Eine Zusammenarbeit von Vattenfall InCharge und WirelessCar soll automatisiertes Laden von Elektroautos einen Schritt näher in den Alltag bringen. Im vergangenen Jahr wurde dazu ein Pilotprojekt für „Seamless Charging“ durchgeführt – einen Service, der das Laden ohne Ladekarte oder App ermöglichen soll. Aktuell unterstützt der Service Volvo- und Tesla-Stromer, die über die erforderliche Technologie verfügen.
Mehr als 700 Fahrer von Elektrofahrzeugen in Schweden, den Niederlanden und Deutschland haben Seamless Charging im Frühjahr getestet. Der cloudbasierte Service automatisiert den Ladevorgang, die Authentifizierung und die Bezahlung an AC- und DC-Ladestationen (Wechselstrom/Gleichstrom). Nach einer einmaligen Registrierung startet und endet der Ladevorgang automatisch, sobald das Fahrzeug angeschlossen wird. Dafür werden Signale zwischen Fahrzeug und Ladestation abgeglichen.
„Elektromobilität muss im Alltag so einfach wie möglich funktionieren. Wer lädt, sollte sich nicht jedes Mal mit unterschiedlichen Karten, Apps oder Authentifizierungsschritten beschäftigen müssen. Mit Seamless Charging testen wir, wie wir diesen Prozess deutlich vereinfachen können – sicher, automatisch und nah an dem, was Kundinnen und Kunden im täglichen Gebrauch wirklich brauchen“, sagt Fabian Hagmann, Vice President E-Mobility bei Vattenfall.
Vattenfall InCharge mit mehr als 40.000 Ladepunkten und WirelessCar, Anbieter von Seamless Charging, haben das Projekt laut einer Mitteilung mit dem gemeinsamen Ziel gestartet, den Alltag von Fahrern von Elektrofahrzeugen einfacher zu machen.
„Unsere Erfahrung in der Vernetzung von Fahrzeugen, Daten und Partnern im Ökosystem zeigt: Die beste Technologie nimmt Komplexität heraus, statt neue hinzuzufügen“, so Mateo Sotomayor, Vice President EV Experience bei WirelessCar. „Eine bessere Ladeerfahrung erfordert die Orchestrierung eines komplexen Zusammenspiels aus Fahrzeugen, Plattformen, Ladenetzwerken und Serviceanbietern. Seamless Charging ist ein praktisches Beispiel dafür, wie vernetzte Fahrzeugtechnologie Schritte im Ladeprozess überflüssig machen kann.“
So funktioniert Seamless Charging, verfügbar ab Herbst 2026:
Fahrer melden sich in ihrem My InCharge-Konto an und aktivieren Seamless Charging unter „Meine Fahrzeuge“. Dort kann das eigene Fahrzeug hinzugefügt werden. Anschließend wird die Freigabe zur sicheren Datenübertragung über die Login-Seite des jeweiligen Fahrzeugherstellers bestätigt. Das System erkennt das angeschlossene Fahrzeug automatisch, startet den Ladevorgang und beendet ihn, sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist. „Für die sichere Übertragung von Fahrzeug- und Ladedaten werden etablierte Branchenstandards genutzt“, unterstreichen die Anbieter.
Der Service soll im Herbst/Winter 2026 an allen InCharge-Ladestationen verfügbar werden. Derzeit ist er nur an ausgewählten Pilotstandorten nutzbar.

cbzac meint
Das klingt gut, aber das Herumhantieren mit unterschiedlichen Apps beendet es nur, wenn beim Seamless-Charging auch automatisch der günstigste verfügbare Roamingpartner oder ggf. verfügbares Ad-Hoc gewählt wird. Die Unterschiede sind schnell mal 30Ct/kWh, das ist mir den App-Check idR. wert.