Die Produktion des neuen elektrischen Mercedes GLC stockt offenbar aufgrund fehlender Batterien und Bordnetze. Während viele Vorbestellungen vorliegen, blieben die Zulassungszahlen bis Ende Mai mit 3300 Einheiten in Europa schwach. Im Vergleich dazu verkaufte BMW von dem zwei Wochen länger ausgelieferten neuen Elektro-SUV iX3 bereits fast 15.500 Einheiten, berichtet das Handelsblatt.
Ein Grund für die Verzögerung bei den Batterien ist demnach die schwierige Versorgung aus Ungarn. Die geplante Lieferung durch den chinesischen Akku-Riesen CATL aus Debrecen, Ungarn, verzögert sich, da der Hersteller Probleme mit der Umweltzertifizierung hat. Mercedes musste daher Energiespeicher aus China per Seeweg beschaffen, was Lieferzeiten von sechs Wochen oder mehr zur Folge hatte.
Zudem erschweren Produktionsausfälle bei Bordnetzen den Hochlauf. Ein schweres Hochwasser in Marokko beschädigte die Fabrik des Zulieferers Kromberg & Schubert. Da Kabelbäume individuell und mit viel Handarbeit gefertigt werden, dauerte der Aufbau neuer Lieferketten mehrere Wochen.
Ein Mercedes-Sprecher bestätigt dem Handelsblatt: „Im Rahmen des Anlaufs des batterieelektrischen GLC kam es beim Hochlauf bei einigen wenigen Lieferanten zu Herausforderungen.“ Der Konzern betont jedoch, dass diese Probleme gemeinsam mit den Lieferanten gelöst worden seien.
Trotz der Produktionsprobleme ist die Nachfrage nach dem Modell hoch und die Auftragsbücher sind nach Informationen des Handelsblatts bis in die zweite Jahreshälfte gefüllt. Die Wirtschaftszeitung berichtet von großem Interesse. Der GLC sei eines der besten Elektroautos, die Mercedes je gebaut habe, wird ein Händler zitiert. Kunden müssten derzeit etwa ein halbes Jahr auf ihr Fahrzeug warten.
Aufgrund der Materialknappheit fertigt das Werk Bremen aktuell mehr GLC-Modelle mit Verbrennungsmotor. In Europa wurden in den ersten fünf Monaten über 32.000 neue GLC-Verbrenner zugelassen. Das Werk arbeitet weiterhin im Dreischichtbetrieb, könnte aber sein Ziel verfehlen, die Hälfte der Fahrzeuge elektrisch anzutreiben.

LOL meint
das wusste man vorher nicht, dass man die Teile brauchen wird
Mäx meint
Hast du dir den Artikel durchgelesen?
Dass ein evtl. Regierungswechsel Probleme bei einer Zertifizierung eine Zulieferers macht kann man wohl kaum Mercedes ankreiden.
Ebenso ist ein außergewöhnliches Hochwasser beim Zulieferer schwierig Mercedes anzulasten.
eBikerin meint
Doch wusste man – steht eigentlich auch im Artikel. Das CATL jetzt Probleme in Ungarn bekommen hat, konnte MB nicht wissen, genauso wenig wie dass es ein Hochwasser in Marokko gibt.
Meiner_Einer meint
Artikel gelesen? Oder einfach blind einen Schmarrn geschrieben??
brainDotExe meint
Man wusste vorher nicht, dass die Lieferanten ihre Lieferzeiten nicht halten können.