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E-Autos überzeugen als Urlaubsfahrzeug, Ladeinfrastruktur bleibt wichtiges Thema

15.07.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Kia-EV6

Bild: Kia (Symbolbild)

Elektroautos gewinnen auch für längere Reisen zunehmend an Attraktivität: Für den Sommerurlaub würden sich mehr Befragte für einen Stromer entscheiden als für Diesel, Benziner oder Hybridfahrzeuge. Gleichzeitig bleibt das Laden auf langen Strecken die größte Sorge deutscher Urlauber. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Gebrauchtwagenkauf-Onlineportals Carwow unter Nutzern in Deutschland.

26 Prozent der Umfrageteilnehmer nennen das Laden eines Elektroautos als größte Sorge vor einer längeren Urlaubsfahrt. Damit liegt das Thema vor Staus und langen Fahrzeiten (16 %), Fahrzeugproblemen oder Pannen (12 %) sowie Sprit- und Reisekosten (11 %). Gleichzeitig geben 26 Prozent an, vor der Urlaubsfahrt überhaupt keine Sorgen zu haben.

Trotz der Bedenken rund um das Laden würden 30 Prozent der Befragten mit einem Elektroauto in den Sommerurlaub fahren. Damit liegt das E-Auto vor Dieselmodellen (25 %) und Benzinern (19 %). Hybride (11 %) und Plug-in-Hybride (10 %) folgen dahinter. 5 Prozent würden gar nicht mit dem Auto verreisen.

„Frühere Carwow-Umfragen haben gezeigt, dass vor allem die Reichweite viele Menschen vom Elektroauto abgehalten hat“, sagt Irene Wallner von Carwow Deutschland. „Heute sehen wir einen Wandel: Moderne E-Autos bieten alltagstaugliche Reichweiten, stattdessen beschäftigt viele erstmals das Laden unterwegs. Das ist verständlich – insbesondere, wenn man noch nie öffentlich geladen hat. Deshalb lohnt es sich, den Ladevorgang vor einer längeren Reise einmal in Ruhe auszuprobieren und für den ersten Urlaub mit dem E-Auto etwas mehr Zeit einzuplanen. Die gute Nachricht: Mit jeder Fahrt wächst die Routine. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele E-Auto-Fahrer nach kurzer Zeit nicht mehr zum Verbrenner zurückkehren möchten.“

Selbst deutlich höhere Anreisekosten würden viele Urlauber nicht von ihrer Reise abhalten. 35 Prozent würden trotzdem wie geplant verreisen. 22 Prozent würden ein günstigeres Urlaubsziel wählen, 11 Prozent auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen. 9 Prozent würden die Reise verkürzen.

Vor einer längeren Urlaubsfahrt prüfen 53 Prozent Reifendruck, Ölstand und Flüssigkeiten selbst. 15 Prozent lassen ihr Fahrzeug in einer Werkstatt kontrollieren. Gleichzeitig verzichtet mehr als jeder vierte Befragte auf einen umfassenden Fahrzeugcheck: 17 Prozent führen vor der Reise überhaupt keine besonderen Kontrollen durch, weitere 11 Prozent prüfen nur einzelne Punkte wie den Reifendruck.

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Via: Carwow
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Schlicki meint

    16.07.2026 um 08:50

    Als Wohnwagennutzer keine Chance für Urlaub mit dem BEV.
    Aber dafür haben wir unseren PHEV ja, auch wenn sie dauernd in Verruf gebracht werden.

    Antworten
    • F. K. Fast meint

      16.07.2026 um 15:58

      Natürlich kannst du ein BEV auch mit Wohnwagen nutzen. Stellst halt irgendwo hin (einmalig mit einem Verbrenner) und fährst dann halt jedes halbe Jahr mit dem BEV hin.

      Antworten
      • RL Brbg. meint

        19.07.2026 um 10:07

        Ich gehe davon aus, dass sich die Befragung an Nutzer aller Antriebsarten richtete. Reichweitenangst oder -sorge hat man im Grunde nur bevor man sich für ein BEV entscheidet. Hat man erstmal eines, verschwindet auch diese Sorge, weil sie sich als unbegründet erweist. Klar gibt es ein paar Wenn und Aber oder Dinge, die man etwas anders angeht. Jedoch scheint Reichweite eher ein Thema im Alltag und bei bestimmten Berufsgruppen zu sein, ganz sicher aber nicht auf der Urlaubsfahrt. Fahre erst seit letztem Jahr BEV und wir mussten auf über 3.000 km Urlaubsstrecke lediglich ein Mal nur des Ladens wegen pausieren: Auf der Rückfahrt, 120 km vor der eigenen Haustür. Ansonsten wurde immer nebenbei geladen. Während des Stadtbummels, während des Mittagessens, am Hotel der Zwischenübernachtung oder während des Einkaufens. Man glaubt gar nicht, wieviel Zeit man spart und wieviel Komfort man gewinnt, weil man für das ach so schnelle Tanken keine Extrawege und keine zusätzliche Zeit einplanen muss. Okay, wir sind Norwegenurlauber, da hat es ein BEV leicht, zu überzeugen; zeigt aber auch, dass es falls es doch mal eng wird, eher nicht am Auto liegt.

