Rund um die Sicherheit von Elektroautos sind mehrere Brand-Mythen verbreitet. Eine repräsentative Civey-Befragung im Auftrag des Versicherers DA Direkt nennt Irrtümer zu Brandrisiken, Brandbekämpfung, Laden und Versicherungsschutz. Befragt wurden dazu im Juni online 2500 Bundesbürger ab 18 Jahren.
38 Prozent meinen, brennende Elektroautos müssten kontrolliert ausbrennen. 36 Prozent trauen sich dazu keine Aussage zu, während ein Viertel der Aussage nicht zustimmt. Feuerwehren verfügen mittlerweile über detaillierte Einsatzpläne und das Löschen von Batteriebränden.
Am weitesten verbreitet ist die Annahme, Wasser dürfe bei Batteriebränden nicht eingesetzt werden – 66 Prozent der Befragten gehen davon aus. Nur 12 Prozent stimmen der Aussage nicht zu und kennen mutmaßlich die richtige Antwort, dass Wasser in der Praxis das wichtigste und effektivste Löschmittel bei brennenden Batteriesystemen ist.
40 Prozent glauben, E-Autos brennten häufiger als Verbrenner, 32 Prozent trauen sich dazu kein Urteil zu. Knapp 30 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. Nach Angaben der Kfz-Versicherer gibt es keine Hinweise auf ein erhöhtes Brandrisiko von Elektroautos; Silvia Künnemann von DA Direkt unterstreicht: „E-Autos brennen nach aktuellem Kenntnisstand nicht häufiger als Verbrenner.“
46 Prozent teilen die Sorge, Batterien könnten sich auch Tage nach einem Brand erneut entzünden. Knapp die Hälfte traut sich kein Urteil zu, 6 Prozent können sich eine solche Wiederentzündung nicht vorstellen. Eine Wiederentzündung ist technisch möglich, gilt aber als selten und beherrschbar. Überwachung und Kühlung in den Tagen nach dem Brand gehören inzwischen zum Einsatzplan der Feuerwehr.
Beim Laden über die Haushaltssteckdose vertrauen 31 Prozent auf Leistung und Sicherheit. 28 Prozent halten das Laden an der Schuko-Steckdose für keine gute Idee, 41 Prozent sind unentschlossen. Technisch ist das Laden per Schuko-Stecker möglich, Haushaltssteckdosen sind jedoch besonders in betagten Installationen nicht für stundenlangen Dauerbetrieb unter Volllast ausgelegt. Das kann zu Überhitzung, schmelzenden Kabeln und im schlimmsten Fall zu Kabelbränden führen. Insbesondere in Mehrfamilienhäusern mit mehreren Stellplätzen sollte deshalb darauf verzichtet werden.
Beim Versicherungsschutz ist die Unsicherheit besonders groß: 70 Prozent wissen nicht sicher, ob Schäden durch E-Auto-Brände abgedeckt sind. 13 Prozent meinen, die Teilkasko greife nicht, 17 Prozent rechnen mit Erstattung. DA Direkt erklärt dazu, Brandschäden seien unabhängig von der Antriebsart über Vollkasko und Teilkasko abgedeckt. „Es ist wichtig, zwischen realen Risiken und weitverbreiteten Annahmen zu unterscheiden. Wer die Fakten kennt, kann das Thema E-Mobilität sachlicher einordnen“, so Versicherungsexpertin Künnemann.

Future meint
Wäschetrockner, Waschmaschinen und Geschirrspüler sind die Spitzenreiter bei den Gerätebränden in der Wohnung. Wenn die Leute das wüssten, dann würden sie dieses »Teufelszeug« bestimmt auch nicht kaufen.
Jörg meint
Liebes Ecomento Team, bitte nicht nur abschreiben, sondern auch mit eigener Recherche ergänzen.
Den Text habe ich heute schon mal auf einem anderen Portal gelesen und es räumt nicht mit Mythen und „bewusst gesetzten Vorurteilen“ gegenüber Emobilität auf.
