Hyundai plant die Weiterentwicklung seiner elektrischen N-Modelle auf einer neuen Architektur. Die kommenden Elektroautos der besonders sportlichen Submarke sollen noch realistischere Fahrerlebnisse bieten als die aktuellen Modelle Ioniq 5 N und Ioniq 6 N.
Manfred Harrer, Leiter der globalen Forschung und Entwicklung bei Hyundai, bestätigte gegenüber Autocar, dass die nächste Generation der Fahrzeuge auf einer neuen Plattform basieren werde. Ziel sei es, die Authentizität der synthetisierten Motorengeräusche und Schaltvorgänge weiter zu steigern.
„Wir sind Vorreiter – wir folgen nicht einfach nur – bei dieser Technologie“, so Harrer. „Bei der nächsten Generation dieser Autos möchte ich das Erlebnis noch realistischer gestalten. Ich möchte es noch weiter verbessern.“ Konkrete Details zu künftigen Modellen nannte der Entwicklungsmanager nicht. Mögliche Merkmale für ein höheres Maß an emotionaler Bindung könnten dem Bericht zufolge die Simulation von Leerlaufgeräuschen, Auspuffknallen beziehungsweise Fehlzündungen oder Vibrationen im Elektroauto sein.
„Es gibt so viele Ideen, wie man das noch weiterentwickeln könnte, aber hier geht es vor allem um das Erlebnis. Viele Leute sagen, es sei unecht, aber den Leuten gefällt es, also hat es auch etwas Schönes – und warum sollte man nicht ein bisschen damit herumspielen?“, meinte Harrer. „Wir sind nicht die ernsthaften Porsche-Leute. Mit uns macht das Fahren Spaß.“ Die Entwicklung laufe bereits und Hyundais neue E-Auto-Plattform werde diese Fortschritte ermöglichen.
Die neue Architektur mit der Bezeichnung IMA (Integrated Modular Architecture) soll die aktuelle E-GMP (Electric Global Modular Platform) ablösen. Letztere wurde 2021 eingeführt. Der Ioniq 5 basiert als erstes Modell auf der E-GMP könnte etwa 2028 durch ein Modell auf der IMA ersetzt werden. Laut Harrer handelt es sich nicht um einen revolutionären Sprung wie bei der Einführung von E-GMP, sondern um eine Evolution. Der Fokus liege auf inkrementellen Verbesserungen beim Thermomanagement, der Gesamteffizienz sowie bei Kosten und Integration.

Jörg meint
Cool und die E-LKW bekommen dann eine Jake Brake beim Rekuperräieren?
Wer Fragen warum Autos immer teurer werden, in solchem Unnutz findet er Antworten.
brainDotExe meint
Beim LKW geht’s um Emotionen oder rein rationale Gründe?
Tipp: Beim Auto gehts um Emotionen, beim LKW nicht.
South meint
Im Prinzip wäre es ja egal wie das klingt, aber es ist doch nur noch affig. Jeder weiß, dass beim eAuto kein Motor mehr brummt und da ist ja auch gut so und es sind doch nur ganz wenige, welche tatsächlich ein Motorbrummern überhaupt vermissen werden. Innen und bei kleinen Geschwindigkeiten ist das also wurscht, da sorgt ein Brummen bei den meisten wohl eher für ein müdes Lächeln.
Aussen hingegen wären wir aber als Gesellschaft bekloppt, einen künstlichen Lärm, bei dem ein egoistischer asozialer Selbstdarsteller abertausende Anwohner grundlos nervt, zuzulassen. Lärm macht krank. Lärmschutz kostet uns viel Geld.
Wer gerne rast, drängelt und rumlärmt, kein Thema, aber damit ab auf eine Rennstrecke….
FrankyAC meint
Ich werde es nie verstehen…
Zumal man teuer bezahlte Leistung abgibt, wenn die Beschleunigung ständig unterbrochen wird.
Dauert es beim Kickdown ne Sekunde, bis das simulierte Getriebe runtergeschaltet hat und der „Motor auf Drehzahl gekommen ist“, bevor endlich Schub kommt? :D
Die Wahrheit meint
Wenn das die Zukunft von eAutos sein soll, bleibe ich lieber bei TESLA und warte auf die überfällige Freigabe von FSD supervised.
Klar, wenn man keine sinnvollen Innovationen anbieten kann, kommt man mit Firlefanz daher und verkauft es mit Marketinggeschwurbel. -:)
Da die UNECE letzten Monat auch die ADS Regeln neu definiert hat und TESLAs FSD unsupervised da gut reinpasst, kommt endlich Schwung in die Zulassungsthematik.
Der Verkehrsminister Schnieder hatte ja bereits letztes Jahr in seinem Wahlbezirk zwei in Deutschland/Grünheide gebaute TESLA Model Y (meistverkaufte Auto weltweit in den letzten 3 Jahren) als Pilotprojekt mit FSD freigegeben.
