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Electra öffnet seine App für 800.000 Ladepunkte in Europa

29.06.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Electra-Schnellladestation

Bild: Electra

Electra erweitert sein Angebot und wird ab dem 29. Juni zum eMobility Service Provider (eMSP). Über die Electra-App erhalten Nutzer Zugang zu rund 800.000 Ladepunkten in Europa über alle großen öffentlichen Ladenetze hinweg. Die App soll sich damit von einem Werkzeug für das Laden an Electra-Stationen zu einer europaweiten Plattform für elektrische Mobilität entwickeln.

Fahrer können Ladepunkte finden, vergleichen, ansteuern und den Ladevorgang starten. Das gilt unabhängig davon, ob sie an einer Electra-Station oder an einem anderen öffentlichen Ladepunkt laden. „Elektromobilität darf nicht daran scheitern, dass Fahrer zwischen Apps, Ladekarten und Tarifmodellen wechseln müssen“, sagt Paul Tonini, Country Manager von Electra Deutschland. „Mit dem Schritt zum eMSP machen wir das Laden europaweit deutlich einfacher: eine App, eine Ladekarte, keine Aufschläge beim Ladepreis. Genau diese Einfachheit braucht der Markt.“

Im Zentrum der neuen Funktion steht ein Algorithmus, der verfügbare Ladepunkte nicht nur auf einer Karte anzeigt, sondern aktiv bewertet. Die Electra-App analysiert Ladeleistung, Verfügbarkeit, technische Zuverlässigkeit, Standort und Preis in Echtzeit. „Nutzer erhalten so nicht einfach die nächstgelegene Ladesäule, sondern eine konkrete Empfehlung für den passenden Ladepunkt“, heißt es.

Der Ansatz soll besonders relevant auf längeren Strecken sein, bei hoher Auslastung oder in Städten mit vielen Ladeoptionen. Ist ein Ladepunkt belegt oder eine bessere Alternative in der Nähe verfügbar, kann die App eine passende Station vorschlagen. Fahrer können eigene Kriterien wie Preis, Entfernung oder Ladeleistung festlegen, während der Routenplaner Ladestopps in die Fahrtplanung integriert.

„Die beste Ladesäule ist nicht immer die nächste“, so Tonini. „Entscheidend ist, ob sie verfügbar, schnell, zuverlässig ist und der Preis stimmt. Genau diese Entscheidung wollen wir den Nutzern abnehmen.“

Nach der Auswahl eines Ladepunkts können Nutzer den Ladevorgang je nach Station direkt in der Electra-App oder mit der Electra-Ladekarte freischalten. Zusätzliche App-Wechsel oder neue Nutzerkonten bei einzelnen Betreibern sollen dafür nicht nötig sein. Im eigenen Electra-Netz startet der Ladevorgang über Autocharge automatisch, sobald das Fahrzeug nach einmaliger Aktivierung in der App an die Säule angeschlossen wird.

Bei der Preisgestaltung setze man auf Klarheit, unterstreicht Electra. Nutzer sähen den jeweiligen Preis vor dem Start des Ladevorgangs in der App. Für Ladevorgänge in anderen Netzen erhebe man keine versteckten oder zusätzlichen Gebühren. So bleibe nachvollziehbar, was der Ladevorgang kostet – unabhängig davon, in welchem Netzwerk geladen wird.

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Via: Electra
Tags: App, LadestationenUnternehmen: Electra
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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