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Lyten soll 60 Millionen Euro für Northvolt-Standort in Heide zahlen wollen

23.06.2026 in News & Trends, Politik von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

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Bild: Northvolt (Symbolbild)

Für die Northvolt-Brache bei Heide in Schleswig-Holstein wurde offenbar eine Einigung zur Übernahme der deutschen Vermögenswerte erzielt. Das US-Start-up Lyten beabsichtigt laut einem Bericht, die Reste des insolventen schwedischen Batteriezellherstellers zu übernehmen.

Nach Informationen des Spiegel haben sich die staatliche Förderbank KfW, Lyten sowie die Regierungen des Bundes und Schleswig-Holstein auf einen Übernahmepreis von etwa 60 Millionen Euro geeinigt. Auf dem Grundstück bei Heide plant das Unternehmen den Bau einer Batteriezellfabrik, eines Batteriespeichers und eines Datencenters. Das Vorhaben soll deutlich kleiner ausfallen als das ursprüngliche Projekt von Northvolt: Statt der geplanten 3000 Arbeitsplätze sollen künftig rund 1000 Menschen dort arbeiten können.

Der Übernahme muss noch die Zustimmung des Finanzausschusses des Schleswig-Holstein Landtags erfolgen, wofür eine Sondersitzung anberaumt werden soll, schreibt der Spiegel. Es werde erwartet, dass die Mitglieder der Vorlage zustimmen.

Bund und Land hatten insgesamt 600 Millionen Euro für den Aufbau eines Werks bei Heide bereitgestellt. Bisher konnten dem Bericht zufolge etwa 153 Millionen Euro gerettet werden, weitere bis zu 69 Millionen Euro sollen folgen. In Schleswig-Holstein wurden bereits mehr als 300 Millionen Euro in den Bau investiert, unter anderem für Grundstücksakquisitionen sowie Baggerarbeiten und Bohrungen.

Ein Gutachten der Unternehmensberater von KPMG hatte den Wiederverkaufswert der deutschen Northvolt-Reste zuletzt auf etwa sieben Millionen Euro geschätzt, wobei das gesamte Unternehmen einen Wert von weniger als zwölf Millionen Euro haben sollte.

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Via: Spiegel.de (kostenpflichtig)
Tags: Batterie, FörderungUnternehmen: Lyten, Northvolt
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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Kommentare

  1. Paule meint

    23.06.2026 um 09:59

    KPMG-Gutachten. Nun ja…wer erinnert sich nicht…

    Das Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zum Flughafen Frankfurt-Hahn war zentraler Bestandteil des gescheiterten Verkaufs an den dubiosen chinesischen Investor SYT (Shanghai Yiqiang Trading Company). Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz stützte sich bei der Investorenauswahl auf die KPMG-Prüfung. Die Beratungs- und Prüfungsleistungen von KPMG kosteten den Steuerzahler insgesamt rund 6,25 Millionen Euro. Nach dem geplatzten Deal zog die Landesregierung Konsequenzen und beendete die Zusammenarbeit mit KPMG.

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