Da die kostenlosen Bügertaxis sehr gut bei den Bürgern ankamen, wurden zwei weitere Model Y mit FSD für die Vulkaneifel genehmigt.
Lieber Herr Schnieder, sicherheitsrelevante Erfahrungen wurden damit in ihrer Region tagtäglich nachgewiesen. Bitte erweitern Sie due Zulassung auf Kundenfahrzeuge und übernehmen die in 18 Monaten nach UNECE Regeln geprüfte Zulassung der RDW.nl
Dieses System verhindert Unfälle und gefährliche Fahrsituationen wie: Rote Ampel/Stoppschild überfahren, Vorfahrt mißachten, in den Gegenverkehr geraten, riskannte Pberholmanöver, zu schnelles Fahren und vieles mehr. Ich halte das für sinnvolles, als irgendwelche Soundmodule, die mit ihren rährenden Motorengeräusch in und außen am Fahrzeug Emotionen wecken, die wir im öffentlichen Straßenverkehr dringend vermeiden sollten.
M. meint
„Klar, wenn man keine sinnvollen Innovationen anbieten kann, kommt man mit Firlefanz daher und verkauft es mit Marketinggeschwurbel.“
Sowas wie Furzkissen meinst du, oder?
NeutralMatters meint
Man stelle sich vor, die ersten PKW hätten Hufklappern, Wiehern und Pferdeäpfel immitiert.
Wir sollten uns gesellschaftlich zumuten können – wir müssen es uns zumuten – dass Technologien ihrer Intension gemäß genutzt werden.
Diese stupide Infantilisierung driftet in besorgniseregende Idiotie ab.
MK meint
Ist dann die Leistung auch meist stark gedrosselt, weil beim Verbrennungsmotor das vom Hersteller angegebene Drehmoment auch nur in einem sehr engen Drehzahlbereich erreicht wird?
M. meint
Dafür hat man ja die Ruck-Imitation eines Schaltgetriebes. Das ruckt dann auch stärker als das Original, damit man das besser merkt.
Und bei Toyota wird man BEV abwürgen können. Also ja, das mit dem mangelnden Drehmoment bekommen die hin.
cbzac meint
„Wir sind nicht die ernsthaften Porsche-Leute. Mit uns macht das Fahren Spaß.“
Peinliche Aussage. Zum einen hat Porsche sich schon seit dem Mission-e deutlich mit dem Thema e-Sound auseinandergestzt uns das auch beim Taycan recht gut umgesetzt.
Zum anderen hat Porsche leider auch diesen unsinnen Fake-Schaltmüll kopiert. Ich habe das in einem Video gesehen und es ist wirklich furchtbar. Warum nicht einfach Zugfahren und dabei Playstation mit VR spielen? Ist vielleicht sogar realistischer.
M. meint
Irgendwann wird es Menschen geben, die nie in ihrem Leben in einem Verbrenner gefahren sind. Wenn du die in so einem Hyundai mitnimmst, glauben die, die Russen kommen, und springen in Panik aus dem Auto.
Ich kann mir schon vorstellen, dass manche Menschen diese Ähnlichkeit tatsächlich interessiert. Für die soll man es machen, solange sie anderen damit nicht auf die Nerven gehen.
Ein echten V8, den höre ich auch mal ganz gerne. Aber nicht so dringend, dass ich das brauche. Fake-Sound (auch in Verbrennern) ist für mich nichts. Auspuffknallen ist schon bei Verbrennern peinlich (weil so programmiert, nicht technisch bedingt), das geht bis 19, danach…. puh. Oder der Ähnlich-V8-Blech-Sound, mit dem hier ein Audi-SUV rumfährt, Fahrer ü50, Aaaaalter… 😂Das ist bekloppter als Joghurt mit Erdbeergeschmack, und das ist schon Panne: wenn du weißt, dass es keine Erdbeeren sind, schmeckt das auch nicht mehr nach Erdbeeren. Nur halt ähnlich. Aber damit veräppelt man sich halt nur selbst und nervt andere nicht. Das ist ok.
Mich würde daher eher interessieren, welchen authentischen Sound man aus einem Elektroauto zaubern kann, der nicht nach Straßenbahn klingt. Wenn man sich aktuelle Formel E Rennwagen anhört, dieses hochfrequente Kreischen ist nicht sexy. Das wird’s nicht. Aber vielleicht gibt es ja andere Möglichkeiten.
Vince S meint
Tatsächlich kann man den Wechselrichter quasi mit einer Sounddatei ansteuern, ich war mal zum Probehören eingeladen. Das heisst, die Hersteller investieren da schon und versuchen, herauszufinden, was gefällt.
M. meint
Klingt irgendwie wieder künstlich, wenn ich „Sound-Datei“ lese.
Aber ok, man kann es sich ja mal anhören.
t. g. meint
Wie wärs mit dem Sound eines Millennium Falken ;-)