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Hyundai N: E-Autos sollen noch stärker Verbrenner imitieren

03.07.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 4 Kommentare

Hyundai-Ioniq-6-N

Bild: Nissan

Hyundai plant die Weiterentwicklung seiner elektrischen N-Modelle auf einer neuen Architektur. Die kommenden Elektroautos der besonders sportlichen Submarke sollen noch realistischere Fahrerlebnisse bieten als die aktuellen Modelle Ioniq 5 N und Ioniq 6 N.

Manfred Harrer, Leiter der globalen Forschung und Entwicklung bei Hyundai, bestätigte gegenüber Autocar, dass die nächste Generation der Fahrzeuge auf einer neuen Plattform basieren werde. Ziel sei es, die Authentizität der synthetisierten Motorengeräusche und Schaltvorgänge weiter zu steigern.

„Wir sind Vorreiter – wir folgen nicht einfach nur – bei dieser Technologie“, so Harrer. „Bei der nächsten Generation dieser Autos möchte ich das Erlebnis noch realistischer gestalten. Ich möchte es noch weiter verbessern.“ Konkrete Details zu künftigen Modellen nannte der Entwicklungsmanager nicht. Mögliche Merkmale für ein höheres Maß an emotionaler Bindung könnten dem Bericht zufolge die Simulation von Leerlaufgeräuschen, Auspuffknallen beziehungsweise Fehlzündungen oder Vibrationen im Elektroauto sein.

„Es gibt so viele Ideen, wie man das noch weiterentwickeln könnte, aber hier geht es vor allem um das Erlebnis. Viele Leute sagen, es sei unecht, aber den Leuten gefällt es, also hat es auch etwas Schönes – und warum sollte man nicht ein bisschen damit herumspielen?“, meinte Harrer. „Wir sind nicht die ernsthaften Porsche-Leute. Mit uns macht das Fahren Spaß.“ Die Entwicklung laufe bereits und Hyundais neue E-Auto-Plattform werde diese Fortschritte ermöglichen.

Die neue Architektur mit der Bezeichnung IMA (Integrated Modular Architecture) soll die aktuelle E-GMP (Electric Global Modular Platform) ablösen. Letztere wurde 2021 eingeführt. Der Ioniq 5 basiert als erstes Modell auf der E-GMP könnte etwa 2028 durch ein Modell auf der IMA ersetzt werden. Laut Harrer handelt es sich nicht um einen revolutionären Sprung wie bei der Einführung von E-GMP, sondern um eine Evolution. Der Fokus liege auf inkrementellen Verbesserungen beim Thermomanagement, der Gesamteffizienz sowie bei Kosten und Integration.

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Via: Autocar
Unternehmen: Nissan
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MK meint

    03.07.2026 um 12:42

    Ist dann die Leistung auch meist stark gedrosselt, weil beim Verbrennungsmotor das vom Hersteller angegebene Drehmoment auch nur in einem sehr engen Drehzahlbereich erreicht wird?

    Antworten
  2. cbzac meint

    03.07.2026 um 12:34

    „Wir sind nicht die ernsthaften Porsche-Leute. Mit uns macht das Fahren Spaß.“

    Peinliche Aussage. Zum einen hat Porsche sich schon seit dem Mission-e deutlich mit dem Thema e-Sound auseinandergestzt uns das auch beim Taycan recht gut umgesetzt.
    Zum anderen hat Porsche leider auch diesen unsinnen Fake-Schaltmüll kopiert. Ich habe das in einem Video gesehen und es ist wirklich furchtbar. Warum nicht einfach Zugfahren und dabei Playstation mit VR spielen? Ist vielleicht sogar realistischer.

    Antworten
  3. M. meint

    03.07.2026 um 11:50

    Irgendwann wird es Menschen geben, die nie in ihrem Leben in einem Verbrenner gefahren sind. Wenn du die in so einem Hyundai mitnimmst, glauben die, die Russen kommen, und springen in Panik aus dem Auto.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass manche Menschen diese Ähnlichkeit tatsächlich interessiert. Für die soll man es machen, solange sie anderen damit nicht auf die Nerven gehen.
    Ein echten V8, den höre ich auch mal ganz gerne. Aber nicht so dringend, dass ich das brauche. Fake-Sound (auch in Verbrennern) ist für mich nichts. Auspuffknallen ist schon bei Verbrennern peinlich (weil so programmiert, nicht technisch bedingt), das geht bis 19, danach…. puh. Oder der Ähnlich-V8-Blech-Sound, mit dem hier ein Audi-SUV rumfährt, Fahrer ü50, Aaaaalter… 😂Das ist bekloppter als Joghurt mit Erdbeergeschmack, und das ist schon Panne: wenn du weißt, dass es keine Erdbeeren sind, schmeckt das auch nicht mehr nach Erdbeeren. Nur halt ähnlich. Aber damit veräppelt man sich halt nur selbst und nervt andere nicht. Das ist ok.

    Mich würde daher eher interessieren, welchen authentischen Sound man aus einem Elektroauto zaubern kann, der nicht nach Straßenbahn klingt. Wenn man sich aktuelle Formel E Rennwagen anhört, dieses hochfrequente Kreischen ist nicht sexy. Das wird’s nicht. Aber vielleicht gibt es ja andere Möglichkeiten.

    Antworten
    • Vince S meint

      03.07.2026 um 12:29

      Tatsächlich kann man den Wechselrichter quasi mit einer Sounddatei ansteuern, ich war mal zum Probehören eingeladen. Das heisst, die Hersteller investieren da schon und versuchen, herauszufinden, was gefällt.

      Antworten

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