Mitsubishi plant, bei der Entwicklung und Bereitstellung von Elektroautos vorerst auf Kooperationen mit Partnern wie Nissan und Foxconn zu setzen. Das erklärte CEO Takao Kato laut Automotive News auf der Jahreshauptversammlung im Juni. Demnach wird das japanische Unternehmen keine eigenen, intern entwickelten Elektroautos auf den Markt bringen, bis der entsprechende Markt vollständig gereift ist.
Der Grund für diese Strategie liegt in der Größe des Autobauers. Kato zufolge wäre es für ein Unternehmen dieser Dimension ein erhebliches Managementproblem, umfangreiche Investitionen in einem einzelnen Bereich zu tätigen und dadurch signifikante Verluste zu riskieren. Er verwies darauf, dass das globale Wachstum von batterieelektrischen Fahrzeugen derzeit abnehme.
Um die finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten, setzt Mitsubishi auf die Zusammenarbeit mit Partnern. Durch Kooperationen sollen die Kosten für Technologien, die hohe Investitionen erfordern, gemeinsam getragen werden. Gleichzeitig bereitet sich der japanische Automobilhersteller durch die Entwicklung von Kerntechnologien auf einen künftigen Aufschwung im E-Auto-Markt vor.
Die Strategie des Unternehmens ist auch durch seine globale Marktpräsenz geprägt. Mitsubishi verfügt über keine Geschäftsaktivitäten in China und weist in Europa nur begrenzte Verkaufszahlen auf, wodurch wichtige Zentren für die Elektromobilität nicht direkt abgedeckt werden.
Konkrete E-Modelle sind bereits in Planung. In Nordamerika wird Mitsubishi dem Bericht zufolge diesen Herbst den Eclipse Sportback EV einführen, was die erste neue Modellreihe in dieser Region seit sieben Jahren darstellt. Dieses Modell basiert auf einer umgestalteten Version des Leaf von Nissan und wird auch von dem langjährigen Partner produziert. Für den australischen Markt ist die Einführung eines E-Autos in diesem Geschäftsjahr geplant, das vom taiwanesischen Elektronikkonzern Foxconn geliefert wird.
Mitsubishi gehörte 2009 mit dem Kleinstwagen i-MiEV zu den E-Auto-Pionieren der größeren Marken. Nach dessen Einstellung im Jahr 2020 konzentrierten sich die Japaner bei der Elektrifizierung auf das robuste SUV Outlander sowie den Crossover Eclipse Cross. Von letzterem wurde dann Ende 2025 eine reine elektrische Generation auf der CMF-EV-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz präsentiert.
„Was reine Elektrofahrzeuge (BEVs) angeht, so ist es eine Tatsache, dass sich ihr Wachstum weltweit tatsächlich verlangsamt hat“, sagte Kato bei der Jahreshauptversammlung. „Wir bauen unsere eigenen Kapazitäten kontinuierlich aus, damit wir eigenständig reagieren können, sollte sich der Absatz von BEVs in Zukunft weiter entwickeln, und wir werden entsprechende Maßnahmen ergreifen, wenn dies erforderlich ist.“ Vorerst verfolge man den Ansatz, die Herausforderung durch Partnerschaften anzugehen.

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