Porsche will das Fahrerlebnis aller Taycan-Modelle zum Modelljahr 2027 „intensivieren“. Zu den Neuerungen gehören die E-Shift-Option mit virtuellen Gangwechseln, ein neu interpretierter Porsche Electric Sport Sound, ein Manthey-Kit für den Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket sowie eine neue Infotainment-Generation. Los geht es bei 102.600,00 Euro, nach zuvor 101.500,00 Euro.
„Zum Modelljahreswechsel stärken wir den Taycan mit umfassenden Neuerungen in allen relevanten Dimensionen“, sagt Kevin Giek, Leiter der Modellreihe. Die jüngsten Versionen des als Sportlimousine und Shooting Brake erhältlichen Elektroautos bieten laut seiner Aussage mehr Emotionalität im Fahrerlebnis, mehr Leistung auf der Rundstrecke sowie eine intuitivere und personalisierbare Bedienung. Die neue Option E-Shift erweitert das Fahrerlebnis aller Taycan-Modelle.
E-Shift kombiniert virtuelle Gangwechsel mit spürbaren Schaltrucken, einem neu interpretierten Porsche Electric Sport Sound und einem virtuellen Drehzahlmesser. Über Paddles am GT-Sportlenkrad können Fahrer zwischen acht virtuellen Gängen wechseln. Aktiviert wird E-Shift über einen zusätzlichen Mode-Schalter am GT-Sportlenkrad.
Die Gangwechsel werden mit spürbaren Schaltrucken, gangspezifischem Schleppmoment und virtuellem Drehzahlbegrenzer simuliert. Der Innen- und Außenklang des Porsche Electric Sport Sound passt sich last- und drehzahlabhängig der jeweiligen Fahrsituation an. Ergänzt wird das System durch einen virtuellen Drehzahlmesser sowie eine Ganganzeige mit Schaltempfehlung im Kombiinstrument.
Die Option „E-Shift inklusive GT-Sportlenkrad mit Paddles“ ist für alle Taycan-Motorisierungen und Karosserievarianten erhältlich. Beim Taycan Turbo GT ist das System serienmäßig an Bord. Getriebeapplikation und Soundcharakteristik sind modellspezifisch ausgelegt.
Für den Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket bietet Porsche ein neues Manthey-Kit an. Es umfasst Aerodynamik-, Fahrwerks- und Antriebsoptimierungen und ist entweder als Nachrüst-Satz oder direkt ab Werk erhältlich. Auf der Nordschleife des Nürburgrings erzielte Lars Kern damit eine Bestzeit für Elektrofahrzeuge der Oberklasse von 6:55,533 Minuten.
Bei der Effizienz nennt Porsche eine neue Bestmarke für den Taycan. Für heckgetriebene Einstiegsmodelle als Sportlimousine und Sport Turismo sind besonders rollwiderstandsarme Sommerreifen erhältlich. Sie verbessern den Aktionsradius um bis zu 20 Kilometer und ermöglichen in Kombination mit der „Performance-Batterie Plus“ erstmals bis zu 700 Kilometer WLTP-Reichweite. Die Option „Sommerreifen Reichweite Plus“ ist unter anderem in Europa erhältlich.
Die neue Infotainment-Generation bringt Porsche Digital Interaction in den Taycan. Das neue Porsche Communication Management (PCM) bietet den Angaben zufolge eine bis zu fünfmal höhere Rechenleistung als bisher. Porsche Digital Interaction umfasst klare grafische Strukturen, reduzierte Icons, dynamische Animationen, ein 3D-Modell des Taycan in der tatsächlichen Exterieurfarbe des Kundenfahrzeugs und frei konfigurierbare Widgets.
Die Themes-App erlaubt eine Personalisierung der digitalen Umgebung über mehrere Farbwelten. Das App Center erweitert das digitale Ökosystem um eigene und Drittanbieter-Apps, die im PCM ausgewählt, heruntergeladen und aktualisiert werden können. Die erweiterte Sprachsteuerung umfasst den von Künstlicher Intelligenz unterstützten Voice Pilot mit natürlicher Konversation, Google-gestützter POI-Suche, Folgefragen ohne erneutes „Hey Porsche“ und einem sprachbasierten Bordbuch.