Punkt:
„Nach Angaben der Kfz-Versicherer gibt es keine Hinweise auf ein erhöhtes Brandrisiko von Elektroautos; Silvia Künnemann von DA Direkt unterstreicht: „E-Autos brennen nach aktuellem Kenntnisstand nicht häufiger als Verbrenner.““
Nach aktuellem Stand gibt es eben nicht nur die Hinweise, sondern durch Auswertung der Daten Fahrzeug-Versicheren (USA und Norwegen) ganz klare Zahlen um wie viel geringer das Risiko eines Fahrzeugbrandes bei einem Elektroauto gegenüber einem Verbrenner ist.
Allein diese Passage unkommentiert zu übernehmen sagt nichts anderes als: „Naja, aktuell ist es so, könnte aber auch anders kommen“
Kasch meint
Glauben heißt nichts wissen. Wer Spannungsunterschiede der Zellpackete regelmäßig am OBD kontrolliert, keinen Kühlwasserverlust feststellt (Kühlwasserstand im Ausgleichsbehälter kontrolliert und ggf. ausgleicht), hat nichts zu befürchten. PS: Öl- und Kühlwasserverlust verzeiht auch kein Berbrenner.
Tesla-Fan meint
Nerd-Geschwätz!
Kauf dir ein gescheites Auto, das hat Sensoren im Kühlmittelbehälter und setzt im (normalerweise für den Kunden unsichtbaren) Servicemenü einen Eintrag bei zu geringer Füllmenge. Das wird beim nächsten Besuch im Servicecenter ungefragt mit erledigt. Sollte der Füllstand schneller noch tiefer absinken bekommt der Fahrer einen Hinweis auf dem Bildschirm und sucht damit das Servicecenter auf.
Um die Balance der Zellen kümmert sich das BMS. Da musst man gar nichts machen ausser sich an die Ladeempfehlungen des Herstellers halten.
(also NCA/NMC im Alltag nur auf 80% laden, LFP regelmässig auf 100%)
Eigentlich muss man nur Fahren, das Auto meldet sich wenn es was braucht.
M. meint
Ständige Kontrolle von Zellspannungen und von Kühlmittelständen durch den Kunden?
Das meinst du nicht ernst.
Paule meint
Im originalen Bordbuch des VW ID.3 wird das Kühlmittel wie folgt im Kapitel „Motorraum / Kühlmittel prüfen und nachfüllen“ beschrieben:„Der Kühlmittelstand muss sich zwischen den Markierungen MIN und MAX des Kühlmittelbehälters befinden. Wenn der Kühlmittelstand unter die MIN-Markierung abgesunken ist, Kühlmittel nachfüllen.
Im weiteren empfiehlt die Bedienungsanleitung des VW ID.3, den Kühlmittelstand regelmäßig zu prüfen.
mipu meint
Die Fossil-Lobby hat in Medien und Politik halt ganze Arbeit geleistet. FUD Kampagnen, das explizite Hinweisen auf E-Autos bei einem normalen Unfall, zweifelhafte Reportagen, Politiker die noch mehr Blödsinn reden …. Gut, dass Benzin so harmlos und sicher ist:
Extrem entzündbare Flüssigkeit
Dämpfe bilden mit Luft gefährliche explosionsfähige Gemische.
Praktisch unlöslich in Wasser.
Leichter als Wasser.
Leicht flüchtig.
Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus.
Der Stoff ist gewässergefährdend.
https://gestis.dguv.de/data?name=531390
Future meint
Ich wundere mich bis heute, dass die Leute einfach mit 60 Litern hochexplosivem Brennstoff durch die Gegend fahren und denen das alles nichts ausmacht. Gern ist man dabei sogar sportlich riskant unterwegs, als ob man ausprobieren wolle, was im Falle eines Falles alles passieren könnte mit so einem schönen großen vollen Tank.