        Antworten
  2. Paule meint

    15.07.2026 um 13:59

    „Vor einer längeren Urlaubsfahrt prüfen 53 Prozent Reifendruck, Ölstand und Flüssigkeiten selbst“

    Sorry, was sind das für alte Kisten? Gibt es tatsächlich noch Autos, wo man sowas machen muß? Na, hauptsache Knöpfe und Heben.

    Hab mal gegoogelt: „welche aktuell gebauten VWs haben keinen Reifendrucksensor“

    Das Ergebnis haut mich um: Alle aktuellen Kompaktklasse- und Kleinwagenmodelle von VW (wie der VW Golf VIII, Polo VI und T-Roc) nutzen ein passives/indirektes Reifendruckkontrollsystem (RDKS). Diese Fahrzeuge haben keine physischen Reifendrucksensoren in den Rädern verbaut. Aktuell gebaute Elektroautos (BEVs) von VW wie der ID.3, ID.4, ID.5 und ID.Buzz besitzen keine aktiven Reifendrucksensoren (direktes RDKS) in den Rädern.

    Da muß die KI irren.Unglaublich.

    Antworten
    • South meint

      15.07.2026 um 15:45

      Hihihi, ich habe auch gerade geschmunzelt. Für den Reifendruck gibts ja wohl nen Sensor und den Ölstand lässt man bei nem eAuto seinen Kumpel nach dem fünften Bier suchen… also ich wüsste jetzt nicht, was man vor der Urlaubsfahrt machen müssten…

      Antworten
    • Htr35 meint

      15.07.2026 um 15:57

      Welchen Knopf drückst du wenn zu wenig Luft im Reifen ist. Achtung für den Urlaub nehen viel Gepäck und Personen mit :)
      Auserdem zahlst du viel Geld für die Reifensensoren.
      Den für den WinterURLAUB braucht man Winterreifen :)

      Antworten
      • Paule meint

        15.07.2026 um 18:24

        Sorry, ich hab noch nie Luft wegen Gewicht nachgepumpt oder abgelassen. Da sind 3 Bar drauf – fertig, funktioniert.

        Unsere Fahrzeuge haben alle Ganzjahresreifen, weil Allrad. Das genügt. Was andere machen, ist deren Problem. War aber mal neugierig und hab gefunden, dass 4 Sensoren 50 EUR kosten. Bei 800 für ein Rad jetzt nicht so der Posten.

        „Auserdem zahlst du…“ Ääähm, wir kennen uns?

        Antworten
        • MK meint

          16.07.2026 um 15:04

          @Paule:
          Es geht nicht darum, was die Sensoren als Teile kosten, sondern was der Mehraufwand beim Reifenwechsel kostet…die meisten Menschen in Mitteleuropa fahren eben nicht mit Ganzjahresreifen.

    • MK meint

      16.07.2026 um 10:55

      @Paule:
      Kommt halt immer darauf an, wer die Schwerpunktkunden sind: Wer zweimal im Jahr die Reifen wechselt (was zumindest in Deutschland die meisten tun) hat dann halt immer zusätzlichen Aufwand/Kosten, während der Nutzen eher gering ist.
      Also ich zumindest bin früher auch ganz ohne Kontrollanzeige ausgekommen und kann auch jetzt gut damit leben, wenn nur das mindeste von der EU vorgeschriebene umgesetzt wird. Zumal meine eigene „Kontrolle“ auch nicht bedeutet, dass ich an einen Kompressor anschließe und den Druck überprüfe. Wenn man sein Auto kennt, merkt man doch, wenn sich Grip oder Verbrauch ändern…

      Antworten
    • RL Brbg. meint

      19.07.2026 um 10:16

      Naja, wenn man mich fragen würde, ob ich den Reifendruck vor Urlaubsantritt prüfe, würde ich auch „ja“ sagen. Ich schaue bewusst, ob die Sensoren etwas melden, prüfe due Reifen durch Inaugenscheinnahme und erhöhe, bei schwerer Beladung den Reifendruck. Ich prüfe heute also nur etwas anders als vor 30 Jahren, aber ich prüfe.

      Antworten
  3. BEV meint

    15.07.2026 um 11:10

    Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

    Antworten
  4. David meint

    15.07.2026 um 10:50

    Eine ganz normale Entwicklung. Die Menschen mit der größten Reichweitenangst fahren ja gar keine Elektroautos. Aber sie lernen durch Gespräche auf der Reise und am Urlaubsort, dass andere mit dem Elektroauto überhaupt keine Probleme hatten. Und sehr viel Geld sparen. Für 12 Euro kannst du einen Monat lang bei EnBW für 34 ct unterwegs laden. Dazu kommen die ganzen Firmenwagenfahrer, die irgendwann zwangsmigriert wurden auf Elektroautos. Natürlich fahren die damit dann auch in den Urlaub. Denn sie sind zu geizig, sich extra einen Verbrenner für die Urlaubsreise zu leihen. So machen sie zwangsweise die Erfahrung, dass das alles sehr gut machbar ist.

    Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      15.07.2026 um 14:36

      Volle Zustimmung – solche Gespräche führen wir europaweit schon seit 5 Jahren und knapp 100.000 km.
      2x Innenraumfilter und 2x neue Wischerblätter.
      Letztes Jahr vor dem TÜV war die Bremsflüssigkeit ohne Befund und daher TÜV mängelfrei – so geht Elektomobilität

      Antworten

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