und cleveren Ideen. Wenn man jetzt noch die Qualität der Materialien im Innenraum erhöht, Abo-Modelle abschafft und echte Tasten zurückbringt, könnte man sogar noch etwas nachlegen, falls die Konkurrenz aufholt oder auf den Markt kommt. (Chinesen)

    Antworten
  6. David meint

    15.06.2026 um 14:53

    Ja, das wird was. Ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse mit einem richtigen Akku. Menschen mit Geld, die von A nach B fahren müssen, greifen einfach zum X5. Dann gibt es das Thema Reichweite gar nicht mehr. Die Ladegeschwindigkeit von 400 kW ist quasi egal. Du fährst Berlin-München einfach durch. Zumindest könntest du es. Defacto wird man natürlich ne kleine Pause machen und die wird dem Wagen reichen, signifikant nachzuladen. Da wäre ja jeder Unternehmensberater, jeder GF mit verschiedenen Niederlassungen und jeder Spezialist in seinem Feld verrückt, sich einen Ochsenfrosch zu kaufen. Mit halb so großem Akku, wo dann der Kunde noch eine Diskussion um den Chef und den US-Präsidenten anfängt.

    Antworten
  7. Strohmi meint

    15.06.2026 um 14:49

    Was für eine Ressourcenverschwendung, nur um auf dem Papier 1.000 km zu haben.Der Akku reicht für 2 Fahrzeuge.

    Antworten

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