Nach einem Jahr Entwicklungsarbeit wurde Batteriewechsel-Technologie in das solarbetriebene Elektrofahrzeug EVIG integriert. Das schwedische Unternehmen Clean Motion liefert die Fahrzeuge an das Forschungsprojekt STOLT (Stockholm Local Transition), wo die Lösung gemeinsam mit Lieferdienst Foodora unter realen städtischen Bedingungen validiert werden soll. Beteiligt sind außerdem die Stadt Stockholm, die Universität Lund und die schwedische Firma GoCimo.
Das Projekt soll zeigen, wie eine gemeinsam genutzte Batterieinfrastruktur verschiedene Elektrofahrzeuge bedienen kann – von E-Mopeds bis zu kleinen elektrischen Transportfahrzeugen. Ziel ist es laut den Verantwortlichen, den Übergang zu einem emissionsfreien Stadtzentrum bis 2030 zu beschleunigen.
Der in Schweden hergestellte EVIG ist ein leichtes Elektrofahrzeug für Transport- und Serviceaufgaben. Je nach Konfiguration beträgt seine Reichweite 100 bis 150 Kilometer, an einem sonnigen Tag soll das Solardach weitere 40 bis 50 Kilometer liefern können. Durch den Batteriewechsel entfallen Ladestopps, sodass das Fahrzeug ganzjährig und bei jedem Wetter ohne Unterbrechung eingesetzt werden können soll.
Batteriesysteme, Mechanik und Schnittstellen wurden so angepasst, dass EVIG dieselben Wechselbatterien nutzen kann, die bereits in GoCimos Stockholmer E-Roller-Infrastruktur verfügbar sind. Die Validierung mit Foodora erfolgt im laufenden Betrieb und umfasst unter anderem „sensible Gebiete“ sowie die Reinluftzone der Klasse 3.
„EVIG ist auf Effizienz und Flexibilität ausgelegt, und der Batteriewechsel hebt die Lösung auf die nächste Stufe“, sagt William Collings, Technikchef bei Clean Motion. „Die Entwicklungsarbeit ist abgeschlossen. Für Kunden, die einen unterbrechungsfreien Betrieb benötigen und keine langen Ladeunterbrechungen einplanen können, steht die Leistung nun zur Verfügung, ohne dass dabei die Nachhaltigkeit von EVIG beeinträchtigt wird.“
Stockholm verfügt bereits über eine etablierte Batteriewechsel-Infrastruktur durch GoCimo. Mit EVIG wird diese Infrastruktur nun von Elektro-Rollern auf weitere Fahrzeugtypen ausgeweitet. Die Ergebnisse der Validierung sollen darüber entscheiden, wie die Lösung weiterentwickelt wird.

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