Der 4,27 Meter lange und 1,64 Meter hohe Leapmotor B03X ist nun offenbar bestellbar. Die Orderbücher für das kleine Elektro-SUV aus China werden Anfang Juli bei den europäischen Händlern geöffnet, so die internationale Presseabteilung. Auf der deutschen Leapmotor-Website gibt es nun auch einen Preis, der Start hierzulande steht demnach ebenfalls bevor. Los geht es bei 24.900 Euro, die gehobene Version kostet 29.400 Euro.
Konkret wird der B03X in zwei Ausführungen angeboten: als B03X Pro und als B03X ProMax. Beide Varianten setzen auf Heckantrieb und einen permanentmagneterregten Synchronmotor. In der Pro-Version leistet der Antrieb 130 kW/174 PS, beim ProMax sind es 145 kW/195 PS. Die Höchstgeschwindigkeit ist stets auf 160 km/h begrenzt, den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigen beide Versionen in 8,6 Sekunden.
Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt bei Batterie und Reichweite. Der B03X Pro verfügt über einen Lithium-Eisenphosphat-Energiespeicher (LFP) mit 39,8 kWh Kapazität und kommt nach WLTP-Norm auf 292 Kilometer. Der ProMax nutzt eine 53,0-kWh-LFP-Batterie und soll damit 382 Kilometer nach WLTP schaffen. Beim Verbrauch liegen die beiden Versionen nah beieinander: Leapmotor nennt für den B03X Pro 15,5 kWh je 100 Kilometer nach WLTP, für den ProMax 15,7 kWh.
Geladen wird serienmäßig mit bis zu 11 kW Wechselstrom (AC). An einer 11-kW-Wallbox dauert der Ladehub von 30 auf 80 Prozent beim Pro 2 Stunden und 30 Minuten, beim ProMax 3 Stunden und 10 Minuten. Beim Gleichstrom-Schnellladen (DC) kann der B03X Pro mit bis zu 100 kW Strom ziehen, der ProMax mit bis zu 133 kW. Von 30 auf 80 Prozent soll das kleinere Akkupack in 16 Minuten kommen, das größere in 17 Minuten. Für den Ladehub von 10 auf 80 Prozent gibt der Hersteller in beiden Fällen 21 Minuten an.
Innen finden sich laut der Preisliste ein 8,8 Zoll großes Instrumentendisplay und ein 14,6-Zoll-Touchscreen. Bildern des Cockpits des chinesischen Schwestermodells A10 zufolge bekommt der B03X ein ähnliches Interieur wie die Kompaktmodelle B05 und B10.
Der B03X richte sich an Kunden, die ein erschwingliches und dennoch hochwertiges Zweitfahrzeug suchen, wirbt Leapmotor. Im Visier habe man insbesondere auch Einsteiger in die Elektromobilität, die von einem Kompaktwagen mit Verbrennungsmotor zu einem E-Auto wechseln – „ohne Kompromisse bei Sicherheit, Platzangebot oder intelligenter Technologie eingehen zu wollen“.

Volker meint
39,8 kWh Kapazität und kommt nach WLTP-Norm auf 292 Kilometer
Mit so etwas heutzutage auf den Markt zu gehen, finde ich sehr fraglich. Auch, wenn die Chinesen bei der Ladeleistung den Europäern weit voraus sind (dieses Modell ausgenommen), aber mein fast 10 Jahre alter ZOE übertrumpft dieses Modell sogar knapp.
MrBlueEyes meint
Oha… ladet euch mal die Broschüre runter… da werden sich die Deutschen ganz schön strecken müssen… gerade in der Variante mit dem großen Akku ist einfach mal alles drin, und zwar richtig viel… Aufpreis kostet nur die Farbe… und das alles für dann nur 30K…
LeapMotor spricht mich persönlich nicht an, aber das muss andere ja nicht interessieren :)
Krasses Package auf jeden Fall… gerade auch die Schnellladezeiten in der Preisklasse…
eBikerin meint
„Krasses Package auf jeden Fall… gerade auch die Schnellladezeiten in der Preisklasse…“
Hm – also schauen wir mal:
Leapmotor 53 kWh – 382 KM WLTP
ID.Polo 52 kWh – 454 Km WLTP
Ladezeit Leapmotor 30 -80% 17 Minuten
ID.Polo: 10-80% 24 Minuten
Gut Leapmotor gibt 21 Minuten für 10-80% an – das wären dann ganze 3 Minuten weniger – dafür muss man aber auch öfters laden.
So und nun vergleichen wir mal die „kleinen“ Ausführungen – der „kleine“ ID.Polo kommt ja bald und kostet dann auch ab 25K – mit mehr WLTP als der Leapmotor dafür läd der aber 2 Minuten langsamer.
Also so krass finde ich das jetzt nicht – auch nicht die Schnellladezeiten