Apple CarPlay und Android Auto sind erweitert integriert. Die Navigation biete präzise Online-Routenberechnung, 3D-Gebäudedarstellung und einen optimierten Charging Planner, wirbt Porsche. Infotainment-Updates können vollständig over the air heruntergeladen und nach Bestätigung im Hintergrund installiert werden. Smartphones lassen sich in der Ablage kabellos mit bis zu 25 Watt laden.














M. meint
Kein echtes Update.
Ok, die virtuelle Schaltung wird ein paar eisere Fans abholen, aber die Ökoreifen werden kein Hit werden. Niemand tauscht bei einem Porsche Handling gegen 20 km Reichweite.
Porsche könnte ansonsten ja auch Asycronmotoren an der Vorderachse verbauen, statt 2x PSM.
Dort nimmt man die Nachteile ja auch in Kauf.
Future meint
Virtueller Gangwechsel und Porsche Electric Sport Sound sind großartige Innovationen, die das Modell wieder erfolgreicher machen werden. Sicherlich ist auch schon die Auspuffattrappe in der Entwicklung mit Porsche Electric Exhaust Fume. Die Simulation der alten Welt wird den Menschen bestimmt wieder mehr Zuversicht geben …
MrBlueEyes meint
Das ist alles so unnötig wie ein Kropf
Das dient nur der „Befriedigung“ der antrainierten Denkweise durch 1 Jahrhundert Verbrenner, dass Leistung ein Geräusch haben und zwischendurch die Zugkraft „gottgegeben“ abreißen müsste…
Absolut lächerlich und das Entwicklungsbudget nicht wert…
stueberw meint
Rückschritt durch Technik. Schlimmer geht immer.
David meint
Kann ich nicht viel mit anfangen, mit virtuellem Geschalte. Aber man muss auch sagen, mit der aktuellen Performance Plus Batterie und dem Motor- und Rekukonzept ist man auf Langstrecke ziemlich gut aufgestellt. Auch heute noch. Nur ist der Wagen im siebten Modelljahr und so stellt sich langsam die Frage nach dem Nachfolger. Wenn BMW einen i6 mit 141 kWh bringt, werden die Karten neu gemischt. Dabei geht es gar nicht darum, ob man die unbedingt für jede Fahrt braucht. Sondern es geht darum, dass man eine Reichweite hat, die keine Elektroauto-Logik mehr erfordert.
Besser-BEV-Wisser meint
Virtuelle Gangwechsel … Sinn macht es nicht.
Aber S*x mit Verhütung hat auch keinen Sinn, macht aber Spaß.
Ein Porsche ist halt zu 80% ein Spaß-Auto.
Matthias meint
Ich hätte gerne das gute alte quietschende Geräusch eines durchrutschenden Keilriemens, das hat Charakter und Seele.
ratta meint
oder eine simulierte motorüberhitzung im stau auf der autobahn
Powerwall Thorsten meint
Na wenn ihn damit die eingefleischten Porsche Fans wieder vermehrt kaufen – sei es drum
M. meint
Ich mag das Geräusch der hydraulischen Servolenkung am Lenkanschlag mehr.
Vielleicht nächstes Jahr.
David meint
Du bist also die Vibes schlecht gewarteter, runtergerittener Autos gewohnt. Dann empfehle ich dir einen Tesla.
Calimator meint
und bitte auch noch Duftspender in den Geschmacksrichtungen Schwefelwasserstoff und Sickoxid. Außerdem einen Ladestecker mit Super-Plus- oder Premium-Diesel-Aroma.
Matze meint
Baut dir bestimmt einer ein. Die Porschefahrer möchten das nicht. Bei gebrauchten 911ern sind die Handschaltet übrigens oft teurer.
Nur weil jemand gern sportlich fährt (nein, an der Ampel schnell beschleunigen und dann 500 kg Akku um die nächste Kurve wälzen fällt nicht darunter) wünscht er sich deshalb nicht gleich die Pferdekutsche zurück.