Die Autobahn GmbH des Bundes hat Aufträge für den Aufbau von E-Lkw-Schnellladeinfrastruktur an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen vergeben. Die Aufträge betreffen Planung, Errichtung und Betrieb der Standorte und wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) in fünf Losen vergeben. Jedes Los umfasst rund 25 größere und kleinere Standorte.
Den Zuschlag erhielten eliso Voltix Charging GmbH für Los 1 mit 25 Rastanlagen, autostrom.plus GmbH für Los 2 mit 24 Rastanlagen und Electric Mobility Infrastructure Deutschland GmbH für Los 3 mit 26 Rastanlagen. Los 4 mit 25 Rastanlagen ging an die Bietergemeinschaft STRA-loaded. Los 5 mit 24 Rastanlagen erhielt die Bietergemeinschaft E.On Drive & mblty.
Die Verteilung der Zuschläge auf mehrere Marktakteure soll den Wettbewerb stärken und eine zügige Umsetzung unterstützen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagte: „Leistungsfähige öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für E-Lkw stärkt den Logistikstandort Deutschland.“ Für den Aufbau des Lkw-Schnellladenetzes stellt das Verkehrsministerium rund eine Milliarde Euro bereit.
„Entscheidende Phase für E-Mobilität im Straßengüterverkehr“
Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, erklärte, mit der Vergabe werde der Aufbau der Schnellladeinfrastruktur für E-Lkw an den Autobahnen vorangebracht. Zugleich würden Voraussetzungen geschaffen, klimafreundlichere Antriebe in der Logistik breiter einzusetzen. Johannes Pallasch von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bezeichnete den Aufbau der Schnellladeinfrastruktur an Rastanlagen als entscheidende Phase für die Elektromobilität im Straßengüterverkehr.
Das E-Lkw-Schnellladenetz wurde vom BMV gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der bundeseigenen NOW GmbH konzipiert. Es umfasst 350 Standorte an unbewirtschafteten und bewirtschafteten Rastanlagen. Grundlage waren Analysen zum Ladebedarf von Elektro-Lkw entlang der Autobahnen, unter anderem auf Basis von Herstellerprognosen zu Absatzzahlen sowie Lkw-Mautdaten von Toll Collect.
Die geplante Infrastruktur umfasst schnelles Zwischenladen während Fahrtunterbrechungen sowie Laden während längerer Ruhe- und Übernachtungszeiten. An den unbewirtschafteten Rastanlagen entstehen insgesamt 824 Ladepunkte für den Straßengüterverkehr. Davon entfallen 447 Ladepunkte auf das Megawatt Charging System, ergänzt durch 389 Ladepunkte mit Combined Charging System.
Für die Projektübersicht werden 124 unbewirtschaftete Rastanlagen, fünf Lose, fünf Zuschlagsempfänger und 824 Ladepunkte genannt. Aufgeführt sind 447 MCS-Ladepunkte (Megawatt Charging System) für das Zwischenladen, 157 CCS400-Ladepunkte für das Zwischenladen und 232 CCS100-Ladepunkte für das Übernachtladen. Planung, Errichtung und Betrieb erfolgen aus einer Hand.
Für den Aufbau der Standorte an bewirtschafteten Rastanlagen ist ein weiteres Vergabeverfahren in Vorbereitung. Das BMV unterstützt darüber hinaus durch eine aktuelle Förderrichtlinie den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur abseits der Bundesautobahnen sowie nicht-öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen.

Kasch meint
Schnellladeinfrastruktur per CCS für LkWs mit Niederspannungsanschluss, zum kringeln ! Welcher Spediteur wird seinen Fahrern wohl einen halben Tag Urlaub bezahlen, bis deren Kisten halbwegs Strom genuckelt haben ? Preiswerte MW-Lader mit großen Pufferakkus samt LkWs kommen künftig von Tesla und BYD (ein paar km neben der AB) und sonst von Nimanden !