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Lucid verschiebt Start seines mittelgroßen Elektroautos auf 2027

05.08.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

Bild: Lucid

Der US-amerikanische Elektroautobauer Lucid verschiebt die Markteinführung seines angekündigten ersten Mittelklassewagens auf das Jahr 2027. Ursprünglich war der Verkaufsstart für Ende 2026 geplant, wie CEO Silvio Napoli während des Telefonats zu den Ergebnissen des zweiten Quartals mitteilte.

Die Verzögerung erfolgt im Rahmen einer Überprüfung der Geschäftsaktivitäten von Lucid. Diese Restrukturierung umfasste bereits Stellenabbau sowie eine Neugestaltung der Führungsebene. Das nun verkündete umfassende Programm konzentriert sich auf die drei Bereiche Liquidität und Kosten, Kunden und Qualität sowie Kultur und Team.

Das neue Modell namens Cosmos soll voraussichtlich weniger als 50.000 US-Dollar kosten, umgerechnet rund 43.300 Euro. Wie bereits die Oberklasselimousine Air sowie das neue Luxus-SUV Gravity will Lucid sein nächstes E-Auto unter anderem auch nach Europa bringen. Zwei weitere Mittelklassemodelle sind geplant.

Die Baureihe Cosmos gilt als entscheidend für die Skalierung der Verkaufszahlen und die Steigerung der Einnahmen des Startups. Während die Produktion in der Fabrik in Saudi-Arabien zunächst für Ende 2026 angestrebt wurde, wird nun mit einem Produktionsstart Anfang 2027 gerechnet. Die Hochlaufphase soll dann in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.

Die erste Fabrik des Unternehmens außerhalb der USA befindet sich laut Napoli noch im Aufbau. Parallel dazu testet Lucid weiterhin Prototypen und baut die Lieferkette aus. Der CEO bezeichnete das kommende Mittelklasse-Elektroauto als eine der wichtigsten Aufgaben für das Unternehmen. „Unser Ziel ist klar: Das Mittelklassemodell wird erst dann auf den Markt kommen, wenn jeder Prozess und jede Qualitätsanforderung erfüllt sind“, betonte er. Man werde die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen, indem man ein Produkt auf den Markt bringt, bevor es bereit ist. Die Modelle Air und Gravity waren zuvor mit Qualitätsproblemen, insbesondere Softwarefehlern, konfrontiert.

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Via: Lucid & InsideEVs.com
Tags: ProduktionUnternehmen: Lucid Motors
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. CJuser meint

    06.08.2026 um 10:03

    Ich hoffe, Lucid bekommt noch die Kurve. Leider macht es die aktuelle US-Politik reinen E-Auto-Unternehmen nicht gerade einfach.

    Antworten
  2. David meint

    05.08.2026 um 14:38

    Lucid war angetreten, um den besseren Tesla zu bauen. Das ist erreicht worden. Nur war der Irrtum, Tesla als Referenz zu betrachten. Das Erwachen kam bereits 2019 als der erste seriennahe Taycan zu sehen war. Und dann gab es einen EQS und einen i7, so dass man plötzlich jede Menge echter Premiumfahrzeuge als Konkurrenzprodukte zum ähnlichen Preis hatte bis man ausliefern konnte. Ihr großer SUV wird gerade in ähnlichem Sinne von der Konkurrenz zerquetscht. Und Gnade Gott, wenn der iX5 in wenigen Wochen ausgeliefert wird. Während sich das erste Mittelklassemodell verzögert, liefert Rivian bereits in Großserie aus. Kein Wunder, die sind bestens finanziert durch Uber, Amazon und VW. Bei Lucid wirkt nur noch die Sunk-Cost-Fallacy.

    Antworten
    • Future meint

      05.08.2026 um 18:35

      Uber hält natürlich eine Beteiligung von rund 11,52 % an der Lucid Group. Hintergrund ist eine strategische Partnerschaft für ein autonomes Robotaxi-Netzwerk gemeinsam mit dem Technologiepartner Nuro.

      Uber plant darüber hinaus eine Investition von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar in Rivian Automotive. Auch hier geht es um eine Abnahme von autonomen Robotaxis.

      Für Uber sind Robotaxis natürlich das perfekte Geschäftsmodell – deshalb hat es sich natürlich auch an Lucid beteiligt.

      Antworten
      • David meint

        05.08.2026 um 21:03

        Natürlich. Damit das Wort nicht zu selten vorkommt. Aber du hast schon gemerkt, dass es bei Lucid ein bisschen rumort?

        Antworten
        • Future meint

          06.08.2026 um 18:20

          Natürlich beobachten wir alle, was Uber da gerade so treibt bei den Robotaxis. Noch ist Uber eben nicht investiert bei Rivian, um bei den Fakten zu bleiben.
          Aber bei welchem Hersteller rumort es nicht gerade? Ruhe ist doch eigentlich nur bei Tesla.

  3. South meint

    05.08.2026 um 09:57

    Die Chinesen haben sehr früh und auch sehr strategisch in eAutos und Accus investiert, auch aufgrund staatlicher Pläne. Aber. Das bedeutet noch lange nicht, dass die heimischen Hersteller da chancenlos auf verlorenem Posten sind.
    Wenn die Hersteller, allen voran das Management, ihre Hausaufgaben macht, egal ob Kostenfokus, diversifizierte Lieferketten, Reduktion der Modellpalette und -varianten, konsequente Ausrichtung auf schnelle Umsetzung von Innovationen und das fokussiert auf gute eAutos mit guter Preis- Leistung, dann geht es auch weiter. Und das gilt für alle „alten“ Hersteller, nicht nur für die Deutschen.
    In weniger als fünf Jahren werden einige alten Hersteller tatsächlich stark an Bedeutung verloren haben und das müssen nicht unbedingt kleine wie Mazda sein, sondern können auch Riesen wie Ford oder Toyota sein.
    Der Markt strukturiert sich mit den eAutos von Grund auf Neu. Und die Zeit tickt nicht mehr, sie läuft gerade ab….

    Antworten
    • eBikerin meint

      05.08.2026 um 14:36

      Dir ist aufgefallen, dass es in diesem Artikel um Lucid geht?

      Antworten

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