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VW-Tochter Elli zieht sich aus Produktion von Schnellladesäulen zurück

29.06.2026 in Aufladen & Tanken, Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

elli_flexpole-plus_parkhaus

Bild: Elli

Die Volkswagen-Tochter Elli beendet zum Jahresende 2026 die Endmontage der batteriegepufferten Schnellladesäulen am Standort Hannover, berichtet das Portal Electrive. Mit diesem Schritt zieht sich das Unternehmen aus dem Hardware-Geschäft zurück, um sich verstärkt auf digitale Anwendungen an der Schnittstelle zum Energiemarkt zu konzentrieren.

Der bisherige Partner ZhongDe Energy plant, das Geschäft alleine weiterzuführen. Das chinesische Unternehmen beabsichtigt, die Endmontage einer verbesserten Version der Ladesäule in einer 2000 Quadratmeter großen Halle in Dreieich nahe Frankfurt durchzuführen. Dabei kommen weiterhin Hauptkomponenten aus China zum Einsatz.

Die bisher in Hannover montierten Ladesäulen der Marke Flexpole verfügen über eine Gesamtleistung von bis zu 250 Kilowattstunden (kW) und zwei Ladepunkte. Die Endmontage bei Volkswagen umfasste unter anderem die eichrechtsrelevanten Komponenten sowie die Ladekabel mit CCS-Stecker. Laut Technikchef Mark Möller werden durch das Ende der Montage in Hannover keine Arbeitsplätze verloren, da die Mitarbeiter in die benachbarte Batteriesystem-Montage in Hannover wechseln können.

„Der Markt bewegt sich weiter: vom Basisladen in Richtung intelligentes Laden“, sagte Möller im Gespräch mit Electrive. „Wir wollen diese Chance nutzen und noch intensiver an der Schnittstelle zum Energiemarkt arbeiten. Darauf wollen wir uns fokussieren. Im Umkehrschluss müssen wir in dieser neuen Marktphase Hardware nicht mehr zwingend selbst herstellen. Deshalb haben wir uns entschieden, die Endmontage der Flexpole in Hannover zum Jahresende 2026 zu beenden.“

Elli hat eine Absichtserklärung unterschrieben, um Teile des Geschäfts, insbesondere das End-of-Line-Testing für das Eichrecht, an ZhongDe Energy zu veräußern. Kunden mit bestehenden Flexpole-Stationen werden weiterhin von dem deutschen Unternehmen betreut, das auch die Garantiepflichten erfüllt. Die Ladesäule wurde laut dem Bericht bislang in 14 europäischen Ländern eingesetzt, wobei knapp 1000 Einheiten verkauft wurden und rund 700 Stationen aktuell im Einsatz sind.

ZhongDe Energy hat kürzlich eine aktualisierte Version der batteriegepufferten Ladestation vorgestellt. Bei diesem Modell steigt die Batteriekapazität von 193 auf 219 kW, während sich die Ladeleistung pro Anschluss von 150 auf 300 kW verdoppelt. Die Gesamtleistung des Systems wächst dabei von 250 auf 330 kW an. Beim Netzanschluss sind es künftig 80 statt 40 kW.

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Via: Electrive
Tags: Ladestationen, StromspeicherUnternehmen: Elli, VW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. LOL meint

    29.06.2026 um 10:55

    ich dachte das sei der Sinn von Elli

    Antworten
  2. cbzac meint

    29.06.2026 um 09:35

    „Mit diesem Schritt zieht sich das Unternehmen aus dem Hardware-Geschäft zurück, um sich verstärkt auf digitale Anwendungen an der Schnittstelle zum Energiemarkt zu konzentrieren.“

    Das ist natürlich nur Geschwätz, denn ohne Hardware kein Ladevorgang.
    Aber wie sollte VW da auch führend sein, wenn sie selbst nicht mal den Sprung auf 800V schaffen. Da überlässt man es doch einfach lieber den Chinesen. Und danach fühlt man sich dann irgendwann abgehängt und schreit nach Subventionen.

    Antworten

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